Nachdem ich mir grad an den Fingern abgezählt hab, wie lange der Fasching noch geht, ist gleich die nächste Frage aufgetaucht:
Wie gut konnten die Menschen eigentlich im Mittelalter rechnen?
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie auf dem Markt auf Gedeih und Verderb den rechenkundigen Händlern ausgeliefert waren!
Dass sie nicht unbedingt die Weltmeister im Multiplizieren oder Dividieren waren oder überhaupt eine Ahnung von Kreiszahlen oder Wurzeln gehabt haben, is schon klar, aber für´s Addieren und Subtrahieren im Zahlenraum bis 100 müsste es schon gelangt haben, oder?!?
Für das Zählen bis 100 hat’s sicher schon gelangt. Vermutlich, weil die
Preise für Waren damals ganzzahlig waren. Also nix mit „3 Schweinshaxen
für je 1 Taler und 23 Kreuzer“ Und höhere Kenntnisse der Mathematik hat
man damals eh nicht gebraucht.
Hier was dabei ? http://de.wikipedia.org/wiki/Reelle_Zahl
Aber das ist nur eine Idee von mir… Vor allem wenn man mal sieht, wieviel
Können der Durchschnittsmensch von heute in punkto Mathenatik mitbringt
Nachdem ich mir grad an den Fingern abgezählt hab, wie lange
der Fasching noch geht, ist gleich die nächste Frage
aufgetaucht:
Wie gut konnten die Menschen eigentlich im Mittelalter
rechnen?
wieviel
Können der Durchschnittsmensch von heute in punkto Mathenatik
mitbringt
Davon würde ich nicht ausgehen. Seitdem der Taschenrechner (ganz zu schweigen vom Computer) Einzug gehalten hat, ging´s mit den mathematischen (Grund-)Kenntnissen der Normalos steil bergab.
Mein Vater kann Pythagoras oder Wurzelziehen, alles noch im Kopf. Nur mit Volksschule! Wie war das mit Pisa?!?
Zurück zum Thema: In den Zeiten vor dem Taschenrechner konnten die Leute sehr viel besser rechnen als wir heute, was im Kopf möglich war, zumindest!
Die Frage war ja, wie weit ging das Rechenkönnen der mittelalterlichen Normalos?
Wie gut konnten die Menschen eigentlich im Mittelalter
rechnen?
Zwei Quellen fallen mir da ein.
Zum Einen die „Propositiones“, die Alkuin zugeschrieben werden. Alkuin war der Lehrer Karls des Großen. Mit den Aufgaben in dieser Sammlung musste sich also möglicherweise schon der kleine Karl der Große rumschlagen. Einige Knobelaufgabenklassiker sind darin auch schon zu finden.
Zum Anderen gibt es die „Liber Abaci“ von Leonardo Pisano, genannt Fibonacci. Auch die darin behandelten Aufgaben sind keineswegs so trivial.
So richtig los ging es aber sicherlich im späten Mittelalter, als es mehr und mehr Handel gab und somit auch mehr und mehr Buchhaltung. Rechenmeister haben damals nicht mehr nur für andere gerechnet, sondern sind mehr und mehr dazu übergegangen, das Rechnen zu lehren. Adam Ries ist nur einer von denen.