Hallo,
steht es einer Realschule in Niedersachsen eigentlich vollkommen frei, welche Fremdsprachen neben Englisch noch angeboten werden?
Naja, so absolut sicher nicht, aber ich sehe da einen hohen Freiheitsgrad, da es ja eben kein Pflicht- sondern nur ein Wahlpflichtfach ist. Die Pflicht bezieht sich dann konsequenterweise auf beide Seiten. Die Pflichtfächer müssen angeboten und belegt werden, während aus den Wahlpflichtfächern eben eine Auswahl angeboten und belegt werden kann.
Angenommen, die Schule liegt an der niederländischen Grenze, kann dann entschieden werden, dass nur Niederländisch, nicht aber Französisch angeboten wird?
Klar. An unseren Schulen können die Lehrkräfte schließlich fast alles machen, was sie wollen. Wenn da im Schulgesetz nicht steht, dass neben Englisch auch noch Fränzösisch angeboten werden muss, dann ist das eben so.
Problem in der speziellen Schule ist wohl, dass gerade einzige die Lehrkraft, die Französisch unterrichten könnte, so unbeliebten Unterricht macht, dass fast alle Schüler das Fach meiden.
Bestehende Französisch-Klassen ab 7. gibt es noch, wobei dort die Schüler auch nach und nach aufhören.
Jetzt möchte ein Kind, das kommendes Jahr in die 6. kommt, wirklich gerne Französisch machen und kommt mit der o.g. Lehrkraft eigentlich auch ganz gut zurecht.
Vielleicht bis zu den ersten Noten? ;o)
Die Schulleitung sagt aber, für nur eine Schülerin können sie kein Französisch anbieten,
Das klingt absolut plausibel. Man stelle sich vor 15 weitere Schüler würden gerne 15 weitere Fremdsprachen lernen.
die Schülerin soll Niederländisch machen oder ein anderes Wahlpflichtfach.
Was aber nützt einem Niederländisch, wenn man später in einer anderen Region Deutschlands zum Gymnasium wechseln möchte?
Da hat man aufgrund unsere Bildungsförderalismus sicher noch andere Probleme zu wuppen. Dieses System ist weder auf einen Schulwechsel zwischen Bundesländern noch zwischen den Schularten ausgelegt. Das ist das Problem und nicht eine zweite Fremdsprache. In Niedersachen braucht es dafür jedenfalls keine zweite Fremdsprache. und um mehr muss sich dort auch niemand kümmern.
Da wird doch Niederländisch nie angeboten während französisch deutschlandweit angeboten wird.
Würde ich so pauschal nicht unterschreiben, wobei natürlich die Wahrsceinlichkeit für Französisch höher sein dürfte.
Grüße
P.S. Wenn die Anzahl der Sprecher ein Argument für oder gegen eine weitere Fremdsprache wäre, dann müssten alle Mandarin anbieten, schätze ich mal.