nach dem Freispruch im Prozess gegen Amanda Knox wird jetzt dieser Film „Murder on Trial“ produziert. Darin geht es tatsächlich um den Mord an Meredith Kercher.
Scheinbar leidet Amanda Knox unter der Tatsache, dass dieser Film wirklich ausgestrahlt werden soll und ihr Anwälte kämpfen bereits dagegen an.
Hat sie denen denn die Rechte an ihrer Geschichte verkauft? oder dürfen Filmproduzenten einfach ohne Einwilligung ein Leben, bzw. eine Geschichte verfilmen?
Was genau bedeutet es „die Rechte an einer Geschichte“ zu kaufen?
Filmproduzenten dürfen eine Geschichte über eine Person nur verfilmen wenn, diese Person ein anderen Namen in den Film hat. Sprich: In den Film darf der Name Amanda Knox und Meredith Kercher nicht fallen. Außer wenn die Produzenten die rechte von ihr gekauft haben. Und da sind wir ja schon bei der zweiten Frage:
Die rechte über eine Geschichte zu kaufen bedeutet, grob gesagt, in diesen Fall: Amanda Knox hat dafür Geld bekommen dass Produzenten die Geschichte verfilmen dürfen, es könnte auch möglich sein das Frau Knox gesagt hat, der Film darf mich nicht in einen schlechten Licht rücken (ist nur ein bespiel) sprich: der Film soll meine sichtweise zeigen. Tut es der Film „Murder on Trial“ aber nicht, dann darf und muss sie sogar dagegen klagen. Also könnte es in diesen Fall zwei möglichkeiten geben warum sie dagegen klagt: entweder wurde der Film ohne ihre erlaubnis verfilmt, wo auch ihr Name fällt oder sie hat ein ein ganz anderen Film erwartet.
Fragen des Persönlichkeitsrechts sind auf jeden Fall ziemlich kompliziert. Vor allem, wenn - wie hier - auch noch Fragen zum überhaupt anzuwendenden Recht (in Hinblick darauf, das Recht welchen Staates anzuwenden ist) dazu kommen. Da ich da viel zu wenig drüber weiß, um auch nur eine Meinung äußern zu können, muss ich zu Deiner Frage leider sagen: ich hab’ keine Ahnung
Ich hoffe, andere sind da besser bewandert und können Dir helfen.
wenn die den Film anfechtet hat sie die Rechte anscheinend nicht verkauft, wobei auch die Frage bleibt, wer die Rechte hält. Sofern Amanda Knox nicht das Drehbuch geschrieben hat, hält sie wahrscheinlich auch keinerlei Rechte.
Ein anderes aktuelles Beispiel vorab: Es soll eine Satire über die Causa zu Guttenberg gedreht werden. Wenn ihm das Ganze aber nicht passt wird er wohl auch gerichtlich dagegen vorgehen.
Der Punkt ist an sich folgender: An sich kann eine Person nicht per se die Rechte an „ihrer Geschichte“* halten - es sei denn der Filmemacher erarbeitet das Drehbuch mithilfe derjenigen Person (bspw. die Verfilmung der Haft von Marco W.) - ansonsten kann man jederzeit einen Film drehen (vgl. the social network, worin die Geschichte von Mark Zuckerberg erzählt wird - unautorisiert).
Die Frage für den Filmproduzenten ist am Ende viel eher - kann das Ganze anderweitig juristisch angefochten werden (Verletzung von Persönlichkeitsrechten, Beleidigung, …)?
Beste Grüße
* wie soll eine Geschichte als Eigentum behandelt werden? Welcher Teil der Geschichte würde wem gehören - gehört das Plädoyer des Staatsanwalts dann dem Staatsanwalt oder vl der ital. Regierung?
Ein wichtiges Schlagwort ist das Urheberrecht und der Schutz der privaten Person >Menschenrecht.
Habe Dir zu Urheberrecht schon mal was kopiert:
Das Urheberrecht soll das sogenannte geistige Eigentum schützen. Geistiges Eigentum ist alles, was aus kreativen Ideen heraus entstehen kann: ein Song, eine Geschichte, ein Film, ein Gemälde oder ein anderes Kunstwerk. Das Urheberrecht an einem Graffiti, das du an die Wand gesprüht hast, liegt ebenfalls bei dir - wer das Motiv kopiert und an andere Wände sprayt, verletzt dein Urheberrecht.
In erster Linie soll das Urheberrecht Künstler schützen, die ihr Geld mit ihrem geistigen Eigentum verdienen. Das heißt, wer ein Lied von Lady Gaga illegal im Internet herunterlädt, verletzt Lady Gagas Urheberrecht - denn um das Lied zu besitzen, müsste man es eigentlich im Geschäft kaufen. Aus diesem Grund vergleicht man Urheberrechtsverletzungen - vor allem bei Musik und Filmen - oft mit Diebstahl oder Piraterie.