Rechnungen, wenn ja, dann aber wie?

Hallo,

angenommen man ist angestellt und würde seit kurzer Zeit etwas nebenbei durch durch ein Internetportal dazu verdienen, dann müsste man das ja dem Finanzamt vorlegen.

Am besten würde dabei ein Steuerberater helfen. Dieser, so habe ich gehört, rechnet pro Rechnung ab. Nun bekäme man allerdings nur knapp 4-5€ pro User der Internetseite. Bei 100 Usern also knapp 500€.

Wie hoch wäre dann in einem solchen Fall ungefähr die Vergütung für den Steuerberater?

Da man ja auch Umsatzsteuer sowie Einkommenssteuer zahlen müsste bliebe eh nur die Hälfte übrig. Wie könnte man also das Ganze etwas geschickter anstellen, so dass man nicht all zu hohe Kosten hätte?

Sicherlich sollte jeder sein zustehendes Geld bekommen, jedoch sollte für einen selbst auch immernoch etwas übrig bleiben, denn wenn von 500€ am Ende nur 100€ übrig bleiben ist das zu wenig für die ganze Arbeit!

Für eine Antwort wäre ich euch sehr dankbar. :smile:

Gruss
Karsten K.

Moin,

angenommen man ist angestellt und würde seit kurzer Zeit etwas
nebenbei durch durch ein Internetportal dazu verdienen, dann
müsste man das ja dem Finanzamt vorlegen.

Dann müsste man erstmal seinen Arbeitgeber darüber informieren, der aber nur in begründeten Ausnahmefällen etwas dagegen haben darf, z.B. wenn Deine zweite Tätigkeit als Konkurrenz zur ersten Tätigkeit steht.

Dann müsste man, wenn man selbst dieses Internetportal betriebt, ein Gewerbe anmelden, weil man damit ja Gewinn erzielen will.

Den Umsatz müsste man dann mit der Anlage GSE in der privaten Steuererklärung abgeben.

Sonstige Einnahmen kann man sicher auch irgendwo anders in der Steuererklärung angeben. Wenn man keine Angst vor der eigenen Steuererklärung hat und ggfs. nochmal hier im Steuerforum nachfragt, dann braucht man dazu sicher keinen Steuerberater.

Da man ja auch Umsatzsteuer sowie Einkommenssteuer zahlen
müsste

Wenn die 500€ Einnahmen im Jahr sind, dann könnte man sich gegen die Umsatzsteuerpflicht entscheiden und müsste dann auch keine abführen, dürfte aber auch keine auszeichnen.

bliebe eh nur die Hälfte übrig. Wie könnte man also das
Ganze etwas geschickter anstellen, so dass man nicht all zu
hohe Kosten hätte?

Auf alles Kosten verzichten, die nicht sein müssen, z.B. ein Steuerberater. Je nach Umfang des Nebenverdienstes ist es nämlich sehr einfach, das in der eigenen Steuererklärung anzugeben.
Abgesehen davon schmälern die Ausgaben für einen Steuerberater die Gewinnspanne.

Sicherlich sollte jeder sein zustehendes Geld bekommen, jedoch
sollte für einen selbst auch immernoch etwas übrig bleiben,
denn wenn von 500€ am Ende nur 100€ übrig bleiben ist das zu
wenig für die ganze Arbeit!

Das ist immerhin ein Gewinn. Es soll ja auch Leute in Deutschland geben, die genau so denken, daher nicht arbeiten und lieber ihren Mitmenschen auf der Tasche liegen.

Liebe Grüße,
-Efchen

Hammer, danke erst einmal für die extrem schnelle Antwort! :smile: Ich bin begeistert, das ist doch mal ein Service. :smile:

Also…

Moin,

angenommen man ist angestellt und würde seit kurzer Zeit etwas
nebenbei durch durch ein Internetportal dazu verdienen, dann
müsste man das ja dem Finanzamt vorlegen.

Dann müsste man erstmal seinen Arbeitgeber darüber
informieren, der aber nur in begründeten Ausnahmefällen etwas
dagegen haben darf, z.B. wenn Deine zweite Tätigkeit als
Konkurrenz zur ersten Tätigkeit steht.

Wäre vom Chef abgesegnet.

Dann müsste man, wenn man selbst dieses Internetportal
betriebt, ein Gewerbe anmelden, weil man damit ja Gewinn
erzielen will.

Wäre auch schon passiert.

Den Umsatz müsste man dann mit der Anlage GSE in der privaten
Steuererklärung abgeben.

ok. Muss man wahrscheinlich den Gesamtbetrag eintragen oder muss man alle Beträge die man erhalten hat eintragen? Steht aber bestimmt auch noch einmal auf dem Zettel …

Sonstige Einnahmen kann man sicher auch irgendwo anders in der
Steuererklärung angeben. Wenn man keine Angst vor der eigenen
Steuererklärung hat und ggfs. nochmal hier im Steuerforum
nachfragt, dann braucht man dazu sicher keinen Steuerberater.

Ich kanns ja mal probieren. Hab allerdings immer ein mullmiges Gefühl bei sowas.

Da man ja auch Umsatzsteuer sowie Einkommenssteuer zahlen
müsste

Wenn die 500€ Einnahmen im Jahr sind, dann könnte man sich
gegen die Umsatzsteuerpflicht entscheiden und müsste dann auch
keine abführen, dürfte aber auch keine auszeichnen.

Wären um die 500€ pro Monat mit aufsteigender Tendenz!

bliebe eh nur die Hälfte übrig. Wie könnte man also das
Ganze etwas geschickter anstellen, so dass man nicht all zu
hohe Kosten hätte?

Auf alles Kosten verzichten, die nicht sein müssen, z.B. ein
Steuerberater. Je nach Umfang des Nebenverdienstes ist es
nämlich sehr einfach, das in der eigenen Steuererklärung
anzugeben.
Abgesehen davon schmälern die Ausgaben für einen Steuerberater
die Gewinnspanne.

Sehe ich auch so, daher soviel wie möglich alleine machen. Nur wenns nicht anders geht!

Sicherlich sollte jeder sein zustehendes Geld bekommen, jedoch
sollte für einen selbst auch immernoch etwas übrig bleiben,
denn wenn von 500€ am Ende nur 100€ übrig bleiben ist das zu
wenig für die ganze Arbeit!

Das ist immerhin ein Gewinn. Es soll ja auch Leute in
Deutschland geben, die genau so denken, daher nicht arbeiten
und lieber ihren Mitmenschen auf der Tasche liegen.

Wenn ich Hartz 4 hätte und am Hungertuch nagen müsste würde ich ganz klar für 100€ im monat mehr auch nen ganzen Monat arbeiten.

Aber so schlecht geht es mir nun glücklicherweise doch nicht, so dass ich abwägen kann, ob 2-3 Stunden tägliche Zusatzarbeit für 100€ sich lohnen oder ich lieber mit den Kindern spiele! Es ist halt nur ein Zubrot. :smile:

Liebe Grüße,
-Efchen

Den Umsatz müsste man dann mit der Anlage GSE in der privaten
Steuererklärung abgeben.

ok. Muss man wahrscheinlich den Gesamtbetrag eintragen oder
muss man alle Beträge die man erhalten hat eintragen? Steht
aber bestimmt auch noch einmal auf dem Zettel …

Auf dieser Anlage gibt man den Gewinn an nach Abzug aller Ausgaben. Zumindest für Kleinunternehmer ist da sonst nichts an Beträgen einzutragen. Dazu kommt eine formlose EÜR, auf der alle Einnahmen und Ausgaben aufgelistet sind, zusammen mit den entsprechenden Belegen, damit die Angaben über den Gewinn geprüft werden können.

Sonstige Einnahmen kann man sicher auch irgendwo anders in der
Steuererklärung angeben.

Ich kanns ja mal probieren. Hab allerdings immer ein mullmiges
Gefühl bei sowas.

Wenn ein Gewerbe angemeldet ist, dann ist es ja eh klar: Anlage GSE plus eine EÜR.

Wären um die 500€ pro Monat mit aufsteigender Tendenz!

Das sind dann 500 * 12 = 6000€, das liegt immer noch unter der Grenze für Kleinunternehmer (die müsste irgendwo bei 19.000€ liegen). Also hat man Wahlrecht, ob man Umsatzsteuer abführen will (dann muss man sich aber auch 3(?) Jahre daran halten und vierteljährlich zusätzlich eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben) oder nicht.

so dass ich abwägen kann, ob 2-3 Stunden tägliche Zusatzarbeit
für 100€ sich lohnen oder ich lieber mit den Kindern spiele!

Das ist natürlich dann Deine Entscheidung, obwohl ich da bei entsprechenden finanziellen Möglichkeiten auch eher zu den Kindern empfehlen würde :wink:

Grüße,
-Efchen (selbst Kleinunternehmer, aber kein Anwalt und kein Steuerberater)