Hallo!
Ich hätte mal eine Frage an diejenigen unter euch, die sich r*****. Ich würde gerne wissen, ob ihr damit mal zum Arzt seid bzw. ob ihr wegen einem anderen Grund zum Arzt seid und dieser eure Schnittwunden gesehen hat. Wie hat er darauf reagiert? Hat er sich die Verletzungen näher angeschaut oder einfach ignoriert?
Ich habe mich vor 2 Tagen das erste Mal nach drei Jahren wieder geritzt und muss übermorgen zum Arzt, wegen ständigen Bauchschmerzen, Schwindel und Schlafstörungen. Genau wegen meinen Schwindelanfällen habe ich Angst, dass der Blutdruck gemessen wird und bis dahin die Wunden aber sicher noch nicht vollständig abgeheilt sind.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand antworten würde.
Schöne Grüße
Hallo,
Also ich mache es länger nicht mehr kann man sieht aber noch die Narben, vor allem am Unterarm. Ich musste letztens zum Impfen und wurde eben da geimpft. Bei mir hat die Ärtztin nichts gesagt und es einfach mal ignoriert (worüber ich sehr froh war). Es waren aber auch keine Wunden, ich weiß nicht was dann gewesen wäre.
Ich denke es hängt einfach vom Arzt ab, und wie schlimm es aussieht, und dass ein Arzt im „schlimmsten“ Fall vielleicht frägt ob man in psychologischer Behandlung ist und damit ist die Sache erledigt.
Näher anschauen wird er wohl nicht, du bist ja nicht deswegen da und es ist deine Sache was du tust, solange du dein Leben nicht gefährdest.
Ach ja und deswegen selbst war ich nie beim Arzt, wäre mir ehrlich gesagt zu peinlich.
Also mach dir keinen Kopf, ist doch egal was der Arzt sagt
Hauptsache die Ursache für das wofür du wirklich da bist wird gefunden.
lg Carameli
Hallo,
warum ritzt du dich denn? Das heisst: in welchen Situationen?
Ich habe mir selbst lange Jahre die Arme aufgeschnitten, es musste immer genäht werden (d.h. man kann nicht von Ritzen sprechen). Ich habe mir immer Geschichten ausgedacht, wie es passiert ist - angegriffen worden, auf einen Glastisch gefallen etc… Ich wollte nie, dass Jemand erfährt, was ich da gemacht habe.
Irgendwann kam es raus, klar. Dann Therapien, Einweisung für 24 std. etc. (erkläre einem arzt mal, dass Du Dich nicht umbringen sondern nur schneiden wolltest…).
Ich finde es seltsam, dass Du Dich genau jetzt - 2 Tage vor einem arzttermin - schneidest… wiollst Du, dass er es entdeckt und mit Dir darüber redet?
Würde es Dir dann besser gehen?
Ich habe mich das erste Mal mit ca. 11 geritzt. Mit 14,15,16 war es besonders schlimm. Mit 17 war ich kurzzeitig bei einem Psychologen. Danach ging es mir aber immer schlechter. Kurz vor meinem 18. Geburtstag wollte ich gar nicht mehr und hatte Selbstmordgedanken. Dann hab ich mit 20 und 21 über einen längeren Zeitraum geritzt.
Den Arzttermin habe ich erst seit heute morgen. Ich wollte eigentlich gar nicht hin, aber da ich leider einen Kreislaufkollaps hatte und den ganzen Tag schrecklich müde bin, weil ich nicht schlafe, wollte ich doch so schnell wie möglich zum Arzt.
Ich habe zurzeit Beziehungsprobleme. Da ich wegen dem Studium umgezogen bin, wohnen meinen ganzen Freunde und meine Familie etwas weiter weg und das kommt irgendwie noch dazu.
Hallo Sunny!
Ich habe tiefere Schnittwunden in den letzten Jahren immer nähen lassen und auch wenn es schon zu spät zum nähen ist, ist es weitaus besser, dass fachmännisch versorgen zu lassen. Die Reaktionen der Ärzte sind unterschiedlich. Aber inzwischen ist das Thema ja so bekannt, dass man nicht damit rechnen muss, dumme Fragen gestellt zu bekommen.
Wenn der Arzt fragt, wie das passiert ist, fahre ich am Besten damit, wenn ich ehrlich bin und sage, dass ich das selbst gemacht habe. Ich sag aber dann auch gleich dabei, dass ich in Behandlung bin und auch Medis nehme. Es wäre natürlich sehr gut, wenn man das nicht nur so sagt, sondern es auch macht. 
Ich weiß ja jetzt nicht, wie das bei Dir ist. Jedenfalls, dann geben sie eigentlich am schnellsten Ruhe und versorgen die Wunde(n) einfach. Aber darum sollte es wirklich nicht vordergründig gehen, man sollte sich schon wirklich helfen lassen.
Falls das bei Dir noch nicht so ist und Du vllt Kontakt mit Leidensgenossen suchst, kann ich Dir unsere Selbsthilfeseite www.rotetraenen.de empfehlen.
Ansonsten alles Gute und halt die Ohren steif,
Grüße, G.
Hallo noch mal, ich hatte jetzt ganz vergessen, auf den 2. Teil Deines Textes zu antworten.
Wenn ich wegen was Anderem zum Arzt gehe und er dann Verletzungen sieht, die schon am abheilen sind, sind die Reaktionen natürlich auch verschieden. Ich würde sagen, ca. 50% der Ärzte fragen gar nicht nach (Arzthelferinnen, die so was sehen, haben bei mir noch nie gefragt) und die andere Hälfte der Ärzte fragt nach, was Du da gemacht hast.
Eben da würde ich auch bei der Wahrheit bleiben, er hat ja Schweigepflicht und glaub mir, so was sehen Ärzte heutzutage ständig, brauchst Du Dich nicht zu schämen (was Du natürlich im Grunde sowieso nicht brauchst!). Und dann eben dabei sagen, man ist in psychologischer Behandlung, dann sagen sie im Allgmeinen so was wie „Ah ok, dann ist es ja gut“. Sollte einer doch mal weiter fragen, sagst Du einfach, dass Du da lieber mit Deiner Therapeutin und auch nur mit ihr drüber sprichst, fertig.
Solltest Du noch Nachfragen haben, kannst Du Dich gerne noch mal an Dich wenden.
Und denk dran, wenn Du noch nie professionelle Hilfe gesucht hast, solltest Du da mal dringend drüber nachdenken, kann ja nur besser werden, hm. 
Noch mal viele Grüße, G.
Hallo,
ich kenne deinen Arzt nicht und kann nicht sagen,wie er reagieren wird.Die Ärzte verhalten sich unterschiedlich.Oft kommt es drauf an, ob und wieviel Kontakt sie schon mit Patienten dieser „Art“ hatten.Manche wissen garnicht, wie sie damit umgehen sollen.Es kann also sein,dass dein Arzt sich mit dir darüber unterhalten will,dass er dich zu einem Facharzt überweisen will oder einfach irritiert ist und dich fragt,wie das passiert ist.Im Grunde hängt es davon ab, wie erfahren dein Arzt ist,seine persönliche Einstellung und ob bzw. wie weit er mit Selbstverletzenden Verhalten vertraut ist.
Ich weiß nun nicht,wie alt/jung du bist aber sollte deine Befürchtung sein,dass jemand davon erfährt,brauchst du dir keine Gedanken machen.Dein Arzt hat Schweigepflicht!
Ich wünsche dir alles Gute!
LG Nina
Ich bin 24 Jahre alt und war beim dem Arzt erst einmal zuvor. Angst, dass es rauskommt habe ich nicht. Durch das Studium wohne ich über 500 km weit von meinen Eltern und meine Mama weiß, dass ich es mache. Beziehungsweise sie wusste es.
ch hab den Termin jetzt hinter mich gebracht. Genau als ich im Sprechzimmer war, hatte ich irgendwie nur noch Sternchen gesehen. Da ich wahrscheinlich auch ziemlich blass gewesen sein muss, hat er gefragt, ob ich eventuell einen zu niedrigen Blutdruck hätte. Ich meinte sofort, dass mein Blutdruck normal sei. Aber da hatte er auch schon den Messer in der Hand und naja… damit natürlich auch die Schnitte gesehen. In Kombination mit meinen momentanen Schlafstörungen war ja dann eigentlich auch alles klar für ihn. Dann kamen noch die üblichen Fragen: Wie lange, warum, wann, mit was.
Zum Glück kam er nicht mit irgendwelchen Therapien an. Davon hatte ich schon einmal eine und alles war nur noch schlimmer. Genauso wie mit Antidepressiva. Ich soll nun 3 Wochen eine Art Aufzeichnung machen, wie lange ich schlafe und ob es einen besonderen Vorfall gab. Und natürlich Baldrian nehmen.
War also zum Glück nur halb so wild!
Hallo,
vielen Dank,dass du dich nochmal gemeldet hast.Hatte mich schon gefragt, wie dein Termin wohl verlaufen ist.
Da hast du aber wirklich einen guten Arzt!! Ich hatte evtl schon damit gerechnet,dass er dich an einen Facharzt überweist.Wirklich super, dass er selbst die Untersuchungen macht!
Schade finde ich,dass dir die Therapie (damals) nicht geholfen hat.Mit den Medikamenten ist das immer sone Sache.Nicht jedes wirkt bei jedem gleich und manchmal muss man lange suchen,bis man dass richtige für sich gefunden hat.
Ich freue mich,dass der Arztbesuch gut verlaufen ist und dich nicht noch mehr unter Druck und Stress gesetzt hat.
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!
LG Nina
Moin,
ich verletze mich nur geringfügig selbst und kann daher wenig zu persönlichen Gefühlen und Erfahrungen beitragen…aus fachlicher Sicht würde ich empfehlen mich dem Arzt meines Vertrauens bzgl. des Problems zu öffnen…er hat ja Schweigepflicht und ich denke es lohnt sich offensiv mit den Gründen der selbstverletzenden Tätigkeit umzugehen.
Viel erfolg beim ergründen… und schöne Grüße
Börge
Dankeschön! 
So sicher bin ich mir aber nicht, was der letzte Woche gedacht hat, als er es gesehen hat…