Hallo!
gibt es eine Möglichkeit herauszufinden, welcher Rechner in einem Netzwerk sich zu einem bestimmten Zeitpunkt mit einer bestimmten, vom Fritz!Box-Router zugewiesenen IP-Adresse, im Internet getummelt hat?
Falls die Fritz-Box die vergebenen Zuordnungen in ihr Log schreibt, ja. Ob sie das tut bzw. wo man das einrichtet, kann ich leider nicht sagen, weil ich selbst keine benutze.
Bei einer WLAN-Verbindung wird ja die bei der Anmeldung erfaßte MAC-Adresse mit der IP-Adresse protokolliert und damit ist der Rechner identifizierbar.
Nein! Jedes Betriebssystem erlaubt es auf einfache Art und Weise die MAC-Adresse einzelner Netzwerkkarten beliebig zu ändern. Zuverlässig ist das also ganz und gar nicht.
Wie geht das im LAN? Welche Daten der Rechner im Netz muß ich eventuell vorher erheben und was protokollieren?
Wenn dir die MAC als „Identifikation“ genügt, kann die natürlich genauso mitgelogt werden wie im WLAN.
Gibt es geeigente Software oder ist eine besondere Hardwarumgebung erforderlich?
Für eine eindeutige, zuverlässige Identifikation wirst du um echte Authentifizierung nicht herumkommen. Das Grundprinzip ist, daß vor dem Internetzugriff eine Anmeldung nötig ist und Anmeldedaten nur an vorher z.B. per Ausweis identifizierte Personen herausgegeben werden.
Allgemein für den Netzwerkzugriff kenne ich in dieser Richtung Radius – die c’t hatte dazu vor kurzem einen ausführlichen Artikel (http://www.heise.de/netze/artikel/WLAN-sichern-mit-R…).
Natürlich könntest du auch einen Proxy-Server einrichten, der die Zugangsdaten abfragt und Internetzugriff nur über diesen erlauben.
Hintergrund der Frage ist der Gästen einer Pension zur Verfügung zu stellende Internetzugang und die sich eventuell durch Mißbrauch ergebenden Folgen für den Inhaber des DSL-Anschlusses.
Das ist ein Kapitel für sich. Bei den aktuellen Auswüchsen der Abmahnbranche würde ich da lieber vorher einen Fachanwalt zu einem wasserdichten Konzept befragen.
Ich würde gern LAN zur Verfügung stellen, da WLAN mehr hardwareseitigen Aufwand erfordert.
Mehr Aufwand? Ein AP ist heutzutage in jedem Router verbaut und die bekommt man tw. schon für 15 Euro. Damit lassen sich dann problemlos um die 100 Clients bedienen. Der Aufwand für eine entsprechende verkabelte Infrastruktur ist IMHO ungleich höher. Dazu kommt, daß WLAN wesentlich bequemer für die Nutzer ist. Allerdings wären ja nach Größe der abzudeckende Fläche natürlich mehrere APs notwendig, die dann immernoch zu verkabeln wären. Aber ich schweife ab… O:smile:
Wie schon gesagt, die MAC-Protokollierung funktioniert bei LAN ebenso wie bei WLAN, müßte vom DHCP-Server (hat die Fritz-Box) erledigt werden und ist absolut unzuverlässig. Eine echte Authentifizierung bringt den größeren Aufwand mit sich, den es braucht um die Identität eines jeden Nutzers zu prüfen und individuelle Zugangsdaten zu vergeben, wobei es verschiedene Wege gibt wofür genau diese dann eingesetzt werden (Zugang zum Netz, Zugang zum Internet, Nutzung bestimmte Ports,…).
Gruß, Jan.