Reflexion auf Atomgröße und Unordnung in Brechzahl

Hallo,
wie kann man sich denn die Reflexion abhängig von dem Verhältnis der Brechzahlen erklären?
Ich stelle es mir so vor, dass die Photonen mit den Elektronen im Atom stoßen und so eben reflektiert werden.
Je länger das Elektron angeregt bleibt, was dann einer großen Brechzahl entspricht, weil das Licht ja länger braucht um durchzugelangen, desto schwieriger ist es, dass das Photon absorbiert wird und so durch das optisch dichtere Medium zu gelangen.

Wenn das aber ein Wechselspiel von Absorption und Emision ist, dann gibt es doch aber bestimmt auch Materialien, bei denen blaues Licht zum Beispiel weniger gebrochen wird als rotes Licht, also genau umgekehrt wie bei Glas, halt je nachdem, wie das Material mit der Frequenz umgeht, ob das Elektron bei der Frequenz lange oder kurz angeregt ist. Das kann ja dann ganz durcheinander sein, oder?

Danke
Tim

Hallo,
wie kann man sich denn die Reflexion abhängig von dem
Verhältnis der Brechzahlen erklären?

Erst einmal beschreiben: Das Stichwort heißt Fresnel’sche Gleichungen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Fresnelsche_Formeln

Zweitens: Dass da ein Zusammenhang ist, liegt daran, dass für alles, Reflexion, Absorbtion und Brechung, die komplexe Dielektrizitäts-„Konstante“ verantwortlich ist.

Die Zusammenhänge bei gegebener Dielektrizitätskonstante zu erarbeiten ist ein schönes Stück Arbeit für Physikstudenten im 3. Semester -> viel Spaß dabei!

Die Dielektrizitätskonstante selbst zu berechnen ist ein beliebig kompliziertes Thema der Festkörperphysik. Die Frequenzabhängigkeit beschreibt, wie Licht verschiedener Wellenlänge gebrochen wird. Das kann meines Wissens beliebig sein, also konstant, abnehmend oder zunehmend.