Rechte am Foto?

Fiktiver Fall:
Arbeitsloser A geht zum Fotoladen um Bewerbungsfotos zu machen
Fotograf F macht diese retouchiert ein wenig dran rum
also Pikelchen weg usw.
A lässt 8x ein Bild für insgesamt 17,80€ ausdrucken.
Da A sich gerade auch Online bewerben muss und will fragt er den Fotografen ob er die Bilder auch an die Mailaddy schicken könnte,damit er die Bilder nicht selber einscannen muss.
Daraufhin sagt F dass des 14€ + 7€ für jedes zusätzliche Bild kostet!!
lässt sich auf 10€ „runterhandeln“
F „begründet“ des damit ,dass Kunde B mit nem Stick mit Fotos von einem anderen Fotografen angekommen wäre und nach dem Preis gefragt hätte
Nun die Frage:smiley:arf F das überhaupt?Darf er das aushändigen der Rohbilder verweigern?bzw nochmehr Kohle verlangen?

Hi
du hast bekommen was du bezahlt hast, 8 Bewerbungsfotos.
für mehr (die Daten), sollst du mehr bezahlen. Wo ist dein Problem?
A

Das Problem von A ist ,dasser kein Geld kacken kann und es unverschämt findet,denn als Stammkunde hat man zumindest normal behandelt zu werden und jetzt hat F einen Stammkunden verloren!!denn A muss die 10€ ja irgendwie einsparen!!

Hallo!

Nun die Frage:smiley:arf F das überhaupt?Darf er das aushändigen der
Rohbilder verweigern?bzw nochmehr Kohle verlangen?

Klar darf er das. Der Kunde hat nur die Abzüge gelauft, nicht das Rohmaterial. Wer mehr will, muß mehr bezahlen.

Mal angenommen, wein Autohersteller bestellt bei einem Zulieferer bestimmte gestanzte Blechteile - dann kriegt der Autohersteller auch nur die Blechteile und nicht die Stanze, die der Zulieferer angefertigt hat, um die Blechteile herzustellen.

Gruß´,
Max

was aber keine rechtliche frage ist.
gruss

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Hi
nun, aber die persönlichen Befindlichkeiten haben mit der Frage nicht viel zu tun…
A

Hi,
Man kaufe ein Auto, und weil man nicht, wenn man das Auto kaputt gefahren hat, ein neues kaufen will, soll der Hersteller die Konstruktionspläne und CNC Programmierungen gratis dazuliefern.
Wenn er das nicht macht, hat er einen Stammkunden verloren.

OL

willste mich provozieren oder warum nimmste irgendwas wertvolles wie ein Auto und vergleichst es allen Ernstes mit einem Foto??
Warum nicht nen Elefanten und Apfelmus?
weisste der einzige Unterschied von nicht schicken zu schicken wäre gewesen,dass A als Kunde SEIN Foto in besserer Qualität gekriegt hätte weil scannen geht ja trotzdem…vor einem Jahr wars noch kein Problem…

haste da konkretes rechtliches Hintergrundwissen?
und bitte,wenn ein Bsp. dann auch eines das passt!!

Fast alle Rechte am Foto
Hi,
dann nimm einfach das Urhebergestz (UrhG)
http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/index.html
insbesondere ab §15 ff, nur eingeschränkt durch das Kunst-Urhebergesetz.
http://www.gesetze-im-internet.de/kunsturhg/index.html

Der Fotograf ist der Urheber und hat eine Menge Rechte an seiner Arbeit.
Da du auch ein Persönlichkeitsrecht hast und auf diesem Bild ganz prominent abgebildet ist, darf er es nur nicht veröffentlichen oder in sein Schaufenster bzw. Internet-Präsenz als Werbung stellen. Dazu bedarf es dann deiner Zustimmung.
Als Kunde hast du nur die bestellte Menge an Bildern bezahlt und bekommen. Weitergehende Rechte nicht.
LG
R

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Hi,
Nun ja man kann ein Auto auch ohne Plan nachbauen,
ist halt mehr Arbeit.
Es geht eigentlich dabei um die Eigentumsfrage, und wenn er es nicht herschenken will, dann muss er es auch nicht.
OL

Hi,

nun, der Fotograf gilt als Urheber des Photos, deswegen steht ihm gemäß dem UrhG auch das Alleinige Vervielfältigungsrecht (§§ 15 i.V.m. 16 UrhG) zu. Weiterhin darf der Urheber (anders als in anderen Ländern) sein Urheberrecht auch nicht übertragen, sondern nur Nutzungsrechte einräumen (§ 34). Somit hat der Fotograf vollkommene Kontrolle darüber, was mit dem Foto passieren darf. Wird z.B. ein Foto nachträglich eingescannt und dann auf die eigene Homepage gestellt, darf der Fotograf (wenn er keine Zustimmung dazu gegeben hat) Schadensersatz bzw. Herausnahme des Fotos aus dem Netz fordern.

Welchen Preis er dafür verlangt, liegt in seinem Ermessen und ist durch Marktlage etc. bestimmt.

Hier in München wird z.B. für 3 ausgedruckte Bewerbungsfotos (ausgewählt aus einer Serie von 20 Fotos) 50 Euro (!) verlangt und für Fotos, die man im Netz nutzen darf, wird noch viel mehr abkassiert.

Das Einzige, was der Fotografierte seinerseits darf, ist dem Fotografen verbieten das Foto seinerseit (z.B. für Werbezwecke) zu verwenden (-> Recht am eigenen Bild). Dies ist z.B. relevant, wenn der Fotograf auf seiner Homepage oder im Schaufenster damit werben will. Dies ist aber nur ein Verbietungsrecht, kein Nutzungsrecht…

Gruß,
Sax

P.S.: Ich persönlich halte das UrhG in dieser Hinsicht in DE für zu stark ausgeprägt, zumal wenn es sich um eher rudimentäre „künstlerische“ Leistungen des Fotografen handelt, aber so ist nun mal die rechtlicher Lage.

willste mich provozieren oder warum nimmste irgendwas
wertvolles wie ein Auto und vergleichst es allen Ernstes mit
einem Foto??

Ein Foto wo du drauf bist ist sicher nicht soviel wert, aber verallgemeinern darf man das nicht, es gibt schon Aufnahmen die mehr wert sind als ein „verallgemeinertes“ Auto.

Hat denn die Aufnahme soviel gekostet wie ein Auto, oder warum glaubst du, muss er dir die Daten schenken?

OL

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Hallo,

weisste der einzige Unterschied von nicht schicken zu schicken
wäre gewesen,dass A als Kunde SEIN Foto in besserer Qualität
gekriegt hätte weil scannen geht ja trotzdem.

Du gibst dir doch die Antwort selbst.
Willst du ein digitales Bild in minderwertiger Quaslität, dann scan es ein und es kostet dich nichts.

Gibt dir der Fotograf das Bild digital in Originalqualität, dann kanst du dir bei einem x-beliebigen Fotografen hochwertige Abzüge machen lassen und hast das Bild für die digitale Bewerbung in Top-Qualität. Und das will er sich natürlich bezahlen lassen. Ist doch auch irgendwie verständlich.

Gruß
Wawi

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Hi,

weisste der einzige Unterschied von nicht schicken zu schicken
wäre gewesen,dass A als Kunde SEIN Foto in besserer Qualität
gekriegt hätte weil scannen geht ja trotzdem.

Du gibst dir doch die Antwort selbst.
Willst du ein digitales Bild in minderwertiger Quaslität, dann
scan es ein und es kostet dich nichts.

Das wäre aber illegal…

Gruß,
Sax

…esseidenn er hat spezielles Kopierschutzversehenes Material verwendet :smile: dann würdest du beim Scannen lustige Muster oder Punkte im Bild als Ergebnis haben.

Hallo!

haste da konkretes rechtliches Hintergrundwissen?

Ich arbeite seit zehn Jahren als Journalist, Grafik-Designer und Fotograf, d.H. ich lebe vom Verkauf von Verwertungsrtechten nach dem Urheberechtsgesetz. Mein Wissen habe ich aus der Rechtsberatung der Allianz deutscher Designer und dem Journalistenverband.

und bitte,wenn ein Bsp. dann auch eines das passt!!

Das Beispiel kann nichts dafür, daß die Realität nicht so ist, wie es Dir gefällt. Das Beispiel trifft nämlich sehr genau zu, auch wenn das viele - so wie Du - nicht wahrhaben wollen.

Gruß,
Max

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Ja, er darf das.
Das nennt man Einräumung von Nutzungsrechten. Es empfielt sich daher immer, vorher den genauen Preis und den genauen Leistungsumfang auszuhandeln. Nachverhandeln ist immer schlecht.

Ob es KLUG ist, ist wiederrum eine ganz andere Frage.

By the way: Ich gebe die Originaldaten auch fast nie raus. Hat rechtliche Gründe, da ich nur auf diese Weise zweifelsfrei beweisen kann, dass ich der Urheber bin und wie das Bild ursprünglich ausgesehen hat…

Mike

weils dass blosse Foto ist und nix mit Kunst zu tun hätte
es wären max 2clicks gewesen es per mail zu verschicken,also Mehraufwand = 0
und es sind nunmal Bewerbungsfotos und keine Portraits oder so
er hätte auch keinerlei Kosten gehabt,denn er braucht auch kein Papier dafür oder sonstwas…wär A da kein Stammkunde gewesen wärs ja ok gewesen,aber F weiss das A nur da die Fotos gemacht hat und hätte,da macht man einfach nicht so ein häckmäck und stösst jmd so vor den Kopf…A hat schliesslich extra 4 Fotos mehr genommen,also 8 statt 4

Hallo derdepp

weils dass blosse Foto ist und nix mit Kunst zu tun hätte

Was auch immer dieser Satz bedeutet, wenn die Fotos nur „blosse“ sind, solltest du diese nicht für eine Bewerbung verwenden, sondern lass richtig gute Aufnahmen anfertigen, immerhin will dein neuer Chef wissen, ob dir deine neue Zukunft, dein neuer Job auch was wert ist, und ob du es ernst meinst.

aber jeder wie er mag.

OL

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