Rechner für Videobearbeitung

hallo zusammen,

würde gerne mal die meinung zur folgenden konfiguration hören.
-miditower 350watt
-floppy
-40fach brenner lg gce8400b
-dvd-laufwerk lg drd-816xb
-asus p4b533 845e alternativ
Asus P4PE i845PE
-p4 2,4ghz
-gainward gf4 4200ti
-seagate 120gb 7200upm
-512 mb ddr-ram apacer 266mhz cl2
-terratec tunerkarte terratvalueradio

der rechner soll überwiegend für videobearbeitung(keine profibearbeitung) eingesetzt werden.
gruß
eddie

Hallo Eddie

würde gerne mal die meinung zur folgenden konfiguration hören.
-miditower 350watt
-floppy
-40fach brenner lg gce8400b
-dvd-laufwerk lg drd-816xb
-asus p4b533 845e alternativ
Asus P4PE i845PE
-p4 2,4ghz
-gainward gf4 4200ti
-seagate 120gb 7200upm
-512 mb ddr-ram apacer 266mhz cl2
-terratec tunerkarte terratvalueradio

Das hört sich gut an, aber warum Miditower?
Bei Videos läuft der Computer ziemlich hoch, da kann es gut warm werden, besonders beim Rippen.
In einem größeren Gehäuse verteilt sich die Wärme besser und läßt sich leichter rausblasen.
Gruß
Rainer

Gehäusegröße und Kühlung
Hallo,

In einem größeren Gehäuse verteilt sich die Wärme besser und
läßt sich leichter rausblasen.

so vereinfacht ist das einfach falsch. Bei Zwangskühlung
spielt die Gehäusegröße eine eher untergeordnete Rolle
wenn um den Effekt der Lüfter geht. Die duchgeblasene Luftmenge
ist da bei kleinerem oder größerem Gehäuse ziehmlich gleich.
Entscheidend sind da eher die Löcher im Gehäuse, durch die
die Luft durch muß. Wenn da z.B. nur enge Lochbleche vorm
Lüfter sind, dann behindert dies ungemein.

Die Sache mit dem größeren Gehäuse hat max. einen wesentlichen
Einfluß, wenn man auf Gehäuselüfter verzichtet. Dann kommt die
größere Oberfläche zur Geltung.
Einen anderen Effekt hat man evtl. noch, wenn in einem größeren
Gehäuse mehr Slots mit entsprechend günstiger Anordnung zur
Verfügung stehen, so daß man dieverse LW nicht so dicht
aneinander einbauen muß. Aber gerade da sind große Gehäuse
nicht unbedingt besser, weil die Slots für die LW trotzdem
eng beeinander liegen.

Ich habe mit einem Midigehäuse und Athlon XP2000+ wenig
Probleme nachdem ich 2 Gehäuseüfter eingebaut habe.
Da sind im Gehäuse gerade mal 5grd. über Umgebungstemp.
obwohl die geregelten Lüfter fast auf minimaler Drehzahl
laufen und das obwohl ich die Gehäuseinnenwände noch mit
Teerbelag (schall-)gedämmt habe.
Gruß Uwi

Hallo Uwi
seh ich anders, ist wie beim Auto, Hubraum ist durch nichts zu ersetzen.
Ganz simple Physik, mehr Luft, niedrigere Temperatur.
Warum mußtest Du sonst Zusatzlüfter einbauen?
Gruß
Rainer

Hallo,

In einem größeren Gehäuse verteilt sich die Wärme besser und
läßt sich leichter rausblasen.

Das ist Dein Zitat! Es impliziert wohl eindeutig den Einsatz
von Lüftern in einem „größeren Gehäuse“ , oder?

Die Zusammenhänge habe ich ja schon klar gemacht.
Es ging bei meiner Argumentatin immer nur um die Unterschiede
bei Einsatz von Lüftern. Bei moderen PC ist die ausschließlich
passive kühlung sowieso kaum noch zu bewerkstelligen.
Wer aber sowas machen will, der muß andere Kriterien beachten.

Sofern es sich um Zwangskonvektion (also Kühlung mit
durch Lüfter angetriebene Lüft) ist das bischen Wärmeaustausch
an der etwas größeren Oberfläche des Gehäuses nicht mehr
relevant, weil durch die direkt durchgeblasene Luft viel mehr
Wärme weg transportiert werden kann.

seh ich anders, ist wie beim Auto, Hubraum ist durch nichts zu
ersetzen.

Na ja, wenn technische Zusammenhänge auf so einfache Weise
versimplifiziert werden, dann verkommt das wohl eher zur
Esotherik.
Beispiel:
Wenn ich Motoren verschiedener Bauart betrachte, dann komme
ich zu einem Hubraum-leistungsverhältnis von mind. 1:100
z.B. 6Liter-Einzylinder-Langsamläufer von anno 1880 mit
ca. 10KW oder so und 6l-Turbo in einem Rennwagen von heute
mit über 1000 KW.
Selbst LKW mit 450PS haben heute keine 12 Litermotor mehr, eher
nur 3 Liter.

Ganz simple Physik, mehr Luft, niedrigere Temperatur.

Physik kann simpel sein, wenn man die entscheidenden Kriterien
nicht vernachlässigt.
Hier spielt nicht die Luftmenge im Gehäuse primär eine Rolle,
sondern die an den zu kühlenden Flächen vorbeistreichende
Luftmenge und auch die evtl. durchströmende Luft (falls da
genügend große Löcher unten und oben im Gehäuse sind und sich eine ausreichende Lüftströmung durch das Gehäuse ausbilden kann).
Auch bei natürlicher Konvektion ist die Luftmenge im Gehäuse
erstmal relativ egal. Die höhere temp. im kleineren
Gehäuse stellt sich hauptsächlich wegen der kleineren
wirksammen Oberfläche zur Umgebung ein.
Da sind 2 Grenzschichten, deren Wärmeübergangskoeff. ziehmlich
mies ist (nur ca 5,6W/(m2*1grd) für stehende Luft.
-> Innenluft - Gehäuseblech
-> Gehäuseblech - Außenluft

In der Regel wird aber ja schon durch das Netzteil eine
Zwangskonvektion erreicht. Nun ist es bloß so, daß bei einem
NT-Wirkungsgrad von ca. 85% nur ca. 15% der Wärme im
Netzteil anfallen und eben 85% im Gehäuse verbraten werden und
der Netzteillüfter ist sicher primär zur Kühlung des Netzteils
ausgelegt.
Selbst wenn relativ viel Luft durchs gehäuse fließt, ist es
immer noch von Bedeutung, od die Luft auch and den richtigen
Stellen vorbeitkommt. Hier spielen also auch Einbaubedinungen
und Anordnung der Komponenten eine Rolle. Da kann evtl. ein
großes Gehäuse sogar schlechter abschneiden.

Warum mußtest Du sonst Zusatzlüfter einbauen?

Weil Zwangskonvektion bei gleicher Temperaturdifferenz zwischen
heißen Bauelementen und Umgebungstemp. eben das vielfache an
Wärme wegschaft gegenüber natürlicher Konvektion und dem
Wärmeaustausch über Grenzflächen.
Gruß Uwi

Hallo,

In einem größeren Gehäuse verteilt sich die Wärme besser und
läßt sich leichter rausblasen.

Das ist Dein Zitat! Es impliziert wohl eindeutig den Einsatz
von Lüftern in einem „größeren Gehäuse“ , oder?

Ja klar, ein Netzteil ohne Lüfter kenn ich nicht, soll es angeblich demnächst geben, mal sehen.
Prozessoren ohne Lüfter gibt es auch nicht mehr, das war mal zu 486er Zeiten.
Mein Miditower zu Hause ist im Schnitt 8 bis 10 Grad wärmer als der große Rechner im Geschäft, kein Wunder, ziemlich eng da drin, da strömt die Luft sehr mühsam.
Gruß
Rainer

Hallo,
das sehe ich generell als Problem, wenn die Luft zwar
durchströmt, aber nicht unbedingt an den Stellen, wo warme
Luft steht.
Bestes Beispiel sind die Laufwerke, zwischen denen oft ehe nur
weinige mm Zwischenraum sind. Da strömt von alleine gar nichts!

Wenn da ein Prozessorkühler ist, dann wird der Innenraum
wenigstens bischen durchgequirlt. Ansonsten können in so einem
Gehäuse eeheblich Wärmegradienten auftreten.

Letztendlich kann man die beiden Ghäuse nicht 1:1 vergleichen,
weil es sicher viele Unterschiede im Detal gibt (z.B. auch
Toleranz und Position des Sensors).
Wenn ich mal beim großen Gehäuse eine Mehrfläche von ca.
0,15m² Oberfläche annehme, dann werden unter günstigen
Bedingungen (z.B. er steht einigermaßen frei) etwa
0,8…1,2 Watt pro Grad mehr über die Oberfläche abgegeben.
Bei diff-Temp. von 8Grad also geschätzt ca. 9Watt. Bei einer
Gesamtverlustleistung von ca. 150Watt sind gerade um 5…7%
also nicht die Welt.
Für den Luftmenge durchs Gehäuse wird übrigens am aller-
wenigsten durch Einbauten nd Kabel usw. behindert, vielmehr
durch zu enge Löcher und Schlitze für den Kuftein- /-austritt.

Ich habe bei meinem PC erstmal die enge Lochbleche vorm Gehäuse-
lüfter rausgetrennt. Jetzt strömt bei gleicher Lüfterdrehzahl
ca. doppelt soviel Luft durch.

Alles in allem: Es ist ein weites Feld :wink:

Gruß Uwi

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