Recht auf Selektion

Hi,

Darum gehts ja! Du kannst aber auch nicht ausschließen, daß du
einen potentiellen Nobelpreisträger abtreibst, bloß weil er
keine Beine hat!
Kinder sind ja immer so etwas wie Wundertüten, man weiß nie so
recht was dabei rauskommt und hinterher wundert man sich! :wink:

ja, das macht ja auch den Spass an der Sache. Du kannst aber auch nicth ausschliessen, dass der potentielle Nobelpreisträger auch ein potentieller Hitler wird :wink: Solche Argumente zählen nicht.

Allerdings denke ich, dass die Entscheidung zu einer Abtreibung letztlich in der Verantwortung der Mutter liegt, nicht der Gesellschaft oder sonst wem. Die Gesellschaft sollte es werdenden Müttern nur so einfach wie möglich machen, sich für ein Kind zu entscheiden. Und das tut die Gesellschaft derzeit wahrlich nicht.

Gruss,

Herb

Nun, ich denke, diese Mutter hat kein schlüssiges Wertesystem, um es einmal möglichst sachlich auszudrücken. Sie versucht, die materiellen Nachteile, die aufgrund der Behinderung des Kindes ohne Zweifel vorhanden sind, auf dem falschen Wege auszugleichen, vielleicht auch, weil andere Wege verschlossen zu sein scheinen.

Oder es handelt sich hier um eine konstruierte und lancierte Geschichte zum Zweck der immer weiter fortschreitenden Kultur-, Verstandes- und Normenzersetzung.

Aber auch in Deiner Frage hat sich dieses Virus schon eingenistet: „Bei einer früheren Bericht wurde dann das lachende Kleinkind gezeigt, welches noch nicht sein Elend verstand.“

Das „Elend“ kommt durch erst durch die Wertungen und Ausgrenzungen zu stande, die es später erfährt und begreift. In seinem unbefangenen Zustand ist das Kind davon noch nicht eingeschüchtert.

Torsten

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Na ja…

Aber auch in Deiner Frage hat sich dieses Virus schon
eingenistet: „Bei einer früheren Bericht wurde dann das
lachende Kleinkind gezeigt, welches noch nicht sein Elend
verstand.“

Das „Elend“ kommt durch erst durch die Wertungen und
Ausgrenzungen zu stande, die es später erfährt und begreift.
In seinem unbefangenen Zustand ist das Kind davon noch nicht
eingeschüchtert.

Hallo Torsten,

… es ist ja ganz gut, wie Du mit der Behinderung anderer zu recht kommst, aber anderen dieses abzusprechen finde ich nicht gerade toll.
Natürlich ist dieses Kind übel dran. Die körperlichen Einschränkungen kannst Du doch nicht weg diskutieren, in dem Du „nur“ die seelischen (Ausgrenzung usw.) betrachtest.

Viele Grüße,
Joe

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Hi,

ja, das macht ja auch den Spass an der Sache. Du kannst aber
auch nicth ausschliessen, dass der potentielle
Nobelpreisträger auch ein potentieller Hitler wird :wink: Solche
Argumente zählen nicht.

Na klar, eben! *puh* Es ging darum, ein Embryo abzutreiben, weil es behindert ist. Um eben diese Vorverurteilung. Man kann wirklich nicht sagen, was auf einen zukommt. Das hat mit der Behinderung überhaupt nichts zu tun…

Allerdings denke ich, dass die Entscheidung zu einer
Abtreibung letztlich in der Verantwortung der Mutter liegt,
nicht der Gesellschaft oder sonst wem. Die Gesellschaft sollte
es werdenden Müttern nur so einfach wie möglich machen, sich
für ein Kind zu entscheiden. Und das tut die Gesellschaft
derzeit wahrlich nicht.

Da stimme ich dir zu. Es fehlt halt an allen Ecken und Enden. Vor allem am Geld.

Gruss,

HC

Herlichen Dank für die Antworten
Hallo Allerseits,

herzlichen Dank für eure Antworten.
Irgendwie hatte einige den Eindruck gewonnen, ich würde die Selektion befürworten. Dies ist nicht der Fall.

Meine Befürchtungen gehen ehe dahin, das einem juristisch bestätigten Rechtsanspruch eine soziale Pflicht werden könnte. Das bedeutet, dass in einigen Jahren die Eltern eines behinderten Kindes schief angesehen werden, weil sie seine Geburt nicht verhindert haben.

Ich möchte mich auch dem Gedankengang von Torsten anschließen, dass die Mutter ihr Kind durchaus innig liebt und es möglicherweise nicht abgetrieben hätte, nun aber versucht die finanzielle Situation abzumildern.

Gruß
Carlos