Hallo Experten,
da die entsprechenden Artikel im Archiv bereits drei Jahre oder älter sind, wollte ich erneut die Frage aufwerfen, ob sich für das Referendariat (Lehramt Gym, wahrscheinlich in Niedersachsen) eher eine gesetzliche oder der Eintritt in die private Krankenversicherung empfiehlt.
Mit Eintritt in das Ref bin ich ja Beamtenanwärter, da ich ein Mangelfach habe, hoffe ich, nach dem Ref nicht in die Arbeitslosigkeit entlassen zu werden (aber man weiß ja nie). Zurzeit bin ich noch gesetzlich über meinen Vater familienversichert.
Aber wie das ab November aussehen wird … Wer kann mir pro und contra für die private/ gesetzliche KV nennen? Ich habe gehört, dass der spätere Wechsel (falls es doch nichts wird mit der sofortigen Übernahme) von der privaten zurück in die gesetzliche eher schwierig sein soll? Wer hat Szenarien, etc?
Mit vielen Grüßen und Vorab-Dank von der völlig planlosen
sannah
Hallo,
ich kann dir „nur“ aus eigener Erfahrung mit einer privaten Krankenversicherung ("die bekannte Versicherung für den ÖD) berichten:
- Referendariat in Niedersachsen (technischer Verwaltungsdienst)
- vorher in Privater über meinen Vater versichert gewesen
- „Überschreibung“ der Versicherung meines Vaters auf mich
- Beitrag / Monat: ca. 80 €
- Beitragsrückerstattung bei nicht eingereichten Rechnungen bei der KK (Abrechnung über Beihilfestelle geht trotzdem) von ca. 5 Monatsbeiträgen
- nach Referendariat übernommen und in der Privaten geblieben, nun Beitrag ca. 230 €
Ergebnis für mich:
- Beitrag in der gesetzlichen Versicherung während des Referendariats wäre viel höher gewesen, wenn ich mich nicht irre (keine Ahnung, ob die GKV das Referendariat als Ausbildung anerkennt, nach Studium)
- keine Beitragsrückerstattung bei GKV
- Leistungen in der privaten gefallen mir eindeutig besser (persönliche Zusammenstellung der Vertragsleistungen)
Erkundige dich am besten bei einer GKV, wie hoch der Beitrag/ Monat ist, und bei einer privaten, wie sie es handhaben, wenn du nicht übernommen wirst, und dementsprechend auch bei einer gesetzlichen, ob du dort dann versichert wirst.
Ich drücke dir die Daumen, dass du übernommen wirst und wünsche viel Spass im Referendariat!
Teufelchen
Hallo Sannah,
Mit Eintritt in das Ref bin ich ja Beamtenanwärter, da ich ein
Damit hast Du einen Beihilfeanspruch und bekommst keinen AG-Anteil zu einer Krankenversicherung.
Im Klartext: Entweder Du gehst in die private KV und versicherst nur das, was die Beihilfe nicht übernimmt oder Du bleibst in der Krankenkasse und zahlst alles allein (nicht sehr sinnvoll).
Aber wie das ab November aussehen wird … Wer kann mir pro
und contra für die private/ gesetzliche KV nennen? Ich habe
In Deinem Fall:
GKV: relativ teuer und begrenzte Leistungen,
Beihilfe plus PKV: deutlich preiswerter und bessere Leistungen
gehört, dass der spätere Wechsel (falls es doch nichts wird
mit der sofortigen Übernahme) von der privaten zurück in die
gesetzliche eher schwierig sein soll?
Das kann man nicht in einem Satz sagen, dafür gibt es bei Dir zu viele verschiedene Szenarien. Am besten Du erkundigst Dich bei einer PKV und bei Deiner Krankenkasse.
Hallo,
in deinem Fall ist es für mich nicht schwer über meinen eigenen
Schatten zu springen und zu sagen - die PKV hat für Dich mehr Vorteile
gegenüber der GKV - man muss so fair sein als GKV-Mitarbeiter um
auch mal so etwas zu sagen.
Bei meiner Aussage gehe ich davon aus, dass Du lose und ledig bist
und an keiner „schlimmen“ Krankheit leidest.
Gruss
Günter Czauderna
Bei meiner Aussage gehe ich davon aus, dass Du lose
was bedeutet „lose“?
und ledig bist
ehrlich interessierte Frage: was und wieso wäre anders, wenn sie verheiratet wäre?
Ciao, Wotan
ehrlich interessierte Frage: was und wieso wäre anders, wenn
sie verheiratet wäre?
Dann hätte der Ehegatte in der GKV evt. Anspruch auf kostenlose Familienversicherung. Das gibt es in der PKV nicht, da wäre auch der einkommenslose Ehegatte beitragspflichtig zu versichern.
Hallo,
das ist bei uns (Hessen) so ein Spruch : ledig und lose -
will sagen unverheiratet und ohne Kinder.
Wenn das nicht so wäre, dann muesste man nochmals genau nachschauen,
ob nicht doch die GKV die bessere Wahl wäre - aber so!!
Gruss
Günter Czauderna
Dann hätte der Ehegatte in der GKV evt. Anspruch auf
kostenlose Familienversicherung. Das gibt es in der PKV nicht,
da wäre auch der einkommenslose Ehegatte beitragspflichtig zu
versichern.
Aha. Also hängt es nicht am Verheiratetsein an sich, sondern die GKV kann unter Umständen ratsam sein, wenn der Ehegatte nicht erwerbstätig ist.
Ehegatte arbeitet, keine Kinder -> PKV besser
Ehegatte arbeitet und ist in GKV, Kinder bei ihm mitversichert -> PKV besser
In allen anderen Konstellationen muß man schauen.
Ist das so ungefähr richtig?
Aha. Also hängt es nicht am Verheiratetsein an sich, sondern
die GKV kann unter Umständen ratsam sein, wenn der Ehegatte
nicht erwerbstätig ist.
Ehegatte arbeitet, keine Kinder -> PKV besser
Eindeutiges Ja.
Ehegatte arbeitet und ist in GKV, Kinder bei ihm mitversichert
-> PKV besser
Nicht ganz richtig. Ehegatte in der GKV, anderer Ehegatte beihilfeberechtigt und in der PKV -> Kinder auch beihilfeberechtigt und in der PKV
In allen anderen Konstellationen muß man schauen.
Welche anderen ?
Hallo und Danke allen, die geantwortet haben. Mit Ende des Studiums muss ich mich ja endgültig um alles kümmern und so ganz den Plan habe ich noch nicht. Aber wie heißt es so schön: Man wächst rein.
Und da ich „ledig und lose“ bin (@Günter), wird es ab November für die nächsten zwei Jahre wohl erst einmal die PKV werden.
Gruß sannah