Realivitätstherorie-Zeitdehnung (zum 1000-mal) ;-)

Liebe Wissenden,

es gab schon vor ein paar Tagen das Thema Zeitdehnung.
Aber könnt ihr mir, einem 11-jährigen, das nochmals ganz einfach erklähren. Es interessiert mich wirklich sehr, nur kapiere ich es nicht ganz.
Also, mein Wissen, wenn ich alles richtig verstanden habe, besteht daraus:
Wenn man mit einem Raumschiff von der Erde wegfliegt, nämlich mit Lichtgeschwindigkeit, dann sieht die Erde ja wie ein Standbild aus. Wenn ich aber jetzt wieder zurückfliege mit dem Raumschiff, warum sollte ich dann bitte in der Vergangenheit ankommen???
Denn ich meine, es ist ja die selbe Zeit vergangen für mich im Raumschiff, und den Bewohnern auf der Erde.
Und meine andere Frage: Könnte ich dann eigentlich mit den Menschen auf der Erde reden? Denn es heißt ja, dass man in der Vergangenheit ankommt. Oder ist alles gleicht wie jetzt, nur dass ich etwas jünger bin.

Danke im Voraus,

Alex.

Hallo Du,

Wenn man mit einem Raumschiff von der Erde wegfliegt, nämlich
mit Lichtgeschwindigkeit,

das geht schonmal nicht. Alle Objekte mit Ruhemasse können sich nur unterlichtschnell bewegen.

dann sieht die Erde ja wie ein Standbild aus.

Wenn Du z. B. mit c/2 wegfliegen und die Erde dabei mit einem Fernrohr beobachten würdest, würdest Du zum einen wegen des Dopplereffekts alles farbverändert sehen, und zwar rotverschoben, zum anderen würdest Du alle Bewegungen wie in Zeitlupe wahrnehmen. Bei der Rückreise wäre es umgekehrt: blauverschobene Farben und Zeitraffer.

Wenn ich aber jetzt wieder zurückfliege mit dem
Raumschiff, warum sollte ich dann bitte in der Vergangenheit
ankommen???

Wer behauptet das mit der Vergangenheit? Das ist nicht wahr. Bei der Ankunft auf der Erde würde der Gereiste nur feststellen, dass er weniger stark gealtert ist als die Zuhausegebliebenen Beispiel: Er fliegt im Jahr 2000 weg und kommt im Jahr 2008 zurück. Alle Borduhren in seinem Raumschiff, d. h. sowohl die Atomuhr als auch die Quarzuhr als auch die mechanische Uhr mit Unruh, zeigen jedoch nur 5 Jahre Reisezeit an – sie stehen zum Zeitpunkt der Landung auf „2005“. Der Raumfahrer hat auch entsprechend 5 Jahren mehr Falten in seinem Gesicht bekommen (auch das kann man als „Uhr“ auffassen) usw. usf. Der Grund dafür ist, dass die Zeit selbst langsamer im Vergleich zur Erdzeit vergangen ist. Der Raumfahrer selbst spürt davon jedoch nichts. Für ihn laufen alle Vorgänge in seiner Rakete ganz normal schnell ab.

Denn ich meine, es ist ja die selbe Zeit vergangen für mich im
Raumschiff, und den Bewohnern auf der Erde.

Nein, es ist eben nicht gleich viel Zeit vergangen.

Und meine andere Frage: Könnte ich dann eigentlich mit den
Menschen auf der Erde reden?

Selbstverständlich könntest Du das.

Denn es heißt ja, dass man in der Vergangenheit ankommt.

Keinesfalls, das hast Du wahrscheinlich mißverstanden.

Oder ist alles gleicht wie jetzt, nur dass ich etwas jünger bin.

Ganz gleich wie jetzt nicht, denn während Du unterwegs warst, wird sich die Welt ja ein wenig verändert haben.

Gruß
Martin

Hallo!

Wenn Du z. B. mit c/2 wegfliegen und die Erde dabei mit einem
Fernrohr beobachten würdest, würdest Du zum einen wegen des
Dopplereffekts alles farbverändert sehen, und zwar
rotverschoben, zum anderen würdest Du alle Bewegungen
wie in Zeitlupe wahrnehmen. Bei der Rückreise wäre es
umgekehrt: blauverschobene Farben und Zeitraffer.

Nur zur Klarstellung möchte ich betonen, dass auch das Phänomen Zeitlupe/Zeitraffer nichts mit der Zeitdilatation zu tun hat, sondern auch eine Folge des Dopplereffekts ist.

Michael

Wenn Du z. B. mit c/2 wegfliegen und die Erde dabei mit einem
Fernrohr beobachten würdest, würdest Du zum einen wegen des
Dopplereffekts alles farbverändert sehen, und zwar
rotverschoben, zum anderen würdest Du alle Bewegungen
wie in Zeitlupe wahrnehmen. Bei der Rückreise wäre es
umgekehrt: blauverschobene Farben und Zeitraffer.

Nur zur Klarstellung möchte ich betonen, dass auch das
Phänomen Zeitlupe/Zeitraffer nichts mit der Zeitdilatation zu
tun hat, sondern auch eine Folge des Dopplereffekts ist.

Aber sicher hat es etwas damit zu tun. Die Zeitdilatation ist schließlich Bestandteil des relativistischen Dopplereffektes. Das sieht man sehr schön, wenn man nur mit den Zeiten rechnet, die in den jeweiligen Bezugssystemen vor Ort gemessen bzw. abgelesen werden (wie es bei solchen Gedankenexperimenten in der RT üblich ist). Dann fällt der Dopplereffekt weg und es bleibt die reine relativistische Zeitdilatation übrig. Diese Zeitdilatation ist dann während der unbeschleunigten Phasen symmetrisch und während des Wendemanövers macht die Erd-Uhr im Ruhesystem des Raumschiffs einen Sprung nach vorn.

Hallo!

Nur zur Klarstellung möchte ich betonen, dass auch das
Phänomen Zeitlupe/Zeitraffer nichts mit der Zeitdilatation zu
tun hat, sondern auch eine Folge des Dopplereffekts ist.

Aber sicher hat es etwas damit zu tun.

Klar. Was ich sagen wollte: Es ist Quatsch, sich die Zeitdilatation mithilfe des Zeitlupen/Zeitraffer-Effekts vorzustellen.

Man wird dadurch nämlich auf die falsche Fährte gelockt: „Wenn ich mich mit Lichtgeschwindigkeit von der Erde weg bewege, sehe ich ein Standbild der Erde. Also vergeht für mich keine Zeit…“

Das ist genauso einleuchtend wie falsch. Als ich mich mit 15 oder 16 zum ersten Mal mit der RT beschäftigte, tappte ich natürlich prompt in diese Falle.

Heute weiß ich, dass die Zeitdilataion einen anderen Grund hat: Die Lichtgeschwindigkeit ist für alle Beobachter gleich. Wenn das Licht in einer bestimmten Zeitspanne eine Strecke zurücklegt, die für zwei Beobachter aufgrund ihrer Relativbewegung unterschiedlich lang erscheint, so müssten beide Beobachter aus Weg und Geschwindigkeit eine verschiedene Länge dieser Zeitspanne berechnen.

Den Dopplereffekt gibt es unabhängig davon, ob man die Welt klassisch (falsch) oder relativistisch beschreibt. Allerdings folgt die Berechnung verschiedenen Gesetzen!

Ein Raumfahrer fliegt mit großer Geschwindigkeit auf die Erde zu. Er beobachtet eine Uhr die auf der Erde ruht. Er sieht, dass sich die Zeiger der Uhr schneller bewegen als die Zeiger seiner eigenen Uhr. Er weiß sehr wohl, dass die Zeit auf der Erde aufgrund der Zeitdilatation langsamer vergeht als in seinem Raumschiff (die Erde bewegt sich ja relativ zu ihm). Seine Beobachtung erklärt er folglich nicht mit der Zeitdilatation alleine, sondern mit dem relativistischen Dopplereffekt (der die Zeitdilatation selbstverständlich einschließt).

Sind jetzt alle Klarheiten beseitigt? :wink:

Michael

Hallo Du,

Wenn man mit einem Raumschiff von der Erde wegfliegt, nämlich
mit Lichtgeschwindigkeit,

das geht schonmal nicht. Alle Objekte mit Ruhemasse können
sich nur unterlichtschnell bewegen.

dann sieht die Erde ja wie ein Standbild aus.

Wenn Du z. B. mit c/2 wegfliegen und die Erde dabei mit einem
Fernrohr beobachten würdest, würdest Du zum einen wegen des
Dopplereffekts

Diesen Begriff habe ich schon öfters gehört, aber was heißt der? Ist das irgendwas, dass ich das Licht verdoppelt, oder ist die Wellenlänge des Lichts verdoppelt?

alles farbverändert sehen, und zwar
rotverschoben, zum anderen würdest Du alle Bewegungen
wie in Zeitlupe wahrnehmen. Bei der Rückreise wäre es
umgekehrt: blauverschobene Farben und Zeitraffer.

Wenn ich aber jetzt wieder zurückfliege mit dem
Raumschiff, warum sollte ich dann bitte in der Vergangenheit
ankommen???

Wer behauptet das mit der Vergangenheit? Das ist nicht wahr.
Bei der Ankunft auf der Erde würde der Gereiste nur
feststellen, dass er weniger stark gealtert ist als die
Zuhausegebliebenen

Da fängst schon mal die ganze Katastrophe an :wink:
Warum nämlich?
Denn es ist ja gleich viel Zeit vergangen. Aber du sagst irgendwo unten, dass es eben nicht so ist, warum?

Beispiel: Er fliegt im Jahr 2000 weg und
kommt im Jahr 2008 zurück. Alle Borduhren in seinem
Raumschiff, d. h. sowohl die Atomuhr als auch die Quarzuhr als
auch die mechanische Uhr mit Unruh, zeigen jedoch nur 5 Jahre
Reisezeit an – sie stehen zum Zeitpunkt der Landung auf
„2005“. Der Raumfahrer hat auch entsprechend 5 Jahren mehr
Falten in seinem Gesicht bekommen (auch das kann man als „Uhr“
auffassen) usw. usf. Der Grund dafür ist, dass die Zeit
selbst
langsamer im Vergleich zur Erdzeit vergangen ist.
Der Raumfahrer selbst spürt davon jedoch nichts. Für ihn
laufen alle Vorgänge in seiner Rakete ganz normal schnell ab.

Denn ich meine, es ist ja die selbe Zeit vergangen für mich im
Raumschiff, und den Bewohnern auf der Erde.

Nein, es ist eben nicht gleich viel Zeit vergangen.

Warum, oder bessergesagt: wie meinst du das? Also wie ist das passiert?

Und meine andere Frage: Könnte ich dann eigentlich mit den
Menschen auf der Erde reden?

Selbstverständlich könntest Du das.

Denn es heißt ja, dass man in der Vergangenheit ankommt.

Keinesfalls, das hast Du wahrscheinlich mißverstanden.

Oder ist alles gleicht wie jetzt, nur dass ich etwas jünger bin.

Ganz gleich wie jetzt nicht, denn während Du unterwegs warst,
wird sich die Welt ja ein wenig verändert haben.

Klar, das habe ich ja gemeint

Gruß
Martin

LG,
Alex.

Die Wörter Zeitdilatation und Dopplereffekt habe ich schon öfters gehört; was bedeuten sie?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Nur zur Klarstellung möchte ich betonen, dass auch das
Phänomen Zeitlupe/Zeitraffer nichts mit der Zeitdilatation zu
tun hat, sondern auch eine Folge des Dopplereffekts ist.

Aber sicher hat es etwas damit zu tun.

Klar. Was ich sagen wollte: Es ist Quatsch, sich die
Zeitdilatation mithilfe des Zeitlupen/Zeitraffer-Effekts
vorzustellen.

Man wird dadurch nämlich auf die falsche Fährte gelockt: „Wenn
ich mich mit Lichtgeschwindigkeit von der Erde weg bewege,
sehe ich ein Standbild der Erde. Also vergeht für mich keine
Zeit…“

Aber warum sieht man die Erde nicht als Standbild? Ich meine, nicht dass es mir was ausmachen würde, aber trotzdem :wink:
Denn ich entferne mich ja genau so schnell von der Erde wie das Licht auch…

Das ist genauso einleuchtend wie falsch. Als ich mich mit 15
oder 16 zum ersten Mal mit der RT beschäftigte, tappte ich
natürlich prompt in diese Falle.

Heute weiß ich, dass die Zeitdilataion einen anderen Grund
hat: Die Lichtgeschwindigkeit ist für alle Beobachter gleich.
Wenn das Licht in einer bestimmten Zeitspanne eine Strecke
zurücklegt, die für zwei Beobachter aufgrund ihrer
Relativbewegung

Nächste Frage: Was ist die Relativbewegung? Dass ich immer etwas parallel dazu bewegt, also mit parallel meine ich zur gleichen Zeit.

unterschiedlich lang erscheint, so müssten
beide Beobachter aus Weg und Geschwindigkeit eine verschiedene
Länge dieser Zeitspanne berechnen.

Klingt einleutend - wenigstens habe ich diese Wörter richtig verstanden.

Den Dopplereffekt gibt es unabhängig davon, ob man die Welt
klassisch (falsch) oder relativistisch

Und weiter gehts mit der Fragerei: was bedeutet Relativistisch?

beschreibt. Allerdings
folgt die Berechnung verschiedenen Gesetzen!

Ein Raumfahrer fliegt mit großer Geschwindigkeit auf die Erde
zu. Er beobachtet eine Uhr die auf der Erde ruht. Er sieht,
dass sich die Zeiger der Uhr schneller bewegen als die Zeiger
seiner eigenen Uhr.

Da das Licht ja immer weniger Weg zurücklegen muss, wenn er sich nähert.

Er weiß sehr wohl, dass die Zeit auf der
Erde aufgrund der Zeitdilatation langsamer vergeht als in
seinem Raumschiff

Ich habe nochmals das Internet durchsucht, und weiß jetzt was Zeitdilatation heißt. Aber warum vergeht die Zeit auf der erde langsamer als im Raumschiff???

(die Erde bewegt sich ja relativ zu ihm).
Seine Beobachtung erklärt er folglich nicht mit der
Zeitdilatation alleine, sondern mit dem relativistischen
Dopplereffekt (der die Zeitdilatation selbstverständlich
einschließt).

Jetzt habe ich auch noch nach dem Dopplereffekt gesucht, also im Internet natürlich :wink:, und ich habe herausgefunden, dass das ja der selbe Effekt ist, warum man ein Auto verzerrt hört, wenn es an einem vorbeifährt. Blöd erklährt - aber ich denke ihr wisst, was ich meine…
Aber nun wieder zurück zum Thema: Die Zeitdilatation sagt ja, dass wenn man sich zu einem Objekt nähert, dass es einem langsamer erscheint.
Aber der Dopplereffekt sagt das Gegenteil - schneller, oder? Oder kann es sein, dass man sich bei der Zeitdilatation von einem Objekt entfernt, und bei dem Dopplereffekt näher kommt.

Sind jetzt alle Klarheiten beseitigt? :wink:

Würde ich so nicht sagen :wink:

Michael

LG,

Alex.

Hallo!

Man wird dadurch nämlich auf die falsche Fährte gelockt: „Wenn
ich mich mit Lichtgeschwindigkeit von der Erde weg bewege,
sehe ich ein Standbild der Erde. Also vergeht für mich keine
Zeit…“

Aber warum sieht man die Erde nicht als Standbild? Ich meine,
nicht dass es mir was ausmachen würde, aber trotzdem :wink:
Denn ich entferne mich ja genau so schnell von der Erde wie
das Licht auch…

Man sieht ein Standbild. Mit der falschen Fährte meinte ich, dass man glaubt, das sei die Zeitdilatation. Es ist aber in Wirklichkeit - wie gesagt - der Doppler-Effekt.

Nächste Frage: Was ist die Relativbewegung?

Wenn wir uns aufeinander zu bewegen, ist es physikalisch völlig gleichgültig, ob Du Dich auf mich zubewegst, oder ich mich auf Dich. Es kommt nur darauf an, wie wir uns „in Bezug auf einander“ (= relativ) bewegen. Das ist die Relativbewegung.

Den Dopplereffekt gibt es unabhängig davon, ob man die Welt
klassisch (falsch) oder relativistisch

Und weiter gehts mit der Fragerei: was bedeutet
Relativistisch?

Das bedeutet, dass man die Effekte der Relativitätstheorie berücksichtigt. Insbesondere hängen Zeiten und Längen vom Bewegungszustand des Betrachters ab. Das Gegenteil von relativistisch wäre in dem Fall „klassisch“. In einem klassischen (besser: nicht-relativistischen) Weltbild sind Zeit und Raum für alle Betrachter gleich.

Ich habe nochmals das Internet durchsucht, und weiß jetzt was
Zeitdilatation heißt. Aber warum vergeht die Zeit auf der erde
langsamer als im Raumschiff???

Ich habe das weiter oben schon einmal geschrieben. Dort hast Du gesagt, Du hättest es verstanden. Wenn ich mich auf die Erde zu bewege, kann ich mit dem gleichen Recht sagen, dass sich die Erde auf mich zubewegt. Wenn sich die Erde aber sehr schnell bewegt, bedeutet das, dass die Erdenbürger bestimmte Strecken für viel kürzer halten als ich (weil sie von ihrer Bewegung ja nichts wissen). Deswegen vergeht für einen Erdenbürger viel weniger Zeit, in der das Licht diese kürzen Strecken zurücklegt.

Beispiel: Von hier nach Stuttgart sind es 30 km. Ein Radiosignal (das sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt, braucht dorthin genau 0,0001 s. Wenn ich glaube, dass ein Lichtimpuls diese Strecke genau 10.000mal zurückgelegt hat (also 5000mal hin und 5000mal zurück), glaube ich, dass eine Sekunde vergangen ist. Was ich nicht berücksichtigt habe: In dieser einen Sekunde hat sich die Erde auf ihrem Weg um die Sonne 30 km weiter bewegt. (Damit habe auch ich mich 30 km weiter bewegt und Stuttgart hat sich auch 30 km weiter bewegt). Wenn ich also von außen dieses Experiment betrachte, legt das Licht einen geringfügig längeren Weg zurück, es bewegt sich ja sozusagen auf einer Zickzacklinie. Folglich dauert das, was ich für eine Sekunde halte, für einen „Sonnenbewohner“ ein bisschen länger, weil das Licht mehr als eine Sekunde braucht, um einen Weg zurückzulegen, der länger als eine Lichtsekunde ist. Er glaubt daher, dass auf der Erde - weil sich diese um die Sonne bewegt - die Uhren ein bisschen langsamer gehen als auf der ruhenden Sonne.

Tut mir leid - ich kann’s nicht einfacher erklären.

Jetzt habe ich auch noch nach dem Dopplereffekt gesucht, also
im Internet natürlich :wink:, und ich habe herausgefunden, dass
das ja der selbe Effekt ist, warum man ein Auto verzerrt hört,
wenn es an einem vorbeifährt. Blöd erklährt - aber ich denke
ihr wisst, was ich meine…
Aber nun wieder zurück zum Thema: Die Zeitdilatation sagt ja,
dass wenn man sich zu einem Objekt nähert, dass es einem
langsamer erscheint.
Aber der Dopplereffekt sagt das Gegenteil - schneller, oder?
Oder kann es sein, dass man sich bei der Zeitdilatation von
einem Objekt entfernt, und bei dem Dopplereffekt näher kommt.

Das ist genau der Trugschluss, vor dem ich Dich mit meinem Einwand schützen wollte! Der Dopplereffekt ist was anderes als die Zeitdilatation. Die haben erstmal nichts (Bitte nicht widersprechen, DrStupid! Ich weiß dass Du recht hast…) mit einander zu tun.

Der optische Dopplereffekt „verzerrt“, das was ich sehe, genauso wie der akustische Dopplereffekt das „verzerrt“, was ich höre. Er ändert aber nichts am Lauf der Zeit.

Wenn ich sehr schnell auf Dich zu Fahre und Dir entgegenschreie: „Eins … Zwei … Drei …“. Dann hörst Du: „Eins-Zwei-Drei“. Du vermutest aber deswegen noch lange nicht, dass für mich die Zeit schneller vergeht. Du hörst nur das, was ich gesagt habe, zeitlich gedrängt. Aber Du weißt warum das so ist: Weil sich der Abstand zwischen uns jeweils zwischen zwei Zahlen verringer hat.

Also nochmal: Der Dopplereffekt erklärt eine verzerrte Wahrnehmung aufgrund einer Relativbewegung von Sender und Empfänger. Die Zeitdilatation erklärt, warum zwei Beobachter zwei unterschiedliche Längen für die selbe Zeit messen können.

Sind jetzt alle Klarheiten beseitigt? :wink:

Würde ich so nicht sagen :wink:

Meine letzten Anmerkungen bezogen sich auf DrStupid. Er hat eingewendet, dass der relativistische Dopplereffekt sehr wohl die Zeitdilatation einschließt. Damit hat er natürlich recht. Gemeint ist damit: Du bewegst Dich auf mich zu und schickst mir ein Signal. Dieses Signal nehme ich verzerrt wahr, und zwar diesmal aufgrund zweier Effekte: Erstens hast Du - weil Du Dich bewegst - eine andere Zeitskala als ich (Zeitdilatation). Zweitens wird dieses verzerrte Signal noch zeitlich „zusammengeschoben“, weil Du Dich auf mich zu bewegst (klassischer Dopplereffekt).

Michael

Diesen Begriff habe ich schon öfters gehört, aber was heißt
der? Ist das irgendwas, dass ich das Licht verdoppelt, oder
ist die Wellenlänge des Lichts verdoppelt?

Der Doppler-Effekt ist das nach dem österreichischen Mathematiker C. Doppler benanntes Phänomen, dass bei jeder Art von Welle eine Änerung der Frequenz bzw. der Wellenlänge eintritt, sobald Beobachter und Wellenerreger sich relativ zueinander bewegen. Man kennt es von der Sirene z. B. eines Polizeiautos: Nachdem der Wagen überholt hat und von Dir weg fährt, klingt der Sirenenton etwas niedriger.

http://de.wikipedia.org/wiki/Dopplereffekt

Denn es ist ja gleich viel Zeit vergangen. Aber du sagst
irgendwo unten, dass es eben nicht so ist, warum?

Weil die Welt, in der wir leben, nunmal so beschaffen ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitdilatation

Warum, oder bessergesagt: wie meinst du das? Also wie ist das
passiert?

Das habe ich doch eigentlich erklärt.

Martin

Hallo!

Nur zur Klarstellung möchte ich betonen, dass auch das
Phänomen Zeitlupe/Zeitraffer nichts mit der Zeitdilatation zu
tun hat, sondern auch eine Folge des Dopplereffekts ist.

Aber sicher hat es etwas damit zu tun.

Klar. Was ich sagen wollte: Es ist Quatsch, sich die
Zeitdilatation mithilfe des Zeitlupen/Zeitraffer-Effekts
vorzustellen.

hallo michael,

ich muss gestehen, dass ich trotz eines langes tages heute gedanklich beim doppler-effekt und der srt war, weil ich nicht verstehe, warum die srt die zeitlupe und -raffer nicht klärt(die zeitlupe klärt sie mit sicherheit - deshalb heißt es ja zeitdehnung) der doppler-effekt war für mich immer für die rot-/blauverschiebung sich bewegender objekte verantwortlich.
die aus der srt hervorgehende zeitverlangsamung hat natürlich auswirkungen auf die frequenz des lichtes, denn sie verkleinert diese eben(wegen der zeitverlangsamung - nicht umgekehrt). aber das wird in der srt nicht geklärt, da diese lediglich teilchenbasiert erklärt.
für mich waren beide eigenlich nicht wirklich verschieden. da doppler wellen benutzt, kann man damit eben zusätzlich noch die rotverschiebung klären - mit photonen geht das nicht.

bitte geh noch mal darauf ein.

mfg:smile:
rené

Hallo Rene,

ich muss gestehen, dass ich trotz eines langes tages heute
gedanklich beim doppler-effekt und der srt war, weil ich nicht
verstehe, warum die srt die zeitlupe und -raffer nicht
klärt

Das habe ich so nicht gesagt. Auch in der RT gibt es den Dopplereffekt. Aber der Dopplereffekt erklärt nicht, warum bewegte Uhren langsamer sind.

der doppler-effekt war für mich immer für die
rot-/blauverschiebung sich bewegender objekte verantwortlich.

Ob die Wellenberge näher zusammenrücken und die Welle dadurch blauverschoben ist, oder ob die Signale, die mit ihr übertragen werden, enger zusammenrücken und dadurch den schnelleren Gang einer Uhr vortäuschen, ist nicht zu unterscheiden. Beides sind zwei Medaillen des selben Effekts: Des Dopplereffekts. (Das Ticken einer Uhr ist ja auch eine Schwingung, nur halt mit sehr niedriger Frequenz).

die aus der srt hervorgehende zeitverlangsamung hat natürlich
auswirkungen auf die frequenz des lichtes, denn sie
verkleinert diese eben(wegen der zeitverlangsamung - nicht
umgekehrt). aber das wird in der srt nicht geklärt, da diese
lediglich teilchenbasiert erklärt.

Wer hat Dir denn den Bären aufgebunden? Die erste Veröffentlichung zur SRT von Einstein hochselbst heißt „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“ und es geht dabei - was den Umfang anbetrifft - viel mehr um Wellen und Felder als um Teilchen. Ich weiß nicht einmal, ob Teilchen überhaupt erwähnt werden.

Aber die grundlegenden Gedanken der SRT sind unabhängig von der Natur des Lichts.

für mich waren beide eigenlich nicht wirklich verschieden. da
doppler wellen benutzt, kann man damit eben zusätzlich noch
die rotverschiebung klären - mit photonen geht das nicht.

Oh doch! Das hängt mit dem Impuls der Teilchen zusammen… Aber wie gesagt: Für das Grundverständnis der SRT ist es unwichtig, ob Licht aus Teilchen oder aus Wellen besteht.

Michael

P.S.: Deine Shift-Taste ist defekt.

Ok, das mit dem Licht habe ich verstanden, aber das trotzdem noch nicht: das Licht hat doch nichts mit der richtigen „Zeit“ zu tun…
Eine Uhr kann einem zwar langsamer erscheinen; ERSCHEINEN. Aber doch nicht schneller bzw. langsamer laufen…

MOD: Überflüssiges Zitat gelöscht.

Hallo!

Ok, das mit dem Licht habe ich verstanden, aber das trotzdem
noch nicht: das Licht hat doch nichts mit der richtigen „Zeit“
zu tun…
Eine Uhr kann einem zwar langsamer erscheinen; ERSCHEINEN.
Aber doch nicht schneller bzw. langsamer laufen…

Man kann das Licht verwenden, um eine Uhr zu bauen, wie ich in irgendeinem meiner Postings beschrieben habe: Man nehme eine Strecke bekannter Länge und zähle, wie oft ein Lichtstrahl zwischen zwei Spiegeln hin und her reflektiert wird, bevor ein bestimmtes Ereignis eintritt. Dieses Ding nennt sich „Lichtuhr“. Die Lichtgeschwindigkeit ist für jeden Betrachter gleich - eine absolute Naturkonstante. Die Lichtuhr ist also die elementarste Art die Zeit zu messen - eine bessere Definition gibt es nicht. Folglich muss sich jedes Instrument der Zeitmessung (egal ob es eine mechanische Taschenuhr, der Pulsschlag, ein Schwingquarz, der Zerfall von radioaktivem Kohlenstoff oder sonst etwas handelt) an die Vorgaben der Lichtuhr halten. Die Lichtuhr gibt es freilich nur in unserer Vorstellung - aber das genügt, um davon Grundlegendes für alle Uhren und damit für die Zeit an sich abzuleiten.

Einstein antwortete mal auf die Frage, was denn Zeit sei: „Das, was meine Uhr anzeigt.“

Michael

Hallo Michael,

ich muss gestehen, dass ich trotz eines langes tages heute
gedanklich beim doppler-effekt und der srt war, weil ich nicht
verstehe, warum die srt die zeitlupe und -raffer nicht
klärt

Das habe ich so nicht gesagt.

dann hab ichs falsch verstanden…was hast du gesagt?
die srt erklärt die zeitlupe und den zeitraffer nicht…da verstehe ich nicht, warum sie das nicht tut, der dopplereffekt aber schon…oder habe ich mich verlesen?..bin verwirrt…

die aus der srt hervorgehende zeitverlangsamung hat natürlich
auswirkungen auf die frequenz des lichtes, denn sie
verkleinert diese eben(wegen der zeitverlangsamung - nicht
umgekehrt). aber das wird in der srt nicht geklärt, da diese
lediglich teilchenbasiert erklärt.

Wer hat Dir denn den Bären aufgebunden?

naja…man benutzt doch für das grundverständnis der srt(also fahrender zug oder uhr oder so) immer ein lichtquant oder nicht? …deshalb die annahme.

Aber die grundlegenden
Gedanken der SRT sind unabhängig von
der Natur des Lichts.

mmmh…stimmt. deshalb wohl der irrtum meinerseits…

für mich waren beide eigenlich nicht wirklich verschieden. da
doppler wellen benutzt, kann man damit eben zusätzlich noch
die rotverschiebung klären - mit photonen geht das nicht.

Oh doch! Das hängt mit dem Impuls der Teilchen zusammen…
Aber wie gesagt: Für das Grundverständnis der SRT ist es
unwichtig, ob Licht aus Teilchen oder aus Wellen besteht.

nun, ich merke schon - ohne mathe läuft nix…dazu fehlt mir im moment die zeit - ich wünschte, ich könnte sie verlangsamen.

P.S.: Deine Shift-Taste ist defekt.

aber vielleicht liegts auch nur daran…dumm UND faul

gruß, rené