nun meine frage: wie kann ich dem mieter einerseits die
internetnutzung über meinen router ermöglichen und
gleichzeitig im falle einer strafbaren nutzung der
internetverbindung sicherstellen, dass nicht ich, sondern
bitteschön der verursacher, also mein mieter, zur rechenschaft
gezogen wird?
Wie schon angesprochen wurde … eigentlich geht das nicht. Du könntest lediglich (so wie Firmen es tun) versuchen, das Problem auf administrativem Weg zu lösen. Du musst jeden Internetzugriff protokollieren und die Protokolle aufbewahren, und den Mieter eine Vereinbarung unterschreiben lassen, dass er den Anschluss nicht für illegale Zwecke nützen darf und ihn darauf hinweisen dass alle Zugriffe protokolliert werden. Das alleine genügt fast immer, die Leute zu Disziplin anzuhalten.
Der Aufwand, eine protokollierende Firewall mit Syslog-Server zu betreiben wird aber wahrscheinlich die Kosten für einen billigen DSL Anschluss weit übersteigen, außer Du gehörst in die Kategorie der Freaks, die ihre Arbeitszeit nicht einrechnen und die irgendwo immer einen alten PC für diese Aufgabe requirieren können.
Und 100% wasserdicht ist das natürlich nicht, wenn es hart auf hart geht würde der Mieter eventuell erst mal behaupten, Du hättest die Protokolle manipuliert um ihm etwas anzuhängen. Er käme aber vermutlich nicht durch damit, weil sich Spuren seiner Aktivitäten auf seinem PC finden werden und nicht auf Deinem. Aber es könnte wohl passieren, dass die Behörden erst mal auch Deinen PC auf unbestimmte Zeit einkassieren zur Untersuchung, und das wäre unangenehm genug.
Das Problem wirst Du aber immer bekommen. Auch wenn Du einen zweiten Anschluss legen lässt bist Du der Anschlussbesitzer, und Du kannst den Anschluss problemlos auch selber benutzen, wenn Dein Mieter gerade nicht da ist, oder Dir eine unbemerkte Anzapfung schaffen --> der Mieter kann immer behaupten, Du seist es gewesen und nicht er selber.
Weitere (schwer umsetzbare) Idee: Du lässt einen ISDN Anschluss (ohne Internetzugang, nur eine nackte Leitung) legen. Mit Kanalbündelung kommt man auf 128 kBits, das reicht für die meisten Anwendungen. Es wäre dann Sache jedes einzelnen Mieters, sich einen Account bei einem Internet-Provder mit ISDN Dial-In zu mieten. Er bekommt dann seinen individuellen Benutzernamen mit Passwort, ohne den geht nichts, darüber eine individuelle IP Adresse, und Du bist aus dem Schneider. Außerdem muss er auch die Verbindungskosten selber bezahlen.
Das Handling ist allerdings etwas hakelig, die Anmeldeprozedur und das Einrichten der DFÜ Verbindung brauchen Zeit und Übung, der Mieter muss in seinem PC das DFÜ Netz konfigurieren können und Du musst dafür sorgen, dass er die Verbindungskosten nicht per Call-by-Call an Dich abwälzt (Rufnummernsperre). Die meisten Mieter werden dieses Angebot wohl links liegen lassen …
…Armin