hallo ihr,
wir grübeln schon seit längerem, vielleicht können die
www-ler helfen:
wo genau besteht der unterschied zwischen reden und sprechen?
dankeschön!
hallo ihr,
wir grübeln schon seit längerem, vielleicht können die
www-ler helfen:
wo genau besteht der unterschied zwischen reden und sprechen?
dankeschön!
Hm, also ich würde sagen, „sprechen“ beschreibt den Akt des Mund-Auf-und-Zumachens-um-damit-Informationen-zu-vermitteln, während „reden“ weniger auf die Tätigkeit an sich hinzielt, sondern eher die verbale Informationsübertragung an sich ausdrückt.
Zumindest stell ich mir das so vor…
Grüße,
Hallo,
im Alltag werden die beiden Wörter oft nicht mehr unterschieden und als Synonyme betrachtet.
Das sieht man auch an den Querverweisen die der Duden gibt. Reden => sprechen et vice versa.
Dennoch wird bei näherem Hinsehen ein Unterschied merkbar, den auch schon mein Vorredner angedeutet hat. Vielleicht kann die Gegenüberstellung der beiden Artikel im Duden zur Klärung des Unterschiedes beitragen.
Gruß Fritz
_ spre|chen [mhd. sprechen, ahd. sprehhan, H.ÿu., urspr. viell. lautm.]:
re|den [mhd. reden, ahd. red(i)on, zu Rede]:
mit dir rede ich nicht mehr!; so lasse ich nicht mit mir r.! (als Ausdruck der Empörung, Zurückweisung: diesen Ton verbitte ich mir!); er redet gern mit sich selbst (führt Selbstgespräche); über das Wetter r.; wir wollen offen darüber r.; über diesen Vorschlag lässt sich r. (er ist es wert, diskutiert zu werden); reden wir nicht mehr darüber! (wir wollen dieses unliebsame Thema als abgeschlossen betrachten); über jmdn. r. (sich hinter seinem Rücken über ihn [abfällig] äußern); von jmdm., einer Sache r.; von wem redest du da eigentlich (wen meinst du)?; sie ist schon unmöglich, nicht zu r. von ihrer Mutter (erst recht ihre Mutter); *mit sich r. lassen (zu Zugeständnissen bereit sein); von sich r. machen (Aufmerksamkeit erregen).hallo,
wo genau besteht der unterschied zwischen reden und sprechen?
nach meinem empfinden sind beide gleichbedeutend, nur ist sprechen norddeutsch und reden süddeutsch. ich als österreicherin würde das wort „sprechen“ überhaupt nie sagen. wir „reden“ immer. andererreits würde ich „reden“ niemals schreiben, weil „sprechen“ für mich mehr nach schriftsprache klingt.
gruß datafox
philosophisch
Hallo,
in einigen philosophischen Richtungen kann man die Begriffe wie folgt festmachen: „reden“ bedeutet soviel wie „ohne Sinn sprechen“, „bedeutungslos sprechen“, weshalb hier auch vom „Gerede“ (der Menge, Heidegger) „gesprochen wird“ (oder „die Rede ist“, womit die umgangssprachliche Verwechslung deutlich wird). „sprechen“ hingegen ist auf bedeutungsvolle Kommunikation hin ausgerichtet. Wer „spricht“, will etwas mitteilen (ein „Gespreche“ gibt es nicht, wohl aber ein „Gespäch“), wer bloß „redet“, nicht.
Herzliche Grüße
Thomas Miller
Hallo;
vielleicht kann Euch das weiterhelfen:
Ich denke auch, dass es beim Sprechen um den technischen Vorgang geht, während es beim Reden mehr um das Inhaltliche geht. Meine Vermutung leite ich aus folgendem ab:
Man kann eine Fremdsprache sprechen aber nur IN einer Fremdsprache reden.
Man kann (wie in dem Duden beschrieben) mit Händen und Füssen reden (Inhalte vermitteln) aber nicht sprechen.
Hoffe, ich konnte damit weiterhelfen
Gruß Nils
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
„reden“ bedeutet soviel wie „ohne Sinn
sprechen“, „bedeutungslos sprechen“,
„sprechen“ hingegen ist auf bedeutungsvolle
Kommunikation hin ausgerichtet.
Hallo Thomas,
warum heißt es dann „eine Rede halten“ und nicht eine Sprache halten? Sind Reden immer ohne Sinn 
?
Fragt Martina
wow
danke für die vielen antworten…linguistikprofs hier,gelle? 
linguistikprofs hier,gelle?
Nicht doch!
Simple Deutschlehrer! Und Sprachinteressierte-
Fritz
Versus?
und: „nicht mehr“?
Ihr Lieben,
Ist es möglich, daß die Worte/Verben/Tätigkeiten „reden“ und „sprechen“ (dazu gehört auch „sagen“) AN SICH gar keinen Sinn haben? Ich meine, daß sie ihren Sinn erst im Zusammenhang „entfalten“? Und dann aber denkt man wieder: "Wenn sie ihren Sinn erst im Zusammenhang entfalten, dann haben sie diesen Sinn also auch schon („heimlich“) ohne Zusammenhang (gehabt)…???
In der Sprachwissenschaft ist ja meines Wissens (nach) umstritten, in welchem Maße die „Suche nach dem eigentlichen und/oder ursprünglichen Sinne von Worten/Stämmen“ zu welch immer Aufklärung beitragen kann. Reden macht allerdings immer Sinn, jedenfalls mehr als bloßer Widerstreit wieder.
Nach mehowenger krampfhaftem Nachdenken darüber, welches Wort ich unter welchen Umständen NICHT wählen könnte (also „reden“, „sprechen“ oder „sagen“, mit mow zusätzlichen Worten) neige ich doch mehumehr zu der Ansicht, nicht nur diese Wörte/Wörter „reden“ und „sprechen“ und „sagen“ haben keinen „eigentlichen Sinn“ an sich sondern erhalten diesen erst im lebendigen Leben.
Bei dieser Gelegenheit stelle ich aber auch gleichzeitig die ganze Kantsche Philosophie, so, wie ich sie mit meinem schwachen Geist verstanden habe, ins transzendent(al[istische])e Abseits.
Nicht unauffällig, daß man sogar im Nachhinein allen möglichen Sinn und Unsinn in die „ganze Geschichte“ hineinstecken kann, v.a. die, die nicht „dabei“ waren.
Kann mir denn einer den „eigentlichen Sinn“ des WORTES „Massenvernichtungswaffen“ erklären? Oder den won „Ich sag mal so:…“. Oder: „MAN vermutet, daß“.
Und: was hat eigentlich „Geschichte“ mit Schicht und geschehen zu tun?
Ich finde es begeisternd, WAS wir allein durch zusammenstellen („komponieren“) der Worte/Wörter/Sprache[n] zum Ausdruck bringen/"kommunizieren können. Sogar jede angeblich „einzig mögliche Bedeutung“ trägt zum Gespräch etwas bei. Auch wenn nur das, daß da jemand wieder ins Gerede kommt.
Nach dieser langen Spreche mit kurzem Verstand bin ich noigierig, was denn die gewöhnlich gut unterrichteten Kreise dazu sagen. Hoffentlich habe ich nicht zuviel zersprochen…
Am schönsten finde ich, was man in „Ich mag dich!“ alles reinlegen kann…
Als mich hauptsächlich als mathematisch orientierten Menschen betrachtend fasziniert mich am meisten die Diskussion über „unscharfe Mengen“ und sowas wie „Defuzzifizierung“. Wieder typisch Dilda?
Tscha, Loide, schaut doch mal in den dicken Bronstein/Sementjajew rein!
Brüderliche Krüsse,
Moin, manni (der sich angeblich „automatisch selbst ausgeloggt“ hat.
Toll, der ßrätt „reden vs sprechen“.
Warum nur: „versus“?
Ach, Manni,
warum gleich so radikal an die Wurzel greifen und sie gleich ausreißen.
Natürlich erhält ein Wort von den umstehenden eine Bedeutungsspezifizierung, aber ebenso wirkt es auf die Bedeutung der umstehenden ein. Das nennt man gern Konnotation.
Aber sie müssen schon selber eine Bedeutung haben, denn sonst hätten wir lauter unbekannte Faktoren, lauter Ixe und keine Möglichkeit der Auflösung.
Es gibt doch diese Logeleien von Zweistein:
Alle Icksen bramen einen Knorz. Ein Knortz bramt nur eine Ickse usw.
Oder die Jodoksprache von dem Schweizer Autor Peter Bichsel:
Am Jodok jodokt der Jodok mit dem Jodok einen Jodok.
Selbst mit solchem Nonsens kann man sich verständigen, wenn man eine Übereinkunft mit seinem Gesprächspartner trifft.
Und auf diese Übereinkunft kommt es an. Als Spätgeborene haben wir allerdings wenig Einfluss auf die Bedeutungen der von uns verwendeten Wörter. Wir können mit ihnen spielen, aber sie kaum verändern. Manche spielen mehr, als nötig und werden dadurch leicht missverstanden.
Findest du deine Nase?
Deine anderen Fragen sind Spiegelfechtereien.
Gruß Fritz