Rechnung Toxoplasmose-Test sehr hoch

Hallo,

meine Frau ist schwanger.

Die Ärztin fragte, ob ein Toxoplasmosetest gemacht werden soll.
Da meine Frau seit ewigen Zeiten mit Katzen Kontakt hat, war sie sich eigentlich sicher, bereits Antikörper zu haben, aber da der Test nur 25.- EUR kosten sollte, hat sie ihn durchführen lassen.

Wie zu erwarten kam heraus, daß sie bereits Antikörper besitzt.

Die Rechnung, welche jetzt vom Labor kommt, haut uns aber ein bißchen um.

Probenentnahme 4.20

  1. Beratung 4.66
    Toxopl. Ak-Suchtest (ELFA) 15.42
    Toxopl. IgA-Ak (EIA) 23.46
    Toxopl. IgG-Ak (ELFA) 23.46
    Toxopl. IgM-Ak (ELFA) 23.46

94.66

  1. Ist das jetzt so in Ordnung?

  2. Was bedeuten die vier verschiedene Toxoplasmose-Punkte in der Rechnung?

  3. Wie kann die Ärztin dann behaupten es kostet 24 oder 25 EUR (war natürlich nur eine mündliche Auskunft ohne Zeugen)?

  4. Was machen wir jetzt?

Für diese Summe hätte sie die Untersuchung nicht machen lassen.

Nächstesmal soll eine Nackenfalten-Messung gemacht werden - die Ärztin hat gesagt, sie hätte eine extra Zertifizierung dazu.
Nun telefonieren wir seit einer Woche hinterher, was das nun eigentlich kosten soll. Das kann uns keiner sagen, angeblich wird das auch gar nicht in der Praxis gemacht (sagt die Sprechstundenhilfe), meine Frau müsse sich da verhört haben - aber einen anderen Termin haben wir auch nicht.
Kommt mir im Moment alles ziemlich chaotisch vor da.
Auf der anderen Seite waren wir bislang mit der Ärztin recht zufrieden.

Gruß,
Martin

Hallo Martin,

meine unmaßgebliche Meinung: den Arzt wechseln! Gerade in der Schwangerschaft ist es wichtig eine gute Vertrauensbasis zu haben.

Ich hatte meinen Gyn bestimmt 15 Jahre lang (für unerhebliche Vorsorgeuntersuchungen) und war immer mit ihm zufrieden (aber es gab ja auch nichts wie Krankheit o.ä.). Mein erster Besuch in der Schwangerschaft war der letzte bei ihm. Er hat mir den Toxoplasmosetest quasi aufgezwungen, zudem einen falschen Betrag genannt (zu wenig wie bei euch) und noch dazu mir den Mutterpaß verweigert (mit den Worten „warten wir lieber ein paar Monate, wenn’s nix wird, war die Arbeit umsonst;-(“

Mein Toxoplasmose-Test kostete mich übrigens ca. 85 Euro (April 2005).

Der Arzt zu dem ich wechselte hat noch zwei weitere Tests gemacht, gratis(!) - ich hatte meine Katze die ganze SS über und machte auch das Katzenklo etc. selbst sauber. Es liegt also im Ermessen des Arztes. Natürlich muß er dies auch entsprechend den Kassen „verkaufen“.

Zum Thema Nackenfaltenmessung kenn ich mich nicht aus, zumindest hab ich nie Erkundigungen dazu einbezogen. Kann nur berichten, daß ich in der ca. 10-12 Woche wegen einer minimalen Blutung ambulant im Khs war (Khs weil Wochenende) und die Ärzte mir, als alles gecheckt und o. K. war, diese Nackenfaltenmessung angeboten hatten (gratis natürlich). Leider wollte sich meine Tochter damals in keinster Weise im Profil zeigen und nach langen Versuchen haben sie es dann aufgegeben.

Du siehst: beide Dinge müssen nicht unbedingt aus eigener Tasche bezahlt werden.

Und es ist ein Unding, daß ihr seit einer Woche hinter den Kosten hinterher telefoniert. Da ist doch was faul?!

Euch alles Gute für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft und versucht doch mal einen Arzttipp zu bekommen! Vielleicht auch über die diversen Babyforen im Web.

Liebe Grüße,
Christiane

GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte)kostenlos
Hallo!

Eigentlich stehen vor den Beträgen „Ziffern“, anhand derer könntest Du herausfinden wie die üblichen Kosten sind.
Wobei dem Arzt ein gewisser Spielraum frei steht, den wievielfachen Satz er nehmen kann.

Probenentnahme 4.20

  1. Beratung 4.66
    Toxopl. Ak-Suchtest (ELFA) 15.42
    Toxopl. IgA-Ak (EIA) 23.46
    Toxopl. IgG-Ak (ELFA) 23.46
    Toxopl. IgM-Ak (ELFA) 23.46

http://www.e-bis.de/goae/defaultFrame.htm

Auch ich habe Erfahrung gemacht mit ähnlicher Vorgehensweise in Gynäkologie- und Kinderarztpraxis.

Es ist Vorsicht geboten, Vorsicht vor diesen Wahnsinns-Kosten, die man am Ende zahlt, weil man so über’s Ohr gehaun wird wie ihr oder weil einem von Seiten der Ärzte Angst gemacht wird, die in den meisten Fällen völlig unbegründet ist.

Vielleicht sollte man sich fragen, wie hoch die Risiken denn überhaupt tatsächlich bei einem persönlich sind, dass das Kind krank zur Welt kommt. Gab es in der Familie schon Krankheitsfälle bei Neugeborenen/Kleinkindern? Wie gesund ist man selbst, wie alt? Lebt man gesund? Sind diese Spezialtests WIRKLICH nötig?

Was, wenn tatsächlich festgestellt würde, dass das Kind z.B. behindert ist. Würde man es deshalb töten lassen? Wäre man mit so einer Entscheidung glücklicher als mit einem behinderten Kind?

Man kann ja selbst Verantwortung übernehmen und z.B. auch genauestens die Ultraschallbilder ansehen. Auch als Laie kann man darauf einiges erkennen, wenn man sich ein bisschen interessiert und vorher informiert.

Meine Meinung ist die, dass eine Schwangere im Normalfall KEINE Patientin ist. Schwangerschaft ist etwas völlig Natürliches und bedarf meiner Meinung nach nicht ständiger Kontrolle durch Außenstehende. Ich halte das alles für ein bisschen übertrieben, was heutzutage diesbezüglich „veranstaltet“ wird. Aber das ist Ansichtssache. Ich respektiere auch andere Meinungen …

Dass euch nun die Kosten erlassen werden und Gnade vor Recht ergeht, das glaube ich kaum, aber nun seid ihr wenigstens für die Zukunft gewarnt und habt Erfahrungen gesammelt…

Hallo,

Was, wenn tatsächlich festgestellt würde, dass das Kind z.B.
behindert ist. Würde man es deshalb töten lassen?

beim Toxoplasmosetest geht es weniger um die Frage der Abtreibung als vielmehr um die rechtzeitige Einleitung einer Behandlung.

Gruß, Niels

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Hallo,

Was, wenn tatsächlich festgestellt würde, dass das Kind z.B.
behindert ist. Würde man es deshalb töten lassen?

beim Toxoplasmosetest geht es weniger um die Frage der
Abtreibung als vielmehr um die rechtzeitige Einleitung einer
Behandlung.

Ganz recht, lieber Niels, die Frage des Schwangerschaftsabbruchs/behindertes Kind kommt aber dann doch auf die „Tagesordnung“, wenn’s um Nackenfaltendichtemessung geht.

Bei näherer Betrachtung wirst du feststellen, dass die Frage des werdenden Vaters mehrere Probleme beinhaltet :wink:

Hallo,

beim Toxoplasmosetest geht es weniger um die Frage der
Abtreibung als vielmehr um die rechtzeitige Einleitung einer
Behandlung.

Bei näherer Betrachtung wirst du feststellen, dass die Frage
des werdenden Vaters mehrere Probleme beinhaltet :wink:

das ist mir durchaus nicht entgangen. Du hast aber in deiner Antwort keine Trennung zwischen diesen Problemen gemacht sondern recht pauschal über die Problematik der Vorsorgeuntersuchungen geschrieben.
Meine Aussage diente der Klarstellung, damit nicht der Eindruck entsteht „Toxoplasmosetest positiv = behindertes Kind“.
Gerade im medizinischen Bereich werden durch schwammige Aussagen gerne Hysterien ausgelöst.

Gruß, Niels

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Hallo,

beim Toxoplasmosetest geht es weniger um die Frage der
Abtreibung als vielmehr um die rechtzeitige Einleitung einer
Behandlung.

Bei näherer Betrachtung wirst du feststellen, dass die Frage
des werdenden Vaters mehrere Probleme beinhaltet :wink:

das ist mir durchaus nicht entgangen. Du hast aber in deiner
Antwort keine Trennung zwischen diesen Problemen gemacht
sondern recht pauschal über die Problematik der
Vorsorgeuntersuchungen geschrieben.
Meine Aussage diente der Klarstellung, damit nicht der
Eindruck entsteht „Toxoplasmosetest positiv = behindertes
Kind“.
Gerade im medizinischen Bereich werden durch schwammige
Aussagen gerne Hysterien ausgelöst.

Da habe ich wohl zu viel Wissen vorausgesetzt, dass man automatisch den Unterschied dieser beiden Dinge kennt. Danke für deinen Tipp.

Hallo,

der erste Suchtest auf Toxoplasmose mit Entnahme und Beratung kostet ca. 25 Euro. Ist dieser positiv werden auch noch die Antikörper getestet. Das ist so üblich.
Entweder die Ärztin hat den Schein falsch angekreuzt (IgG-Ak hätten ausgereicht, weil nur diese Plazentagängig sind)oder falsch beraten.

Gruß Kerstin

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