Rechneridentifikation bei heimnetzwerk

tach zusammen!

ich gehe über wlan ins netz. in meinem haus habe ich eine wohnung, die ich immer wieder mal kurzzeitig vermiete. nun kommen immer mehr anfragen, ob in dieser wohnung auch internetnutzung möglich ist, was ich bisher verneint habe, weil ich angst davor habe, dass mein mieter beispielsweise illegale dateien runterlädt (mit emule oder ähnlichem) und ich hinterher abgemahnt und zur kasse gebeten werde, weil der mieter ja nunmal über meine ip gesurft ist.

nun meine frage: wie kann ich dem mieter einerseits die internetnutzung über meinen router ermöglichen und gleichzeitig im falle einer strafbaren nutzung der internetverbindung sicherstellen, dass nicht ich, sondern bitteschön der verursacher, also mein mieter, zur rechenschaft gezogen wird?

ich vermute, dass sowas über feste ip-vergabe im heimnetzwerk geregelt werden könnte, habe aber keinen schimmer, a) wie das geht (da könnte ich mich evtl. noch selber durchfrickeln) und b) ob ich damit rechtlich tatsächlich auf der sicheren seite bin.

ich danke im voraus für jede hilfreiche antwort.

schönen tag noch

olaph

ich vermute, dass sowas über feste ip-vergabe im heimnetzwerk
geregelt werden könnte, habe aber keinen schimmer, a) wie das
geht (da könnte ich mich evtl. noch selber durchfrickeln) und
b) ob ich damit rechtlich tatsächlich auf der sicheren seite
bin.

Die IP-Adresse im lokalen Netz wird nach aussen in keiner Weise sichtbar. Du hast auf diese oder ähnliche Weise keine Chance, dich sicherzustellen. Hole einen zweiten DSL-Anschluss für die Wohnung und bürde die Kosten dem Mieter auf.

HTH
Schorsch

nun meine frage: wie kann ich dem mieter einerseits die
internetnutzung über meinen router ermöglichen und
gleichzeitig im falle einer strafbaren nutzung der
internetverbindung sicherstellen, dass nicht ich, sondern
bitteschön der verursacher, also mein mieter, zur rechenschaft
gezogen wird?

Wie schon angesprochen wurde … eigentlich geht das nicht. Du könntest lediglich (so wie Firmen es tun) versuchen, das Problem auf administrativem Weg zu lösen. Du musst jeden Internetzugriff protokollieren und die Protokolle aufbewahren, und den Mieter eine Vereinbarung unterschreiben lassen, dass er den Anschluss nicht für illegale Zwecke nützen darf und ihn darauf hinweisen dass alle Zugriffe protokolliert werden. Das alleine genügt fast immer, die Leute zu Disziplin anzuhalten.

Der Aufwand, eine protokollierende Firewall mit Syslog-Server zu betreiben wird aber wahrscheinlich die Kosten für einen billigen DSL Anschluss weit übersteigen, außer Du gehörst in die Kategorie der Freaks, die ihre Arbeitszeit nicht einrechnen und die irgendwo immer einen alten PC für diese Aufgabe requirieren können.

Und 100% wasserdicht ist das natürlich nicht, wenn es hart auf hart geht würde der Mieter eventuell erst mal behaupten, Du hättest die Protokolle manipuliert um ihm etwas anzuhängen. Er käme aber vermutlich nicht durch damit, weil sich Spuren seiner Aktivitäten auf seinem PC finden werden und nicht auf Deinem. Aber es könnte wohl passieren, dass die Behörden erst mal auch Deinen PC auf unbestimmte Zeit einkassieren zur Untersuchung, und das wäre unangenehm genug.

Das Problem wirst Du aber immer bekommen. Auch wenn Du einen zweiten Anschluss legen lässt bist Du der Anschlussbesitzer, und Du kannst den Anschluss problemlos auch selber benutzen, wenn Dein Mieter gerade nicht da ist, oder Dir eine unbemerkte Anzapfung schaffen --> der Mieter kann immer behaupten, Du seist es gewesen und nicht er selber.

Weitere (schwer umsetzbare) Idee: Du lässt einen ISDN Anschluss (ohne Internetzugang, nur eine nackte Leitung) legen. Mit Kanalbündelung kommt man auf 128 kBits, das reicht für die meisten Anwendungen. Es wäre dann Sache jedes einzelnen Mieters, sich einen Account bei einem Internet-Provder mit ISDN Dial-In zu mieten. Er bekommt dann seinen individuellen Benutzernamen mit Passwort, ohne den geht nichts, darüber eine individuelle IP Adresse, und Du bist aus dem Schneider. Außerdem muss er auch die Verbindungskosten selber bezahlen.

Das Handling ist allerdings etwas hakelig, die Anmeldeprozedur und das Einrichten der DFÜ Verbindung brauchen Zeit und Übung, der Mieter muss in seinem PC das DFÜ Netz konfigurieren können und Du musst dafür sorgen, dass er die Verbindungskosten nicht per Call-by-Call an Dich abwälzt (Rufnummernsperre). Die meisten Mieter werden dieses Angebot wohl links liegen lassen …

…Armin