Hallo Harald,
Schon klar. Aber warum soll die
Häufigkeit einen Unterschied machen?
Weil ein Gewöhnungseffekt eintritt.
Und ein Wunder ist keins mehr, wenn man sich daran gewöhnt? Seltsame Idee…
Also die Erfahrung zeigt, dass Menschen,
die auf Gott vertrauen, mit
Schicksalsschlägen leichter zurecht
kommen.
Dem stimme ich zu. Nur daß das nichts beweist (außer der Tatsache, daß es aus rein strategischen Überlegungen lohnenswert sein, von Gottes Existenz auszugehen, selbst wenn man’s „eigentlich“ nicht glaubt).
Entschuldige, vielleicht habe ich mich da
unklar ausgedrückt. Er korrigiert nicht
unsere Entscheidungen, sondern den daraus
resultierenden Schaden.
Okay. Ändert abr nicht viel am Grundproblem, oder?
Und das auch nur,
wenn Er es für unbedingt notwendig
erachtet. Das hat aber mit Willkür nichts
zu tun. Das ist eher Mitleid mit uns
Menschen.
Na ja…dann hat er aber eine von uns sehr verschiedene Vorstellung von notwendig…und was ist dann mit „nach seinem Bilde“ und so?
Über die Schöpfungsgeschichte hier zu
referieren, würde sicher zu weit gehen.
Stimmt. Da haben sich schon genug den Kopf drüber eingeschlagen.
Ich kann mit den 6 Tagen genausogut leben
wie mit 6000 oder 6 Mio. Jahren.
Ich nicht. Alles, was kürzer ist, als das nachweisliche Alter des Universums, „paßt“ nicht. Aber wie gesagt, daß ist mehr ein Detail.
Aber ich denke mal, wenn Gott allmächtig
ist, warum sollte er es nicht in 6 Tagen
schaffen?
Dagegen sag’ ich ja nichts. Mag er ja auch anderswo gemacht haben. Aber wir sind nun mal älter.
Und außerdem war es nur eine
Reaktivierung eines zerstörten Planeten.
Das mußt Du mir mal erklären. Hab’ ich ja noch nie gehört. Und steht meines (zugegebenermaßen ziemlich beschränkten) Wissens auch nicht in der Bibel…
Stimmt. Das ist allerdings merkwürdig.
Man müßte mal einen hohen
Kirchenoffiziellen dazu fragen 
Viel Spaß dabei *g*
Die Ausreden sind länger als unser
Thread.
Ich weiß. Hab’ ich alles schon ausprobiert. Mit Katholen, Mormonen (nee, die heißen ja jetzt anders, LDS oder so), Zeugen Jehovas, und Neu-Apostolen.
Und warum in denen, und sonst nicht? Und
was begründet einen solchen Ausnahmefall?
Das Ganze wird zu einer reinen Farce. In
diesem Punkt muß ich Einstein zustimmen:
Gott würfelt nicht. (Obwohl der Satz in
dem Zusammenhang, in dem er gefallen ist,
falsch war…)
Darf ich das jetzt so interpretieren, das
Gott nicht den Zufall entscheiden läßt?
Nee, darfst Du nicht
Soll heißen, ich kann mir nicht vorstellen, daß er bei der „gleichen“ Katastrophe (bitte die Worte nicht auf die Goldwaage legen) mal eingreift und mal nicht. Entweder eine solche Katastrophe hält er für vertretbar, dann hält er sich immer raus. Oder nicht, dann verhindert er sie immer. Dafür braucht er dann aber kein Wunder, weil es dann Teil des Regelwerks wird…
Dann wären wir wieder beim Ausgangspunkt,
als ich behauptete, Gott habe einen Plan
für uns Menschen.
Das dürfte damit auch klargestellt haben. Ich sage immer noch, nix Plan. Eher so: mal sehen, was draus wird.
Nicht Gottes alter ego, sondern Gottes
alter Gegenspieler.
Kommt auf’s gleiche heraus. Ein Abtrünniger seiner Heerscharen jedenfalls. Und die Engel hat er schließlich auch selber „gemacht“.
Für uns Menschen ist es unmöglich, aber
nicht für Gott.
Da muß ich ja glatt die abgelutschte Logikfrage stellen: Kann Gott einen Stein erschaffen, der so schwer ist, daß er ihn selbst nicht heben kann? Nur zur Demonstration, daß Allmacht IN SICH unmöglich ist *g*.
Viel Spaß beim Grübeln.
Kubi