Rechte am eigenen Leichnam

Hallo Rechtsexperten, oder auch Menschen, die sonst was beitragen können.

Wie sieht es eigentlich damit aus, das eigene Schicksal nach dem Tode zu bestimmen. Wenn jemand (nicht speziell ich, das liegt noch nicht an, bislang und hoffentlich in näherer Zukunft) die eigene Beerdigung in die richtigen Wege leiten will. Sei es in gemischtreligiösen Zusammenhängen oder, in meinem speziellen (aber hypothetischen) atheistisch/religiösem Umfeld.

Kann ich sagen, ich möchte christlich oder nicht christlich begraben werden, und kann ich das Bestattungsunternehmen wählen?

Undenkbar ist ja in diesem unserem Lande, dass es hierzu keine Regelungen gibt.

Dank, Zoelomat

Hallo,

Wie sieht es eigentlich damit aus, das eigene Schicksal nach
dem Tode zu bestimmen.

siehe hier:

Undenkbar ist ja in diesem unserem Lande, dass es hi…

Hallo,

grundsätzlich kann man zumindest den Erben testamentarisch Auflagen über den eigenen Tod hinaus machen wie zB Anzeige ja/nein, Begräbnisart, Begräbnisfeier, Ruhestätte etc, die diese erfüllen müssen, um das Erbe antreten zu können.

&Tschüß

Wolfgang

Wie sieht es eigentlich damit aus, das eigene Schicksal nach
dem Tode zu bestimmen.

Sehr gut. Zum einen kann man schon umfangreich Verträge z.B. mit Bestattern eingehen und die all inclusive Bestattung buchen und sich auch schon eine Grabstelle reservieren und mit etwaigen Kirchenvertretern Absprachen treffen, zum anderen kann man vollumfänglich in seinem Testament solche Dinge vorgeben.
Die finanziellen Mittel müssen aber schon da sein, sonst nützt das alles nichts.

Gruß Andreas

Hi du,

wir sind hier zwar in einem „Rechtsbrett“, aber ich erzähl mal folgende FREIERFUNDENE Geschichte zur Veranschaulichung:

Zeit der Trauer - Trauerzeit

Mitwirkende:
Opa Willi Beispiel
Enkel Rudi Beispiel
Bestatter A
Bestatter B

Opa ist ein liebenswerter Mensch, der aber seine besonderen Eigenheiten hat. Eine davon ist, er möchte nach seinem Tod einige davon bereits jetzt festlegen.

Deshalb geht er zu Bestatter A. Der freundliche Mann dort, füllt gemeinsam mit Opa ein Formular aus, Blumenschmuck, Trauerrede, Grabstein und und und - ALLES geregelt.

Nun fühlt sich Opa besser. Geht nachhause und legt den Vertrag in die Schatulle mit seinen wichtigen Papieren.

Opas Lieblingsenkel kümmert sich oft um ihn, er besucht ihn regelmäßig, bringt die Einkäufe vorbei und und und …

Vom Besuch beim Bestatter hat Opa dem Enkel nix erzählt. Tage, Wochen, Monate vergehen …

Als Rudi eines Tages die Tür öffnet und Opa was bringen will, sieht er ihn noch im Bett liegen. Der Enkel grüßt ihn, doch Opa antwortet nicht - Opa ist eingeschlafen. Für immer …

Er ruft bei seinen Eltern an. Sein Vater - Opas einziger Sohn - kommt sofort zu Rudi.

Und sie machen, was die meisten von uns tun würden?

Sie rufen den Bestatter an. Das Bestattungsunternehmen B. B veranlasst, dass der Leichnahm abgeholt wird, aufgebahrt und und und.
Er bespricht gemeinsam mit Papa und Rudi alles, hat selber ein Formular und organisiert alles …

Drei Tage nach der Beerdigung machen sich Papa und Rudi ans Ausräumen der Wohnung …

… und finden die Schatulle

Ende des ersten Teils


Man kann organisieren was man will - NUR man muss auch denjenigen Bescheid geben, die davon unbedingt wissen müssen. Ich denke du verstehst was ich meine. Denn niemand wird Opa nochmal ausbuddeln und ein zweites Mal beisetzen.

LG vom Mond