Liebe/-r Experte/-in,
ich habe da mal eine frage oder auch mehrere die mir auf der Seele brennen aber inmeinen Bekanntenkreis kennt sich da leider niemand so aus:frowning:
Und zwar habe ich am 1.8.09 bei einem neuen Arbeitgeber angefangen.Wir haben dort zu dritt neu begonnen,der Salonleiter,eine Kollegin und ich.Ansich macht die Arbeit Spaß wenn es da nicht so einige komische anwandlungen unseres Salonleiters gäbe.
Wir sind ein Franciseunternehmen haben unsere Chefs in der Nähe aber der Hauptsitz der Firma ist in Berlin.Unser Salonleiter wurde nicht von den Francisenehmern eingestellt sondern von dem Hauptsitz.
Am Anfang war alles ok jetz fängt er regelrecht an uns zu terrorisieren.Wir sollen alles schriftlich machen mit Datum und unterschrift und er will das haben,wenn wirihn fragen was er damit machen will sagt er das gehtuns nichts an.sagen wir allerdings das wir das dann nicht unterschreiben werden droht er mit Abmahnung bis hin zu Kündigung.Ich habe leider noch bis Februar Probezeit und getrau mir deshalb nicht etwas zu sagen.Aber man kann sich ja nicht alles gefallen lassen.
Er setzt sich über anweisungen unserer Chefs hinweg und setzt seinen Weg durch.Er verbietet uns mit unseren Chefs zu sprechen weil wir uns dann über ihn hinwegsetzen würden das würde wiederrum bestraft werden (Abmahnung,absolutes gehorchen…)Jetz fragen wir uns was macht er mit den schreiben was wir ausfüllen und unterschreiben müssen er sagt ja nicht wofür.Ist es nicht unser gutes recht das zu wissen? Und kann man aufgrund sowas gekündigt werden,auch grad in der Probezeit?Kann man trotzdem mit unseren chef reden auch wenn man sich dann über den Salonleiter hinwegsetzt?Und was kann man tun damit er uns nicht so unter Druck setzen kann?
Ich wäre sehr dankbar für Tips und Ratschläge. Wir sind am Verzweifeln.
Vielen Dank N.Köhler
Hallo Nicole Köhler
Ich bin ein Schweizer Rechtsanwalt und kann daher die gestellten Fragen nur unzulänglich beantworten, da sich das Ganze offenbar in Deutschland abspielt. Sofern ich alles richtig verstanden habe, sind Sie und Ihre Kollegin beim Franchisnehmer angestellt, der Salonleiter aber vom Franchisegeber. Dies ist - sofern es sich tatsächlich um eine Franchiseverhältnis handelt - so aussergewöhnlich, dass ich bezweifle, ob Sie alles richtig verstanden haben. Ist dem aber tatsächlich so, sind Sie in erster Linie Ihren Chefs, somit dem Franchisenehmer, verpflichtet. Mit ihm müssen Sie Fragen der Arbeitsorganisation etc. besprechen. Nur der Franchisenehmer kann Ihnen kündigen - immer unter der Voraussetzung, dass Sie alles richtig verstanden haben.
Wenn nun der Franchisgeber über den Salonleiter dazwischenfunkt, besteht ein Problem im Franchiseverhältnis, an dem Sie und Ihre Kollegin nicht beteiligt sind. Meine Empfehlung wäre daher, dass Sie Ihren Arbeitgeber und damit den Franchisnehmer auffordern, die Situation zu klären. Schafft er das nicht, bleibt das Arbeitsverhältnis unerträglich. Schliesslich kann man nicht zwei Herren dienen, die gegenteilige Weisung erteilen. In rechtlicher Hinsicht haben Sie als Arbeitnehmer aber kaum Mittel, dagegen vorzugehen, da das Problem im Franchiseverhältnis anzusiedeln ist.
Wenn Sie es ganz genau wissen möchten, müssten Sie sich aber an einen deutschen Rechtsanwalt oder Rechtsexperten wenden.
Gruss
HB
Hallo Nicole,
leider werde ich aus deiner Schilderung nicht so ganz schlau: Der Salonleiter (was für ein Salon: Friseur?)ist ja offensichtlich seinerseits „nur“ Angestellter, auch wenn er formal den Salon (einer von vielen?) leitet. Hier stellt sich die Frage, ob er überhaupt die Kompetenz für ein ev. Kündigung hat. Kündigen kann nicht jeder, sondern nur der Arbeitgeber selbst, Geschäftsführer und Prokuristen.
Selbstverständlich müsste er Rechneschaft darüber ablegen, was er mit den von euch erstellten Papieren macht bzw. weshalb sie überhaupt notwendig sind.
Frage: Was genau dokumentiert ihr da überhaupt auf Papier? Welche Vorgänge oder Tätigkeiten?
Natürlich steht grundsätzlich jedem Mitarbeiter das Recht zu, sich direkt mit Vorgesetzten oder gar der Betriebsleitung in Verbindung zu setzen. Das hängt natürlich auch von der Betriebsgröße ab, also bei Daimler kann man sich nicht als Fließbandarbeiter direkt an den Konzernchef Zetsche wenden, aber an den Abteilungsleiter o.ä.
Bei euch scheinen mir insoweit die "Chefs in der Nähe"die richtigen Ansprechpartner für Beschwerden zu sein.
Andere sache ist natürlich die der Probezeit: Ohne deinen Arbeitsvertrag zu kennen ist im Allgemeinen eine 6-monatige Probezeit die Regel, danach geht das Arbeitsverhältnis in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis über. In der Probezeit ist -von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen- eine grundlose Trennung möglich, also ein Kündigungsgrund, wie beim „normalen“ Arbeitsvertrag, ist nicht erforderlich.
Wenn man -aufgrund deiner Schilderung- davon ausgeht, dass der Salonleiter s e l b s t zwar nicht kündigen bzw. das Arbeitsverhältnis in der Probezeit lösen kann, so kann er zumindest „schlecht Wetter“ bei den Chefs machen, wenn er Böses vorhat. Klartext: Er macht dich bei den entscheidenden Herren schlecht, so dass sie dich noch in der Probezeit ohne Probleme „entfernen“ könnten. Das scheint wohl so die Drohung zu sein, die ich aus deiner Schilderung rauslese.
Da ist juristisch -leider- nicht so viel zu machen; das ist, wenn es dann soweit wäre, eher eine Frage des persönlichen Aufklärens; immerhin seid ihr zu zweit, das verbessert euere Beweislage deutlich.
Nochmals: Jederzeit ist Arbeitnehmerkontakt zum Chef zulässig und kann nicht untersagt werden.
In der Probezeit ist es bei einem ungnädig gestimmten Salonleiter sicher etwas riskant, wenn dieser insbesondere mit den Chefs vor Ort gut steht.
Nach der Probezeit sieht es da schon wieder besser aus.
Ich hoffe, liebe Nicole, die mit meinen unverbindlichen Ausführungen etwas weiter geholfen zu haben.
Falls du noch Fragen hast, melde dich einfach nochmals.
Trotzdem und jetzt gerade: Schönes Wochenende!!
Gruß aus Schwaben
Klaus
Hallo Frau Köhler,
leider bin ich kein Jurist und im Bereich Arbeitsrecht als Ratgeber nur auf meine Erfahrungen und meinen gesunden Menschenverstand angewiesen. Wenn ich richtig verstanden habe, ist der Salonleiter Ihr unmittelbarer Vorgesetzter und somit weisungsbefugt. Solange diese Weisungen im Einklang mit Firmenrichtlinien stehen, die Ihnen bei der Einstellung bekannt gemacht hätten werden müssen, nicht unsittlich sind und/oder gegen Persönlichkeitsrechte verstoßen, ist ihnen Folge zu leisten. Es geht aus Ihrer Anfrage leider nicht hervor, was schriftlich zu erledigen ist. Wenn es sich um Organisatorisches handelt (wie z.B. Arbeitszeitnachweise) ist es meines Erachtens o.k.
In der Probezeit kann der Vertrag in der Regel von beiden Seiten ohne Begründung gekündigt werden. Wenn Sie der Ansicht sind, das Verhalten des Salonleiters auf die Dauer nicht ertragen zu können, sollten Sie das Arbeitsverhältnis nach Möglichkeit beenden. Aber Sie könnten vom Regen in die Traufe kommen! Wenn es in Ihrer Firma einen Betriebsrat gibt, sollten Sie vielleicht diesen oder die für Ihr Gewerbe zuständige Gewerkschaft um Rat fragen.
Den Salonleiter zu übergehen, ist wohl ein Vertrauensbruch aber führt nach meiner Erfahrung nicht unmittelbar zu einer Kündigung. Sie müssen dann aber damit rechnen, dass der Salonleiter alles tun wird, um Sie loszuwerden.
Ich würde an Ihrer Stelle zusammen mit Ihrer Kollegin den Salonleiter in aller Form bitten, Ihnen zu erklären, für welche Vorgänge im Betrieb die Schriftform vorgesehen ist. Sollte er sich dazu nicht bereit erklären, sollten Sie ihn darauf hinweisen, dass er dazu verpflichtet ist und Sie sich dann die erbetene Auskunft ggf. von anderer Stelle holen würden. Wenn er dann mit einer Abmahnung droht, sollten Sie sich davon nicht beirren lassen. Er müsste diese (auch gegenüber der Personalabteilung) begründen und Ihnen pflichtwidriges Verhalten nachweisen. Sie haben ihn in diesem Fall aber nicht übergangen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Lösung Ihres Problems.
Mit freundlichen Grüßen
ERUP
Liebe/-r Experte/-in,
ich habe da mal eine frage oder auch mehrere die mir auf der
Seele brennen aber inmeinen Bekanntenkreis kennt sich da
leider niemand so aus:frowning:
Und zwar habe ich am 1.8.09 bei einem neuen Arbeitgeber
angefangen.Wir haben dort zu dritt neu begonnen,der
Salonleiter,eine Kollegin und ich.Ansich macht die Arbeit Spaß
wenn es da nicht so einige komische anwandlungen unseres
Salonleiters gäbe.
…
Ich habe leider noch bis
Februar Probezeit und getrau mir deshalb nicht etwas zu
sagen.Aber man kann sich ja nicht alles gefallen lassen.
Er setzt sich über anweisungen unserer Chefs hinweg und setzt
seinen Weg durch.Er verbietet uns mit unseren Chefs zu
sprechen weil wir uns dann über ihn hinwegsetzen würden das
würde wiederrum bestraft werden (Abmahnung,absolutes
gehorchen…)
…
Ich wäre sehr dankbar für Tips und Ratschläge. Wir sind am
Verzweifeln.
Vielen Dank N.Köhler
Hmmm…
Ich bin im Schwerpunkt Sozialrechtler, kein Arbeitsrechtler.
Bei einem solchen Vorgestzten dürfte der „normale Menschenverstand“ nicht weiterhelfen. Mein Vorschlag: Versuchen Sie, im Forum speziell einen Arbeitsrechts-Crack zu finden.
Im übrigen: Sie können sich mit Ihrem Rechtsproblem auch an Ihr örtlich zuständiges Amtsgericht wenden und dort einen Beratungshilfeschein beantragen (ich nehme einmal an, daß Sie nur einen recht geringen Verdienst haben), damit können Sie dann einen Rechtsanwalt Ihrer freien Wahl (möglichst „Fachanwalt für Arbeitsrecht“) aufsuchen.
Viel Erfolg!
Georg Hötte
Sorry, da sind wir leider nicht die richtigen Ansprechpartner. Aber eins ist sicher ich würde nie etwas unterschreiben wo ich nicht weis was es ist oder das ich nicht verstehe. Der obere Chef wird froh sein wenn er über die Machenschaften seines Stellvertreters informiert wird.
Wir hoffen etwas weitergeholfen zu haben.
Also, Nicole, zum Verzweifeln ist das wirklich icht, was hier zu lesen ist.
-
In der Beschreibung gehen zwei Dinge durcheinander: Salonleiter einerseits und Chefs andererseits; daneben sind noch Franchisenehmer erwähnt. Ich will das nicht im Einzelnen wissen, weise nur hin auf das sprachliche Durcheinander.
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Ich würde bei Unklarheiten zu meinen Aufgaben denjenigen um Auskunft bitten, der mich eingestellt hat.
-
Bei einem Schriftstück kommt es eigentlich nicht darauf an, ob der Empfänger mir sagt, wofür er es braucht oder verwenden will. Denn egal, was er sagt, er könnte ja jederzeit seine Meinung ändern. Für mich ist auch nicht entscheidend, ob ich etwas unterschreibe; wichtig ist, was ist sage, was ich schreibe und was ich unterschreibe.
Es gibt Wichtigtuer, und unter denen solche, die sich durch Formalien und Schriftstücke wichtig machen wollen. Das sind Bluffer!
-
Während der Probezeit kann man ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.
Eine Kündigung muss aber vom Arbeitgeber ausgesprochen werden oder von dessen Vertreter . Wer das im konkreten Fall ist, kann nur ein Blick in den Vertrag klären und eine Rückfrage - siehe oben -.
Ich wünsche viel Glück und gute Nerven. Auf jede Unklarheit mit dem Ausruf „zum Verzweifeln!“ zu reagieren, ist nicht gut und arg übertrieben.
Gruß
Tronicrot
Liebe Nicole Köhler
zuerst einmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich entgegen meiner Gewohnheit nicht sofort antworten konnte. Ich war von Freitagmorgen bis jetzt unterwegs ohne Zugang zum Internet. Nun zur Fragestellung selber muss ich gestehen, dass ich im Augenblick nicht so recht erkennen kann, um was genau es geht. Was sind das für Schreiben, die alles schriftlich machen sollen, mit Unterschrift und Datum? Sind das Arbeitsrapporte oder sonstige Berichte, auch mit persönlichen Angaben usw. ? Bevor ich genaueren Rat geben kann, brauche ich präzisere Angaben. Denn es spielt eine Rolle, ob allenfalls datenschutzrechtliche Belange mithineinspielen oder nicht. Sobald ich genaueren Aufschluss habe, werde ich sofort weitere Antwort geben können.
mit freundlichen Grüssen
Walter Schäppi
Liebe Nicole,es dürfte einen riesigen Unterschied zwischen Theorie und Praxis bei dir geben:
Unabhängig davon, dass ich Deinen Arbeitsvertrag nicht kenne (, der möglicherweise irgendwelche Regelungen zu Deinem „Dienstweg“, also der für dich zuständigen Autorität, enthält), steht in der Praxis zu befürchten, dass Du gekündigt werden wirst, wenn Du Eurem Chef nicht die „Füße küsst“ , also Du dich nicht an die von ihm festgelegten Regeln genau hältst.
Theoretisch dürfte Dir natürlich wegen eines Verhaltens, das selbstverständlich -und selbstverständlich berechtigt- Deine Interessen in den Raum und Deine Nachfragen an eure Chefs richtet, nicht gekündigt werden.
In dieser Zwickmühle wird dir juristisch kaum zu helfen sein.
Ich schlage vor, dass jemand aus eurem Kreis, der bereits aus der Probezeit heraus ist, die Chefs in Berlin schriftlich über den Sachverhalt in eurer Filiale informiert. Zuvor sollte sich dieser/diese Mutige bei seiner Gewerkschaft oder Rechtsschutzversicherung um das Bestehen von Rechtsschutz kümmern.
Sollten weitere Fragen sein, schlage ich vor, dass Du mich anrufst (02331-72122).
Mit freundlichem Gruß: Theissen
Hallo, ich habe dir bereits geantwortet das ich mich mit Arbeitsrecht nicht auskenne.
Viele Grüße
O. Schumann
neuen Arbeitgeber
angefangen.Wir haben dort zu dritt neu begonnen,der
Salonleiter,eine Kollegin und ich.Ansich macht die Arbeit Spaß
wenn es da nicht so einige komische anwandlungen unseres
Salonleiters gäbe.
Wir sind ein Franciseunternehmen haben unsere Chefs in der
Nähe aber der Hauptsitz der Firma ist in Berlin.Unser
Salonleiter wurde nicht von den Francisenehmern eingestellt
sondern von dem Hauptsitz.
Am Anfang war alles ok jetz fängt er regelrecht an uns zu
terrorisieren.Wir sollen alles schriftlich machen mit Datum
und unterschrift und er will das haben,wenn wirihn fragen was
er damit machen will sagt er das gehtuns nichts an.sagen wir
allerdings das wir das dann nicht unterschreiben werden droht
er mit Abmahnung bis hin zu Kündigung.Ich habe leider noch bis
Februar Probezeit und getrau mir deshalb nicht etwas zu
sagen.Aber man kann sich ja nicht alles gefallen lassen.
Er setzt sich über anweisungen unserer Chefs hinweg und setzt
seinen Weg durch.Er verbietet uns mit unseren Chefs zu
sprechen weil wir uns dann über ihn hinwegsetzen würden das
würde wiederrum bestraft werden (Abmahnung,absolutes
gehorchen…)Jetz fragen wir uns was macht er mit den
schreiben was wir ausfüllen und unterschreiben müssen er sagt
ja nicht wofür.Ist es nicht unser gutes recht das zu wissen?
Und kann man aufgrund sowas gekündigt werden,auch grad in der
Probezeit?Kann man trotzdem mit unseren chef reden auch wenn
man sich dann über den Salonleiter hinwegsetzt?Und was kann
man tun damit er uns nicht so unter Druck setzen kann?
Ich wäre sehr dankbar für Tips und Ratschläge. Wir sind am
Verzweifeln.
Vielen Dank N.Köhler