Faulheit 
Hallo Marcus,
Das kann schon sein. Nur: nach der Uni müssen die Studenten
mühsam lernen, wie die Wirklichkeit aussieht.
Gabs bei uns so recht selten. Wir hatten schon in der Polytechnischen Oberschule Werkunterricht und arbeiten in Betrieben, um den Bezug zur Praxis herzustellen. Fand ich sehr vernünftig. Beim Abi und Studium genauso.
Zu den
Erfolgsaussichten: Ich kann mich dunkel erinnern, daß weniger
Leute erschossen wurden, die in die DDR einreisen wollten
als…
Was sind sie auch ausgereist. „g“
Quatsch, was meinst du, warum die Leute 89 auf die Straße sind? Es behauptet doch außer der Bildzeitung niemand, daß das Land das Nonplusultra war. Das System fand ich aber wesentlich sinnvoller. Eigentlich wollten anfangs auch alle nur Reformen und keinen Systemwechsel. Jetzt hats auch der Rest begriffen.
Gut. Fakt ist, China ist der letzte sozialistische Staat der
„2. Welt“, der halbwegs funktioniert. Alle anderen sind im
Bürgerkrieg, isoliert oder in der Auflösung.
Nun, mir fällt es schwer, Deutschland und seine soziale
Struktur mit China zu vergleichen. Vielleicht hätte ich Marx
und Hagel ähh Hegel doch lesen sollen.
Ab Aristoteles, Domocrit und Kant. Bei Lenin bitte aufhören, der hat Fehler drin. Er hat dem Stalinismus den Weg geebnet.
Und was machst du mit den Leuten, die mit Ende 50 nicht mehr
können weil sie in ihrem Arbeitsleben schweren körperlichen
Belastungen ausgesetzt waren?
LOL, hätten die Ossis damals so gearbeitet, hätten wir den Westen kaufen können und China, Rußland und USA noch dazu. Eine Planwirtschaft ist sehr effizient. Es ist doch garnicht mehr nötig, sich so abzurackern.
Guck dich doch mal um, wer heute überhaupt noch produktiv arbeitet und wieviele wie gut davon leben. Nun stell dir mal vor, du machst in Deutschland nen Bürokratiekahlschlag und läßt alle arbeiten - 100% Beschäftigung. Wozu soll es gut sein, das zigfache dessen, was du benötigst, herzustellen?
Andererseits möchte ich nach 40 Jahren Arbeit auch irgendwann
mal in der Sonne sitzen und auf mein Arbeitsleben
zurückblicken können. Schließlich arbeite ich um zu leben und
nicht umgekehrt.
Quatsch, du lebst um zu arbeiten und zu lernen, aber nicht um dich ausquetschen zu lassen, wie ne reife Zitrone, damit die Säcke von ner Krankenkasse ein paar tausend Mark im Monat verdienen, ohne irgendeinem zu nutzen.
Was machst du mit 60? Zuhause sitzen und popeln? Mit irgendwas mußt du doch den Tag rumbringen.
Ich bin mir sicher, daß mind. 60% der arbeitenden Bevölkerung
zumindest nicht damit einverstanden ist, über ein halbes Jahr
statistisch nur für den Staat zu arbeiten. Schließlich werde
ich noch 40 Jahre Geld in irgendwelche Kassen einzahlen und
auch ich erwarte, etwas dafür zu bekommen.
Will ich auch nicht. Aber wenn ein paar Hanseln die Gebrauchsgüter für das restliche Heer Beamter und Untätiger produzieren muß, bleibt das so.
Mach dich doch mal 10 Jahre jünger und überprüfe, wie hoch
deine private Rente wäre, wenn du im Monat 400 € einzahlst.
Das sollte den Betrag den du und dein AG monatlich als
RV-Beitrag an die KK überweist decken. Und dann überlege,
wieviel du vom Staat für diesen Betrag bekommen wirst.
Wenn wir zur Rechnung Inflation und Zinsen weglassen, macht das bei 5% Rendite abzüglich 3% Kostensteigerung 2880€ jährlich oder 240€ monatlich + angelegtes Kapital von 144000€ - vorausgesetzt, daß die Anlage sicher ist. Und das ist sie nur für einige.
Merke: Du kannst nie und nimmer nicht mit Geld rechnen. Du rechnest dich nur reich.
Gibt’s die nicht schon in Holland?
Die haben 12% Arbeitslose, der Rest hat sich zu Nomaden zurückentwickelt. Das ist nicht ganz so mein Traum.
Warum soll der Staat etwas machen was privat günstiger geht?
Wie günstiger? Wertloses Papier in der Zukunft zu besitzen ist
tatsächlich günstiger. Verarschen kann ich mich auch alleine.
So wertlos wird das Papier schon nicht sein.
Doch. Ist es per Definition. Was soll es wert sein? Niemand verspricht dir, dafür etwas auszuzahlen. Das war einmal.
Frank