'realistisch' erzielbaren Zinssatz?

wie hoch ist der derzeit realistische Zins auf normale Einlagen, die dann maximal 6 monate bis 12 monate „wirken“?
Und wer bietet das an?
Was meint ihr zu den sog. Online-Banken, die keine fetten Häuser besitzen, in denen Schalterbetrieb herrscht?

DANKE

Hallo,

zur Zeit hat first-e mit 6% den höchsten Zinssatz, allerdings nur bis 31.03.01 garantiert. Grund dafür ist, dass first-e dabei drauflegt und das Ganze eine Art Werbeaktion ist. Aber auch hinterher wird first-e hohe Zinsen bieten. Zugang nur online und das ist technisch nicht ganz einfach. Probier’s einfach mal: www.first-e.com

Alle anderen online-Banken bieten zwischen 4 - 5 % Zinsen an.

Wichtig ist die Höhe der Einlagensicherung (bei first-e sind das 70.000 Euro, bei einigen anderen Banken max. 20.000 Euro)

Grüsse

Sven

ich danke dir sven!
ich betrachte mir gerade die Anwendung und sehe auf dem ersten Blick einen recht positiven Eindruck.
Mal sehen, ob man mit denen auch „offline“ kommunizieren kann:smile:)

Mir fällt gerade noch citibank ein.

mal sehen ob sich weitere Meinungen ansammeln.

Bis dann und nice WE

Ergänzung
Hallöli,

hier geistern gelegntlich diese TEUR 20 bzw. 70 (bei der first-e) durch das Forum. Da wollte ich dann doch mal was zu sagen.

Wichtig ist die Höhe der Einlagensicherung (bei first-e sind
das 70.000 Euro, bei einigen anderen Banken max. 20.000 Euro)

Für dem „Einlagensicherungsfonds der privaten Bankwirtschaft“ angeschlossenen Banken gilt, daß das Guthaben jedes einzelnen Kunden bis zur Höhe von 30% des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank abgesichert ist. D.h. bei einem Eigenkapital der Bank von 1 Mrd. Schutz je Kunde DM 300 Mio. Die HypoVereinsbank als Beispiel hat ein haftendes Eigenkapital von rund 12 Mrd. EURO, damit Schutz je Kunde: rund 4 Mrd Euro. Das sollte reichen.

Die von Dir genannte Grenze von TEUR 20 (bei 10% Selbstbehalt) ist nur die seit 1998 gesetzlich vorgeschriebene Grundsicherung. Die first-e wird vom Einlagensicherungsfond der franz. Nationalbank „geschützt“. Da gibt es dann zwei zwei kritische Punkte: 1. Ausländisches Recht und 2. Vorraussetzungen für den Eintritt der Leistungspflicht

Dem Einlagensicherungfonds sind neben den „stationären“ Banken auch diverse Online-Banken angeschlossen. Mehr dazu hier:
http://www.bdb.de/html/10_broschueren/broschueren.asp

Viele Online-Banken sind Töchter von angeschlossenen Konzernobergesellschaften und sind über diese dem Fond angeschlossen. Die Mitgliedschaft läßt sich bei der jeweiligen Bank erfragen und findet sich auch in den Kontoeröffnungsunterlagen.

Gruß
Christian,

der hofft, daß jetzt alle wieder gut schlafen können.

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Hallo,

ich betrachte mir gerade die Anwendung und sehe auf dem ersten
Blick einen recht positiven Eindruck.
Mal sehen, ob man mit denen auch „offline“ kommunizieren
kann:smile:)

leider ist das bei der first-e ein sehr teures Vergnügen. Kontoanweisungen am Telefon kosten 10 DM (wenn ich mich richtig erinnere).

Ich selbst bin bei der UGBI-Bank mit (deutschem) Sitz in München. Die Zahlen 4,5%, leider nur bis 20.000 Euro abgesichert (aber wer hat schon mehr auf einem Tagesgeldkonto). Verfügbarkeit täglich, Anweisungen per Telefon oder Fax / Brief.

Bei first-e hatte ich Probleme, den Kontakt zum (bereits eröffneten) Konto hinzubekommen. Nachdem Andere auch dasselbe Problem hatten, habe ich einfach darauf verzichtet (damals zahlte first-e nur 5%).

Sicherlich gibt es anderswo auch gute Zinsen, aber wenn man sich mal anschaut, was 0,5% mehr Zinsen ausmachen (in meinem Fall 50 DM p.a.), dann habe ich keine so große Motivation, ständig die Banken durchzuzappen.

Grüsse

Sven

Hi nochmal.

Sicherlich gibt es anderswo auch gute Zinsen, aber wenn man
sich mal anschaut, was 0,5% mehr Zinsen ausmachen (in meinem
Fall 50 DM p.a.), dann habe ich keine so große Motivation,
ständig die Banken durchzuzappen.

Genau das isses nämlich. Ich habe irgendwann mal einen Kunden zusammengstaucht, weil der mich wegen Tagesgeld einmal morgens und einmal mittags angerufen hat, um die Sätze zu erfragen, nur um mich letztlich ein drittes mal anzurufen, um mir mitzuteilen, daß er bei einer anderen Bank 0,02% mehr bekommen hat. Die anschließende Diskussion über die Verhältnismäßigkeit von Telephongebühren und Arbeitszeit zu Zinsgewinn (DM 2,74) war etwas unerfreulich, führte aber mittelfristig zu erfreulich problemlosem und stetigem Anlagegeschäft.

Gruß
Christian

noch ein tip
wenn du vergleiche haben willst, dann schau dich doch mal bei www.finanztest um. dort erhälst du eine aufstellung aller anbieter für tagesgeldkonten. teilweise sind auch die autobanken gar nicht mal so schlecht.

ich selbst habe auch ein first-e konto und komme gut damit zurecht…

michi

danke!

leider ist das bei der first-e ein sehr teures Vergnügen.
Kontoanweisungen am Telefon kosten 10 DM (wenn ich mich
richtig erinnere).

— also ich las in der Anwendung nichts darueber.

Bei first-e hatte ich Probleme, den Kontakt zum (bereits
eröffneten) Konto hinzubekommen. Nachdem Andere auch dasselbe
Problem hatten, habe ich einfach darauf verzichtet…

ich vermute mal, es handelt sich um dial-in-problems?

– zu den Zinsen:
ich frage mich warum man ueberall ca 3 % erhält - zudem ab einem hohen Geldbetrag… und hier bereits ab 1 DM das Doppelte.

Immerhin „kostet“ Geld ca 17 % beim Einkauf! Verkauft man es an Banken kann man froh sein dann 6 % zu erhalten.

Ich denke das first-e Girokonto könnte Interesse wecken (wenn man denn dann an Kleinbetraege herankommt ueber Kreditkarte und Geldkarte, fuer den normalen Lebensbedarf)

da wahr ich gerade drauf!! Fand aber die genannte Bank nicht auf.

lese meine weiteren beitraege, ja? :smile:)

Die first-e wird vom Einlagensicherungsfond

der franz. Nationalbank „geschützt“. Da gibt es dann zwei zwei
kritische Punkte: 1. Ausländisches Recht und 2.
Vorraussetzungen für den Eintritt der Leistungspflicht

nun, die hat aber ne DEUTSCHE Vertretung - die Anwendung ist in DEUTSCH geschrieben und der Eindruck des Kunden ist DEUTSCH.
Das heißt: hier wirkt DEUTSCHes Recht, ausserdem ist die geprüft worden…
Ich denke, das dürfte „sicher“ sein.

Hallöli,

Ich denke, das dürfte „sicher“ sein.

Sicher ist das mit Sicherheit.

nun, die hat aber ne DEUTSCHE Vertretung - die Anwendung ist
in DEUTSCH geschrieben und der Eindruck des Kunden ist
DEUTSCH.
Das heißt: hier wirkt DEUTSCHes Recht, ausserdem ist die
geprüft worden…

Zwischen Dir und first-e ebenfalls mit Sicherheit deutsches Recht. Aber zwischen first-e und der franz. Nationalbank wird ebenfalls mit Sicherheit französisches Recht bestehen. Da wird das französiche Recht zum Problem, weil Du dann in Frankreich auf Auszahlung klagen mußt.

Übrigens können Garantieverträge die lustigsten Passagen haben. Damit die franzBank zahlen muß, muß anhand bestimmter Kriterien geprüft werden, ob der Garantiefall eingetreten ist. Manchmal sehen diese Kriterien vor, daß das Konkursverfahren abgeschlossen sein muß (siehe dazu unten ein Beispiel). Das kann dann schonmal so an die 20 Jahre dauern. Und 6% Zinsen bekommst Du in der Zeit auch nicht :wink:

Ich will nicht sagen, daß Du Dir Sorgen um Dein Geld machen sollst, sondern daß man immer alles hinterfragen muß, besonders wenn es um Geld und Banken geht.

Gruß
Christian

Hier noch das erwähnte Beispiel:
Seit einigen Jahren gibt es das sog. Debt-Swapping. Dabei erhält ein Gläubiger gegen Gebühr im Falle des Ausfalls seiner risikoreichen Forderung (meinetwegen gegenüber einem rumänischen Stahlwerk) z.B. von einer Bank eine risikoarme Forderung (meinetwegen gegenüber einem DAX-Unternehmen), während die Bank die ausgefallene Forderung bekommt (warum auch immer, wahrscheinlich um wieder was zum Abschreiben zu haben). Da dieser Austausch von Forderungen den Unternehmen aber zu kompliziert ist (vor allem eben die Festlegung des Zeitpunkts des Austauschs der Forderungen), boomt das Geschäft nicht so, wie es eigentlich müßte.

– zu den Zinsen:
ich frage mich warum man ueberall ca 3 % erhält - zudem ab
einem hohen Geldbetrag… und hier bereits ab 1 DM das
Doppelte.

Ich habe gerade am Freitag eine Geldanlage von TDM 1000 abgesprochen, Laufzeit 1 Woche. Was das Unternehmen für einen Satz bekommen hat? 4,58%. Ein Spitzensatz, insbesondere angesichts des relativ geringen Betrages. Wir werden etwas weniger als DM 20 daran verdienen, was in etwas meiner Arbeitszeit entspricht, die dieser Blödsinn verschlungen hat.

Privatkunden kriegen (idR) weniger, ist ja wohl auch logisch, das Restgeschäft gibt bei Unternehmen auch mehr her. Geldanlage ist für eine Bank lediglich ein Service, verdient wird in dem Bereich nichts.

Übrigens gibt es auch Online-Banken, die ab der ersten DM 4% zahlen. Wer meine Postings aufmerksam liest, weiß welche Online-Bank ich bevorzuge. :wink:

first-e legt aus dem Werbeetat ein bißchen was drauf und damit die nicht in drei Monaten pleite sind, begrenzen die den Anlagebetrag pro Kunde.

Immerhin „kostet“ Geld ca 17 % beim Einkauf! Verkauft man es
an Banken kann man froh sein dann 6 % zu erhalten.

Die Bank kostet es im „Einkauf“ derzeit rund 4,70%. Ernsthaft erwarten, daß man mehr als das bezahlt bekommt, kann man ja wohl nicht. Daß Privatkunden hohe Kreditzinsen zahlen, liegt daran, daß Rückzahlungswille nicht so sehr verbreitet ist wie der Wille, die Kohle in kürzester Zeit auf den Kopf zu hauen: Risikoaufschlag. 17% kommen mir aber dennoch ein bißchen hoch vor.

Gruß
Christian

Hallo,

nun, die hat aber ne DEUTSCHE Vertretung - die Anwendung ist
in DEUTSCH geschrieben und der Eindruck des Kunden ist
DEUTSCH.
Das heißt: hier wirkt DEUTSCHes Recht, ausserdem ist die
geprüft worden…
Ich denke, das dürfte „sicher“ sein.

stimmt nicht ganz. Nach deutschem Recht müssen Banken nicht unbedingt dem deutschen Einlagensicherungsfond angehören. Tatsächlich müssen sie gar keinem Einlagensicherungsfond angehören, aber sie sind dann verpflichtet, dies dem Kunden kundzutun (und zwar deutlich). Somit kann jede Bank machen was sie will => first-e ist halt über den französischen Fond gesichert.

Natürlich gehören alle großen deutschen Banken dem deutschen Einlagensicherungsfond an…

Grüsse

Sven