Rechnet die Bank realistisch?

Hallo,

wir haben für usn für den Erwerb unserer Immobilie weitere Angebote zukommen lassen.

Aufgrund der hohen Quadratmeterzahl Wohnfläche(194) /Grundstück (1200qm) rechnete die Bank mit 2 € pro qm Bewirtschaftungskosten und kam bezogen auf diese Werte auf knapp 800 € monatliche Nebenkosten.
Ich halte das für irreale Werte.
Selbst meine Eltern in einer teuren Immobiliengegend mit heftigen Nebenkosten zahlen wesentlich weniger.
Wie realistisch sind diese Werte?

Bei den Werten halte ich den Hauskauf für 95 % der Bevölkerung für nicht realisierbar trotz Einkommens weit jenseits von 2500 € per Monat.

Vertue ich mich da?

Gruß,
Susanne

Hallo Susanne,

ob realistisch oder nicht, wenn nach den Richtlinien der Bank 800,-- € als Bewirtschaftungskosten anzusetzen sind (allerdings kann dann wohl nicht nur die Wohnfläche als Bemessungsgrundlage herangezogen werden), dann wirst Du das kaum ändern können. Und wenn durch diese Berechnung nach Ansicht der Bank Euer Einkomen nicht ausreicht, suchst Du dir halt eine andere. Keine der Banken, mit denen ich zusammenarbeite, setzt mehr als 2,-- €/m², es gibt sogar einige, die die Nebenkosten vollkommen unberücksichtigt lassen.

Freundliche Grüße

wolle

Hallo,
naja für etwas hoch halte ich den Betrag auch.
Ich habe mal so überschlagen, viele Ausgaben hat man ja einmal jährlich und müssten diese dann auf den Monat runterrechnen, ich komme bei mir mit 120 qm auf 500qm Grundstück so auf ca. 300 Euro pro Monat. (Müll,Wasser,Strom,Gas,Gebäudeversicherung,Schornsteinfeger, Heizungswartung,Grundsteuer). Zusätzlich sollten regelmäßige Beiträge für Instanthaltung des Hauses zurückgelegt werden, also vielleicht 500 Euro pro Monat insgesamt. Nu verbraucht euer Haus vielleicht mehr Heizungskosten und je nach Personananzahl mehr Strom/Wasser, so kann es schon zu einer hochgerechneten Zahl von 800 Euro kommen ?

Beatrix

Hallo,

nun, man müßte wissen, wie die Bank auf den Betrag kommt bzw. was in diesen Kosten dann enthalten ist. Ich vermute, es handelt sich hier um eine „Pi-mal-Daumen“-Berechnung.

Erkundigt Euch beim Verkäufer, welche laufenden Kosten bisher für das Haus angefallen sind, insbesondere an Heizkosten. Wird eine 200 m²-Hütte aus den sechzigern mit Elektronachtspeicheröfen beheizt, seid Ihr sicher nicht weit weg von den 800 Euro pro Monat. Handelt es sich dagegen um ein neues Haus in Niedrigenergiebauweise und Ihr seid nur zu Zweit, kann es wieder ganz anders aussehen.

Stellt anhand der gewonnenen Zahlen einen realistischen Wirtschaftsplan auf und legt es der Bank bzw. der nächsten Bank die Ihr aufsuchen werdet, vor.

Zur Orientierung: ich habe vor zwei Jahren ein neues Häuschen mit rd. 120 m² Wohnfläche gebaut und entrichte pro Monat 300 Euro auf ein eigenes „Hausgeldkonto“, von wo aus die laufenden Kosten bezahlt werden, allerdings nicht die Instandhaltung. Es hat sich gezeigt, daß der Betrag mal eben gerade so ausreicht.

Viele Grüße

Armin