Und was bedeutet eigentlich in der Physik „Zeit“?
Super, endlich habe ich das auch mal die Realivitätstherorie
verstanden.
Ehrlich? - Dann könntest Du sie mir bei Gelegenheit mal erklären… 
Aber nur das mit der Zeit habe ich noch nicht ganz
geschnallt. Außerdem habe ich mal gehört, dass man Zeit auch
rückwärts lafen lassen kann. Oder still stehen lassen kann.
Oder dass in einem höherem Gebäude die Uhren schneller laufen
können. Aber wie kann dass sein?!?!?!
Ähm, nee. Das ist eine falsche Interpretation.
Erstmal: Zeit läuft garnicht. Und sie vergeht auch garnicht. „Laufen“ bzw. „vergehen“ sind Verben, welche eine Veränderung in der Zeit beschreiben. Zu behaupten, die Zeit selbst würde „laufen“, „gehen“ oder sonstwas, ist ein unsinniger Zirkelschluss.
Zeit ist ein Abstand zwischen Ereignissen, so wie auch Raum ein Abstand zwischen Orten ist. So, wie der Raum _ist_, so _ist auch Zeit.
Die Frage nach dem schlelleren oder langsameren „vergehen der Zeit“ stellt sich also garnicht.
Was Du ansprichst, ist die Tatsache, dass zwei Beobachter UNTERSCHIEDLCHE Zeit-Abstände zwischen den SELBEN Ereignissen feststellen können, und zwar genau dann, wenn sich die Beobachter relativ zueinander bewegen oder beschleunigt werden.
Warum das so ist, kann ich für die relativ zueinander Bewegten Beobachter einfach erklären: Grund ist die ENDLICHE Ausbreitungsgeschwindigkeit von Informationen. Stell dir vor, du stehst an Bahngleisen und ein Zug fährt an dir vorbei. Hinten am Zug steht ein Schaffner mit einer Blitzlichtlampe. Der Schaffner blitzt, wartet GENAU eine Sekunde und blitzt nochmal. Was siehst du?
Zwei Blitze im Abstand einer Sekunde. Ungefähr. Der Abstand zwischen den Blitzen ist für dich LÄNGER als eine Sekunde. Warum? Wenn die Lampe das erste mal blitzt, ist die Lampe noch näher an Dir dran. Das Licht von der Lampe braucht eine sehr kurze Zeit, um von der Lampe zu dir zu kommen. Nach GENAU einer Sekunde blitzt die Lampe das zweite mal. Nun ist die Lampe aber schon weiter von dir entfernt und das Licht braucht eine (winzige) Weile LÄNGER, um von der Lampe zu dir zu kommen. Wenn es bei dir ankommt, stoppst du die Zeit, und die beträgt eine Sekunde PLUS die zusätzliche Zeit, die das Licht von der entfernteren Position gebraucht hat, um zu dir zu kommen. Der Effekt ist irrsinnig winzig, weil das Licht im Vergleich zum Zug irrsinnig schnell ist. Der Effekt fällt aber ins Gewicht, wenn der der Zug fast mit Lichtgeschwindigkeit unterwegs ist. Ok, ein Zug macht das nicht, aber entfernte Galaxien im Weltraum bewegen sich schon mit Geschwindigkeiten relativ zueinander, die einen Gutteil der Lichtgeschwindigkeit ausmachen.
Also, während der Schaffner auf dem Zug GENAU eine Sekunde zwischen den Blitzen misst, vergehet für Dich zwischen den Blitzen MEHR als eine Sekunde. Daher sagt man, die Zeit „verginge“ für den Schaffner langsamer als für Dich. Hättest DU die Lampe und würdest DU im Abstand von GENAU einer Sekunde Blitzen, dann würde der Schaffner mehr als eine Sekunde zwischen den Blitzen messen. So gesehen muss der Schaffner behaupten, dass für Dich die Zeit langsamer „verginge“. Beides ist richtig und widerspricht sich doch. Der Widerspruch löst sich auf, wenn man Zeit nicht als etwas ansieht, das „vergeht“.
Statt auf einem schnell fahrendem Zug kann man den Schaffner mit Lampe auch in der Nähe einer großen Masse platzieren. Auch hier würden sich die Messungen der Zeit-Abstände zwischen den Blitzen von Dir und dem Schaffner unterscheiden. Grund ist hier die Gravitation, die den Raum um den Schaffner „krümmt“. Warum genau das zu nun mit der Zeit zu tun hat, geht (noch?) über meinen Horizont.
Jaja, ich weiß, das lieblings Thema jedes Physikers… lol*
Aber ich bin ja auch kein Physiker 
LG
Jochen