meine Tochter ist 18 Monate alt und bis vor wenigen Wochen war es sehr deutlich sichtbar, dass sie Rechtshänderin ist.
nimmt mit der rechten Hand einen Eimer, gibt ihn in die linke Hand um mit der rechten Hand Bälle rein zu tun
ihre rechte Hand ist voll, ich halte etwas an ihre leere linke Hand. Sie legt den Gegenstand aus der rechten Hand ab, um dann überkreuz nach dem von mir angebotenen Gegenstand zu greifen.
Solche Anzeichen sah ich so häufig, dass ich annahm, bei ihr hat sich die Händigkeit (also auch die Dominanz der Gehirnhälften) etabliert.
Jetzt, seit wenigen Wochen isst sie mit Löffel und Gabel selbstständig. Allerdings gelingt ihr das mit links besser.
Häää?
Ich lasse sie ja absolut frei entscheiden. Stelle das Besteck zur Verfügung.
Ist es wirklich möglich, dass sie doch Linkshänderein ist, obwohl sie quasi 18 Monate Rechtshänderin war?
Ich weiß, dass man die Händigkeit sicher erst später sagen kann, weil die Kinder sich ja mit dem ganzen Körper (also auch mit links) ausprobieren müssen.
„…Doch im Laufe des zweiten Lebensjahres findet das Kind heraus, dass Manches mit der einen Hand besser funktioniert, als mit der anderen. Auch wenn es noch Monate wechselt und probiert, setzt es für feine Bewegungen immer häufiger die geschicktere Hand ein. Sie ist die Arbeitshand, während man die andere als Haltehand bezeichnet. Im vierten bis fünften Lebensjahr ist die so genannte Handdominanz dann in der Regel ausgebildet…“
Quelle:http://www.kindundgesundheit.de/kleinkinder/entwickl…
Ist es wirklich möglich, dass sie doch Linkshänderein ist,
obwohl sie quasi 18 Monate Rechtshänderin war?
ich schätze mal, daß Du und der Vater rechtshändig seid.
Bei mir war es nämlich so:
Der große ist Rechtshänder und zeigte seinem kleinen Bruder viele Sachen, die er natürlich gerne nachmachte.
Als er ihm zeigte, wie man mit einem Hammer Nägel einschlägt (der kurze war da dreivier Jahre alt) stellte der sich furchtbar ungeschickt an.
Irgendwann kriegte er aber raus, daß es für ihn besser ist, den Hammer in die linke Hand zu nehmen und nicht wie sein Bruder in die rechte.
Er hat den Bruder (und auch die Eltern) nachgemacht und die arbeiten alle mit der rechten Hand.
Als ihm klar wurde, daß mit links alles besser geht, machte er fortan alles mit der linken Hand und seine Geschicklichkeit machte einen Sprung.
Vorher hat er mal mit links mal mit rechts ausprobiert (der große übrigens auch) aber die Sache mit dem Hammer war wohl ein Aha-Erlebnis.
Er ist mittlerweile ein ausgeprägter Linkshänder, macht aber etliche Sachen (auch) mit Rechts.
Gitarre spielt er z.B. wie ein Rechtshänder, ganz freiwillig ohne Anweisung es so zu tun.
Mit 18 Monaten ist die Festlegung längst noch nicht abgeschlossen, es kann sich ev. auch noch mal ändern. Ganz wie Madame es machen möchte
mach Dir bloß keine Sorgen, Rechtshänder sind letztlich nicht besser dran als Linkshänder, sollen nur manchmal etwas eigenwilliger sein als Rechtshänder (was ich bei meiner Tochter (heute 14 Jahre)absolut bestätigen kann!). Beim Handball hat sie als Linkshänderin sogar große Vorteile *grins*.
Lass sie einfach ausprobieren, bis zum ersten Schulfüller habt ihr ja noch ein bißchen Zeit und nach meiner Erfahrung wechseln sie noch sehr lange (selbst im Kindergartenalter) nach Belieben hin und her. Blöd ist es nur nachher mit einer Bastelschere, weil als Linkshänderin hast Du keine Chance mit einer Rechtshänderschere und kannst eben nicht nach Belieben wechseln. Also bis dahin weiter beobachten und evtl. später beides anbieten und schauen, mit welcher sie besser klar kommt. Beim Schreiben in der Schule lernen sie übrigens nachher sehr schnell, das Heft so zu drehen, dass sie nicht über die Tinte schmieren.
Gruß Inge
Hallo.
Unser ältester ist fast fünf. Und der hat sich auch noch nicht so ganz entschieden, was er mal werden will.
Mal malt er mit links, mal mit rechts.
Laut unseres Kinderaztes ist das aber auch nicht ungewöhnlich. Manche Kinder sollen sich sogar erst in der ersten Klasse wirklich entschieden haben.
Ich mach mir auf jeden Fall keine Sorgen.
Ich bin nämlich einer der wenigen Beidhänder, die es gibt. Vielleicht wird es mein Sohn ja auch.
LG Anja
Lass das Kind machen!
Schön, wenn es fast alles mit beiden Händen (und auch Füßen!) kann!
Es ist bei Euch noch sehr viel Zeit, um sich für die Schule zu entscheiden!
die meisten Kinder - unabhängig von der späteren Händigkeit - bevorzugen anfangs die rechte Seite. Rechts drehen, rechts gucken, rechts greifen … Die Händigkeit bildet sich erst später raus.
Ja, Du hast recht, sämtliche Bezugspersonen meiner Tochter sind Rechtshänder. Ich bin sogar mit der linken Körperseite absolut ungeschickt, kann nicht mal mit links eine Tür aufschließen. (Ja, und ich bin auch total unkreativ ))
Danke für den Hinweis der Vorbilder. Gemeinhin wird das ja sehr unterschätzt.
Ich kann mir aber auch nicht erklären, wie ein kleines Kind sich solch koplexe Handlungsabfolgen, wie die von mir beschriebenen, abschauen kann. Aber ich kann mir Vieles, was sie in ihrem kurzen leben gelernt hat, nicht erklären *vor Stolz platz* ))
Blöd ist es nur nachher mit einer
Bastelschere, weil als Linkshänderin hast Du keine Chance mit
einer Rechtshänderschere
Bin selber als Rechtshänder in einem Linkshänderhaushalt aufgewachsen, in dem’s lauter Linkshänderscheren gab. Man gewöhnt sich dran. Und wenn man nichts anderes kennt, geht’s auch so.
Aber groß war mein Erstaunen doch als ich das erste Mal eine Rechtshänderschere in der Hand halten durfte, wie genial gut das funktioniert.
Schön, wenn es fast alles mit beiden Händen (und auch Füßen!)
kann!
Und dann gibt’s da noch die „Mischvarianten“ wie mein Sohn, der Linkshänder, aber Rechtsfüßer ist … schaut immer gut aus beim Fußball, wenn er mit der linken Hand auswirft und mit dem rechten Fuß ausschießt …
Und dann versuchten wir mal, dass er mit der rechten Hand schreibt und mit dem linken Fuß schießt … Ergebnis: grausam.