In der CPU befinden sich unter anderem auch das Steuerwerk und das Rechenwerk.
Frage:
Wird nur auf das Rechenwerk zugegriffen, wenn der Rechner mathematische Aufgaben in der Software lösen soll? Also z.B. bei Excel oder anderen Aufgaben wie etwa 2+3=5. Also die typischen Taschenrechneraufgaben.Oder wird das Rechenwerk auch zum Rechnen gebraucht, wo laienhaft nicht gerechnet wird. Z.B. bei Spielen, Textverarbeitung oder sonst irgendeiner Anwendung?
Vielen Dank im Voraus.
Oder wird das
Rechenwerk auch zum Rechnen gebraucht, wo
laienhaft nicht gerechnet wird. Z.B. bei
Spielen, Textverarbeitung oder sonst
irgendeiner Anwendung?
Falls du mit Rechenwerk die ALU, die Arithmetic Logical Unit meinst, die wird immer benötigt, alle Maschinen-Code-Befehle die per Microcode zur Verfügung gestellt werden, sind im Prinzip aus den paar Funktionen die die ALU zur Verfügung stellt aufgebaut.
Danke Robert,
aus Deiner Antwort entnehme ich, dass der Micro-Code nur in der ALU angewendet wird. Du meinst wahrscheinlich CISC oder RISC.
Ich besuche gerade einen Volkshochschulkurs und der Dozent meint, dass fast alle Abläufe in dem Steuerwerk (Leitwerk) durchgeführt werden. Aber das die ALU kaum gebraucht wird kam mir ein wenig skeptisch vor.
Darum habe ich zum Thema gleich ein paar Bücher gewälzt. Aber dort stand leider auch immer nur, dass die ALU die Grundrechenarten durhführt.
Aber nicht, wozu die CPU alles rechnen muss.
Frage:
Muss auch schon gerechnet werden, wenn ein Fenster geöffnet wird, oder ein Buchstabe auf dem Bildschirm dargestellt?
Der VHS-Mann meinte, hierfür ist nur das Steuerwerk zuständig.
Danke!
Falls du mit Rechenwerk die ALU, die
Arithmetic Logical Unit meinst, die wird
immer benötigt, alle
Maschinen-Code-Befehle die per Microcode
zur Verfügung gestellt werden, sind im
Prinzip aus den paar Funktionen die die
ALU zur Verfügung stellt aufgebaut.
Muss auch schon gerechnet werden, wenn
ein Fenster geöffnet wird, oder ein
Buchstabe auf dem Bildschirm dargestellt?
Der VHS-Mann meinte, hierfür ist nur das
Steuerwerk zuständig.
Also, das „Steuerwerk“ alleine tut gar nichts, steuert wie der Name schon sagt nur den ganzen Ablauf, z. B. ist es dafür zuständig, daß Befehle über die ALU weitergereicht werden, gibt den Takt an, etc.
Bin da zufällig nur ein bißchen drinnen, weil ich es auch gerade hab lernen müssen … :o) … also wenn du noch mehr Details brauchst frag einfach, bin zwar gerade dabei das alles wieder zu vergessen, notfalls kann ich aber nachsehen.
Bin da zufällig nur ein bißchen drinnen,
weil ich es auch gerade hab lernen müssen
Hallo Robert,
erst einmal vielen Dank.
In der Tat möchte ich mehr wissen über dieses Thema. Wenn Du Dich in das Thema eingearbeitet hattest, kannst Du mir vielleicht gute Literatur zum Einarbeiten nennen.Also Bücher, Internet-Seiten, Zeitschriften oder anderes. Optimal wäre ein gutes Buch das tolles Hintergrundwissen vermittelt.
Ich habe z.B. ein Buch in der Hand gehabt, das viele Seiten über die ALU und deren mathematischen Operationen wiedergab, aber eben nicht wozu dies überhaubt alles gebraucht wird.
Frage:
Muss auch schon gerechnet werden, wenn
ein Fenster geöffnet wird, oder ein
Buchstabe auf dem Bildschirm dargestellt?
Ja. Nimm nur mal die Oberkante eines Fensters:
Noch bevor der Befehl zum Zeichnen derer
an die Grafikkarte gehen kann, muß der
Prozessor für die rechte obere Ecke
gerechnet haben: „X-Position linke Ecke
plus Fensterbreite minus eins“.
Das geschieht im Programmcode (OS). Andere
Additionen beispielsweise kann ein Prozessor
sicher woanders festverdrahtet durchführen,
z.B. indirekte Adressierungen mit Offset,
bei der im Prinzip auch eine Addition gebraucht
wird. Ein gutes Beispiel sind hierbei Multi-
plikationen, wenn der Offset in einem Viel-
fachen vorliegt, z.B. (Motorola):
move.l d0, 0(a0, d3.w*4)
(Ich hoffe, ich habe die Syntax noch richtig
in Erinnerung :->:wink:
Sprich: „Schreibe ein Longword in d0 an
die Adresse in a0 plus den Word-Offset in
d3 mal vier)“.
Das „mal vier“ wird im Prozessor selbst nicht
mal mehr ein „richtiger“ Shift sein, sondern
gleich eine diagonale Verdrahtung.