Hallo,
also mal angenommen, ein Ehepaar, lebt seit 2005 getrennt, hat dies aber nie nirgends offiziell angegeben.
Der Mann lebt seither in einer neuen Beziehung, die Ehefrau lebt allein, Kontakt besteht weiterhin einigermaßen regelmäßig.
Der Mann wurde 2006 pensioniert und erhielt eine bestimmte Geldsumme(die allerdings nach Abzug der damaligen Schulden aus der Firma nur gering war), die sich nach dem Bestandskundenanteil bzw. pro Vertrag und Kunde errechnete (er hatte eine Versicherungsagentur).
Die Ehefrau bestand darauf, die Hälfte des Geldes zu bekommen, was auch geschah.
Mittlerweile ist es so, dass der Mann pleite und hoch verschuldet ist, eine EV abgeben musste.
Nun erhielt die Ehefrau von einer Inkassofirma einen Brief, in der sie zur Zahlung einer Summe aufgefordert wurde, die sie selbst zwar nicht verursacht hatte, aber eben ihr Ehemann der Vertragspartner ist, der ja aber zahlungsunfähig ist und nun behauptet die Inkassofirma, beide haften trotz den Tatsachen, dass sie getrennt leben und die Frau von diesen Schulden keinerlei Kenntnis hatte, gesamtschuldnerisch und da bei ihm ja nix zu holen ist, wird nun sie zur Kasse gebeten (obwohl sie ebenfalls Rentnerin ist und ebenfalls kein Geld mehr hat).
Nun meine Fragen:
Ist das rechtens?
Muss die Frau das zahlen, wenn ja, die volle Summe oder nur die Hälfte?
Oder gibt es Möglichkeiten, wie sie da raus kommt? Z.B. Präzidenzfälle oder irgendwelche Gerichtsurteile bzw. Paragraphen, die man verwenden könnte, dass Ehepartner, wenn sie getrennt leben, eben nicht haftbar gemacht werden können oder wenn sie keine Kenntnis davon hatten oder irgendwelche andere Möglichkeiten?
Was kann man hier tun, was würdet Ihr raten?
Nett wäre auch ein paar Quellenangaben, welche Gesetzbücher man grundsätzlich mal lesen müsste bzw. was für Paragraphen befassen sich mit diesen Regelungen?
Vielen Dank für Eure Anregungen und Eure Zeit,
viele Grüsse
Icequeen

