Hallo Marla,
hast Du schon Pläne für das nächste Wochenende? 
Gruß, AndyM
Hallo Marla,
hast Du schon Pläne für das nächste Wochenende? 
Gruß, AndyM
Hallo Andy!
hast Du schon Pläne für das nächste Wochenende?
Nein, ich bin immer mehr darauf gefasst, das es kein nächstes Wochenende geben könnte.
Meine ausführliche Antwort findest Du weiter unten.
Greetings,
Marla
Hallo Marla,
das nächste Wochenende kommt bestimmt, ob mit ihm oder ohne ihn. Also, was planst Du?
Gruß, AndyM
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Mut tut gut
Hallo Marla,
ich habe gerade zufällig den original Adolph Freiherr von Knigge „Über den Umgang mit Menschen“ im Internet gefunden. Eine Stelle die ich Dir nicht vorenthalten möchte, beginnt mit: „Freunde, die uns in der Not nicht verlassen, sind äußerst selten. - Sei Du einer dieser seltenen Freunde! Hilf, rette, wenn Du es vermagst, opfre Dich auf - nur vergiß nicht, was Klugheit und Gerechtigkeit gegen Dich und andre von Dir fordern.“
Den kompletten Text findest Du hier:
http://gutenberg.spiegel.de/knigge/umgang/umg2607.htm
Aufbauende Grüße, AndyM
Hallo Andy!
Bin noch nicht dazu gekommen, den kompletten Text zu lesen, aber danke schon mal fürs Mutmachen! :o)
Momentan gehen mir so viele Gedanken durch den Kopf - gibt auch gerade bei der Arbeit total viele Dinge, die auf mich einströmen, kann mich kaum mehr konzentrieren, geschweige denn ein Gefühl dafür entwickeln, was ich momentan besser tun oder lassen sollte… Habe heute wieder mehrere sms von ihm erhalten, auf die ich eben wegen des Durcheinanders noch nicht eingegangen bin, nun kam die Frage, ob ich seine Fragen ignorieren würde… Soll mich nachher telefonisch melden… seh’s schon kommen, ich rede heute nur Blödsinn… das wird spaßig.
Marla - dauerverwirrt
Weißt Du, Marla,
jeder Mensch erfüllt eine Funktion in Deinem Leben. Freunde, Bekannte, Kollegen, auch Filmdarsteller. Jeder Mensch, den Du, auf welche Art auch immer, an Dich ran läßt, hat eine Aufgabe und erfüllt diese aus sich heraus. Deswegen liebst Du ihn, jeden auf seine Art.
Der eine ist für den Humor zuständig, der nächste versteht Deine Arbeitssituation. Wieder ein anderer kann gut zuhören. Ein weiterer kann Dich so kritisieren, daß Dich die Kritik nicht verletzt, und wieder ein anderer nimmt deiner mütterliche Fürsorge gerne an. Jeder hat seine Rolle.
Es mag sein, daß es Menschen gibt, die mehrere Rollen übernehmen können. Es gibt niemanden, der alle Rollen ubernehmen kann. Deswegen sind Freunde wichtig.
Ich weiß nicht, welche Rolle Dein Freund spielt, aber vielleicht hilft Dir diese Vorbereitung ja, die derzeitige Verwirrung in einer neuen Art anzuordnen, die Du bisher nocht nicht angewendet hast.
Alles Liebe
AndyM
P.S.: Antworte auf Kurzmitteilungen kurz „melde mich“. Dann weiß er Bescheid.
Hallo Marla,
Habe heute wieder mehrere sms von ihm
erhalten, auf die ich eben wegen des Durcheinanders noch nicht
eingegangen bin, nun kam die Frage, ob ich seine Fragen
ignorieren würde…
Wie ist es ausgegangen?
AndyM
Hallo Andy!
Habe heute wieder mehrere sms von ihm
erhalten, auf die ich eben wegen des Durcheinanders noch nicht
eingegangen bin, nun kam die Frage, ob ich seine Fragen
ignorieren würde…Wie ist es ausgegangen?
Erstens komme es anders und zweitens als man denkt…
Ich wollte mich tatsächlich am Donnerstag einer Kommunikation am telefon entziehen und habe daher nur eine sms geschickt, es sei besser, wir würden das das Telefonat auf Freitag verschieben. Seine Antwort: ruf mich bitte eben an!
Tja, da ich nicht wusste, ob vielleicht was passiert war, habe ich dann also doch angerufen und seine erste Frage, warum ich mich nicht melden wollte. ich erklärte, es sei etliches bei der Arbeit vorggefallen, ich wolle aber gerade nicht darüber sprechen.
Er fragte, wann ich Freitag Feierabend hätte und wollte dann anschließend zu mir kommen. Ich sagte noch, dass ich es dann aber nicht schaffen würde, einzukaufen oder Essen zu kochen… das sei nicht schlimm. Später kam dann noch eine sms, dass er neue Musik mitbringen würde und ich könne ihn dann zeichnen und abends wolle er dann zum Fussballgucken… Ich fragte mich, warum er mir das nicht bereits am Telefon gesagt hatte. Dachte an die Situation vom Wochenende davor, wo er den Hund als Vorwand benutzt hatte, nicht bei mir zu übernachten. Ich hatte das Gefühl, er kann mir inzwischen nicht mal mehr offen reden.
Ich war sehr gereizt wegen des Vorfalls bei der Arbeit und dem gefühl, er habe nen bitteren Beigeschmack bei unserem Date, weil er mir ansonsten ja sofort offen hätte sagen können, dass er nicht lange bleiben will… hatte schon überlegt, ob es wirklich so gut sei, wenn wir uns sehen und dann bin ich morgens auf dem Weg zur Arbeit auf Glatteis gestürzt… Musste vielleicht so kommen.
Erst habe ich noch versucht zu arbeiten, dann wurden die Schmerzen aber immer heftiger, so dass ich schließlich vormittags bereist wieder nach hause gefahren bin.
Ich schrieb ihm morgens eine sms, ich sei gestürzt und es sei besser, wir würden uns nicht sehen.
Seine Reaktion erschien mir, als würde er es nicht ganz für voll nehmen. „Das tut mir natürlich leid, sollst doch nicht stürzen. Wenn wir uns heute nicht sehen geht es erst So, Willst Du das wirklich?“
Keine Frage wie’s mir geht, keine Frage, wie’s passiert ist…
Ich hab nicht sofort geantwortet, da kam dann als Alternativvorschlag Samstag vom Frühstück bis zum Nachmittag.
Später rief er mich an. Ich erzählte was passiert war und dass ich zu Hause sei. Er fragte, ob er mir irgendwie helfen könne, mich zum Arzt fahren, Einkauf… ich erzählte dann noch von dem Vorfall bei der Arbeit und er zeigte viel Verständnis, obwohl er gerade erst wieder selbst nen dicken Tiefschlag verpacken musste. War zum Vorstellungsgespräch und er hatte den Job so gut wie in der Tasche, bis dann die Frage nach der Schufa kam. Das hat ihn ganz mächtig runtergezogen, denn er fühlte sich einem Verbrecher gleichgestellt.
Die Magen-Darm-Effekte folgten auf dem Fuss. Das Finanzamt hat dann auch noch mal zugeschlagen… er war absolut down, aber mir tat das Telefonat sehr gut.
Samstag erkundigte er sich dann noch mehrfach per sms nach mir. Erneut das Angebot für mich einen Einkauf zu tätigen.
Sonntag rief er mich nachmittags an. Ich war von mir aus nicht direkt auf sein Angebot eingegangen, dass wir uns alternativ Samstag oder Sonntag sehen könnten, aber er fragte auch nicht noch mal nach und so blieb es dann bei den Vorschlägen.
Sonntag Abend hatte ich nen Tiefpunkt und bat ihn per sms, mich mal kurz ganz fest zu umarmen. Keine Reaktion. Überhaupt kamen seit Sonntag nachmittag keine sms mehr von ihm. Inzwischen ist mir klar, er hat wieder verstärkt Depressionen.
Gestern rief er an. Er war sehr schlecht drauf. Da ich Sonntag den Eindruck hatte, er sei sauer auf mich, wozu er mir später per sms noch mal erklärte, dass er nicht sauer sei sondern eben völlig schlecht drauf, was nichts mit mir zu tun hätte, sagte er nun direkt vorweg, er sei nicht sauer auf mich, falls sich seine Stimme wieder so anhören sollte.
Konnte leider meine Enttäuschung, dass er auf meine sms nicht reagiert hatte nicht verbergen. Ihm war überhaupt nicht klar, wie er darauf hätte reagieren sollen. Ich sagte: irgendwie, egal wie.
Anschließend tat es mir schon wieder Leid, ihm diesen Vorwurf gemacht zu haben. Man hörte raus, dass er sich schuldig fühlte, mir nicht genügend Aufmerksamkeit zu widmen.
Ich sagte, ich habe von meiner Geburtstagsnachfeier bei der Arbeit noch etliches über, wenn er wollte, würde ich ihm gerne was abgeben, würde mir sonst eh alles verderben. Er überlegte lange und meinte dann, er wollte eigentlich heute zu mir kommen, oder - da er heute an der Hand operiert wird - vielleicht müsse ich zu ihm kommen.
Für mich ist es kein muss. Das weiss er auch. Ich war dieses Jahr noch gar nicht bei ihm, hatte schon das Gefühl, er wolle mich quasi „aussperren“.
Er wollte im Laufe des Nachmittags klären, wann die OP ist und mir dann bescheid geben. Da ich gerade nicht erreichbar war, sprach er m ir auf die Mailbox. Er sagte noch dabei, dass es ihm schlecht ginge, es klang wie: entschuldige, dass ich so zu dir bin, es ist keine Absicht.
Abends schrieb ich ihm noch eine sms, dass ich, falls es bei dem Treffen heute bliebe gerne zu ihm käme, oder wir könnten ins Kino gehen, wenn er mag.
Er will sich heute nach der OP melden. Bin mal gespannt, ob es bei dem Treffen bleibt.
So ist`s ausgegangen.
Greetings,
Marla
Hallo Marla,
lange nichts mehr gehört. Ich habe gerade ein bißchen Zeit und beantworte mal eine Mail von Dir, die ich gerne früher ausführlicher beantwortet hätte. Vielleicht möchtest Du die Antwort ja trotzdem noch lesen. Deine neuen Mails habe ich noch garnicht gelesen.
Sagen wir es so: ich weiss, dass mein Freund sich nicht
freiwillig in die Rolle des Loosers begeben hat und ganz
gewiss nicht mich für sich missbraucht, um sein Leiden besser
auskosten zu können. Trotzdem habe ich Probleme, damit zurecht
zu kommen.
Und dieses Problem hast Du natürlich nicht nur bei deinem Freund, sondern Du wirst damit immer wieder in Deinem Leben konfrontiert. Aktuell belastet Dich sogar Dein Job noch mehr als Dein Freund, wenn ich das richtig verstanden habe. Also, wie kommst Du da raus?
Ich weiss nicht, was er hatte oder hätte haben sollen.
Er hääte sich mehr Sicherehitsreserven ansparen sollen. Sowohl finanziell als auch emotional.
Während
dieser zeit hatten wir keine Kontakt.
Du lernst ja nicht für die Vergangenheit, sondern für die Zukunft 
Nun ist das Kind in den
Brunnen gefallen und man kann es entweder ersaufen lassen,
oder versuchen, ihm herauszuhelfen, wie Du es an anderer
Stelle so nett erklärt hast. Ich werde mich bemühen, mich bei
dem Rettungsversuch selbst zu sichern, um nicht ebenfalls in
den Brunnen zu stürzen.
Was bei Umbaumaßnahmen der menschlichen Psyche nicht so einfach ist, weil man nie weiß, wie gut man gesichert ist…
Wie war der Kinoabend?
Aber nicht doch, wir haben uns am Samstag das letzte Mal
gesehen, da glaubst Du doch nicht ernstahft, wir seine bereits
im Kino gewesen… Nein. Ich habe den Vorschlag gemacht, wenn
er ihn nicht aufgreift, war’s das mal wieder. Ich werde
jedenfalls nicht weiter bohren und mich aufdrängen.
Och, das finde ich jetzt aber schade. Jetzt habe ich gerade angefangen zu glauben, Du würdest Dich freuen ihn zu sehen, und dann sowas…
Was geht am Wochenende?
Keine Ahnung, ich bin nahe davor abzusagen, wenn er mir mit
unserem Standardtag Freitag kommen sollte, denn es kann ja
nicht angehen, dass er ausgerechnet immer freitags den Wunsch
versprüt mich zu sehne.
Nö. Er versucht zu planen, will es sich aber nicht eingestehen, denn er will ja gar nicht planen. Aber in Wahrheit weiß er schon am Samstag, daß er Dich erst Freitag wieder sehen wird, kann dies aber nicht langfristig ankündigen, weil Du dann enttäuscht bist. Also hält er Dich hin.
Mir fällt da das Verhältnis zu seiner Großmutter ein. Kann es sein daß er es einfach nicht gewöhnt ist daß jemand für ihn kämpft? Oder daß es vielleicht sogar in seinem Umfeld abgelehnt wird, daß sich ein Mensch aktiv für einen anderen einsetzt? Wie steht er denn zu Hilfsorganisationen, Lehern, Kindergärtnern, Altenpflegern, Greenpeace? Wertet er Idealisten ab? Was sagt er, wenn Du ihn fragst, wie seine Mutter, sein Vater, andere Familienmitglieder dazu stehen? Wie sucht er seine Freunde aus, wie stehen diese dazu?
Die Woche hat 7 Tage, an denen wir
jeweils unterschiedlich viel Zeit haben und teilweise andere
Pläne haben, die sich aber trotzdem mit einem Treffen
verbinden liessen, wenn man denn wirklich wollte.
Genau. Aber er kann das eben nicht wollen. Was nicht heißt daß er es nicht wollte wenn er könnte.
Du möchtest:
- immer Kohlensäurefreies Wasser bereithalten
Habe ich, für mich selbst. Er würde das nie trinken.
Wenn Du ihm bei der nächsten Kollik das Wasser hinstellst, ihm sagst Du willst nichts mehr von ihm wissen wenn er nicht jeden Tag einen Liter trinkt, egal wie er es verabscheut, und dann gehst, wird er es sich zumindest durch den Kopf gehen lassen. Und wenn Du dann nicht insistierst sondern zuläßt, daß es zwar gut und richtig ist, er aber nicht die Einsicht hat, kannst Du ihn vielleicht sogar langfristig überzeugen. Aber immer Rückfälle zulassen, solange sich ein grundsätzlicher Positivtrend abzeichnet.
- langfristig zu einer Wochenendplanung kommen
Ja, die ich derzeit ohen ihn mache.
Du freust Dich, wenn Du ihn sehen kannst, aber möchtest auf Aktivitäten, die Dir gut tun, nicht verzichten. Du willst nicht Deinen Dickkopf durchsetzen, aber möchtest Dich auch nicht immer wieder aus Deiner Planung rausreißen lassen. Also kannst Du ihn nur mit einplanen und ihm anbieten daran teilzuhaben und ihm die Freiheit geben, das Angebot abzulehnen. Ihm gar kein Angebot einzuräumen halte ich für zu krass.
- ganz wichtig: Zuhören
Mache ich immer, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Aber wo
kein Kontakt ist, kann man auch nichts hören.
Da hast Du natürlich recht. Aber ihr telefoniert ja auch viel.
- einen Notfallplan für die nächste Katastrophe erstellen
Tja, den sollte ich wohl am dringendsten aufstellen.
Da das nur mit ihm zusammen geht brachst Du hierfür seine Kooperation. Bitte ihn darum
- Dir die Vorwürfe abgewöhnen
Würde mir wesentlich leichter fallen, wenn ich nicht das
Gefühl hätte, dass alles immer mehr zum Pflichtprogramm
mutiert.
Wenn ein Krankenpfleger seine Einsatzbereitschaft von der Dankbarkeit seiner Patienten abhängig macht, wird er schnell ungerecht und unzufrieden.
- Du kannst nur an Dir selber arbeiten
Das ist wahr.
Eigentlich schade, nicht wahr?
Wäre doch viel einfacher, er würde sich ändern, oder? 
- Positiven, kontruktiven und liebevollen Einfluß ausüben
Der leider immer wieder abgelehnt wird.
Egal. Meine Kinder lehnen das ihr Leben lang ab. Soll ich sie deswegen aufgeben?
- Eine intensive Bindung aufbauen
Wenn man mir dabei entgegen kommt.
Du kannst halt nichts erzwingen, aber Du kannst Dir etwas in den Kopf setzen und dafür einstehen.
- Du entscheidest, unbequeme Entscheidungen erfordern
Einfühlungsvermögen, intensive Vorbereitung. Aber bestimmt
nicht Angst vor den Folgen.Was kann ich denn noch entscheiden?
Jeden Tag mit einem Lächeln zu beginnen 
- Ihn Öfter treffen
Nicht, wenn er es eigentlich gar nicht will.
Du kannst halt nichts erzwingen, aber Du kannst Dir etwas in den Kopf setzen und dafür einstehen.
- Seine Freunde kennen lernen. „Wenn ich sehe wie Du dich
gegenüber Freunden verhälst, kann ich Dich besser einschätzen,
besser damit umgehen, wie Du bist, mir Verhaltensweisen
abschauen, wie ander Menschen mit Dir umgehen.“Abgelehnt. Habe ihn letztes Mal gefragt, warum er mich so
gezielt heraushält. Das sei bei ihm nie anders gelaufen.
Dann läuft es halt jetzt anders. Oder willst Du Dich in die Reihe der ganzen anderen Beziehungen einreihen? Ich denke Du möchtest es besser machen, oder?
Womit fängst Du an?
Damit, mich zu fragen, was ich überhaupt noch tun kann.
Für Dein Selbsbewußtsein kannst Du ganz viel tun. Vor allem mußt Du Dich ein Stück weit emotional abkoppeln, ohne in Dir das Gefühl aufkommen zu lassen, Du würdest irgendwas aufgeben, was dann darin mündet daß Du ihn aufgibst. Eine engere Bindung aufbauen und sich gleichzeitig emotional abkoppeln ist eine Gratwanderung. Vielleicht kannst Du ja besser herausfinden, wie Du Dich absicherst, wenn Du das weißt und akzeptierst.
Wie läufts auf dem Job?
Gruß, AndyM
Hallo Andy!
Vielleicht möchtest Du die
Antwort ja trotzdem noch lesen.
Ja sicher.
Und dieses Problem hast Du natürlich nicht nur bei deinem
Freund, sondern Du wirst damit immer wieder in Deinem Leben
konfrontiert.
Doch, eigentlich habe ich das nur bei ihm.
Aktuell belastet Dich sogar Dein Job noch mehr
als Dein Freund, wenn ich das richtig verstanden habe. Also,
wie kommst Du da raus?
Schwer zu sagen, was da überwiegt. Wie ich da raus komme?
Tja, wenn ich das mal so genau wüsste.
Er hääte sich mehr Sicherehitsreserven ansparen sollen. Sowohl
finanziell als auch emotional.
Dafür ist es jetzt zu spät.
Du lernst ja nicht für die Vergangenheit, sondern für die
Zukunft
In der er sich mit Sicherheit nicht wieder selbsständig machen wird.
Nun ist das Kind in den
Brunnen gefallen und man kann es entweder ersaufen lassen,
oder versuchen, ihm herauszuhelfen, wie Du es an anderer
Stelle so nett erklärt hast. Ich werde mich bemühen, mich bei
dem Rettungsversuch selbst zu sichern, um nicht ebenfalls in
den Brunnen zu stürzen.Was bei Umbaumaßnahmen der menschlichen Psyche nicht so
einfach ist, weil man nie weiß, wie gut man gesichert ist…
Nee, weiss man nicht, aber zu sagen: du hast dich selbst reingeritten, sieh erst mal zu, dass du da wieder raus kommst und anschließend komme ich wieder, kann es ja nicht sein.
Aber nicht doch, wir haben uns am Samstag das letzte Mal
gesehen, da glaubst Du doch nicht ernstahft, wir seine bereits
im Kino gewesen… Nein. Ich habe den Vorschlag gemacht, wenn
er ihn nicht aufgreift, war’s das mal wieder. Ich werde
jedenfalls nicht weiter bohren und mich aufdrängen.Och, das finde ich jetzt aber schade. Jetzt habe ich gerade
angefangen zu glauben, Du würdest Dich freuen ihn zu sehen,
und dann sowas…
Ich freue mich auch, wenn ich ihn sehe, aber zu bohren udn zu drängeln hat keinen Sinn, das geht nach hinten los.
Ich habe gestern halt noch mal per sms angefragt, dass ich heute gerne zu ihm käme oder wir auch ins Kino gehen könnten…
Tja, er wollte eben schon ganz für heute absagen, hätte Schwerzen nach der OP, würde dann morgen mit in die Disco komme… haha, als ob er mit nem Gipsarm mitkäme… habe ich ihm auch gesagt, daraufhin hieß es, er könne mich nicht in die Wohnung lassen, die sei nicht aufgeräumt (also war das mit morgen wohl doch ein Vertrösten)… ich sagte: irgendein Grund fände sich ja immer, ich könnte ihn auch abholen, dafür bräuchte ich nicht in die Wohnung… ich solle ihn dann kurz vor Feierabend noch mal anrufen… hm.
Keine Ahnung, ich bin nahe davor abzusagen, wenn er mir mit
unserem Standardtag Freitag kommen sollte, denn es kann ja
nicht angehen, dass er ausgerechnet immer freitags den Wunsch
versprüt mich zu sehne.Nö. Er versucht zu planen, will es sich aber nicht
eingestehen, denn er will ja gar nicht planen. Aber in
Wahrheit weiß er schon am Samstag, daß er Dich erst Freitag
wieder sehen wird, kann dies aber nicht langfristig
ankündigen, weil Du dann enttäuscht bist. Also hält er Dich
hin.
Glaube ich nicht, denn wenn er es langfristig ankündigen würde, hätte ich eine Größe mit der ich was anfangen könnte, so aber ist eben immer alles offen. Er hält sich den freitag im Hinterkopf, sagt es aber erst möglichst spät, denn auch da könnte ja schließlich noch was zwischen kommen.
Der Vorschlag, mich heute zu treffen kam gestern von ihm. Wenn er vorher schon gewusst hätte, dass er mich erst wieder Freitag sehen will, dann wäre er besser damit gefahren, mir keine leeren Versprechungen zu machen.
Mir fällt da das Verhältnis zu seiner Großmutter ein. Kann es
sein daß er es einfach nicht gewöhnt ist daß jemand für ihn
kämpft?
Das kann gut sein, aber wer ist das schon gewohnt?
Oder daß es vielleicht sogar in seinem Umfeld
abgelehnt wird, daß sich ein Mensch aktiv für einen anderen
einsetzt? Wie steht er denn zu Hilfsorganisationen, Lehern,
Kindergärtnern, Altenpflegern, Greenpeace? Wertet er
Idealisten ab?
Weiss ich ehrlich gesagt nicht viel zu zu sagen, ich weiss nur, dass er selbst hinter seinen Überzeugungen steht und diese dann auch vehement vertritt.
Was sagt er, wenn Du ihn fragst, wie seine
Mutter, sein Vater, andere Familienmitglieder dazu stehen? Wie
sucht er seine Freunde aus, wie stehen diese dazu?
Wie gesagt, über seine sonstigen Bezugspersonen kann ich kaum was sagen, da ich keinen driekten Kontakt zu ihnen habe.
Die Woche hat 7 Tage, an denen wir
jeweils unterschiedlich viel Zeit haben und teilweise andere
Pläne haben, die sich aber trotzdem mit einem Treffen
verbinden liessen, wenn man denn wirklich wollte.Genau. Aber er kann das eben nicht wollen. Was nicht heißt daß
er es nicht wollte wenn er könnte.
Wieso kann er das nicht wollen?
Wenn Du ihm bei der nächsten Kollik das Wasser hinstellst,…
Wenn ich ihn bei der nächsten Kolik sehen sollte…
Du freust Dich, wenn Du ihn sehen kannst, aber möchtest auf
Aktivitäten, die Dir gut tun, nicht verzichten. Du willst
nicht Deinen Dickkopf durchsetzen, aber möchtest Dich auch
nicht immer wieder aus Deiner Planung rausreißen lassen. Also
kannst Du ihn nur mit einplanen und ihm anbieten daran
teilzuhaben und ihm die Freiheit geben, das Angebot
abzulehnen. Ihm gar kein Angebot einzuräumen halte ich für zu
krass.
Wer hat denn davon gesprochen? Ich habe gesagt, dass ich mich nicht darauf verlassen kann, dass er sich tatsächlich mit mir trifft, wenn er es ankündogt. So wie ich heute auch wieder in der Luft hänge.
Ich rechne nicht mehr damit. Denn sonst bin ich zu sehr enttäuscht, wenn wieder mal nichts draus wird.
- ganz wichtig: Zuhören
Mache ich immer, wenn sich die Gelegenheit ergibt. Aber wo
kein Kontakt ist, kann man auch nichts hören.Da hast Du natürlich recht. Aber ihr telefoniert ja auch viel.
Geht so, da er eben nur das Karten-Handy hat, muss ich mich meistens sehr kurz fassen, wenn ich ihn mal anrufe und wenn er mich anruft ist das tagsüber von seiner Oma oder Mutter aus und da ich dann wochentags bei der Arbeit bin, gehen die Gespräche meist auch nicht in die Tiefe.
- einen Notfallplan für die nächste Katastrophe erstellen
Tja, den sollte ich wohl am dringendsten aufstellen.
Da das nur mit ihm zusammen geht brachst Du hierfür seine
Kooperation. Bitte ihn darum
Wei stellst Du Dir das denn vor?
Hey, ich sehe es kommen, wenn du mir das nächste mal absagst, fühle ich mich wieder vernachlässigt, also… ???
- Dir die Vorwürfe abgewöhnen
Würde mir wesentlich leichter fallen, wenn ich nicht das
Gefühl hätte, dass alles immer mehr zum Pflichtprogramm
mutiert.Wenn ein Krankenpfleger seine Einsatzbereitschaft von der
Dankbarkeit seiner Patienten abhängig macht, wird er schnell
ungerecht und unzufrieden.
Mir geht es nicht um Dankbarkeit, ich möchte aber nicht das gefühl haben, dass er mich nur aus Pflichtgefühl trifft, denn dann kommen wir aus dem Teufelskreis nie heraus.
Eigentlich schade, nicht wahr?
Wäre doch viel einfacher,
er würde sich ändern, oder?
Er hat sich geändert, dass ist es, was mir Kopfzerbrechen bereitet.
- Positiven, kontruktiven und liebevollen Einfluß ausüben
Der leider immer wieder abgelehnt wird.
Egal. Meine Kinder lehnen das ihr Leben lang ab. Soll ich sie
deswegen aufgeben?
Irgendwann sind sie in einem alter, in dem sie ohne Dich auskommen, wenn Du dann immer noch den Eindruck hast, dass Du nur auf Ablehnung stößt, was machst Du dann? Hast Du dann trotzdem noch das gefühl ihnen mit Deiner Fürsorge wirklich zu helfen?
- Eine intensive Bindung aufbauen
Wenn man mir dabei entgegen kommt.
Du kannst halt nichts erzwingen, aber Du kannst Dir etwas in
den Kopf setzen und dafür einstehen.
Zu einer Bindung gehören immer zwei. Da kann ich einen noch so starken Willen haben, wenn er es nicht will, nützt mir der gar nichts.
- Du entscheidest, unbequeme Entscheidungen erfordern
Einfühlungsvermögen, intensive Vorbereitung. Aber bestimmt
nicht Angst vor den Folgen.Was kann ich denn noch entscheiden?
Jeden Tag mit einem Lächeln zu beginnen
Nein, das ist nichts, was ich mir selbst aussuche, es ist keine aktive Entscheidung wenn mir zum Weinen zu Mute ist. Wenn dem so wäre, dann könnte man ihm schließlich auch sagen: reiss dich zusammen, dann wird das schon.
- Ihn Öfter treffen
Nicht, wenn er es eigentlich gar nicht will.
Du kannst halt nichts erzwingen, aber Du kannst Dir etwas in
den Kopf setzen und dafür einstehen.
Aber wenn ich das Gefühl habe, damit gegen ihn zu „arbeiten“, ist es nicht das, was ich erreichen will.
- Seine Freunde kennen lernen. „Wenn ich sehe wie Du dich
gegenüber Freunden verhälst, kann ich Dich besser einschätzen,
besser damit umgehen, wie Du bist, mir Verhaltensweisen
abschauen, wie ander Menschen mit Dir umgehen.“Abgelehnt. Habe ihn letztes Mal gefragt, warum er mich so
gezielt heraushält. Das sei bei ihm nie anders gelaufen.Dann läuft es halt jetzt anders. Oder willst Du Dich in die
Reihe der ganzen anderen Beziehungen einreihen? Ich denke Du
möchtest es besser machen, oder?
Ich kann auch hier nur das Angebot machen, dass ich sie gern kennen lernen würde, gerne einbezogen werden würde…
Womit fängst Du an?
Damit, mich zu fragen, was ich überhaupt noch tun kann.
Für Dein Selbsbewußtsein kannst Du ganz viel tun. Vor allem
mußt Du Dich ein Stück weit emotional abkoppeln, ohne in Dir
das Gefühl aufkommen zu lassen, Du würdest irgendwas aufgeben,
was dann darin mündet daß Du ihn aufgibst. Eine engere Bindung
aufbauen und sich gleichzeitig emotional abkoppeln ist eine
Gratwanderung. Vielleicht kannst Du ja besser herausfinden,
wie Du Dich absicherst, wenn Du das weißt und akzeptierst.
Mein Selbstbewusstsein war vor unserer Zeit ein ganz anderes als es jetzt ist, wo ich so häufig auf Ablehnung stoße. Da fragt man sich eben zwangsläufig irgednwann, was man falsch macht, warum man scheitert, woran es mangelt…
Er behauptet es läge nicht an mir. Den Eindruck habe ich allerdings nicht.
Wie läufts auf dem Job?
Leider schlecht und die Aussichten auf besserung sind nicht wirklich gegeben.
Greetings,
Marla
Hallo Marla,
ich habe deine Antworten gespeichert, nächste Woche habe ich „Termin“…Danach melde ich mich, sobald wir uns wieder gefangen haben. Drück mir die Daumen daß alles gut geht. Wenn was wichtiges ist E-Mail Me!
Andreas