Rechtfertigung für eine Threapie

Hallo liebes Forum,
ich trage mich seit einigen Jahren schon mit dem Gedanken, dass ich wahrscheinlich eigentlich mal einen Psychiater aufsuchen sollte, um über gewisse Vorlieben und Wünsche meinerseits zu sprechen, die nicht so ganz der Norm entsprechen und evtl. schlecht für mich enden könnten.
Andererseits möchte ich sie auch nicht wirklich aufgeben, ich fühle mich meist nur deshalb schlecht, weil ich weiß, dass mein Umfeld sehr negativ reagieren würde und das gesellschaftlich eben nicht in Ordnung/akzeptiert ist.
Ich würde gern versuchen, Wege zu finden, damit umzugehen - v.a. in meiner Beziehung, wo ich leider viel verheimlichen muss. Aber alleine finde ich irgendwie nie den richten Ansatz und auch nicht den Mut.
Zudem hab ich ein bisschen Angst, inwiefern es in Zukunft noch „schlimmer“ werden könnte, denn diese Vorstellungen haben sich im Laufe der letzten Jahre sehr intensiviert und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob das stagniert oder immer so weiter gehen wird.

Nun meine Frage: Reicht das, um eine Therapie (kann man von einer Therapie sprechen, wenn es ja eigentlich nicht um „Heilung“/Veränderung geht?) machen zu „dürfen“?
Oder zeigt mir da jeder Arzt nen Vogel - „Hallo, ich wüsste gerne, warum ich so ticke, und ich möcht mich dabei gut fühlen, aber ändert möcht ich mich eigentlich nicht…“.

Würde die Krankenkasse das bezahlen? Und muss man eigentlich genauere Aussagen darüber machen, warum man sich untersuchen lassen will? Dann würd ichs nämlich nicht machen wollen :frowning:

Danke für eure Antworten

Hallo!

Nun meine Frage: Reicht das, um eine Therapie (kann man von
einer Therapie sprechen, wenn es ja eigentlich nicht um
„Heilung“/Veränderung geht?) machen zu „dürfen“?
Oder zeigt mir da jeder Arzt nen Vogel - „Hallo, ich wüsste
gerne, warum ich so ticke, und ich möcht mich dabei gut
fühlen, aber ändert möcht ich mich eigentlich nicht…“.

Würde die Krankenkasse das bezahlen? Und muss man eigentlich
genauere Aussagen darüber machen, warum man sich untersuchen
lassen will? Dann würd ichs nämlich nicht machen wollen :frowning:

Das kann nur direkt & vor Ort entschieden werden.

Für ein Erstgespräch mit einem Therapeuten reicht es aber allemal, und das wird auch von der Kasse getragen.

Ob eine Therapie indiziert ist, entscheidet der Therapeut.

Persönlich denke ich, Du postest hier nicht ohne eine gewisse Besorgnis, und da kann es auch nicht schaden, mal genauer hinzugucken.

Warum sollte nicht auch im psychologischem Bereich präventiv behandelt werden? Persönlich halte ich das für sehr sinnvoll - d.h. wenn aus Deiner Problemstellung sich eines Tages eine Störung manifestieren könnte, dann wäre es um so wichtiger jetzt dagegen vorzugehen.

Und es wäre jetzt wahrscheinlich wesentlich unaufwändiger und in der Folge auch günstiger.

Lieben Gruß
Patrick

Hallo magrat,
ich würde dir schon eine Therapie empfehlen. Schon um deine Ängste und Unsicherheit willen. Allerdings würd ich nicht zum Psychater gehen, sondern mir einen Therapeuten suchen. Ich kenne dieses Problem, und habe gute Erfahrungen gemacht.
Da du hier versändlicherweise nicht näher auf deine Gedanken eigehst, kann ich dir keine Therapie vorschlagen, du hast auf jeden Fall das Recht drei Therapeuten zu kontaktieren bevor du dich entscheidest. So kannst du sehen mit welchem du am besten klarkommst.

Für Vorlieben und Gedanken muß man sich nicht schämen.

Ich verurteile keinen nach seiner Veranlagung, nur wenn er nichts dagegen unternimmt, sie auslebt und andere oder sich selbst dadurch in Gefahr bringt.

Wünsch dir die Stärke dir Hilfe zu holen.

LG Selina

Keine Rechtfertigung für Threapie nötig
Habs nur überflogen, … aber da hör ich doch einen ziemlichen ‚Leidensdruck‘.
Da kann ein Psychologe bzw Psychiater oder schon Information zB googeln nach genau Deinen …äh … Dingens … Geheimnissen schon einen neuen Blick auf Dich selbst, Deine ‚Gedankensituation‘ eröffnen, Deine Befangenheit wegwischen.
(Freunde und Bekannte kennen sich in solch - vermutlich - speziellen Fällen selten aus)
Dann, Therapie - wie Du selber sagst ist eine Heilung, aber Du willst ja nicht geheilt werden, weil Du Dich einfach nur als - ich sach’ ma’ ‚‚anders‘‘ empfindest (hab’ übrigens keine Ahnung, worum’s geht, will auch nich’).
Dennoch klingt Dein post nach ‚‚Klage, Unzufriedenheit, Leiden‘‘, … also doch eine ‚Heilung‘ nötig, und sei es - ohne Dich zu verändern - eine Heilung Deiner Geanken über Dich. Frei im Geiste die Tatsachen akzeptieren.
Dann, was die Nachbarn sagen, ist meistens falsch, da die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, daß die wenigen Nachbarn, die jeder hat, sich mit den mannigfaltigen Möglichkeiten der Seele, die auf dem Planeten existieren, auskennen.
Oder eine Wahrsagerin, ein Medizinmann? wieso nich’? Hauptsache das Problem benennen, formulieren müssen und ein feedback.
Womöglich können das sogar auch Freunde, Bekannte, Nachbarn.
Du hast wohl vor allem A-ha-ha-NGST abgewiesen oder grob mißverstanden zu werden.

Hi,

ich trage mich seit einigen Jahren schon mit dem Gedanken,
dass ich wahrscheinlich eigentlich mal einen Psychiater
aufsuchen sollte, um über gewisse Vorlieben und Wünsche
meinerseits zu sprechen, die nicht so ganz der Norm
entsprechen und evtl. schlecht für mich enden könnten.
Andererseits möchte ich sie auch nicht wirklich aufgeben

Punkt 1: Ein Erstgespräch zahlt die Kasse.

Punkt 2: Du bist nicht an den ersten Therapeuten gebunden, Du kannst auch weitere ausprobieren.

Punkt 3: Wer wann in welchem Umfang eine „Diagnose“ o.ä. bekommt, erklärt Dir der Therapeut ganz genau. Du selbst musst da erstmal nix angeben.

Punkt 4: Ein vernünftiger Therapeut wird nie versuchen, Dich mit Zwang zu ändern. Es bleibt stets Deine Entscheidung, wie Du Dein Leben gestaltest, und letztlich ist das Ziel einer Therapie immer, dass DU Dich wohlfühlst (vorausgesetzt, Du schadest niemand anderem).

Punkt 5: Was für eine Art Therapeut Du Dir aussuchst, bleibt Dir überlassen. Psychiater, ärztlicher Psychotherapeut, psychologischer Psychotherapeut haben alle etwas unterschiedliche „Prägungen“, und es gibt dann auch noch jeweils unterschiedliche Methoden und „Schulen“. Nur die genannten bezahlt die Krankenkasse übrigens. Heiler, Schamanen, Berater jeglicher Couleur und was es da sonst noch so gibt müsstest Du privat finanzieren.

Punkt 6: Genaueres zur Vorgehensweise kannst Du ohne ins Detail gehen zu müssen bei Deinem Hausarzt und/oder Deiner Krankenkasse erfragen. Die vertragen beide auch ein „Ich möchte da nicht näher drauf eingehen, sondern nur die notwendigen Informationen, bitte!“.

Gruß,

Malte

Hallo!
Vielen Dank für eure Antworten! Nun sehe ich das alles klarer. Ich denke auch, dass es mir vor allem darum geht, ein professionelles Feedback zu bekommen und meine Gedanken zu ordnen.
Nun, da ich weiß, dass es theoretisch möglich ist, muss ich nur noch den Mut finden, es auch tatsächlich zu tun :wink:
Ich werde mich auf jeden Fall über Ärzte hier informieren.
Danke schön!