hej boecki,
ich denke nicht, dass du ein referat für das genannte buch findest - höchstens ein paar leserrezensionen auf http://www.amazon.de
bin selbst gerade dabei das buch zu lesen und würde dir gleiches empfehlen, oder musst du das referat von heute auf morgen fertig haben 
hejdo
joker
p.s. hier ein auszug positiver rezensionen:
Eine Leserin oder ein Leser aus Augsburg, Deutschland, 26. August 1999
Krallen Sie sich das Buch. Es beschert Ihnen ungetrübte Lese
Sind Sie Schwede? Dann sollten Sie dieses Buch lieber nicht lesen. Denn der Verfasser Henning Mankell, selber Schwede, versucht darin, aller Welt weiszumachen, dass die schwedische Polizei ein ziemlich vertrottelter Haufen ist, was natürlich überhaupt nicht stimmt. Aber warum hat Mankell dann sein Buch „Die weiße Löwin" genannt, wo diese doch nur auf ca. 3 Seiten vorkommt? Warum nicht „Die Bullen mit den grünen Hörnern"? Seite um Seite zittert der Leser vor Spannung (der schwedische Leser zittert vor Wut), was diese schwedischen greenhorns wohl als nächstes für haarsträubende Fehler machen. Jetzt wird auch verständlich, warum der Verfasser nicht in seinem Heimatland Schweden residiert sondern seinen Wohnsitz sicherheitshalber ins ferne und für schwedische Leser und schwedische pensionierte Polizisten schwer zugängliche Mozambique verlegt hat.
Sind Sie Südafrikaner? Dann liefert Ihnen „Die weiße Löwin" wertvolle Einblicke in die jüngste Geschichte Ihres Landes. Dass beispielsweise Euer hochgeschätzter Altpräsident Mandela heute als Rentner quietschvergnügt im Schaukelstuhl auf seiner Veranda sitzen und Krimis von Henning Mankell lesen kann, verdankt er einzig und allein dem Umstand, dass im Jahre 1992 einige finstere Buren ihre schwarzen Killer unvorsichtigerweise zu Schiessübungen nach Nordeuropa schicken zu müssen glaubten. Anscheinend hatten die Herr-schaften seinerzeit in dem dichtbesiedelten Südafrika kein geeignetes Plätzchen ausfindig machen können, wo man ungestört 'rumballern kann. Wie dem auch sei: Völlig entgeistert (Geist Songoma hatte die strapaziöse Flugreise nicht mitgemacht) musste der erste angereiste Killer gleich feststellen, dass die schwedischen grün-gehörnten Bullen ihm nicht nur Tee servierten sondern dass er sogar bei ihnen zu Hause pennen durfte, seine Wunden versorgt wurden und man ihn dann wieder laufen ließ, damit er schön brav weiter seinem Beruf nachgehen kann. Wenn das nicht den brutalsten Killer umhaut…selbst Songoma hätte hier nicht weitergewusst. Nelson Mandela bleibt trotz allem hochgradig gefährdet. Wenn er nämlich „Die weiße Löwin" lesen sollte, könnte es durchaus passieren, dass er sich totlacht…
Sind Sie Russe? Dann werden Sie dieses Buch mögen. Hut ab vor den Russen! Wie ein einziger ex-KGB-Agent die gesamte schwedische Polizei nach Belieben aufmischt, das zeigt wieder mal, wie wichtig eine ordentliche, solide Berufsausbildung im Leben ist. Eine Lehre und ein Ansporn für unsere jungen Leser, die übrigens auch einige dufte Tipps kriegen, wie man mit missliebigen Personen umgeht. Was unseren KGB-Mann schließlich in Bedrängnis brachte, war seine dumme Angewohnheit, seine kleine Notdurft immer im Freien zu verrichten statt schön brav die schwedischen Wasserklosetts zu benutzen. Anscheinend ließen die hygienischen Verhältnisse beim KGB in Kiew, wo unser Mann herstammt, doch ziemlich zu wünschen übrig, und so hat er sich hier möglicherweise etwas angewöhnt, das ihm letztlich sehr zum Nachteil gereichte (mehr will ich hier nicht verraten). Das zeigt aber auch wieder mal, dass berufliches Können allein noch lange keine Erfolgsgarantie ist. Man sollte gerade im Ausland auf tadelloses Benehmen achten.
Sind Sie Deutsche/r? Dann krallen Sie sich das Buch. Dick wie es ist, beschert es Ihnen viele Stunden von den Zwängen des Realen ungetrübte Lesefreude.
Barbara Geissler ([email protected]) aus Münster, Deutschland, 19. Juli 1999
Südafrikanischer Rassenwahnsinn schwappt nach Schweden
Am Anfang steht der schwedische Kommissar Kurt Wallander vor dem Verschwinden einer jungen Immobilienmaklerin. Als sie wenig später erschossen im Wald aufgefunden wird, scheint ihr Tod vollkommen sinnlos. Doch bald ergeben sich Hinweise auf einen rassistischen Geheimbund, der Schweden missbraucht als Trainingscamp für seine terroristischen Machenschaften in Südafrika, dem krisengeschüttelten Land im Umbruch zwischen Apartheid und Demokratie. Eine wilde Hatz auf die Verschwörer beginnt, eine Jagd gegen die Uhr, bei der auch Wallanders persönliches Umfeld nicht verschont bleibt und er selbst bis an die Grenzen des Erträglichen gehen muss.
Der selbst in Afrika lebende Henning Mankell versteht es, fundierte Sachkenntnisse über das Südafrika der beginnenden 90er Jahre in einem packenden Krimi zu verarbeiten. Sein großes Können besteht in der Authentizität, mit der er seine Figuren zeichnet; an keiner Stelle verfällt er dabei in Klischees oder plakative Schwarz-Weiß-Malerei. Die zweisträngig - in Schweden und Südafrika - angelegte Handlung mit einer zweiten Hauptfigur neben Wallander bringt Variation im Aufbau und gesteigerte Spannung zwischen den beiden (Nord-Süd-)Polen mit sich.
Ein weiterer Thriller der ersten Güteklasse vom schwedischen Erfolgsautor, dem Bestseller ‚Die fünfte Frau‘ ebenbürtig.
[email protected] aus Basel, Schweiz, 14. Juli 1999
Ein grossartiger Erzähler
Henning Mankell gelingt es in diesem Buch wie in keinen anderen, den Leser von der ersten Seite an zu packen. Die Kombination eines Krimis mit einer politischen Geschichte, die zudem im für uns spannenden und mit Interesse verfolgten Südafrika liegt, ist gelungen. Der beste Krimi Mankells!
[email protected] aus Rödermark, 13. Juli 1999
Spannender Thriller mit zu vielen Unwahrscheinlichkeiten
Zwiespältige Gefühle begleiten mich beim Lesen dieses Thrillers. Für mich steht Mankell weniger in der Tradition der Schweden Sjöwall/Wahlöö, sondern er erinnert mich eher an Thriller des Briten Forsyth. Thriller sind im Gegensatz zu Detektivgeschichten dadurch charakterisiert, daß stärker auf die Action, die Handlung Wert gelegt wird und weniger auf die Charaktere. Differenzierte Charaktere kommen in diesem Buch - mit Ausnahme des Kommissars nicht vor; alle Figuren sind qua definitionem eindeutig zuordbar. Gut geschildert die Geisterwelt der afrikanischen Riten, auch die Machenschaften der südafrikanischen Bruderschaft, einer rechtsradikalen Geheimorganisation. Allerdings - und dies mindert die Qualität des Krimis meiner Meinung nach bedeutend - baut Mankell zu viele Unwahrscheinlichkeiten in seine - für mich zu lang geratene - Handlung ein. So ist es völlig unwahrscheinlich, daß der - brutal gezeichnete - Killer Konovalenko die zufällig daherkommende Immobilienmaklerin erschießt - er müßte doch beim KGB gelernt haben, daß er damit nur die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zieht. Auch Wallanders - durchaus strafrechtliches - Dienstvergehen, den Killer auf eigene Faust zu jagen, wird als harmlose Marotte eines zeitweilig übergeschnappten Kommissars abgetan. Damit die Handlung auch bis zum Schluß spannend bleibt, geht am Ende eine Seite eines wichtigen Telex Wallanders nach Südafrika, welches die Identität des auf Mandela angesetzten Killers beschreiben soll - verloren; viel zu viel Unwahrscheinlichkeiten werden hier aufgebaut: angesichts der Wichtigkeit der Mitteilung und der Eile wäre ein Anruf notwendig gewesen oder zumindest - bei fehlender Unterschrift - eine Rückfrage. Dies passte natürlich Mankell nicht in seinen Plot. Ähnlich wie bei Forsyths „Schakal“ muß das Attentat ja am Ende - beinahe - gelingen. Schade; durchaus hervorragende Passagen wechseln mit solchen Unwahrscheinlichkeiten ab. Außerdem ist mir der Krimi - wie Mankell überhaupt - zu brutal; die Tötungsszenen werden zu Hinrichtungen und bis in die Einzelheiten fast sadistisch nachgezeichnet. Ich frage mich: muß dies heute sein, um Lesepublikum zu bekommen ? Fazit: ein durchaus spannender, allerdings kein hervorragender Thriller des schwedischen Erfolgsautors.
Thomas Hattendorff ([email protected]) aus Heddesheim, 4. Juli 1999
Spannend bis zum Schluß
Warum der Verlag Mankell in der Tradition Sjöwall/Wahlöö sieht, ist nicht unbedingt klar erkenntlich. Die durchaus zugespitzte Gesellschaftskritik von Sjöwall/Wahlöö kommt bei Henning Mankell so nicht vor, aber die Zeiten haben sich eben auch geändert. Mankell hat seine Erzähltechnik gegenüber „Mörder ohne Gesicht“ verfeinert und er nervt nicht mehr mit stereotypen Wetterbeschreibungen, die auch gar nicht nötig sind. Auch so schafft er es, die Landschaft Südschwedens als einen der Schauplätze dieses Krimis lebendig werden zu lassen. Die Konfrontation zwischen dem Provinzpolizisten Wallander und dem eiskalten, sadistischen ehemaligen KGB-Mann Konovalenko kommt jedenfalls glaubwürdig und differenziert rüber.Die südafrikanische Dimension verleiht dem Krimi einen zusätzliche Reiz. Daß doch einige in ihrer Häufung etwas seltsame Pannen und Zufälle eine immer größere Rolle spielen - nun gut, vielleicht ist das ja so im Leben. Mankell hat die Handlungsstränge gut in der Hand und es gelingt ihm, sie zu einem insgesamt glaubwürdigen und differenzierten Krimi zu verweben. Dieser Krimi gehört zu der Sorte, die man fast zwanghaft zu Ende liest und das ist für mich ein klarer Qualitätsbeweis.
[email protected] aus Mannheim Deutschland, 22. Februar 1999
Spannend Packend auch Informativ
Inspektor Wallander von der Ystaader Polizei ist ein von selbstzweifeln geplagter Eigenbrödler.Nur so lassen sich 1-2 Ereignisse innerhalb der Storry erklären. z.B. Als er den Südafrikanischen schwarzen Attentäter Mabatsa findet ,ihn aber nicht seinen Kollegen von der Polizei übergibt sondern ihn in der eigenen Wohnung unterbringt. Ebenso sein Verhalten als klar wird daß auch seine Tochter in die Ereignisse hineingezogen wird und er eigentlich total versagt unfähig seine Tochter zu schützen. Sehr gut beschrieben sind die Südafrikanischen Verhältnisse vor der Wahl Mandelas zum Presidenten. Die menschenverachtende Einstellung der Burennachkommen den Schwarzen gegenüber,der gnadenlose Zynissmuss der darin gipfelt ,einem von den Buren verachteten Schwarzen den Auftrag zur Erschiessung Mandelas zu geben.Wer sich an die Nachrichten und Korespondenten-berichte Anfang der 90 Jahre erinnert kann dies alles sehr gut nachvollziehen. Etwas seltsam muten auch die vielen Pannen gegen Ende an ,die aber offenbar notwendig sind um die Spannung bis zum Schluß aufrechtzuerhalten. Sonst ist die Schilderung auch der schwedischen Verhältnisse gut gelungen.Trotz der kleinen Mängel in bezug zum realistischen Polizeialltag ein wunderbarer Krimi.
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