Redensart im Mittelalter studieren?

…studieren nicht im Sinne von wissenschaftlichem Lernen, sondern einfach interessehalber…
Ich suche (im Internet) Dialoge, wie man im Mittelalter gesprochen hat. Egal ob Früh, Mittel oder Spät-Mittelalter.
In Mittelalterforen gibt es zwar viele praxisbezogene Themen wie Kleidung, Wohnen, Nahrung oder Waffen, aber kaum sprachliche Geflogenheiten.

Achim.

Hi Achim!

Das Stichwort, dass du zur Suche brauchst, ist Mediävistik.

Eine recht gute Seite, die dich ggf. auch zu mittelhochdeutschen Texten und zu mittelhochdeutschen Grammatiken und Wörterbüchern führt, ist folgende:
http://www.mediaevum.de/

Gruß
Dine

Hallo Achim,
das Problem ist, dass es im Mittelalter noch keine Tontechniker gab, die mit Aufnahmegeräten übers Land zogen und deren Aufnahmen wir uns heute anhören könnten. Nicht einmal Leute, die Unterhaltungen mitstenografiert hätte.

Kurz - niemand weiss genau, wie man im Mittelalter gesprochen hat, wie sich also die gewöhnliche Umgangssprache angehört hat. Mit ziemlicher Sicherheit waren die Unterschiede zwischen lokalen Dialekten deutlich größer als heute - die Umgangssprache gab es also ohnehin nicht.

Was wir kennen, ist Schriftsprache. Epik, Lyrik, Geschichtsschreibung, Urkundentexte usw. So hat man im täglichen Umgang sicherlich nicht miteinander gesprochen. So: http://www.fogelvrei.de/seiten_besucher/markt/markts… aber sicherlich auch nicht …

Freundliche Grüße,
Ralf

Zeitmaschine
Gib’s zu: Du hast die Zeitmaschine erfunden! :smile:

Mein Gott, das heißt korrekt „Mittelalterliche Redensarten studieren“!!

Sind wir hier in der Grundschule oder was??

Mein Gott, das heißt korrekt „Mittelalterliche Redensarten
studieren“!!

Gemeint war aber offenbar nicht Redensart, sondern Rede/Sprechweise, Artikulation/Aussprache.

Gruß
Kreszenz

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Hallo!

Mein Gott, das heißt korrekt „Mittelalterliche Redensarten
studieren“!!

Ich sehe keinen Grund, warum die andere Konstruktion nicht ebenso korrekt sein soll - missverständlich, wenn man sie partout missverstehen will, aber nicht falsch.

Sind wir hier in der Grundschule oder was??

Eher Kindergarteniveau.

M.

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Ja, bitte sehr, dann eben „Redeweise“. Schließlich hatte der Threadstarter von „Redensart“ geschrieben.

Nichtsdestotrotz bleibt die Konstruktion mißverständlich.

Ich empfinde es nun mal als Zumutung, wenn man sein Hirn derart verbiegen muß, um hinter den Sinn von etwas zu kommen.

Kann „Achim S.“ seinen Text nicht auf Mißverständlichkeiten gegenlesen? Ist das zuviel verlangt?

Wie gesagt: ich empfinde es als Zumutung, wenn jemand Texte postet, ohne diese auf Mißverständlichkeit zu redigieren!!

Wie gesagt: ich empfinde es als Zumutung, wenn jemand Texte
postet, ohne diese auf Mißverständlichkeit zu redigieren!!

Wenn ich auf Lesbarkeit redigiere, mache ich den Text lesbarer … heißt das, wenn ich „auf Missverständlichkeit redigiere“, daß dieser dann missverständlicher wird? :smile:

Eine lebendighe Sprahe ohne Missverständlichkeit gibt es nicht. Klar muss sich der Autor bemühen, Missverständnisse zu bemühen - aber der Leser muss auch guten Willens sein, den Autor zu verstehen. Wenn ich will, aknn ich fast aalles missverstehen.

Lg,
M.

Wenn ich auf Lesbarkeit redigiere, mache ich den Text
lesbarer … heißt das, wenn ich „auf Mißverständlichkeit
redigiere“, daß dieser dann mißverständlicher wird? :smile:

Natürlich nicht. Genausowenig wird er fehlerhafter, wenn Du ihn „auf Fehler redigierst“!

Das war jetzt aber „an den Haaren herbeigezogen“!

Natürlich nicht. Genausowenig wird er fehlerhafter, wenn Du
ihn „auf Fehler redigierst“!

*augenroll* Was drückst du dich auch so missverständlich aus! :smile:))))

Lg,
Max

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*augenroll* Was drückst du dich auch so missverständlich aus!

Du gönnst mir auch wohl KEINEN Triumph, noch nicht mal den kleinsten, wie? *buhuuuuu*

Uns „Belehrer vom Dienst“ hat keiner lieb!! *heul*
Warum nur??

Ich empfinde es nun mal als Zumutung, wenn man sein Hirn
derart verbiegen muß, um hinter den Sinn von etwas zu kommen.

Kann „Achim S.“ seinen Text nicht auf Mißverständlichkeiten
gegenlesen? Ist das zuviel verlangt?

PLONK!

1 „Gefällt mir“

Gemeint war aber offenbar nicht Redensart, sondern Rede/Sprechweise, Artikulation/Aussprache.

Richtig.
Zitate, Sprüche, Dialoge in der Art und Weise, wie man üblicherweise in der Epoche des Mittelalters gesprochen hat.

Was wir kennen, ist Schriftsprache. Epik, Lyrik,
Geschichtsschreibung, Urkundentexte usw. So hat man im
täglichen Umgang sicherlich nicht miteinander gesprochen. So:
http://www.fogelvrei.de/seiten_besucher/markt/markts…
aber sicherlich auch nicht …

„Die Kunst, schöne Worte zu drechseln“ steht da geschrieben :wink:
Ralf, das ist deine gute Richtung.
Die Kommunikation, wie man sie z.B. aus damaligen Schriften kennt, für moderne Ohren bzw. Augen zurechtgemacht.
Epik und Lyrik ist dabei ein sehr guter Anfang.

Das Stichwort, dass du zur Suche brauchst, ist Mediävistik.

Eine recht gute Seite, die dich ggf. auch zu
mittelhochdeutschen Texten und zu mittelhochdeutschen
Grammatiken und Wörterbüchern führt, ist folgende:

http://www.mediaevum.de/

Das sieht ziemlich umfangreich aus, fast schon zu wissenschaftlich, was ich eigentlich eher vermeiden wollte :wink:
Ich werde mich aber trotzdem mal durchlesen,
Danke Dine.

PLONK!

replonk!

Früher nannte man derartige Patzer auch wohlwollend „Stilblüten“.

Tonaufnahmen im Mittelalter

das Problem ist, daß es im Mittelalter noch keine
Tontechniker gab, die mit Aufnahmegeräten übers Land zogen und
deren Aufnahmen wir uns heute anhören könnten. Nicht einmal
Leute, die Unterhaltungen mitstenografiert hätteNNN.

Tss, tss. Über Land gezogen wären und Aufnahmen in Ton und Schrift gemacht hätten auch damals schon höchstens Journalisten und Schriftsteller. Tontechniker hätten sich auch damals schon garantiert meistens im Studio aufgehalten und sich dabei akustischen und elektronisch-akustischen Belangen gewidmet! :wink: