Hallo.
Unser Nachbar hatte letzen Freitag die Obstbäume in seinem Garten besprüht. Jedoch hatte er uns nicht vorgewarnt. Unsere Gärten liegen direkt beieinander und er handhabte das Gerät so, dass einiges von dem Mittel in unserem Garten gelangte.
Muss er per Rechtslage uns vorher Bescheid sagen? Es ist mitten in einem Wohngebiet und jeder weiss, dass sich in unserem und auch den Gärten der anderen, direkt angrenzenden Nachbarn viele Haustiere und Kinder aufhalten. Darf er denn überhaupt das tun?
Wir suchen schon seit Stunden im Internet nach den entsprechenden Gesetzestexten, konnten aber bisher nichts finden.
Servus,
hierzu:
Unser Nachbar hatte letzen Freitag die Obstbäume in seinem
Garten besprüht.
nicht der legale Rahmen (der ändert sich schneller als ein alter Knochen kucken kann), sondern der sachliche:
Es war kein Gift in der Spritze, soviel ist sicher.
Es gibt verschiedene Fungizide, die im Voraustrieb angewendet werden; im Zweifelsfall wars ein einfaches Schwefelpräparat, vielleicht auch noch was Harmloseres. Praktisch alle sind als bienenungefährlich eingestuft, kein einziges fällt in eine Giftklasse.
Vorschlag in so einem Fall: Reden mit die Leut - dabei kann man u.U. interessante Dinge lernen, und vor allem auch das Nachbarschaftsverhältnis entspannen.
Schöne Grüße
MM
demnächst in seinem Bio-Gärtlein mit Netzschwefel zugange, die ersten Niemölanwendungen kommen dann auch schon bald.
Hallo.
Grundsätzlich ist jeder, der Pflanzenschutzmittel anwendet, dafür verantwortlich, daß durch direkten Kontakt oder durch Abtrift (Wind) niemand gefährdet oder verletzt wird.
Soviel dazu.
Andererseits kann kein Hobbygärtner wirklich selber einschätzen, welche Folgen sein Mittel hat, wenn es in den Nachbargarten gelangt.
- Das ist zu wenig, um was auszurichten.
- Keine Bange, das Zeug ist völlig harmlos.
- Stellen Sie sich nicht so an.
Solche Dinge hört man dann wohl häufig.
Aber wer kann garantieren, daß
- das Mittel korrekt dosiert wurde.
- niemand auf die Inhaltsstoffe allergisch reagiert oder Immungeschwächt ist.
- der Nachbar eben alles etwas korrekter sieht als man selbst.
Also: Einfach den Nachbarn ansprechen und fragen, was das für ein Mittel war.
Vorsicht: Hobbyobstbauern reagieren bisweilen ein wenig empfindlich, wenn es um Pflanzenschutz geht. Deshalb immer freundlich bleiben. Sonst findet man sich schnell vor Gericht wieder. Und dann kommen vielleicht irgendwann auch noch Steine über den Zaun (Erfahrung!).
Bittet den Nachbarn, vor jeder weiteren Spritzung Bescheid zu sagen, damit ihr Gelegenheit habt, Kinder und Tiere aus dem Garten zu holen und die Fenster zu schließen. Ausserdem soll er euch jedesmal Auskunft darüber geben, welcher Natur das Mittel ist. Fragt nach dem Gefahrenzeichen auf der Packung.
Macht klar, daß ihr nichts gegen ihn habt, sondern einfach nur ängstlich seid, ob ihr und eure Pflanzen das ganze vertragen und daß ihr die Spritzmittel, die sich in eurem Garten befinden selber bestimmen wollt. Denn nicht jede Pflanze verträgt jedes Mittel und die zwei drei Käfer, Raupen, Schnecken, etc. findet ihr vielleicht ökologisch tolerierbar, wärend er was dagegen hat.
Bleibt einfach diplomatisch.
Gruß Anja
Hallo!
Vielen Dank für eure Hilfe. Wir werden den einen oder anderen Rat annehmen.
Vielen Dank nochmals,
G