Rechtschreibreform ein schuss in den ofen?

nach einer umfrage benutzen nur 9% der ueber 16jaehrigen die neue rechtschreibung. mehr als 50% lehnen sie ueberhaupt ab. experten reden von einem flop. (quelle: news, zitiert nach dem kopf)

mir gehts auch so. ich pfeife auf diese reform und lese lieber zeitungen, die nach der alten gedruckt werden, weil mir die aenderungen wie arge fehler ins auge springen. alles deutsche, was ich offiziell schreibe (briefe), ist in alter korrekter schreibweise. nur im internet schreibe ich so wie jetzt, aus faulheit (shifttaste) und aus zwang (sitze an einem englischen computer). *g*

wie gehts euch dabei?

MOD: Titel archivtauglich gemacht

Die Zeit wird das Problem lösen
Hallo, Lehitraot!

Ich persönlich benutze auch privat so konsequent wie möglich die neue Rechtschreibung. In der Schule muss ich sie inzwischen anwenden und ich schaffe es nunmal nicht, mir zwei Rechtschreib-Arten zu merken. Es gibt auch einige Sachen, die mir etwas komisch vorkommen, aber es ist pure Gewöhnungssache. Viele Änderungen begrüße ich seit jeher ausdrücklich, da sie logisch sind und meines Erachtens leichter zu vermitteln. Krankheiten wie Spagetti, Panter, etc. sind ja glücklicherweise nur optional, und ich werde sie vermeiden. Welche Schreibweise in diesen Sowohl-als-auch-Fällen gelehrt wird, weiß ich nicht (würde mich mal interessieren).

Ich denke, dass das „Problem“ der im Moment sehr mangelhaften Akzeptanz durch den Generationswechsel gelöst wird. Irgendwann werden in den Büros, Werbeagenturen und Zeitungsredaktionen - kurzum: überall - Menschen sitzen, die seit der ersten Schulklasse die NDR gelernt haben. Fragt sich nur: Wie verfahren dann Zeitungen wie die FAZ und Verlage, die bei der alten Rechtschreibung geblieben sind? Irgendwann werden sie ja zwangsläufig feststellen müssen, dass ihr Leserkreis nur noch aus Personen besteht, die ihre Schreibweise für dezidiert falsch halten, weil sie sie nie so gelernt haben.

Im Moment finde es völlig in Ordnung, einen Text in korrekt angewandter alter Rechtschreibung zu bekommen. Es ist schon ziemlich schwer, sich mal so Hoppladihopp umzugewöhnen, wenn man Jahrzehnte eine Schreibweise benutzt hat. Mir fällt es schon nach knapp zehn Jahren, die ich schreibe, schwer genug.

Ganz wichtig finde ich es dann aber, eine Schreibweise (wenn auch die alte) korrekt anzuwenden. Ein Potpourri zu produzieren (am besten in einem Text „…, dass“ und „…, daß“), verwirrt ja nur den Leser und hinterlässt einen ungeordneten Eindruck. Allerdings muss ich zugeben, dass meine Augen langsam schon so auf die neue Rechtschreibung geeicht sind, dass ich mir beim Lesen der FAZ bisweilen die Augen reibe.

Soweit meine Meinung, der ich noch zu der neuen Schreibweise von der Schule gezwungen werde. Vielleicht findet sich hier ja jemand, der jahrzehntelang nach alter Rechtschreibung geschrieben und freiwillig umgesattelt hat. Es würde mich mal interessieren, wie schwer ihm/ihr die Umstellung gefallen ist.

Schönen Sonntag!
Chris
der hofft, nicht zu viele Rechtschreib-Fehler gemacht zu haben gg

Hallo,

wie gehts euch dabei?

ich meine, dass die Rechtschreibreform in wesentlichen Teilen durchaus sehr sinnvoll ist, besonders in der Zeichensetzung, im Bereich Laut-Buchstaben-Zuordnung und auch bei der Groß- und Kleinschreibung. Zwar gibt es auch hier einige Punkte, über deren Sinn man streiten könnte, aber das scheint mir nicht so wesentlich.

Sehr schlecht gelöst finde ich die Probleme der Getrennt- und Zusammenschreibung, weil man in diesem Bereich oft auf halber Strecke stehen geblieben ist. So sind z. B. Doppelbedeutungen in manchen Bereichen zugelassen, in anderen aber nicht, und nirgendwo wird das wirklich richtig begründet, warum das an der einen Stelle geschieht und an der anderen nicht.

Ich selbst benutze die Reform, schon weil ich sie unterrichte. Allerdings weise ich im Unterricht immer auf die Schwachstellen hin, damit sich jeder ein echtes Bild machen kann.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

wie gehts euch dabei?

Hallo, Lehitraot,
also ich halte mich in erster Linie an die Rechtschreibung, die ich gelernt habe. Zusätzlich habe ich aus der Neuen Rechtschreibung einiges übernommen, was mit sinnvoll erscheint (dass anstatt daß z.B.). Kommaregeln waren mir seit je suspekt und ich setze sie so, wie ich es für richtig halte.
Ansonsten bin ich der Ansicht, dass es erst in zweiter Linie auf die Form ankommt. Unsinn in perfekter Rechtschreibung bleibt nach wie vor Unsinn. Wesentlich ist, dass ich meinem Gegenüber klar machen kann, was ich sagen möchte. Natürlich muß ich dabei Regeln einhalten, dann sonst klappt es ja mit der Vrständlichkeit nicht. Aber die Form ist dabei sicher nicht das Entscheidende.
Gruß Eckard.

Vielleicht findet sich hier ja
jemand, der jahrzehntelang nach alter Rechtschreibung
geschrieben und freiwillig umgesattelt hat. Es würde mich mal
interessieren, wie schwer ihm/ihr die Umstellung gefallen ist.

Hallo Chris,

ganz freiwillig habe ich auch nicht umgestellt, wohl aber den Zeitpunkt der Umstellung selbst bestimmt. Ich besitze einen kleinen Verlag und musste mich wohl oder übel mit dem Thema auseinandersetzen. Seit 01.01.2001 versuche ich, konsequent nach der neuen Rechtschreibung zu schreiben. Die Umstellung ist mir wider Erwarten ausgesprochen leicht gefallen (was nicht heißt, dass ich alle Neuerungen innerlich akzeptiert habe). Natürlich lasse ich zur Sicherheit den Duden-Konverter über alle wichtigen offiziellen Texte laufen (ganz zu schweigen von Manuskripten). Aber ich muss zugeben, dass ich mich auch vor allem beim Lesen schon sehr an die neuen Formen gewöhnt habe. Wo ich immer noch stolpere, das sind so Sachen wie „Leid tun“, „Recht haben“ usw.

Fazit: Bei aller Unsinnigkeit der Änderungen (ich weiß immer nicht so genau, was die Leute eigentlich mit der alten Schreibweise für Probleme hatten) lässt sich die „neue“ erstaunlich schnell erlernen.

Gruß

Irene

Ich selbst benutze die Reform, schon weil ich sie unterrichte.

klingt einleuchtend.

wie gehts dir aber seelisch damit? wie soll ich das ausdruecken… fuer mich ist geschriebene sprache etwas visuelles. ich speichere worte nach ihrem schriftbild. alles, was davon abweicht, ist automatisch falsch und stoert mich beim lesen. geht das dir nicht auch so? rechtschreibfehler sind mir fremd, abgesehen von einigen haertefaellen vielleicht, deren unlogik durch die reform erfolgreich beseitigt wurde. eine neue schreibung schreiben zu muessen kaeme dem erlernen voellig neuer regeln gleich. ich sehe nicht ein, mich dem unterwerfen zu muessen. diese reform dient wohl dazu, rechtscheibunfaehigen schuelern fehler zu erlauben. wenn man sich umsieht, was aus den federn von studenten kommt, steigt einem ja die grausbirn auf. wie konnten die ueberhaupt maturieren?

ps: umlaute hier fehlen aus technischem zwang, shifttaste wegen tickendem online-timer :wink:

…aber ich wiederhol es gern: ich bleibe bei der alten, weil ich laaaange dafür gebraucht habe, sie zu erlernen. Wie Dir fallen mir die neuen Schreibregeln als fehlerhaft ins Auge, und auch ich habe mit der Zeit ein ästhetisches Empfinden bekommen, das ich nicht so leicht über Bord werfen kann - und auch nicht möchte.

Gruß

J.

Hallo Lehitraot,

Ich selbst benutze die Reform, schon weil ich sie unterrichte.

klingt einleuchtend.
wie gehts dir aber seelisch damit?

ich kann mit den guten Seiten der Reform gut leben, mit den schlechten nicht. Das meiste ist Gewöhnungssache.

wie soll ich das
ausdruecken… fuer mich ist geschriebene sprache etwas
visuelles. ich speichere worte nach ihrem schriftbild. alles,
was davon abweicht, ist automatisch falsch und stoert mich
beim lesen.

Wie gesagt, das ist eigentlich eine Frage der Zeit. Einen Tipp hätte ich (ist aber wahrscheinlich ätzend in der Durchführung):
Lies dir 2 oder 3 Bücher zur Neuen RS mit möglichst vielen Beispielen mehrfach durch, möglichst sogar jeden Tag eine oder zwei hintereinander. Das hilft zur Gewöhnung.

geht das dir nicht auch so? rechtschreibfehler
sind mir fremd, abgesehen von einigen haertefaellen
vielleicht, deren unlogik durch die reform erfolgreich
beseitigt wurde.

Unlogische Regeln - die es ja auch gibt - sind nicht zu berücksichtigen. Ich weigere mich z. B. Doppelbedeutungen nicht zu berücksichtigen. Das ist zwar kein logisches Beispiel, aber bei da fällt es ja noch krasser auf, wenn etwa zwei Regeln eine verschiedene Schreibung nahelegen. In diesen Fällen darf man sogar ausdrücklich abweichen.

eine neue schreibung schreiben zu muessen
kaeme dem erlernen voellig neuer regeln gleich.

Nein, das halte ich für übertrieben, aber du hast wahrscheinlich früher in der Hauptsache nach Gefühl geschrieben, das sollte laut Absichtserklärung der Macher bei der Neuen Schreibung nicht sein.

ich sehe nicht ein, mich dem unterwerfen zu muessen.

In der Präambel der NRS steht ausdrücklich, dass die neue Schreibung nur für die Bereiche zwingend gültig ist, „für die der Staat Regelungskompetenz“ besitzt, also Schulen und Behörden. Andere Institutionen, Firmen und Privatpersonen können sich danach richten, müssen es aber nicht. Die Regeln haben für diesen Personenkreis lediglich „Vorbildcharakter“.

diese reform dient wohl
dazu, rechtscheibunfaehigen schuelern fehler zu erlauben. wenn
man sich umsieht, was aus den federn von studenten kommt,
steigt einem ja die grausbirn auf. wie konnten die ueberhaupt
maturieren?

Ja, das kenne ich nur zu gut. In meinen Kursen stelle ich immer wieder fest, dass die Leute schon früher nach der neuen Regelung geschrieben haben, aber ohne zu wissen, dass zum Zeitpunkt der Schreibung diese Schreibung eben noch falsch war :smile: (Ich rede übrigens nicht von Otto Normalverbraucher, sondern z. B. von Sekretärinnen der Stadtverwaltung!).

Herzliche Grüße

Thomas Miller

nach einer umfrage benutzen nur 9% der ueber 16jaehrigen die
neue rechtschreibung. mehr als 50% lehnen sie ueberhaupt ab.
experten reden von einem flop. (quelle: news, zitiert nach dem
kopf)

mir gehts auch so. ich pfeife auf diese reform und lese lieber
zeitungen, die nach der alten gedruckt werden, weil mir die
aenderungen wie arge fehler ins auge springen. alles deutsche,
was ich offiziell schreibe (briefe), ist in alter korrekter
schreibweise. nur im internet schreibe ich so wie jetzt, aus
faulheit (shifttaste) und aus zwang (sitze an einem englischen
computer). *g*

wie gehts euch dabei?

Hi,

wenn ich das richtige lese, hälst Du Dich nicht einmal an die alte Regel. Groß- und Kleinschreibung scheinst Du nicht zu kennen.

Etwas mehr Mühe wäre schon schön.

Gruß Norbert.

wenn ich das richtige lese, hälst Du Dich nicht einmal an die
alte Regel. Groß- und Kleinschreibung scheinst Du nicht zu
kennen.

Natuerlich kenne ich die Regeln fuer Grosz- und Kleinschreibung. Nur waehrend der Zaehler tickt, erspare ich mir doch viel lieber die Umschalttaste. In jedem foermlichem Schreiben kaemen dann sogar die Umlaute noch dazu, weil ich dieses an meinem eigenen, deutschsprachigen, Computer verfassen wuerde. :smile:

Hallo Chris,

Soweit meine Meinung, der ich noch zu der neuen Schreibweise
von der Schule gezwungen werde. Vielleicht findet sich hier ja
jemand, der jahrzehntelang nach alter Rechtschreibung
geschrieben und freiwillig umgesattelt hat. Es würde mich mal
interessieren, wie schwer ihm/ihr die Umstellung gefallen ist.

Ich habe tatsächlich bereits 96 freiwillig umgelernt. Ich muss allerdings gestehen, dass ich die alten REgeln nie wirklich gekannt habe, d.h. ich hätte nie erklären können, warum es so geschrieben wurde. Ich gehörte jedoch zu den Glücklichen, die „nach Gefühl“ immer regelkonform geschrieben haben.
Von daher war es für mich zunächst einmal eine völlig neue Erfahrung, deutsche Rechtschreibregeln umzusetzen.
Ich muss aber sagen, dass es sehr schnell wieder in das berühmte Gefühl überging. Wörter wie naß oder Faß kamen mir zu kurz vor, weil ja im Gegensatz zu Fass und nass ein Buchstabe fehlte.
Bis auf das Thema Getrenntschreibung (da hakt es wirklich noch sehr, wie ich meine) bin ich glücklich und zufrieden mit der Neuregelung und habe auch keine Probleme, Bücher in alter Schreibweise zu lesen.
Ich denke, es ist wirklich nur eine Frage der Übung.
Ich habe 2 Grundschulkinder und bin ehrlich froh, dass sie viele der alten unlogischen Regeln nicht mehr lernen müssen.

Grüße
Lilly

Hallo!

Also ich persönlich ignoriere die Rechtschreibreform VÖLLIG.
Schließlich bin ich ein mündiger Bürger, und denen hat der Kanzler das damals erlaubt…

Jetzt mal im Ernst: weil viele Leute die Rechtschreibung nicht beherrschen, muß sie vereinfacht werden???
Muß denn wirklich ALLES auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht werden? Auch jetzt schreiben mindestens ebensoviele Leute ebensoviel Blödsinn, da konnte die Reform auch nichts ändern!
Wenn die Schriftsprache soweit vereinfacht werden soll, daß JEDER sie fehlerfrei beherrscht, dann werden wir sie abschaffen müssen…

Heutzutage ist nicht einmal mehr die „schreibende Zunft“ zu korrekter Schreibweise fähig: wenn ich meine Tageszeitung aufschlage (eigentlich ein renommiertes und konservatives Blatt) dann gruselt es mir: es reihen sich Fehler an Fehler, und zwar nicht einfach nur Tipp- oder Satzfehler, sondern richtige echte „einfach nur falsche“ Fehler! (Bestes Beispiel vor zwei Tagen: in einer Überschrift und im Fließtext mehrmals „Manhatten“ statt „Manhattan“ - und das ist nicht etwa die Ausnahme sondern die Regel!)

Aber all das ist eigentlich mehr eine Frage des Bildungswesens - die Rechtschreibung per Verordnung zu vereinfachen heißt auch nur an den Symptomen herumzuoperieren. So lange auf Gymnasien in den Klassenarbeiten im Fach Deutsch (!!!) Rechtschreibfehler nicht mehr bewertet werden, so lange lernt auch niemand richtig zu schreiben!

Und zu guter Letzt noch:

wem tut es NICHT in den Augen weh, die folgenden Wörter zu lesen??? (bitte ehrlich melden!)

Sfinx
Farao
Apostrof
Katastrofe
Schifffahrt

Und zu guter Letzt noch:

wem tut es NICHT in den Augen weh, die folgenden Wörter zu
lesen??? (bitte ehrlich melden!)

Sfinx
Farao
Apostrof
Katastrofe
Schifffahrt

Nicht das geringste Problem mit diesen Schreibweisen; ich steure noch „Flussschifffahrt“ bei.

Mich langweilen aber die Argumente der Rechtschreibreformgegner, da sie meist keine Argumente, sondern irrationale Gefühlsausbrüche sind.

Gruß Fritz Ruppricht

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Etwas mehr Mühe wäre schon schön.

Richtig, etwas mehr Mühe wäre schön. Dann würde man nämlich das Wort ‚hältst‘ korrekt schreiben.

Gruss - Frank

Hi Frank,

ich werde mir Mühe geben.

Gruß Norbert

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Zusammenfassend sagt der Reformverweigerer:
Ich bin seit jeher ein erklärter Gegner der Neuen Schlechtschreibung, wie viele der älteren wer-weiss-was-User vielleicht noch aus diversen Beiträgen wissen. Ich muß hiermit all jenen Recht geben, die sagen, daß sich diese Aversion gegen die meisten der neuen Schreibweisen einfach nicht mit Worten ausdrücken läßt - man spürt sie einfach, oder eben nicht. Das ist vergleichbar mit Empfindungen, die manche Menschen in gewissen Lebenssituation halt haben (Verliebtsein, Demut usw.usf.), die jedoch einigen Menschen völlig fremd sind.

Ebenso kennt wohl jeder von uns Reformverweigerern das Gefühl, daß man beim Lesen eines Textes hofft, bloß nicht wieder dieses das Auge des Ästhesten beleidigende „dass“ oder das höchst konformistisch daherkommende „Tipp“ erblicken zu müssen, und die Enttäuschung ist dann wahrlich groß, wenn man dann auch noch z.B. lesen muß: „eine Kraft raubende Arbeit“ oder „eine Fahrrad fahrende Frau“, was Menschen mit Artikel-Problemen direkt in die Zwickmühle bringt, da die Passage mit „eine Kraft“ bzw. „eine Fahrrad“ beginnt!

A propos „Tipp“: Warum nicht auch „Topp 5“ statt „Top 5“? Wo ist da der Sinn bitteschön? „Top“ stammt ebenso aus dem Englischen wie „Tip“. Und was bitteschön ist mit „Popmusik“? Warum nicht „Poppmusik“???

Donovan

Das Kind nicht mit dem Bad ausschütten!

A propos „Tipp“: Warum nicht auch „Topp 5“ statt „Top 5“? Wo
ist da der Sinn bitteschön? „Top“ stammt ebenso aus dem
Englischen wie „Tip“. Und was bitteschön ist mit „Popmusik“?
Warum nicht „Poppmusik“???

Hallo Donovan,
ich kann ja Deine Aversionen nachvollziehen, ohne allerdings deshalb gleich zum „erklärten Gegner“ zu werden. Die Entfernung der Sonderzeichen (äöüß) aus der deutschen Schrift wären durchaus sinnvoll gewesen und ich beklage die mangelnde Konsequenz, mit der dies getan wurde.
Was Tip, Top und Pop anbetrifft - da wäre aber schon anzumerken, dass der Tipp eingedeutscht ist, während es bei TOP um eine Abkürzung geht (Tagesordnungspunkt) bzw. um ein Kleidungsstück, das eben eine rein angloamerikanische Bezeichnung trägt. Mit „Topp“ haben wir ein Wort, dass es ja bereits gibt („Topp, die Wette gilt!“) . Pop ist eine Abkürzung von populär, eine Verdoppelung des p wäre daher unsinnig (auch wenns vielleicht witzisch aussieht)
Geschriebene Sprache ist eine Übereinkunftssache, ich rechne den Regeln der NDR eher empfehlenden als normierenden Charakter zu.
Gruß Eckard

Danke. Der deinem Posting inhärente Witz brachte mich herrlich zum Lachen. :smile:

Passage mit „eine Fahrrad“ beginnt!

Stimmt. Deutsch ist wirklich schon schwer genug. Und jetzt werden denen, die dabei sind es zu lernen, auch noch Veränderungen größeren Ausmaßes zugemutet. Von den Lehrern ganz zu schweigen…

Warum nicht „Poppmusik“???

Hihi. Und Hipp-Hopp nicht zu vergessen. Und Fittness. So wie fett.

Gruß (dem Thema angmessen sogar mit Großschreibung und allen Sonderzeichen :smile:
L.