Rechtsfrustrationen - Einzelfälle?

Ein „Experte“ hier im Forum meinte vor kurzem, die Nutzung des Rechtes auf Selbstjustiz durch Einzelfälle könnte unser Rechts- und Gesellschaftssystem umwälzen, weil „Selfmadejuristen“ nicht wüßten, was Recht sei bzw. sie das, was Juristen für Recht halten, nicht teilen könnten.

Weiß man nicht, was Recht ist, kann das einerseits daran liegen, daß man das jeweils zuständige Recht nicht kennt, weil zwei Juristen drei Meinungen haben, oder weil man unter Wahrnehmungsstörungen leidet bzw. schwachsinnig ist.

In den allermeisten Fällen müßte es aber möglich sein, Betroffene so aufzuklären, daß kein Interesse an Selbstjustiz entsteht. Meine Frage nun: Gibt es so viele Einzelfälle, daß die Befürchtung des „Experten“ ernst zu nehmen ist …? Gibt es überhaupt Untersuchungen, die Aufschluß geben über die Effizienz juristischen Wirkens?

Nachdem Politiker sehr viel Arbeit haben mit dem Verteilen von Fehlentwicklungen auf viele Schultern, die aus dem Versagen von Juristen entstehen, und wir verzweifelt nach Entlastungsmöglichkeiten suchen für unsere Gesellschaft, wären fehlende Effizienznachweise oder zu viele „Einzelrechtsunfälle“ besorgniserregend. Denn dann würden ja Juristen bereits unser Rechts- und Gesellschaftssystem umwälzen.

Danke für Antworten, die so viel juristische Bildung erkennen lassen, daß man sie ernst nehmen kann in einer Forensparte, in der es um wichtige Dinge geht!

Hallo,

du verwechselst „RECHT“ mit „Stimmungsmache“ die vor allem von gewissen Medien betrieben wird.

Es ist immer leichter einem auf die Massen vorgeichten Vorurteil zu glauben als sich selbst mit zu beschäftigen.

Auch wird bei gewissen Themen gern vergessen, das jedes Handeln Folgen hat. Wenn wir z.b. ( jetzt mal auf einen „gewissen“ Lehrer Schüler Fall bezogen) auf deiner einen Seite die sexuelle Freizügigkeit der Kinder fordern und dafür sind, das sie sich mit 14 anziehen, schminken und verhalten sollen wie 20 und sie das dann auch tun, direkt wieder der schrei nach härten Gesetzen kommt. (interesanter Artikell: http://www.zeit.de/2011/41/DOS-BGH/komplettansicht )

Und zum Ende, Jura ist nicht umsonst eine Wissenschaft und unser Rechtssystem muss fair und neutral sein, das man sich gerade als Betroffener immer zu unrecht benachteiligt fühlt, wenn man nicht seinen Willen bekommt ist eigentlich Erklärung genug.

hth

Ein „Experte“ hier im Forum meinte vor kurzem, die Nutzung des
Rechtes auf Selbstjustiz durch Einzelfälle könnte unser

Es gibt kein Recht auf Selbstjustiz.

Weiß man nicht, was Recht ist, kann das einerseits daran
liegen, daß man das jeweils zuständige Recht nicht kennt, weil
zwei Juristen drei Meinungen haben, oder weil man unter
Wahrnehmungsstörungen leidet bzw. schwachsinnig ist.

Meistens liegt es daran, das diese Leute sich nicht für das Rechtssystem und die Gesetzgebung interessieren und nur dumm rumplappern. Es gibt bestimmt genug Gesetze und Verordnungen, die schwer zu verarbeiten sind, aber der weitausgrösste Teil ist einfach zu verstehen, zur Not mit Erklärungen und Kommentaren aus dem Internet. Das Problem ist, das diese Leute eben nicht verstehen wollen, sondern ihre kruden Ideen bestätigt haben wollen und quengeln, wenn das nicht passiert. Diese Leute sind quasi das genaue Gegenteil von Recht und Gesetz (und Demokratie).

In den allermeisten Fällen müßte es aber möglich sein,
Betroffene so aufzuklären, daß kein Interesse an Selbstjustiz

Nein. Die Leute, die nicht aus theoretischen Überlegungen über Selbstjustiz reden, sondern ganz akutes Verlangen danach haben, sind Betroffene, da ist es verständlich, das sie eben nicht einsehen was Recht ist. Trotz allem Verständis für deren Gefühle ist das was sie wollen nun mal Selbstjustiz/Lnychmob, für die es keinen Platz in unserem Rechtssystem gibt.

Ich weiss nicht was ich denken oder fordern würde, wenn mir irgendetwas vergleichbares widerfahren würde, aber jetzt und mit klarem Verstand weiss ich, wenn ich dann blutige Rache fordern würde, wäre es falsch.

entsteht. Meine Frage nun: Gibt es so viele Einzelfälle, daß
die Befürchtung des „Experten“ ernst zu nehmen ist …?
Gibt
es überhaupt Untersuchungen, die Aufschluß geben über die
Effizienz juristischen Wirkens?

Was meinst du damit? Ob man ein paar Mal pro Jahr Selbstjustiz durchgehen lassen darf ohne dass das Rechtssystem zusammenbricht? Wo ziehst du die Grenze? Schau dich nur mal im Verkehrsrecht um, wieviele Raser, Drängler, Oberlehrer, Behinderer Selbstjustiz für sich reklamieren oder aktiv umsetzen.

Oder meinst du Untersuchungen über das Rechtssystem als solches? Ich vermute du verwechselst die Effizienz der Rechtsorgane mit dem Rechtsystem als solches, oder deren Gesetzgebung.

Nachdem Politiker sehr viel Arbeit haben mit dem Verteilen von
Fehlentwicklungen auf viele Schultern, die aus dem Versagen
von Juristen entstehen, und wir verzweifelt nach
Entlastungsmöglichkeiten suchen für unsere Gesellschaft, wären
fehlende Effizienznachweise oder zu viele
„Einzelrechtsunfälle“ besorgniserregend. Denn dann würden ja
Juristen bereits unser Rechts- und Gesellschaftssystem
umwälzen.

BlaBla? Wildes Verschwörungstheorien? Alle sind Schuld nur ich hab den Durchblick? Du schmeisst anscheinend Verfassung, gesetzgebende Verfahren, Richter und Anwälte, Politiker und Soziologen in einen Topf. Der Notar der eine Apostille ausstellt ist auch Jurist, der wälzt damit das Rechts und Gesellschaftssystem um?

Don´t feed the Troll
Nachdem der letzte wirre Beitrag ja bereits vom MOD geschlossen wurde, legt er nun gleich nach und eröffnet den nächsten, der nicht minder wirr ist.

Es reicht ihm offensichtlich nicht, seine absurden Thesen auf der in der Vika genannten Website zu verbreiten…