Hallo zusammen!
Ich bins nochmal wegen meinem Referat. Eine Folie habe ich mir mittlerweile beschafft. Ich arbeite grade ein Hand-Out aus. Es soll den Verlauf des Krieges, seine Vorgeschichte und seine Nachwirkungen relativ knapp zusammenfassen. Dafür hatte ich mir vorher unzählige Quellen aus dem internet durchgelesen. Dabei ist mir aufgefallen, dass diese teilweise sehr lückenhaft waren und dass Angaben vor allem bezüglich der Größe der Streitkräfte sehr unterschiedlich waren (mal griffen die Sowjets mit einer Million Soldaten an, mal mit nur 500.000…).
Ich glaube, mein Handout ist noch sehr lückenhaft.
Kann mir jemand dabei helfen, die Lücken zu schließen? Ich bräuchte noch folgende Informationen:
- Wer genau war Otto Kuusinen?
- Was fehlt noch in der Vorgeschichte? Wann und warum war Bürgerkrieg?
- Wann genau greift Deutschland die UDSSR an?
- Warum erklärt England Finnland den Krieg?
- Was passiert nach dem Lapplandkrieg noch?
- Was soll ich als Fazit erwähnen? (Tote/Wirtschaftsfolgen usw)
Was gibt es sonst noch Erwähnenswertes? Was vom bereits geschriebenen soll ich eher unwichtig und kann weglassen werden? Was stimmt nicht?
Ein Hand-Out sieht bis jetzt folgendermaßen aus:
Vorgeschichte
Auch Finnlands Wirtschaft hatte damals unter den Folgen der Weltwirtschaftskrise zu leiden. Ähnlich der Weimarer Republik waren Arbeitslosigkeit und Inflation groß. Es bricht ein kurzer, aber schmerzvoller Bürgerkrieg zwischen Kommunisten und Demokraten aus.
1932 schließt Finnland einen Nicht-Angriffs-Pakt mit der UDSSR.
1939 schließen Hitler und Stalin den Molotov-Ribbentrop-Pakt. In einem geheimgehaltenen Zusatzprotokoll dieses Paktes hatte man sich darauf geeinigt, dass das Baltikum sowie Finnland dem sowjetischen Einflussbereich angehören dürfen und das Deutschland angesichts eines Angriffs auf diese Länder untätig bleibe.
Beginn des zweiten Weltkriegs 1939
Der Winterkrieg (talvisota)
Die UDSSR beabsichtigte, sich die karelische Landenge im Austausch gegen andere Gebeite Kareliens einzuverleiben. Als Finnland ablehnte, überfiel die Rote Armee im November 1939 das Land. Der so genannte Mainila-Zwischenfall (Artilleriebeschuss des Grenzortes Mainila durch nachweislich sowjetische Artillerie) vom 26. November lieferte der Sowjetunion den Vorwand zum Angriff. Es zeigte sich bald, dass die sowjetische Absicht eine vollständige Besatzung Finnlands war. Die geplante finnische Volksregierung sollte von ebenjenem Otto Kuusinen geführt werden. Ca. 200.000 finnische Soldaten standen einer sowjetischen Übermacht von fast 1.000.000 schlecht ausgebildeten Soldaten der Roten Armee gegenüber. Da der Angriff international fast überall als Unrecht angesehen wurde, schickten einige Länder, vor allem Großbrittanien, Unterstützung ins Land. Carl Mannerheim, Oberbefehlshaber der finnischen Streitkräfte, ahnte, dass der krieg nicht zu gewinnen sei, seine Folgen jedoch durch ein größtmögliches Verteidigungsaufgebot gering gehalten werden könnten. Nach Guerilla-Taktik gingen die finnischen Soldaten in Karelien gegen die anrückende Rote Armee vor, welche horrende Verluste erlitt. Dennoch wurde die Verteidigung durchbrochen. Daraufhin sah sich Stalin zu Verhandlungen mit Finnland veranlasst. Nach dem Frieden von Moskau musste Finnland die Gebiete Kareliens, Sallas sowie den eisfreien Hafen von Petsamo an die UDSSR abtreten. Die Anzahl der gefallenen Soldaten belief sich auf ca. 30.000 Gefallene finnischerseits und ca. 200.000 Gefallene Rotarmisten, was internationales Aufsehen erregte.
Der Fortsetzungskrieg
Als Deutschland 1941 entgegen ihres Paktes die UDSSR überfällt, nutzt Finnland die Gelegenheit und greift die UDSSR an. In der Hoffnung, nach sowjetischen Luftangriffen am 25. Juni 1941, an der Seite Hitlerdeutschlands die im Winterkrieg an die Sowjetunion verlorenen Gebiete in Karelien zurückzuerobern. Nachdem es dieses Ziel im Sommer 1941 erreicht hatte, blieb Finnland jedoch nicht defensiv, sondern setzte bis in den Dezember die Offensive fort, um nie zuvor finnisch gewesene, karelische Gebiete zu besetzen. Ein Stellungskrieg entstand, doch konnte die finnische Armee nicht vollstnändig besiegt werden. An Finnlands Unabhängigkeitsjahrestag, dem 6. Dezember, erklärte auch Großbritannien Finnland den Krieg, wodurch Finnlands Möglichkeiten zum Handel mit neutralen und alliierten Länder kräftig eingeschränkt wurde und die Abhängigkeit von deutschen Lieferungen zunahm. Als sich eine Niederlage der Deutschen gegen die UDSSR abzeichnete, beschloss Mannerheim die Waffenstillstandsverhandlungen auf der Grundlage der von der Sowjetunion vorgeschlagenen Bedingungen aufzunehmen. Finnland musste die zurückgewonnenen Abtretungen des Winterkrieges entgütlig abgeben, sowie das diesmal gesamte Gebiet von Petsamo. Darüber hinaus mussten die Finnen dafür sorgen, dass die in Lappland stationierten deutschen Soldaten das Land verlassen. Dies führte zum sogenannten Lapplandkrieg:
Der Lapplandkrieg
Als Lapplandkrieg wird der dritte und letzte während des Zweiten Weltkrieges auf finnischem Boden ausgetragene Krieg bezeichnet. Er richtete sich gegen die in Lappland stationierte Deutsche Wehrmacht. Bei der Auseinandersetzung, die bis zum Frühling 1945 dauerte, beschränkten sich die Deutschen nicht nur auf den bloßen Rückzug, sondern wendeten auch die sogenannte Taktik der verbrannten Erde an. Der Taktik fielen die Stadt Rovaniemi, Häuser und Wälder zu Opfer.
Jede Hilfe nehme ich dankend an!
Viele Grüße, Michl.