lieber psyman,
vielen dank für die (leider zu spät eintreffende antwort)
ich habe mir überlegt, dass zu früheren zeiten kritiker ihre herrscher in fabeltiere „verwandelten“, um einer strafverfolgung zu entgehen.
diesen trick hab auch ich mir zu nutzen gemacht, bzw, würde ihn gern verwenden.
was halten sie davon?
auszug meiner hausarbeit:
Wie kann ich einem Kind sagen, dass das Verhalten, das seine Eltern an den Tag legen, ein schlechtes ist, ohne in einen Konflikt zu kommen? Ich persönlich würde den Kindern, die ja nicht älter als 11 Jahre alt sind, eine Fabel erzählen: Zum Beispiel über eine Fuchsfamilie, die im Wald lebt. Der Vater entdeckt bei der Jagd einen fremden Fuchs, der keinen Schwanz hat. Weil er so etwas noch nie gesehen hat, warnt er seine Kinder vor dem fremden Fuchs. Er schimpft auch, weil dieser in seinem Revier jagt und behauptet, der Fuchs sei wahrscheinlich gar kein richtiger Fuchs, zumindest sei er natürlich weniger wert als sie selbst mit Schwanz. Eines Tages kommt die Familie in eine Situation, in dieser Fuchs ihnen behilflich ist und sich so als nützlich und freundlich erweist. Nun würde ich die Kinder fragen, ob der Vater Recht hatte, als er die Kinder gewarnt und über den Fuchs geschimpft hat? Die kleineren Kinder hätten mit solch einem Perspektivwechsel vielleicht Schwierigkeiten, würden mir aber letztendlich sicher beipflichten, dass der Vater nicht in schlechter Absicht, sondern lediglich aus Angst gehandelt hat, weil der fremde Fuchs anders war, als die Füchse, die er kannte - dass er sich aber geirrt habe, denn auch Erwachsene können sich manchmal irren. Ich würde sie auch fragen, ob es möglich ist, dass Tiere, die sich völlig ähnlich sehen, sich gegenseitig Böses antun können, oder ob das Schlechte immer nur von denen kommt, die anders aussehen.
ich bin gespannt auf ihre antwort.
darf ich noch fragen, inwiefern sie sich mit dem thema auseinandersetzen? beruflich?
vielen dank und herzlichen gruß,
anja chand
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