Hallo zusammen,
hatten kürzlich im Brett „Sucht und Prävention“ eine ganz interessante Diskussion. Ein wichtiges Motiv für Suchtverhalten ist u. a. die sog. Realitätsflucht.
Jemand ist mit seinem Leben oder mit sich unzufrieden (Realität) und will aus dieser Realität flüchten (Rauschzustand=Ersatzrealität).
Was mir in diesem Zusammenhang nicht ganz klar ist:
Es gibt ja viele Formen der Realitätsflucht. Ist die Realitätsflucht als solche problematisch, oder sind lediglich manche Methoden der Realitätsflucht (Alk, Drogen, etc.) problematisch?
Denn schließlich kann man alle möglichen Verhaltensmuster als Realitätsflucht bezeichnen:
- Reisen unternehmen, um aus seinem Alltag rauszukommen
- Oft ausgehen, weil man sich zuhause unwohl fühlt
- Viel arbeiten, weil man Angst hat, sonst zu viel Zeit zum Grübeln zu haben
- Viel lesen, weil man sich in die virtuelle Welt von Romanen flüchten will, etc, etc, etc.
Es gibt natürlich noch viel mehr Beispiele, aber ich glaube, es dürfte klar sein, worauf ich hinaus will.
Welche Arten von Realitätsflucht sind o.k., welche problematisch? Oder dürfte man gar nicht aus der Realität flüchten wollen?
LG Rolo

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