'Realtime' Traffic-Control

Hallo Experten!

Ich wohne in einem Studentenheim, und wie sich jeder vorstellen kann ist unser Standleitung für 65 Leute immer dicht und immer zu klein.

Nun sind wir auf der Suche nach Lösungen…
mein Vorschlag wäre wie folgt:

ein Tool in der Art von RRDTool, das in mehr oder weniger „realtime“ so zwischen 0,5 bis 3 Minuten Takt folgende Daten im Web abrufbar anzeigt:

#1 Die aktuelle Auslastung der Standlaitung (--\>kein Problem)
#2 Den Anteil der einzelnen Surfer an dieser Auslastung (also z.B. Karl 30%, Seppl 25%,...)
#3 Den Traffic (Up/Download), den jeder im Internet schon an diesem Tag verursacht hat

Mit dieser Methode - so denke ich - erspare ich unseren Admins irgendwelche Traffic-Limits, Sperren von Usern, … zu ersparen und hoffe, dass sich das System (also die User) selbst reguliert.

Hat jemand eine Idee, ein beriets laufendes Tool, oder sonstige Vorschläge ?

seit kurzem verwenden wir DHCP mit MAC-Freischaltung, ein Proxy zur Datensammlung wäre aber auch vorhanden (nur so als zusätzliche Info)

danke schon jetzt
Stoffl

p.s. Programmieren von Modulen,… ist sicher kein Problem… ich selbst kann Perl,PHP,Java,C# und alles ander findet sich sicher im Heim :wink: nur Ideen und „Erste Schritte“ fehlen uns halt

Hi…

ein Tool in der Art von RRDTool, das in mehr oder weniger
„realtime“ so zwischen 0,5 bis 3 Minuten Takt folgende Daten
im Web abrufbar anzeigt:

#1 Die aktuelle Auslastung der Standlaitung (–>kein Problem)
#2 Den Anteil der einzelnen Surfer an dieser Auslastung
#3 Den Traffic (Up/Download), den jeder im Internet schon an
diesem Tag verursacht hat

Erstmal mußt Du natürlich diese Daten haben. Sammeln kann sie nur der Router, der Euer Netz mit der Standleitung verbindet. Ich hätte ein Konzept, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  1. Der Router ist ein Linuxrechner mit Kernel 2.4
  2. Es gibt eine eindeutige Zuordnung der IP-Adressen zu den Nutzern

Netfilter zählt bei allen Regeln die Pakete mit, auf die sie zutreffen. Auch die Größe der Pakete wird aufsummiert. Du brauchst also eine eigene Regel für jeden Benutzer, die eigentlich nichts tut. Die übertragenen Bytes holst Du periodisch per Script.

Links:
man iptables :wink:
http://martybugs.net/wireless/rrdtool/
Ein fertiges Perl-Script zur Überwachung einer WLAN-Verbindung. Gute Ausgangsbasis, denke ich.

genumi

Danke genumi!

Erstmal mußt Du natürlich diese Daten haben. Sammeln kann sie
nur der Router, der Euer Netz mit der Standleitung verbindet.
Ich hätte ein Konzept, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

  1. Der Router ist ein Linuxrechner mit Kernel 2.4
  2. Es gibt eine eindeutige Zuordnung der IP-Adressen zu den
    Nutzern

Diese Vorrausetzungen erfüllen wir teilweise…
Seitdem wir auf DHCP umgestiegen sind haben wir ja rotierende IPs und daher sind unsere einzigen „Fixpunkte“ unsere MAC-Adressen (ich weiß leider auch noch immer nicht warum wir umgestellt haben ??)

Netfilter zählt bei allen Regeln die Pakete mit, auf die sie
zutreffen. Auch die Größe der Pakete wird aufsummiert. Du
brauchst also eine eigene Regel für jeden Benutzer, die
eigentlich nichts tut. Die übertragenen Bytes holst Du
periodisch per Script.

Ist das realisierbar diese Daten in so kurzen Abständen (Minuten-Takt) zu holen und zu verarbeiten?? Da scheiden sich bei uns nämlich die Geister … Angeblich würde das unser !!Dual AMD 1700!! File(!?!)-Server nämlich nicht packen (laut selbsternanntem Admin)

Nochmals Danke
Stoffl

Hi…

Seitdem wir auf DHCP umgestiegen sind haben wir ja rotierende
IPs und daher sind unsere einzigen „Fixpunkte“ unsere
MAC-Adressen (ich weiß leider auch noch immer nicht warum wir
umgestellt haben ??)

Nicht so schlimm, weil der DHCP-Server ja weiss, welche IP momentan zu welcher MAC-Adresse gehört. Außerdem kann man, wie mir gerade einfiel, Netfilter-Regeln für MAC-Adressen erstellen, dann spart man sich diesen Umweg.
Der Grund, warum DHCP läuft, ist ganz einfach: Niemand muß mehr den Überblick bewahren, welche IPs vergeben sind.

Netfilter zählt bei allen Regeln die Pakete mit, auf die sie
zutreffen. Auch die Größe der Pakete wird aufsummiert.

Ist das realisierbar diese Daten in so kurzen Abständen
(Minuten-Takt) zu holen und zu verarbeiten?? Da scheiden sich
bei uns nämlich die Geister … Angeblich würde das unser
!!Dual AMD 1700!! File(!?!)-Server nämlich nicht
packen (laut selbsternanntem Admin)

Dann hat er entweder das Problem falsch verstanden oder er trägt den Titel weil er es cool findet, rückwärts Nimda zu heissen :wink:
Nicht mal bei einem alten Pentium I sind meßbare Performanceeinbrüche zu erwarten.

genumi