Reaktionszeit des Vermieters

Hallo Wissende,

angenommen ein Mieter meldet zwei Mängel in der Wohnung schriftlich über die Hausverwaltung und bittet um die Beseitigung der Mängel. Welche Reaktionszeit darf er erwarten?

Die Mängel sind (z.B. lose Schrauben an der Wohnrauminnentreppe zur Galerie; Mieter teilt mit, dass einige Schrauben bereits herausgefallen sind und die Stufen quietschen. Wegen der Gefahr die Schrauben durch Überziehen mit nicht sachgerechtem Werkzeug möchte der Mieter nicht selbst Hand anlegen) eventuell auch durch den Hausmeister zu beheben, welcher 1 Mal wöchentlich in das Mehrfamilienhaus kommt.

Der Mieter teilt im Schreiben mit, dass er gerne bereit ist den Wohnraum besichtigen zu lassen und hinterlässt sämtliche Telefonnummern um erreichbar zu sein. Mieter arbeitet in unmittelbarer Nähe der Wohnung.

Nach welcher Zeit sollte man nochmals nachhaken um nicht gleich als nervig oder pingelig zu gelten? Wie stellt sich dies aus Sicht des Vermieters dar?

Würde mich über Eure Meinungen freuen

Gruß Martina

Hallo,

der VM sollte innerhalb einer Woche, bei geringeren Mängeln innerhalb eines Monats reagieren. Leider sind deis aber die Ausnahemfälle. Meist reagieren VM nicht oder erst, wenn der Mieter die Miete mindert. Und dann kommt es auch auf den Grund an, ob der VM den Mangel ohne Besichtigung durch Anwälte bestreiten lässt oder sich um den Mangel kümmert.

angenommen ein Mieter meldet zwei Mängel in der Wohnung
schriftlich über die Hausverwaltung und bittet um die
Beseitigung der Mängel. Welche Reaktionszeit darf er erwarten?

Sind Hausverwaltungen zwischengeschaltet sollte der Mieter immer den Vermieter in Kopie oder im Original gleichzeitig auffordern, den Mangel zu beseitigen. Nicht jede Hausverwaltung, die sich so nennt, ist berechtigt, auch andere Fragen, ausser die der Abrechnungen, zu klären.

Viele Hausverwaltungen haben keine Vollmacht der Vermieter in deren Namen Erklärungen abzugeben oder anzunehmen.

Die Mängel sind (z.B. lose Schrauben an der
Wohnrauminnentreppe zur Galerie; Mieter teilt mit, dass einige
Schrauben bereits herausgefallen sind und die Stufen
quietschen. Wegen der Gefahr die Schrauben durch Überziehen
mit nicht sachgerechtem Werkzeug möchte der Mieter nicht
selbst Hand anlegen) eventuell auch durch den Hausmeister zu
beheben, welcher 1 Mal wöchentlich in das Mehrfamilienhaus
kommt.

Der Mieter teilt im Schreiben mit, dass er gerne bereit ist
den Wohnraum besichtigen zu lassen und hinterlässt sämtliche
Telefonnummern um erreichbar zu sein. Mieter arbeitet in
unmittelbarer Nähe der Wohnung.

Nach welcher Zeit sollte man nochmals nachhaken um nicht
gleich als nervig oder pingelig zu gelten? Wie stellt sich
dies aus Sicht des Vermieters dar?

Würde mich über Eure Meinungen freuen

Grüsse Günter

Hallo Martina,

Die Mängel sind (z.B. lose Schrauben an der
Wohnrauminnentreppe zur Galerie; Mieter teilt mit, dass einige
Schrauben bereits herausgefallen sind und die Stufen
quietschen. Wegen der Gefahr die Schrauben durch Überziehen
mit nicht sachgerechtem Werkzeug möchte der Mieter nicht
selbst Hand anlegen) eventuell auch durch den Hausmeister zu
beheben, welcher 1 Mal wöchentlich in das Mehrfamilienhaus
kommt.

wie wäre es mit folgendem (zugegeben vielleicht seltsamen ;-&gt:wink: Vorgehen für einen solchen fiktiven Mieter:
den Hausmeister abpassen, ihn bitten die Schrauben anzuziehen und ihm mit freundlichem Danke und Frohe Weihnachten eine Flasche Rotwein schenken für seine Mühe.
Vorteile:

  1. Billig! Rechne mal die ganzen Zeiten von Warten, Briefpapier, etc. gegen eine freundliche Frage und eine Flasche Wein.
  2. Schnell! Er kommt einmal pro Woche ins Haus, meine bisherige Erfahrung mit Hausmeistern ist folgende: sei von Anfang an freundlich und Du kannst alles haben. Erste Grundregel am Arbeitsplatz: verdirb es dir nie mit Hausmeister, Sekretärin und Systemverwaltung.
  3. Unkompliziert.

Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass so ein Brief des fiktiven Mieters auch kontraproduktiv sein kann. Er erkennt die Gefahr des Überziehens der Schrauben, gleichzeitig nutzt er weiter die Treppe wo Schrauben fehlen (woher kennt er sonst das Quietschen?). Ergo riskiert er eine Beschädigung derselben. Ein fiktiver Vermieter könnte auf die Idee kommen einen Fachmann zu schicken und die Kosten dem Mieter aufzudrücken, schließlich hat der erst informiert als bereits Schrauben *fehlten*(!!!), ganz klar ein Schaden.

Meiner Meinung nach ein wunderbares Beispiel das sich einfach lösen lässt aber durch Beharren auf Formalien in einen tollen unnützen Streit eskalieren kann.

Ciao, Holger

Genau!!!
Wenn das jeder so handhaben würde, anstatt gleich den Vermieter mit rechtlich ausgefeilten Schreiben zu bombardieren, hätten wir wesentlich weniger Mietrechtsstreitigkeiten und angenehmere Verhältnisse zwischen Mietern und Vermietern.

Verantwortung

Hallo,

ich veratehe die sarkastischen Bemerkungen bezgl. des Treppenproblems. Der andere Mangel ist jedoch eine undichte Dusche, die im oberen Stockwerk (Holzgalarie) ist. Diesen Mangel nicht schriftlich mitzuteilen wollte ich nicht riskieren weil ein Wasserschaden droht. Ansonsten handhabe ich es auch so, dass ich z.B. den Hausmeister persönlich anspreche.

Ich versuche jedenfalls meine Mietwohnung in Schuss zu halten und denke dass der Vermieter irgendwann auch froh darüber sein wird. Mieter die sich um nichts kümmern sind evtl. unangenehmer.

Danke für Eure Antworten

Grüße Martina