Re(h)port

Hallo zusammen,

ich wollte nur kurz berichten, wie die Sache mit dem Reh vor ner Weile ausgegangen ist. Die Sache mit Einlegen und Buttermilch und so hab ich mich nicht getraut, aber ich hab am Tag vorher Gewürze gekauft: Lorbeer, Piment und Wacholder. Dann das gute Rehstück seziert, bis ich’s ekelig fand (es hatte ja geheißen, daß ich die Haut wegmachen soll, aber daß da das halbe Fleisch mit abgeht hat mit keiner gesagt! Und bei mir sah das ganz anders aus als auf Claude’s Homepage und beim Star-Fernseh-Koch).
Dann hab ich den guten Bräter (von Oma geerbt) aus dem Keller gekramt, dabei noch die Blumenerde, die da drauf lagerte, einmal über den Boden verteilt. Dann Topf von Erde und Staub befreit und die Stücke (nach dem Sezieren waren’s deutlich mehr als vorher *g*) angebraten. Dann Wasser dazu und Gewürze rein und anschließend hab ich’s in den Backofen bei 90° gepackt (so macht meine Mama das auch immer *g*).
Rückblickend muß ich sagen, daß das Fleisch sehr lecker „rehig“ und mürbe war, allerdings ein bisserl zu lang im Ofen (wie soll ich denn ahnen, daß das sooo schnell geht *lach*) und ein bisserl zu viel Gewürz (aber ich war doch sooo stolz auf meine neuen Gewürze) und ich das stolz wie Harry verspeist habe.

Vielen Dank für Eure Tips nochmal!

Petzi

Hallo,

na so eine Rückmeldung freut doch. Und was die Sache mit dem parieren angeht, so kann man immer wieder nur auf extrem scharfeund flexible professionelle Messer verweisen. Mit denen und ein wenig Übung bleibt so gut wie nichts an den Sehnen und Häuten hängen. Einfach nur an einer Stelle so ein Stückanheben und dann mit dem Messer im flachen Winkel genau daran entlang schneiden. Die Sehnen schneidet man so schnell nicht durch, und man kommt so genau zwischen Sehne und Fleisch.

Gruß vom Wiz, der übrigens statt Wasser immer Rotwein nehmen würde :wink:

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