Reden über andere?

Hallo Ihr Wissenden,

ich habe eine kleine Frage, die Ihr mir vielleicht beantworten könnt.
Und zwar geht es um Menschen, die über andere Menschen reden - und zwar nicht positiv, sondern hinter deren Rücken negative Gerüchte verbreiten, hin bis zum Intrigieren.
Eigentlich geht es mir jetzt gar nicht sosehr um die Menschen, die dies tun, sondern um diejenigen, mit denen es geschieht, also um die jeweilige betroffene Person (im Folgenden nenne ich diese der Einfachheit halber das „Opfer“). Meine Frage lautet nun: gibt es bestimmte „Opfertypen“, denen so etwas immer wieder passiert? Woran liegt das? Wie könnte man sein Verhalten ändern, damit man nicht mehr in diese unangenehme Situation kommt?
Oder liegt das „hinter-dem-Rücken-reden“ einfach darin begründet, dass das „Opfer“ zu erfolgreich und die Leute neidisch sind, und das „Opfer“ im Grunde genommen gar nichts dagegen unternehmen kann?

Gespannt auf Eure Antworten,

M.

Hallo Du Unwissender

Es wird immer tausend Gründe dafür geben, daß die Leute über Andere reden, - im negativen oder positiven Sinn. In beiden Fällen sollte man sich davon nicht berühren lassen. Das ist die einzige Lösung.

gruß
rolf

Scheinbar ganz einfach.
Höre auf, erfolgreich, attraktiv, begehrenswert [hab ich was vergessen?] zu sein und der Spuk verschwindet so schnell wie er gekommen ist ! Glaub mir.

Mitleid bekommt man geschenkt. Neid muss man sich verdienen.
HM

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo M.

Du bist nur für das verantwortlich, das was du bist. Was die Leute über dich reden, dafür sind sie selbst verantwortlich.

Viele Grüße

Hallo M.,

Menschen die sich über andere das Maul zerreißen hat es schon immer gegeben. Einen bestimmten „Opfertyp“ gibt es nicht, da die Lästermäuler einfach alles zerreden.

Ich habe mir noch nie was aus den Meinungen oder Lästereien Anderer gemacht und werde damit auch nie anfangen. In meinem Bekanntenkreis ist das allgemein bekannt, sodass mir niemand mehr den neuesten Klatsch (sofern es welchen gibt) über mich erzählt. Empfindlich bin ich bei Lästereien über Menschen die mir sehr am Herz liegen, da kann ich schonmal heftig werden…auch solche Dinge erzählt man mir deshalb nicht mehr :smile:

Große Achtung habe ich vor den wenigen Zeitgenossen, die mir ins Gesicht sagen können, was sie an mir schlecht oder gut finden, etc. .

Andererseits bin ich natürlich auch so frei und kläre Dinge gerne persönlich ab, am liebsten wenn ich demjenigen direkt in die Augen sehen kann…

LG, Angi

Hallo littlefool,

Und zwar geht es um Menschen, die über andere Menschen reden -
und zwar nicht positiv, sondern hinter deren Rücken negative
Gerüchte verbreiten, hin bis zum Intrigieren.

Muss man mal fragen, was dieses aus der Sicht
des „Täters“ bedeutet. Allzuoft spricht der „Täter“
ja seine vermeintliche „Wahrheit“ über sein „Opfer“.

Es zeichnet nun den Charakter einiger Menschen
aus, was sie imstande sind, im Gegenüber zu erkennen.
Wessen Charakter, von aussen betrachtet, „übel und
durchtrieben“ ist, der wird nur in der Lage sein,
bei anderen Menschen vorwiegend „übles und schlech-
tes“ auszumachen, auch wenn für einen Anderen diese
„erkannten“ Eigenschaften überhaupt nicht augenfällig
sind.

Meine Frage lautet nun:
gibt es bestimmte „Opfertypen“, denen so etwas
immer wieder passiert? Woran liegt das?

Wenn ein übler Zeitgenosse auf einen vornehmen,
gutgesitteten und disziplinierten Zeitgenossen
trifft, macht ihm das häufig Angst, weil er
auf Züge stösst, die ihm fremd sind. Er muss
also aus Gründen der psychischen Ökonomie und
Stabilität das Gegenüber „verstehbar“ machen,
insofern „entdeckt“ er Eigenschaften, die er von
sich und Seinesgleichen her kennt – und ist
damit seinem gegenüber plötzlich gleich oder
sogar überlegen.

Meine Deutung

Grüße

CMБ

neid.

So wie ich die Sache sehe, gibt es in der Tat bestimmte Opfer-Typen, die sich entweger, total arschig, arrogant oder auch selten dämlich durch die Welt bewegen. Solche Leute provozieren das Getratsche förmlich.

Gruß
Oliver

So wie ich die Sache sehe, gibt es in der Tat bestimmte
Opfer-Typen, die sich entweger, total arschig, arrogant oder
auch selten dämlich durch die Welt bewegen. Solche Leute
provozieren das Getratsche förmlich.

Es sind immer nur die Täter-Typen, die das Getratsche unterhalten und nicht die Opfer. Die Täter-Typen sind dann z.B. arschig, arrogant oder selten dämlich und lehnen sich überhaupt gerne weit aus dem Fenster.

Gruß Rüdiger

Hi!

Ich meine, Neid auf das besonders positive an einer Person ist durchaus ein Faktor, der zu hinterhältigem und boshaftem Tratsch führt. Aber sich ausschließlich auf Nein rauszureden ist zu bequem.

Wir können leicht beobachten, dass über manche Menschen mehr und über andere weniger hergezogen wird. Es muss also an den Unterschieden der Menschen - oder anders gesagt - an den Unterschieden zu den Beziehungen zu den Menschen liegen. Ansonsten wäre jeder Tratsch homogen verteilt.

Darum bin ich mir sicher, dass die Häufigkeit und die Stärke, mit der über jemand hergezogen wird, stark von dessen sozialer Kompetenz abhängt. Nicht mit allen Faktoren sozialer Kompetenz, aber doch mit einigen. Einige spezifische Verhalten (die eigentlich nicht zum Repertoir erwachsener Menschen gehören sollten) wie zB. zu große Extrovertiertheit, Leute die anderen oft zu nahe treten, Schwierigkeiten im Umgang mit Mitmenschen, „offene Wunden“, …, kurz, was oft als „eigenartig“ wahrgenommen wird, erzeugt mit der Zeit Missgunst. Und dann wird hergezogen.

Das fängt mit Kleinigkeiten an (spaßige Bemerkungen über einzelne Verhaltensweisen) und kann sich dann zu gehässigen Unterstellungen entwickeln.

So, das war die „selber-schuldige“ Opferseite. Aber auch bei der Täterseite gibts Unterschiede. Manche Menschen neigen stark dazu, Tratsch zu „emittieren“. Teils selbst agierend, teils in einer Gruppe verstärkend. Ich glaube, dass solche Menschen sich selbst unsicher fühlen und als „Abwehrstrateige“ den berühmten Spruch „Angriff ist die beste Verteidigung“ verinnerlicht haben.

Aber nicht nur Unsicherheit, auch ein Mangel an Sensibilität und vorallem wohlwollender Toleranz fallen mir oft bei solchen gehässigen Menschen auf.

Andere Menschen wiederum haben bei Tratsch hinter dem Rücken der betreffenden Person ein schlechtes Gefühl, beteiligen sich nur ungern und zurückgezogen an solchen verbalen „Raubzügen“. Vielleicht haben sie Angst, selbst das nächste Opfer zu sein? Oder sind sie toleranter gegenüber Schwächen anderer Menschen, verständnisvoller?

Bye
Hansi

Es sind immer nur die Täter-Typen, die das Getratsche
unterhalten und nicht die Opfer.

So schwarz-weiß ist die Welt leider nicht. Ich kann mich im Großen und Ganzen nur dem Posting oben von Hansi Glaser anschließen: Es gibt sowohl Typen, die durch ihre soziale Inkompetenz das Getratsche förmlich provozieren, als auch Typen, die das Getratsche gehäuft verursachen (was natürlich ebenfalls ein Zeichen sozialer Inkompetenz ist). Erstere erkennt man wohl daran, dass sie immer wieder das Opfer verschiedener Leute sind, die oft auch nichts miteinander zutun haben und eigentlich ansonsten nicht besonders vertratscht sind.

Achja, und natürlich gibt es auch noch alle möglichen Facetten dazwischen und richtig kompliziert wird es dann natürlich auch noch wenn all die unterschiedlichen Typen aufeinander treffen und interagieren…

Gruß
Oliver

Vielen Dank für die bisherigen, zum Teil sehr unterschiedlichen Antworten, die ich sehr interessant finde!

Dann: ich habe die Frage nicht umsonst im Psychologie-Forum gestellt, - weiß vielleicht jemand, ob es zu dem Phänomen ernsthafte Studien und / oder Untersuchungen gibt?

Vielen Dank,

M.

Es gibt sowohl Typen, die durch ihre soziale
Inkompetenz das Getratsche förmlich provozieren, als auch
Typen, die das Getratsche gehäuft verursachen (was natürlich
ebenfalls ein Zeichen sozialer Inkompetenz ist).

Ich weiß nicht, was du speziell mit sozialer Inkompetenz meinst, aber ich bin der Meinung, daß es absolut unangebracht ist, über jemanden zu tratschen, der einfach nur ein unsicherer Mensch ist und sonst niemandem etwas tut: Sind das etwa die Leute, die aus deiner Sicht „selten dämlich“ durch die Welt gehen?

Gruß Rüdiger

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Ich weiß nicht, was du speziell mit sozialer Inkompetenz
meinst,

mit sozialer Kompetenz meine ich intellektuelle Aspeke wie praktische und soziale Intelligenz und nicht-intellektuelle Aspekte wie Temperament und Charakter. Also das was im Allgemeinen als Teamfähigkeit bezeichnet wird.

aber ich bin der Meinung, daß es absolut unangebracht
ist, über jemanden zu tratschen, der einfach nur ein
unsicherer Mensch ist und sonst niemandem etwas tut:

Das allein sicher nicht, aber häufig zeichnen sich solche Personen eben auch dadurch aus, dass sie sich selbst immer wieder unsozial verhalten. In diesem Fall sinkt natürlich auch die Hemmschwelle bei den anderen und sie werden selbst Opfer von Tratschereien.

Sind das
etwa die Leute, die aus deiner Sicht „selten dämlich“ durch
die Welt gehen?

Nein, mit selten dämlich meinte ich Verhalten wie z.B. das foldende: Eine Praktikantin in einem Büro braucht Din-A4-Papier und ihr Kollege weist darauf hin, dass im Kopierer noch welches ist. Wenn dann die Praktikantin zum Kopierer geht und 100 Leerkopien macht, anstatt das Papier direkt aus dem Fach zu nehmen, ist es natürlich unfair dies weiterzuerzählen, aber meistens kann man halt nicht anders…

Gruß
Oliver

Du hast Probleme, au Mann. Schon gespendet für die Flutopfer?

Rüdiger

Du hast Probleme, au Mann. Schon gespendet für die Flutopfer?

Irgendwie hab ich mir schon gedacht, dass von Dir wieder nur Gutmenschen-Geblubber kommt, aber dass es so plump ist, überrascht mich.

Gruß
Oliver

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