Reform Sozialversicherung

Hallo zusammen!

Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, wie man die Sozialversicherungen Grundlegend reformieren kann.
Rentenversicherung: Wie schon einmal geschrieben sollte die RV vom Generationenvertrag in eine kapitalgedeckte umgewandelt werden. Alle AN bis zum vollendeten 35. Lebensjahr bekommen über mehrere Stufen pauschale Abgeltungen pro geleistetes Beitragsjahr aus der ges. RV zurück mit der Auflage, dieses Geld in eine private Altersvorsorgeeinrichtung einzuzahlen. Ältere Abeitnehmer bis ca. 45 können sich bis zur Hälfte vom Beitrag befreien lassen, wenn sie zusätzlich privat einzahlen und die garantierte Rente mit der prognostizierten gesetzlichen mind. Betrag xy ergibt. AN, die noch voll in die gesetzliche RV einzahlen bekommen ab Rentenbeginn eine Zahlung in Höhe der Werte, die sie mit Stand 1990 erhalten hätten + Inflationsausgleich. Damit würde der Staat zwar noch ein paar Jahre draufzahlen, aber das Ende wäre absehbar.
Alle AN, die nicht mehr in die gesetzliche RV einzahlen, haben Anspruch auf insg. 15 % aufgeteilt 50/50 wie bisher oder auf eine Garantierente von € 1000 plus 1,6 % Inflationsausgleich/Jahr bis zur Rente. Wer mehr Rente haben möchte kann unbegrenzt aus seinem Einkommen steuer- und SV-frei einzahlen.
Krankenversicherung: In einer Zeit von Online-Banking und Direktversicherungen ist eine Organisation wie die AOK untragbar geworden. Es kann nicht sein, dass in der heutigen Zeit eine Versicherung in jeder Stadt eine Zweigstelle und wahrscheinlich auch noch einen Zweigstellenleiter hat.
Deshalb: die AOK wird komplett abgeschafft. Eingeführt für alle, die sich eine alternative KV nicht leisten können wird eine gesetzliche Pflichtkasse. Diese Pflichtkasse zahlt nur Notmaßnahmen, 1x/Jahr Zahnarzt (außer man hat Schmerzen), 1x/Jahr Vorsorge beim Hausarzt, keine Kur, keinen Zahnersatz, keine Medikamente, kein gar nichts.
Alle anderen haben die Möglichkeit sich in einer der bestehenden Kassen einzugliedern. Der Beitrag sollte durch Wegfall des Risikostrukturausgleiches auf ca. 7-9 % fallen. Versicherungspflichtig ist jeder bis zur BMG RV. Wer mehr Leistungen möchte, soll sich zusätzlich privat versichern. Um Rentner, Arbeitslose usw. nicht ins gesundheitliche Abseits zu befördern hat jeder der mind. 60 Monatsbeiträge gezahlt hat Anspruch auf halbe Beiträge haben, wenn er nicht (mehr) berufstätig ist (bzw. für den mind. 60 Monatsbeiträge gezahlt wurden/Familienversicherung).

Gruß

Marcus

Moin Marcus,

Ich habe mir ein paar Gedanken gemacht, wie man die
Sozialversicherungen Grundlegend reformieren kann.

Stimmt, eine Reform wäre das. Fragt sich nur: eine Reform wohin?

Rentenversicherung: Wie schon einmal geschrieben sollte die RV
vom Generationenvertrag in eine kapitalgedeckte umgewandelt
werden. Alle AN bis zum vollendeten 35. Lebensjahr bekommen
über mehrere Stufen pauschale Abgeltungen pro geleistetes
Beitragsjahr aus der ges. RV zurück mit der Auflage, dieses
Geld in eine private Altersvorsorgeeinrichtung einzuzahlen.
Ältere Abeitnehmer bis ca. 45 können sich bis zur Hälfte vom
Beitrag befreien lassen, wenn sie zusätzlich privat einzahlen
und die garantierte Rente mit der prognostizierten
gesetzlichen mind. Betrag xy ergibt. AN, die noch voll in die
gesetzliche RV einzahlen bekommen ab Rentenbeginn eine Zahlung
in Höhe der Werte, die sie mit Stand 1990 erhalten hätten +
Inflationsausgleich. Damit würde der Staat zwar noch ein paar
Jahre draufzahlen, aber das Ende wäre absehbar.

Nur kannst Du damit Deinen Vorschlag gleich in die Tonne kloppen. Eine Reform, bei der der Staat „noch ein paar Jahre draufzahlen“ muss, ist gegenwärtig nicht zu finanzieren. In zehn Jahren kann man vielleicht über Deine Idee diskutieren.

Vielleicht.

Alle AN, die nicht mehr in die gesetzliche RV einzahlen, haben
Anspruch auf insg. 15 % aufgeteilt 50/50 wie bisher oder auf
eine Garantierente von € 1000 plus 1,6 %
Inflationsausgleich/Jahr bis zur Rente. Wer mehr Rente haben
möchte kann unbegrenzt aus seinem Einkommen steuer- und
SV-frei einzahlen.

Nur nebenbei: wieso eigentlich ein fester Inflationsausgleich? Mal verlieren die Rentner dann, mal gewinnen sie über Gebühr. Das macht keinen Sinn.

Krankenversicherung: In einer Zeit von Online-Banking und
Direktversicherungen ist eine Organisation wie die AOK
untragbar geworden. Es kann nicht sein, dass in der heutigen
Zeit eine Versicherung in jeder Stadt eine Zweigstelle und
wahrscheinlich auch noch einen Zweigstellenleiter hat.

Das macht nur Sinn, wenn Du jedem Deutschen einen Computer mit Internetzugang zur Verfügung stellst. Es soll durchaus noch Leute ohne Internet geben. Im übrigen hat auch nicht nur die AOK Zweigstellen.

Deshalb: die AOK wird komplett abgeschafft. Eingeführt für
alle, die sich eine alternative KV nicht leisten können wird
eine gesetzliche Pflichtkasse. Diese Pflichtkasse zahlt nur
Notmaßnahmen, 1x/Jahr Zahnarzt (außer man hat Schmerzen),
1x/Jahr Vorsorge beim Hausarzt, keine Kur, keinen Zahnersatz,
keine Medikamente, kein gar nichts.

Und welchen Sinn hat das dann? Wer gesund ist, profitiert von der Regelung. Wer krank ist, zahlt drauf. Sehr solidarische Idee.
Ich tippe mal, dass Du gegenwärtig gesund bist.

Fazit: Deine Vorschläge sind ein Fall für den Reisswolf.

Ciao

Ralf

Moin Ralf,

bitte erst lesen, dann denken, dann schreiben.

Stimmt, eine Reform wäre das. Fragt sich nur: eine Reform
wohin?

Rentenversicherung: Wie schon einmal geschrieben sollte die RV
vom Generationenvertrag in eine kapitalgedeckte umgewandelt
werden. Alle AN bis zum vollendeten 35. Lebensjahr bekommen
über mehrere Stufen pauschale Abgeltungen pro geleistetes
Beitragsjahr aus der ges. RV zurück mit der Auflage, dieses
Geld in eine private Altersvorsorgeeinrichtung einzuzahlen.
Ältere Abeitnehmer bis ca. 45 können sich bis zur Hälfte vom
Beitrag befreien lassen, wenn sie zusätzlich privat einzahlen
und die garantierte Rente mit der prognostizierten
gesetzlichen mind. Betrag xy ergibt. AN, die noch voll in die
gesetzliche RV einzahlen bekommen ab Rentenbeginn eine Zahlung
in Höhe der Werte, die sie mit Stand 1990 erhalten hätten +
Inflationsausgleich. Damit würde der Staat zwar noch ein paar
Jahre draufzahlen, aber das Ende wäre absehbar.

Nur kannst Du damit Deinen Vorschlag gleich in die Tonne
kloppen. Eine Reform, bei der der Staat „noch ein paar Jahre
draufzahlen“ muss, ist gegenwärtig nicht zu finanzieren. In
zehn Jahren kann man vielleicht über Deine Idee diskutieren.

Der Staat zahlt doch die ganze Zeit schon drauf und umso später die ges. RV abgeschafft wird, umso länger wird draufgezahlt. Wie würdest du denn die ges. RV auslaufen lassen??? Irgendwann muß doch der letzte Beitragszahler seinen letzten Beitrag gezahlt haben. Danach gibt’s nur noch Rentner.

Alle AN, die nicht mehr in die gesetzliche RV einzahlen, haben
Anspruch auf insg. 15 % aufgeteilt 50/50 wie bisher oder auf
eine Garantierente von € 1000 plus 1,6 %
Inflationsausgleich/Jahr bis zur Rente. Wer mehr Rente haben
möchte kann unbegrenzt aus seinem Einkommen steuer- und
SV-frei einzahlen.

Nur nebenbei: wieso eigentlich ein fester Inflationsausgleich?
Mal verlieren die Rentner dann, mal gewinnen sie über Gebühr.
Das macht keinen Sinn.

Den könnte man ja nachträglich anpassen. Nur kannst du bei einem 20-jährigen nicht die selben Werte nutzen wie bei einem 40-jährigen. Lebensversicherungen rechnen übrigens ähnlich.

Krankenversicherung: In einer Zeit von Online-Banking und
Direktversicherungen ist eine Organisation wie die AOK
untragbar geworden. Es kann nicht sein, dass in der heutigen
Zeit eine Versicherung in jeder Stadt eine Zweigstelle und
wahrscheinlich auch noch einen Zweigstellenleiter hat.

Das macht nur Sinn, wenn Du jedem Deutschen einen
Computer mit Internetzugang zur Verfügung stellst. Es soll
durchaus noch Leute ohne Internet geben. Im übrigen hat auch
nicht nur die AOK Zweigstellen.

Die AOK hat Zweigstellen in jedem Ort. Ich bin bei einer BKK versichert, die hat nur eine Geschäftsstelle und deshlab zahle ich auch nicht 15% Beitrag. Lies meinen Text bitte noch einmal.

Deshalb: die AOK wird komplett abgeschafft. Eingeführt für
alle, die sich eine alternative KV nicht leisten können wird
eine gesetzliche Pflichtkasse. Diese Pflichtkasse zahlt nur
Notmaßnahmen, 1x/Jahr Zahnarzt (außer man hat Schmerzen),
1x/Jahr Vorsorge beim Hausarzt, keine Kur, keinen Zahnersatz,
keine Medikamente, kein gar nichts.

Wieder schlecht gelesen. Ich habe geschrieben, daß nur wer sich keine „richtige“ Krankenkasse leisten kann in dieser Pflichtkasse versichert wird und da unser Sozialstaat nicht mehr so viel Geld hat, ist es nur richtig daß nicht jeder alles bezahlt bekommt!

Und welchen Sinn hat das dann? Wer gesund ist, profitiert von
der Regelung. Wer krank ist, zahlt drauf. Sehr solidarische
Idee.
Ich tippe mal, dass Du gegenwärtig gesund bist.

Fazit: Deine Vorschläge sind ein Fall für den Reisswolf.

Unsinn! Denk noch einmal drüber nach und schreib dann noch einmal!

Gruß

Marcus

weiche Hirne
Moin Markus,

ich würde das Rentenproblem ganz einfach lösen: jeder über 65 wird erschossen. Spart unheimlich Geld.
Bei deinem Vorschlag gibts nämlich ein kleines Problem - du verlagerst nämlich nur die derzeitigen Probleme in die Zukunft, das ist alles. wohin willst du per se wertlose papierschnipsel in dieser maroden Wirtschaft legen, damit diese ausreichend verzinst und sicher deine Rente absichern? Wer garantiert für die Sicherheit? Ein Staat, der nicht mit Geld umgehen kann?

Frank

Moin Marcus,

Der Staat zahlt doch die ganze Zeit schon drauf und umso
später die ges. RV abgeschafft wird, umso länger wird
draufgezahlt. Wie würdest du denn die ges. RV auslaufen
lassen???

Langsam. Man kann nicht alle Probleme gleichzeitig angehen, sondern muss Prioritäten setzen. Eine umfangreiche Rentenreform ist nicht meine erste Priorität. Abbau der Staatsverschuldung, zumindest der Nettoneuverschuldung, bei gleichzeitigem Abbau der Arbeitslosigkeit steht für mich auf Rang 1.

Wenn wir dies geschafft haben, existiert genügend finanzieller Spielraum die nächsten Probleme wie eine umfangreiche Rentenreform anzugehen.

Alle AN, die nicht mehr in die gesetzliche RV einzahlen, haben
Anspruch auf insg. 15 % aufgeteilt 50/50 wie bisher oder auf
eine Garantierente von € 1000 plus 1,6 %
Inflationsausgleich/Jahr bis zur Rente. Wer mehr Rente haben
möchte kann unbegrenzt aus seinem Einkommen steuer- und
SV-frei einzahlen.

Nur nebenbei: wieso eigentlich ein fester Inflationsausgleich?
Mal verlieren die Rentner dann, mal gewinnen sie über Gebühr.
Das macht keinen Sinn.

Den könnte man ja nachträglich anpassen.

Ok, also kein fester Inflationsausgleich.

Nur kannst du bei
einem 20-jährigen nicht die selben Werte nutzen wie bei einem
40-jährigen. Lebensversicherungen rechnen übrigens ähnlich.

Eben. Lebensversicherungen müssen auch nicht nach dem Solidaritätsprinzip operieren. Wenn es z.B. für ein von der Geburt an schwerbehindertes Kind mit geringer Lebenserwartung keine Lebensversicherung gibt, dann gibt es eben keine. Der Staat sollte anders handeln.

Krankenversicherung: In einer Zeit von Online-Banking und
Direktversicherungen ist eine Organisation wie die AOK
untragbar geworden. Es kann nicht sein, dass in der heutigen
Zeit eine Versicherung in jeder Stadt eine Zweigstelle und
wahrscheinlich auch noch einen Zweigstellenleiter hat.

Das macht nur Sinn, wenn Du jedem Deutschen einen
Computer mit Internetzugang zur Verfügung stellst. Es soll
durchaus noch Leute ohne Internet geben. Im übrigen hat auch
nicht nur die AOK Zweigstellen.

Die AOK hat Zweigstellen in jedem Ort. Ich bin bei
einer BKK versichert, die hat nur eine Geschäftsstelle und
deshlab zahle ich auch nicht 15% Beitrag. Lies meinen Text
bitte noch einmal.

Eben, das habe ich geschrieben:

  1. Hat nicht nur die AOK Zweigstellen. Ich habe nicht bestritten, dass die AOK Zweigstellen hat.
  2. Gibt es halt immer noch Leute ohne Internetzugang in Deutschland. Was machen die?

Deshalb: die AOK wird komplett abgeschafft. Eingeführt für
alle, die sich eine alternative KV nicht leisten können wird
eine gesetzliche Pflichtkasse. Diese Pflichtkasse zahlt nur
Notmaßnahmen, 1x/Jahr Zahnarzt (außer man hat Schmerzen),
1x/Jahr Vorsorge beim Hausarzt, keine Kur, keinen Zahnersatz,
keine Medikamente, kein gar nichts.

Wieder schlecht gelesen. Ich habe geschrieben, daß nur wer
sich keine „richtige“ Krankenkasse leisten kann in dieser
Pflichtkasse versichert wird und da unser Sozialstaat nicht
mehr so viel Geld hat, ist es nur richtig daß nicht jeder
alles bezahlt bekommt!

Eben, genau darauf habe ich geantwortet. Wer arm und krank ist, zahlt bei Deiner Reform drauf. Denn er kann sich keine „richtige“ Krankenkasse (Deine Wortwahl) leisten und muss sich Zahnersatz, Medikamente etc. selbst bezahlen. Da dies dann viele nicht mehr können, denn Medikamente sind teuer, führt Dein Modell zu einem langsamen Aussterben der Armen.

Auch eine Lösung.

Und welchen Sinn hat das dann? Wer gesund ist, profitiert von
der Regelung. Wer krank ist, zahlt drauf. Sehr solidarische
Idee.
Ich tippe mal, dass Du gegenwärtig gesund bist.

Fazit: Deine Vorschläge sind ein Fall für den Reisswolf.

Unsinn! Denk noch einmal drüber nach und schreib dann noch
einmal!

OK. Ich habe Deine Vorschläge noch mal gelesen und habe meine Meinung dazu etwas verändert. Sie erscheinen mir noch absurder (freundlich ausgedrückt) als beim ersten Lesen. Der Reisswolf wäre mir dafür mittlerweile zu schade.

Kurze Bewertung in zwei Worten: soziale Euthanasie.

Ciao

Ralf

Eben, das habe ich geschrieben:

  1. Hat nicht nur die AOK Zweigstellen. Ich habe nicht
    bestritten, dass die AOK Zweigstellen hat.
  2. Gibt es halt immer noch Leute ohne Internetzugang in
    Deutschland. Was machen die?

Die machen das, was alle diejenigen jetzt schon machen, die nicht bei der AOK sind. Telephonieren oder in die nächste größere Stadt fahren. Ich war 6 Jahre lang bei der TK versichert. Ich war zweimal da, weil ich meine Immatrikulationsbescheinigung vorbeigebracht habe. Und das auch nur, weil ich direkt um die Ecke wohnte, sonst hätte (bzw. habe ich auch später) das Ding per Post hingeschickt.

Wofür also braucht man Zweigstellen? Der Mitarbeiter vor Ort kann letzten Endes auch nicht mehr machen, als den zuständigen Mitarbeiter in der Zentralverwaltung anzurufen.

Gruß
Christian

Hallo auch hier,

Nur kannst Du damit Deinen Vorschlag gleich in die Tonne
kloppen. Eine Reform, bei der der Staat „noch ein paar Jahre
draufzahlen“ muss, ist gegenwärtig nicht zu finanzieren.

nun, 100 Mrd. Euro zahlt der Bund schon derzeit in die Rentenkassen, die wären also schon einmal in die Waagschale zu werfen, weil sie zu einem Teil wegfallen würden. Dazu kommen die versicherungsfremden Leistungen, über die wir ja schon neulich diskutierten. (Hast Du den Link eigentlich noch, mir ist er irgendwie abhanden gekommen?)

Gruß
Christian

zur RV
Hallo Marcus,

zum Thema Rente seh ich bei deinem Konzept folgendes Probem:

  1. nehmen wir an, wir zahlen nach einem wie auch immer gearteten Rüchkzahlungsmodus Geld an die AN zurück mit der Auflage, es sinnvoll anzulegen. Da tun sich für mich schon die ersten Probleme auf:
    a) wer kontrolliert die Qualität der Anlageformen (und damit die Sicherheit der Altersvorsorge) und wer kontrolliert, ob das Geld nicht für ne Menge schöner Urlaube ausgegeben wird? Gibts da dann Sanktionen? und wie sehen die aus?
    b)…Zumindest das Minimum musst du den Leuten später dann doch wieder als Sozialhilfe zukommen lassen - auch wenn sie vorher aus Vorsatz oder Falschinformation ihr Vorsorgegeld verloren haben - das ist aber auch ungerecht gegenüber den „fleissigen Sparern“.

Da der Staat ein Interesse haben muss, das das Geld vernünftig angelegt wird ( sonst muss er nämlich doch wieder ran) - ist das alles in meinen Augen nicht sehr überschaubar.

  1. Problem: Ok, ist für dich vielleicht keins: Aber so völlig außer Acht lassen kann man ja nicht, dass Eltern weniger Geld in die Altersvorsorge stecken können. Wie kann hier ein Vorsorge-Ausgleich stattfinden, der allen gerecht wird. Ich gehe hier mal von der Prämisse aus, das Kinder für den Staat und die Gesellschaft erwünscht sind…

Mein Gegenvorschlag: Endziel kann nur eine Minimalrente sein, die über Steuergelder - wie die Sozialhilfe- finanziert wird und auch nicht viel höher sein wird. Entsprechende noch zu klärende Zusatzrente für „Kinderbekommer“:wink: wäre diskutierenswert. Und der Rest ist Privatsache mit ev. entsprechender Förderung durch den Staat durch 1. Qualitätskontrolle (Zertifizierungen für besonders sichere und gute Anlageformen bsw.) und 2. steuerliche Vorteile und Anreize.

grüße,

barbara

Moin Marcus,

Der Staat zahlt doch die ganze Zeit schon drauf und umso
später die ges. RV abgeschafft wird, umso länger wird
draufgezahlt. Wie würdest du denn die ges. RV auslaufen
lassen???

Langsam. Man kann nicht alle Probleme gleichzeitig angehen,
sondern muss Prioritäten setzen. Eine umfangreiche
Rentenreform ist nicht meine erste Priorität. Abbau der
Staatsverschuldung, zumindest der Nettoneuverschuldung, bei
gleichzeitigem Abbau der Arbeitslosigkeit steht für mich auf
Rang 1.

Das Hauptziel des Staates sollte sein die Ausgaben langfristig zu begrenzen bzw. abzubauen und sich aus unrentablen Angelegenheiten die andere besser erledigen können zurückzuziehen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Was nützt dir eine kurzfristige Senkung der Neuverschuldung wenn du dein Volk dadurch so verunsicherst, dass es in den „Konsumstreik“ tritt?! Dieser unsägliche Generationenvertrag der mich und Millionen andere Arbeitnehmer mit mir nötigt, zusätzlich zu über 19% Rentenversicherungsbeitrag noch privat vorzusorgen und der durch die jetzige Geburtenentwicklung überhaupt nicht funktionieren kann, muß so schnell wie möglich durch eine gute und durchdachte Alternative abgelöst werden. Die Riester-Rente ist zwar ein Ansatz aber auch ein Beweis, dass „gut gemeint“ und „gut gemacht“ zwei unüberbrückbare Gegensätze sind.

Wenn wir dies geschafft haben, existiert genügend finanzieller
Spielraum die nächsten Probleme wie eine umfangreiche
Rentenreform anzugehen.

Das wird nichts, sobald Geld da ist wird es von unseren Politikern schnellstmöglich für irgendwelchen Schrott umgesetzt.

Alle AN, die nicht mehr in die gesetzliche RV einzahlen, haben
Anspruch auf insg. 15 % aufgeteilt 50/50 wie bisher oder auf
eine Garantierente von € 1000 plus 1,6 %
Inflationsausgleich/Jahr bis zur Rente. Wer mehr Rente haben
möchte kann unbegrenzt aus seinem Einkommen steuer- und
SV-frei einzahlen.

Nur nebenbei: wieso eigentlich ein fester Inflationsausgleich?
Mal verlieren die Rentner dann, mal gewinnen sie über Gebühr.
Das macht keinen Sinn.

Den könnte man ja nachträglich anpassen.

Ok, also kein fester Inflationsausgleich.

Der Inflationsausgleich wird ja auch nicht ausgezahlt sondern hilft nur bei der Prognose der auszuzahlenden Rente.

Nur kannst du bei
einem 20-jährigen nicht die selben Werte nutzen wie bei einem
40-jährigen. Lebensversicherungen rechnen übrigens ähnlich.

Eben. Lebensversicherungen müssen auch nicht nach dem
Solidaritätsprinzip operieren. Wenn es z.B. für ein von der
Geburt an schwerbehindertes Kind mit geringer Lebenserwartung
keine Lebensversicherung gibt, dann gibt es eben keine. Der
Staat sollte anders handeln.

Auch bei Lebensversicherungen gibt es das Solidarprinzip. Irgendjemand muß es doch zahlen wenn du bei einer Risiko-Leben nach 1 Jahr verstirbst bzw. wenn du eine BU-Rente abgeschlossen hast und nach 5 Jahren BU wirst.

Krankenversicherung: In einer Zeit von Online-Banking und
Direktversicherungen ist eine Organisation wie die AOK
untragbar geworden. Es kann nicht sein, dass in der heutigen
Zeit eine Versicherung in jeder Stadt eine Zweigstelle und
wahrscheinlich auch noch einen Zweigstellenleiter hat.

Das macht nur Sinn, wenn Du jedem Deutschen einen
Computer mit Internetzugang zur Verfügung stellst. Es soll
durchaus noch Leute ohne Internet geben. Im übrigen hat auch
nicht nur die AOK Zweigstellen.

Die AOK hat Zweigstellen in jedem Ort. Ich bin bei
einer BKK versichert, die hat nur eine Geschäftsstelle und
deshlab zahle ich auch nicht 15% Beitrag. Lies meinen Text
bitte noch einmal.

Eben, das habe ich geschrieben:

  1. Hat nicht nur die AOK Zweigstellen. Ich habe nicht
    bestritten, dass die AOK Zweigstellen hat.
  2. Gibt es halt immer noch Leute ohne Internetzugang in
    Deutschland. Was machen die?

Wie gesagt, du denkst eindimensional. Irgendwo wird es schon eine Zweigstelle geben. Die rufst du dann an (ich denke, daß über 90 % der Einwohner Deutschlands ein Telefon haben) oder schreibst einen Brief (können auch fast alle).

Deshalb: die AOK wird komplett abgeschafft. Eingeführt für
alle, die sich eine alternative KV nicht leisten können wird
eine gesetzliche Pflichtkasse. Diese Pflichtkasse zahlt nur
Notmaßnahmen, 1x/Jahr Zahnarzt (außer man hat Schmerzen),
1x/Jahr Vorsorge beim Hausarzt, keine Kur, keinen Zahnersatz,
keine Medikamente, kein gar nichts.

Wieder schlecht gelesen. Ich habe geschrieben, daß nur wer
sich keine „richtige“ Krankenkasse leisten kann in dieser
Pflichtkasse versichert wird und da unser Sozialstaat nicht
mehr so viel Geld hat, ist es nur richtig daß nicht jeder
alles bezahlt bekommt!

Eben, genau darauf habe ich geantwortet. Wer arm und krank
ist, zahlt bei Deiner Reform drauf. Denn er kann sich keine
„richtige“ Krankenkasse (Deine Wortwahl) leisten und muss sich
Zahnersatz, Medikamente etc. selbst bezahlen. Da dies dann
viele nicht mehr können, denn Medikamente sind teuer, führt
Dein Modell zu einem langsamen Aussterben der Armen.

Auch eine Lösung.

Jeder der arbeiten geht kann sich eine gesetzliche KV leisten. Wer mind. 60 Monate einbezahlt hat oder für den mind. 60 Monate einbezahlt wurde (vom Vater/Mutter od. Ehepartner) hat Anspruch auf vergünstigte Beiträge. Das sollte genug Solidarität sein.

Und welchen Sinn hat das dann? Wer gesund ist, profitiert von
der Regelung. Wer krank ist, zahlt drauf. Sehr solidarische
Idee.
Ich tippe mal, dass Du gegenwärtig gesund bist.

Andersrum: ich zahle brav meine 13 %, gehe 2x/Jahr zum Arzt. Wenn ich aber richtig krank bin, habe ich überarbeitete Ärzte, gestresste Krankenschwestern, veraltetes Material und Medikamente (Ratiopharm läßt grüßen) und ich werde nach möglichst kurzer Zeit aus dem Krankenhaus abgeschoben. Findest du das richtig?
Sicher muß es es Solidarität geben aber ich finde es unverantwortlich so mit dem Medizin und Pflegepersonal umzugehen. Möchtest du von einem Arzt operiert werden, der schon 12 Stunden Schicht hinter sich hat? Warum ist die Situation in den Kliniken so? Weil die KK kein Geld haben. Also muß man sie entlasten.

Gruß

Marcus

Hallo Barbara

zum Thema Rente seh ich bei deinem Konzept folgendes Probem:

  1. nehmen wir an, wir zahlen nach einem wie auch immer
    gearteten Rüchkzahlungsmodus Geld an die AN zurück mit der
    Auflage, es sinnvoll anzulegen. Da tun sich für mich schon die
    ersten Probleme auf:

a) wer kontrolliert die Qualität der Anlageformen (und damit
die Sicherheit der Altersvorsorge) und wer kontrolliert, ob
das Geld nicht für ne Menge schöner Urlaube ausgegeben wird?
Gibts da dann Sanktionen? und wie sehen die aus?

Das machen wir wie bei der Riester-Rente: wir geben Anlageformen vor (traditionelle in der Mehrheit), die Versicherer dürfen sich darauf einstellen (mit Garantieverzinsung, kein Rückkauf, Lebenslange Altersrente, Witwen- und Waisenrente, EU/BU Abdeckung)
Die Zahlungen werden auch nicht direkt an die Leute ausgezahlt sondern diese geben einen Versicherungsvertrag an und da wird das Geld hin überwiesen. Eingerichtet muß dafür auch nichts neues werden, die Stelle ist heute schon für die Riester-Zulage zuständig.

b)…Zumindest das Minimum musst du den Leuten später dann
doch wieder als Sozialhilfe zukommen lassen - auch wenn sie
vorher aus Vorsatz oder Falschinformation ihr Vorsorgegeld
verloren haben - das ist aber auch ungerecht gegenüber den
„fleissigen Sparern“.

Ich muß gar nichts. Wer vorsätzlich Gelder veruntreut hat, arbeitet bis zum Tod. Wer Eigenverantwortung fordert, muß auch mit den negativen Konsequenzen leben.

  1. Problem: Ok, ist für dich vielleicht keins: Aber so völlig
    außer Acht lassen kann man ja nicht, dass Eltern weniger Geld
    in die Altersvorsorge stecken können. Wie kann hier ein
    Vorsorge-Ausgleich stattfinden, der allen gerecht wird. Ich
    gehe hier mal von der Prämisse aus, das Kinder für den Staat
    und die Gesellschaft erwünscht sind…

Wenn nur der Vater arbeiten geht, zahlt er mit seinem Beitrag weiterhin für seine Frau und seine Kinder mit. Und wer keine Kinder will, den sollte man auch nicht durch Geld überzeugen.

Mein Gegenvorschlag: Endziel kann nur eine Minimalrente sein,
die über Steuergelder - wie die Sozialhilfe- finanziert wird
und auch nicht viel höher sein wird. Entsprechende noch zu
klärende Zusatzrente für „Kinderbekommer“:wink: wäre
diskutierenswert. Und der Rest ist Privatsache mit ev.
entsprechender Förderung durch den Staat durch 1.
Qualitätskontrolle (Zertifizierungen für besonders sichere und
gute Anlageformen bsw.) und 2. steuerliche Vorteile und
Anreize.

So ähnlich ist die aktuelle Situation. Nur stelle ich leider fest, daß der Staat anscheinend nicht in der Lage ist, ein Projekt rationell durchzuführen. Deshalb bin ich der Meinung, daß der Staat sich nur noch auf Kernaufgaben aktiv konzentrieren und die Renten/Krankengeschichte überwachen sollte. Wenn du einen Vertrag mit einer Versicherung hast, dann garantiert dir diese einen gewissen Betrag. Dafür haftet sie mit ihrem Vermögen. Der Staat garantiert dir überhaupt nichts. Und: Wenn die Zahlungen, die monatlich in die ges. RV geleistet werden, privatwirtschaftlich eingezahlt würden, du wüßtest im Rentenalter nicht wohin mit dem Geld.

Gruß

Marcus

Moin Christian,

Die machen das, was alle diejenigen jetzt schon machen, die
nicht bei der AOK sind. Telephonieren oder in die nächste
größere Stadt fahren.

Letzteres kann für Kranke schon ein Problem darstellen. Im übrigen ging es nicht um weniger sondern um keine Zweigstellen mehr.

Ersteres klingt gut, aber oft kannst Du von Mensch zu Mensch eher Probleme klären als am Telefon (z.B. wie fülle ich das Formular jetzt genau aus?).

Ciao

Ralf

Moin Marcus,

Das Hauptziel des Staates sollte sein die Ausgaben langfristig
zu begrenzen bzw. abzubauen und sich aus unrentablen
Angelegenheiten die andere besser erledigen können
zurückzuziehen.

Ok, dann definier mal „unrentabel“. Ist die Rentenversicherung unrentabel? Bislang hat mir jedenfalls noch keiner jemanden zeigen können, der diese Aufgabe besser erledigen kann als der Staat.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein
Schrecken ohne Ende. Was nützt dir eine kurzfristige Senkung
der Neuverschuldung wenn du dein Volk dadurch so
verunsicherst, dass es in den „Konsumstreik“ tritt?!

Tut es ja nicht. Das geschieht allenfalls dann, wenn das Volk kurzfristig überfordert wird, wenn man zu viele Bereiche gleichzeitig angehen will und die Politik dann in sich widersprüchlich und nicht nachvollziehbar wird.

Dieser
unsägliche Generationenvertrag der mich und Millionen andere
Arbeitnehmer mit mir nötigt, zusätzlich zu über 19%
Rentenversicherungsbeitrag noch privat vorzusorgen und der
durch die jetzige Geburtenentwicklung überhaupt nicht
funktionieren kann, muß so schnell wie möglich durch eine gute
und durchdachte Alternative abgelöst werden. Die Riester-Rente
ist zwar ein Ansatz aber auch ein Beweis, dass „gut gemeint“
und „gut gemacht“ zwei unüberbrückbare Gegensätze sind.

Wie gesagt: „eine gute und durchdachte Alternative“ kann nicht sein, dass der Staat gegenwärtig draufzahlen muss. Das kann er nämlich gegenwärtig nicht.

Wenn wir dies geschafft haben, existiert genügend finanzieller
Spielraum die nächsten Probleme wie eine umfangreiche
Rentenreform anzugehen.

Das wird nichts, sobald Geld da ist wird es von unseren
Politikern schnellstmöglich für irgendwelchen Schrott
umgesetzt.

Wenn Du so denkst, dann sollte wohl Deiner Meinung nach die Staatsschulden nie abgebaut werden? Denn wenn dies geschehen ist, wird eh nur in Schrott investiert.

Alle AN, die nicht mehr in die gesetzliche RV einzahlen, haben
Anspruch auf insg. 15 % aufgeteilt 50/50 wie bisher oder auf
eine Garantierente von € 1000 plus 1,6 %
Inflationsausgleich/Jahr bis zur Rente. Wer mehr Rente haben
möchte kann unbegrenzt aus seinem Einkommen steuer- und
SV-frei einzahlen.

Nur nebenbei: wieso eigentlich ein fester Inflationsausgleich?
Mal verlieren die Rentner dann, mal gewinnen sie über Gebühr.
Das macht keinen Sinn.

Den könnte man ja nachträglich anpassen.

Ok, also kein fester Inflationsausgleich.

Der Inflationsausgleich wird ja auch nicht ausgezahlt sondern
hilft nur bei der Prognose der auszuzahlenden Rente.

Und dann wird er ausgezahlt. Im übrigen gibt es ja auch Rentner. Die erhalten dann wohl den jährlichen Inflationsausgleich, der dann also nicht fix 1,6% betragen muss. Oder wie ist das bei Rentnern?

Nur kannst du bei
einem 20-jährigen nicht die selben Werte nutzen wie bei einem
40-jährigen. Lebensversicherungen rechnen übrigens ähnlich.

Eben. Lebensversicherungen müssen auch nicht nach dem
Solidaritätsprinzip operieren. Wenn es z.B. für ein von der
Geburt an schwerbehindertes Kind mit geringer Lebenserwartung
keine Lebensversicherung gibt, dann gibt es eben keine. Der
Staat sollte anders handeln.

Auch bei Lebensversicherungen gibt es das Solidarprinzip.
Irgendjemand muß es doch zahlen wenn du bei einer Risiko-Leben
nach 1 Jahr verstirbst bzw. wenn du eine BU-Rente
abgeschlossen hast und nach 5 Jahren BU wirst.

Jein. Innerhalb der Lebensversicherung gilt das Solidarprinzip. Die Lebensversicherung schauen sich Dein Risiko an und bestimmen danach Deine Prämie (z.b. 10%), wenn die Gefahr, dass der Versicherungsfall eintritt bei 1% liegt. Tritt er dann ein, erhälst Du 1000% Deiner Einzahlungen (einfach gerechnet, ohne Gewinn für den Konzern, aber ich will ja nur das Prinzip zeigen). Wenn aber vor Eintritt in die Lebensversicherung zu 100% feststeht, dass der Versicherungsfall eintreten wird, dann wird die Versicherung sagen: Leider können Sie sich bei uns nicht versichern.

Das darf der Staat heute nicht und sollte er auch nicht dürfen.

Krankenversicherung: In einer Zeit von Online-Banking und
Direktversicherungen ist eine Organisation wie die AOK
untragbar geworden. Es kann nicht sein, dass in der heutigen
Zeit eine Versicherung in jeder Stadt eine Zweigstelle und
wahrscheinlich auch noch einen Zweigstellenleiter hat.

Das macht nur Sinn, wenn Du jedem Deutschen einen
Computer mit Internetzugang zur Verfügung stellst. Es soll
durchaus noch Leute ohne Internet geben. Im übrigen hat auch
nicht nur die AOK Zweigstellen.

Die AOK hat Zweigstellen in jedem Ort. Ich bin bei
einer BKK versichert, die hat nur eine Geschäftsstelle und
deshlab zahle ich auch nicht 15% Beitrag. Lies meinen Text
bitte noch einmal.

Eben, das habe ich geschrieben:

  1. Hat nicht nur die AOK Zweigstellen. Ich habe nicht
    bestritten, dass die AOK Zweigstellen hat.
  2. Gibt es halt immer noch Leute ohne Internetzugang in
    Deutschland. Was machen die?

Wie gesagt, du denkst eindimensional. Irgendwo wird es schon
eine Zweigstelle geben. Die rufst du dann an (ich denke, daß
über 90 % der Einwohner Deutschlands ein Telefon haben) oder
schreibst einen Brief (können auch fast alle).

Ok, Deine Betonung lag anfangs auf „jeder“ Stadt. War mich nicht klar. Das ist dann eh wurscht, weil das sogar die AOK abbaut. Natürlich kann man dann drüber streiten, wie viele Zweigstellen nötig sein sollten. Reichen Hamburg, München, Berlin aus oder doch die 100 größten Städte oder wie viel?

Deshalb: die AOK wird komplett abgeschafft. Eingeführt für
alle, die sich eine alternative KV nicht leisten können wird
eine gesetzliche Pflichtkasse. Diese Pflichtkasse zahlt nur
Notmaßnahmen, 1x/Jahr Zahnarzt (außer man hat Schmerzen),
1x/Jahr Vorsorge beim Hausarzt, keine Kur, keinen Zahnersatz,
keine Medikamente, kein gar nichts.

Wieder schlecht gelesen. Ich habe geschrieben, daß nur wer
sich keine „richtige“ Krankenkasse leisten kann in dieser
Pflichtkasse versichert wird und da unser Sozialstaat nicht
mehr so viel Geld hat, ist es nur richtig daß nicht jeder
alles bezahlt bekommt!

Eben, genau darauf habe ich geantwortet. Wer arm und krank
ist, zahlt bei Deiner Reform drauf. Denn er kann sich keine
„richtige“ Krankenkasse (Deine Wortwahl) leisten und muss sich
Zahnersatz, Medikamente etc. selbst bezahlen. Da dies dann
viele nicht mehr können, denn Medikamente sind teuer, führt
Dein Modell zu einem langsamen Aussterben der Armen.

Auch eine Lösung.

Jeder der arbeiten geht kann sich eine gesetzliche KV leisten.
Wer mind. 60 Monate einbezahlt hat oder für den mind. 60
Monate einbezahlt wurde (vom Vater/Mutter od. Ehepartner) hat
Anspruch auf vergünstigte Beiträge. Das sollte genug
Solidarität sein.

Und wer nicht arbeiten gehen kann? Es gibt Schwerbehinderte (von Geburt an), die werden nie einen Arbeitsplatz finden. Wie passen die in Dein System rein?

Oder wer länger arbeitslos wird?

Und was nützen mir vergünstigte Beiträge, wenn ich die Medizin selbst bezahlen muss?
Arzt: „Sie sind krank. Ich schreibe Ihnen eine Medizin auf. Die Packung kostet 5000 Euro im Monat.“
Patient: „Aber ich verdiene nur 1000 Euro im Monat.“
Arzt: „Ok, dann bleiben Sie halt krank. Auf Wiedersehen.“

Netter Dialog? Finde ich nicht. Aber nach Deinem System wäre das tägliche Praxis. Oder glaubst Du nicht, dass es Medizin für 5000 Euro im Monat gibt?

Und welchen Sinn hat das dann? Wer gesund ist, profitiert von
der Regelung. Wer krank ist, zahlt drauf. Sehr solidarische
Idee.
Ich tippe mal, dass Du gegenwärtig gesund bist.

Andersrum: ich zahle brav meine 13 %, gehe 2x/Jahr zum Arzt.
Wenn ich aber richtig krank bin, habe ich überarbeitete Ärzte,
gestresste Krankenschwestern, veraltetes Material und
Medikamente (Ratiopharm läßt grüßen) und ich werde nach
möglichst kurzer Zeit aus dem Krankenhaus abgeschoben. Findest
du das richtig?

Ja. Weil die Medizin für die Kranken sein sollte und du bist offensichtlich gesund. Natürlich wäre ich auch dafür, dass Ärzte, Krankenschwestern weniger gestresst und das Material neuer wäre (obwohl ich da kein Problem sehe. Mein Aufzug im Haus ist von 1961 und funktioniert einwandfrei. Die Instrumente im Krankenhaus sind meist jünger). Neben den Kranken sollte da das Geld reinfliessen. Nicht in die Entlastung der Gesunden wie Dich und mich. Allenfalls als letztes, wenn noch Geld übrig ist.

Sicher muß es es Solidarität geben aber ich finde es
unverantwortlich so mit dem Medizin und Pflegepersonal
umzugehen. Möchtest du von einem Arzt operiert werden, der
schon 12 Stunden Schicht hinter sich hat? Warum ist die
Situation in den Kliniken so? Weil die KK kein Geld haben.
Also muß man sie entlasten.

Es ist dann halt nur die Frage, wen man stattdessen belastet. Für Dich sind das die Alten und Kranken. Für mich nicht.

Ciao

Ralf

Moin Christian,

Die machen das, was alle diejenigen jetzt schon machen, die
nicht bei der AOK sind. Telephonieren oder in die nächste
größere Stadt fahren.

Letzteres kann für Kranke schon ein Problem darstellen. Im
übrigen ging es nicht um weniger sondern um keine Zweigstellen
mehr.

Ich kann mit nicht erinnern, geschrieben zu haben, dass es keine Zweigstellen mehr geben soll. Es ging mehr darum, daß nicht in jeder Stadt eine zu finden ist. Und wann hast du zuletzt bei deiner KK angerufen? Ich kann mich nicht erinnern, das je getan zu haben.

Ersteres klingt gut, aber oft kannst Du von Mensch zu Mensch
eher Probleme klären als am Telefon (z.B. wie fülle ich das
Formular jetzt genau aus?).

Dafür kannst du von mir aus wie bei jeder Bank gerne drauf zahlen. Ich möchte das nicht!

Gruß

Marcus

Moin Marcus,

Ich kann mit nicht erinnern, geschrieben zu haben, dass es
keine Zweigstellen mehr geben soll. Es ging mehr darum, daß
nicht in jeder Stadt eine zu finden ist.

Ja, das war dann ein Missverständnis.

Ersteres klingt gut, aber oft kannst Du von Mensch zu Mensch
eher Probleme klären als am Telefon (z.B. wie fülle ich das
Formular jetzt genau aus?).

Dafür kannst du von mir aus wie bei jeder Bank gerne drauf
zahlen. Ich möchte das nicht!

Nein, natürlich nicht. Wie gesagt: Du möchtest lieber die Alten und Kranken belasten. Denn üblicherweise sind die es, die Probleme mit dem Ausfüllen haben. Letztere weil der Antrag natürlich umfangreicher ist, wenn Du krank bist, als wenn Du gesund bist und keinen Antrag auszufüllen hast.

Ciao

Ralf

Moin Christian,

Nur kannst Du damit Deinen Vorschlag gleich in die Tonne
kloppen. Eine Reform, bei der der Staat „noch ein paar Jahre
draufzahlen“ muss, ist gegenwärtig nicht zu finanzieren.

nun, 100 Mrd. Euro zahlt der Bund schon derzeit in die
Rentenkassen, die wären also schon einmal in die Waagschale zu
werfen, weil sie zu einem Teil wegfallen würden.

Daher schrieb ich ja: ich bin für eine nicht-umfangreiche Rentenreform. Eine, die mit den Einsparungen aus der Reform finanziert werden muss. Eine wirklich vernünftige finanziert sich aber erst langfristig. Und dafür haben wir gegenwärtig kein Geld. Für „Reförmchen“ schon.

Dazu kommen
die versicherungsfremden Leistungen, über die wir ja schon
neulich diskutierten.

Ja, fein. Dann finanzierst Du das über Steuern. Ist nicht unwichtig, klar. Aber auch nicht wirklich entscheidend, wie die Belastung genannt wird.

(Hast Du den Link eigentlich noch, mir
ist er irgendwie abhanden gekommen?)

Nein. Ich weiss auch gar nicht, welche Diskussion Du meinst. Habe ich wohl verdrängt.

Ciao

Ralf

Hallo Ralf,

Das Hauptziel des Staates sollte sein die Ausgaben langfristig
zu begrenzen bzw. abzubauen und sich aus unrentablen
Angelegenheiten die andere besser erledigen können
zurückzuziehen.

Ok, dann definier mal „unrentabel“. Ist die Rentenversicherung
unrentabel? Bislang hat mir jedenfalls noch keiner jemanden
zeigen können, der diese Aufgabe besser erledigen kann als der
Staat.

Natürlich ist die Rentenversicherung unrentabel. Nagel mich bitte nicht an Quellen fest, aber soweit ich weiß mußt du für einen ausgezahlten Euro in der ges. RV 14 € einzahlen. Das ist eindeutig zu viel!

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein
Schrecken ohne Ende. Was nützt dir eine kurzfristige Senkung
der Neuverschuldung wenn du dein Volk dadurch so
verunsicherst, dass es in den „Konsumstreik“ tritt?!

Tut es ja nicht. Das geschieht allenfalls dann, wenn das Volk
kurzfristig überfordert wird, wenn man zu viele Bereiche
gleichzeitig angehen will und die Politik dann in sich
widersprüchlich und nicht nachvollziehbar wird.

Dann mußt du das dem Volk gut erklären.

Dieser
unsägliche Generationenvertrag der mich und Millionen andere
Arbeitnehmer mit mir nötigt, zusätzlich zu über 19%
Rentenversicherungsbeitrag noch privat vorzusorgen und der
durch die jetzige Geburtenentwicklung überhaupt nicht
funktionieren kann, muß so schnell wie möglich durch eine gute
und durchdachte Alternative abgelöst werden. Die Riester-Rente
ist zwar ein Ansatz aber auch ein Beweis, dass „gut gemeint“
und „gut gemacht“ zwei unüberbrückbare Gegensätze sind.

Wie gesagt: „eine gute und durchdachte Alternative“ kann nicht
sein, dass der Staat gegenwärtig draufzahlen muss. Das kann er
nämlich gegenwärtig nicht.

Aber (wie Chris bereits bestätigt hat) der Staat zahlt schon Milliarden aus Steuergeldern drauf!!! Und das um Medienwirksam die Senkung der SV-Beiträge zu propagieren.

Das wird nichts, sobald Geld da ist wird es von unseren
Politikern schnellstmöglich für irgendwelchen Schrott
umgesetzt.

Wenn Du so denkst, dann sollte wohl Deiner Meinung nach die
Staatsschulden nie abgebaut werden? Denn wenn dies geschehen
ist, wird eh nur in Schrott investiert.

Natürlich müssen langfristig die Schulden des Staates getilgt werden. Der Staatsapparat muß drastisch verkleinert werden. Alle Subventionen, die keinen Ertrag bringen müssen gestrichen, alle Staatsbeteiligungen (wiederrum in Stufen) aufgelöst werden. Der Bundestag muß verpflichtet werden, mit den gegebenen Mitteln auszukommen. Das ist aber eine andere Geschichte.

Der Inflationsausgleich wird ja auch nicht ausgezahlt sondern
hilft nur bei der Prognose der auszuzahlenden Rente.

Und dann wird er ausgezahlt. Im übrigen gibt es ja auch
Rentner. Die erhalten dann wohl den jährlichen
Inflationsausgleich, der dann also nicht fix 1,6% betragen
muss. Oder wie ist das bei Rentnern?

Die Rentner bekommen soviel Rente, wie ihre Versicherung Rendite erwirtschaftet hat.

Auch bei Lebensversicherungen gibt es das Solidarprinzip.
Irgendjemand muß es doch zahlen wenn du bei einer Risiko-Leben
nach 1 Jahr verstirbst bzw. wenn du eine BU-Rente
abgeschlossen hast und nach 5 Jahren BU wirst.

Jein. Innerhalb der Lebensversicherung gilt das
Solidarprinzip. Die Lebensversicherung schauen sich Dein
Risiko an und bestimmen danach Deine Prämie (z.b. 10%), wenn
die Gefahr, dass der Versicherungsfall eintritt bei 1% liegt.
Tritt er dann ein, erhälst Du 1000% Deiner Einzahlungen
(einfach gerechnet, ohne Gewinn für den Konzern, aber ich will
ja nur das Prinzip zeigen). Wenn aber vor Eintritt in die
Lebensversicherung zu 100% feststeht, dass der
Versicherungsfall eintreten wird, dann wird die Versicherung
sagen: Leider können Sie sich bei uns nicht versichern.

Das darf der Staat heute nicht und sollte er auch nicht
dürfen.

Wenn in Aussicht steht, daß ca. 15 - 20 Mio Versicherte zu verteilen sind, wird sich für die Risikogruppen auch ein Plätzchen finden. Ggf. wäre dies durch eine Quote zu regeln. Im schlimmsten Fall zahlt der Staat für diese Personen in eine dieser Versicherungen ein. Das ist immer noch billiger als die ges. RV.

Wie gesagt, du denkst eindimensional. Irgendwo wird es schon
eine Zweigstelle geben. Die rufst du dann an (ich denke, daß
über 90 % der Einwohner Deutschlands ein Telefon haben) oder
schreibst einen Brief (können auch fast alle).

Ok, Deine Betonung lag anfangs auf „jeder“ Stadt. War mich
nicht klar. Das ist dann eh wurscht, weil das sogar die AOK
abbaut. Natürlich kann man dann drüber streiten, wie viele
Zweigstellen nötig sein sollten. Reichen Hamburg, München,
Berlin aus oder doch die 100 größten Städte oder wie viel?

Jeder der arbeiten geht kann sich eine gesetzliche KV leisten.
Wer mind. 60 Monate einbezahlt hat oder für den mind. 60
Monate einbezahlt wurde (vom Vater/Mutter od. Ehepartner) hat
Anspruch auf vergünstigte Beiträge. Das sollte genug
Solidarität sein.

Und wer nicht arbeiten gehen kann? Es gibt Schwerbehinderte
(von Geburt an), die werden nie einen Arbeitsplatz finden. Wie
passen die in Dein System rein?

Oder wer länger arbeitslos wird?

Hab ich geschrieben. Wer mind. 60 Monate versichert war hat mit halben Beiträgen Recht auf volle Leistungen.

Und was nützen mir vergünstigte Beiträge, wenn ich die Medizin
selbst bezahlen muss?

Wieso mußt du die Medizin selbst bezahlen?

Arzt: „Sie sind krank. Ich schreibe Ihnen eine Medizin auf.
Die Packung kostet 5000 Euro im Monat.“
Patient: „Aber ich verdiene nur 1000 Euro im Monat.“
Arzt: „Ok, dann bleiben Sie halt krank. Auf Wiedersehen.“

Netter Dialog? Finde ich nicht. Aber nach Deinem System wäre
das tägliche Praxis. Oder glaubst Du nicht, dass es Medizin
für 5000 Euro im Monat gibt?

Ich verstehe nicht, wie du darauf schließt.

Andersrum: ich zahle brav meine 13 %, gehe 2x/Jahr zum Arzt.
Wenn ich aber richtig krank bin, habe ich überarbeitete Ärzte,
gestresste Krankenschwestern, veraltetes Material und
Medikamente (Ratiopharm läßt grüßen) und ich werde nach
möglichst kurzer Zeit aus dem Krankenhaus abgeschoben. Findest
du das richtig?

Ja. Weil die Medizin für die Kranken sein sollte und du bist
offensichtlich gesund. Natürlich wäre ich auch dafür, dass
Ärzte, Krankenschwestern weniger gestresst und das Material
neuer wäre (obwohl ich da kein Problem sehe. Mein Aufzug im
Haus ist von 1961 und funktioniert einwandfrei. Die
Instrumente im Krankenhaus sind meist jünger). Neben den
Kranken sollte da das Geld reinfliessen. Nicht in die
Entlastung der Gesunden wie Dich und mich. Allenfalls als
letztes, wenn noch Geld übrig ist.

Doch! Auch die Gesunden müssen entlastet werden weil sonst die Akzeptanz der Kranken schwindet. Unser Kanzler sagt doch, die Vollkaskogesellschaft wäre am Ende. Ganz so schlimm muß es doch aber gar nicht kommen.

Sicher muß es es Solidarität geben aber ich finde es
unverantwortlich so mit dem Medizin und Pflegepersonal
umzugehen. Möchtest du von einem Arzt operiert werden, der
schon 12 Stunden Schicht hinter sich hat? Warum ist die
Situation in den Kliniken so? Weil die KK kein Geld haben.
Also muß man sie entlasten.

Es ist dann halt nur die Frage, wen man stattdessen belastet.
Für Dich sind das die Alten und Kranken. Für mich nicht.

Auch die Alten und Kranken sind sicherlich nicht daran interessiert, von einem überarbeiteten Arzt behandelt zu werden.

Gruß

Marcus

Moin Marcus,

Wenn du einen Vertrag mit einer Versicherung hast,
dann garantiert dir diese einen gewissen Betrag. Dafür haftet
sie mit ihrem Vermögen. Der Staat garantiert dir überhaupt
nichts. Und: Wenn die Zahlungen, die monatlich in die ges. RV
geleistet werden, privatwirtschaftlich eingezahlt würden, du
wüßtest im Rentenalter nicht wohin mit dem Geld.

Das ist schlicht falsch. Verglichen werden bei solchen Beispielsrechnungen immer die guten Börsenzeiten. In schlechten Zeiten bekommt selbst die Allianz Probleme die versprochenen Auszahlungen zu leisten.

Und ein Staat wie Deutschland kann in der Regel nicht Pleite gehen. Bei Privatunternehmen ist das aber gang und gäbe. Und es geht ja immerhin um eine Anlagen über Jahrzehnte.

Und dann muss im Zweifelsfall wieder der Staat einspringen.

Beispiel:
In England wurde der Energiemarkt liberalisiert. Ausser die Atomkraftwerke, weil sich hierfür kein Versicherer fand, der das Risiko über Jahrzehnte tragen wollte.
Nach dem 11.09. wurden die Flugzeugversicherungen so teuer, dass kein Flugzeug mehr abgehoben wäre, wenn der Staat nicht eingesprungen wäre.

Die Privatversicherungen werden heutzutage häufig überschätzt. So auch von dir.

Ciao

Ralf

Schwachsinn hoch neun und naiv! Was ist Geld?
Hallo Markus,

Natürlich ist die Rentenversicherung unrentabel.

Sag ich ja. Rentner gehören erschossen, ist rentabler.

Natürlich müssen langfristig die Schulden des Staates getilgt
werden. Der Staatsapparat muß drastisch verkleinert werden.
Alle Subventionen, die keinen Ertrag bringen müssen
gestrichen, alle Staatsbeteiligungen (wiederrum in Stufen)
aufgelöst werden. Der Bundestag muß verpflichtet werden, mit
den gegebenen Mitteln auszukommen. Das ist aber eine andere
Geschichte.

Sehr naiv. Die Staatsquote ist erstmal garnicht rückführbar. Dann steht noch die Frage offen, wozu dies gut sein sollte?? Wie kommt Geld in Umlauf?
Diese Währung verlor 1913 ihre Golddeckung und 1972 jegliche Warendeckung. Sie ist somit ein vom Warenwert sich schrittweise immer weiter abkoppelndes, eigenständiges System. Zu Ostzeiten gab es dafür noch dreißig Pfennig pro Kilo.
Zu gut deutsch: Der Staat geht zwangsläufig pleite, denn ihr sorgt alle dafür. Es ist vollkommen egal, was du tust. Solange es noch Leute gibt, die dem System „Gewinne“ entziehen wollen, hat der Staat das Potential, daß er irgendwann pleite ist, zahlungs- und handlungsunfähig. Wer das nicht glaubt, hat die politische Ökonomie bei Marx nicht kapiert. Du kannst Renten ausschließlich über ein Umlageverfahren finanzieren. Wenn es anders möglich wäre, hätten wir in Deutschland nur noch Millionäre, denn du hättest vor dreißig Jahren monatlich mindestens 1000 DM aufbringen müssen, um die Rente heute zu finanzieren. Soviel hat man damals nichtmal verdient.

Gruß
Frank

Moin Marcus,

Wenn du einen Vertrag mit einer Versicherung hast,
dann garantiert dir diese einen gewissen Betrag. Dafür haftet
sie mit ihrem Vermögen. Der Staat garantiert dir überhaupt
nichts. Und: Wenn die Zahlungen, die monatlich in die ges. RV
geleistet werden, privatwirtschaftlich eingezahlt würden, du
wüßtest im Rentenalter nicht wohin mit dem Geld.

Das ist schlicht falsch. Verglichen werden bei solchen
Beispielsrechnungen immer die guten Börsenzeiten. In
schlechten Zeiten bekommt selbst die Allianz Probleme die
versprochenen Auszahlungen zu leisten.

Unsinn! Der Garantiezins liegt bei 3,25% und die 5,x die die Allianz im Moment auszahlt ist noch weit höher als die Garantieleistung.

Und ein Staat wie Deutschland kann in der Regel nicht Pleite
gehen. Bei Privatunternehmen ist das aber gang und gäbe. Und
es geht ja immerhin um eine Anlagen über Jahrzehnte.

Umso größer das Unternehmen umso geringer die Chance, daß es pleite geht.

Gruß

Marcus

Moin Marcus,

Ich kann mit nicht erinnern, geschrieben zu haben, dass es
keine Zweigstellen mehr geben soll. Es ging mehr darum, daß
nicht in jeder Stadt eine zu finden ist.

Ja, das war dann ein Missverständnis.

Ersteres klingt gut, aber oft kannst Du von Mensch zu Mensch
eher Probleme klären als am Telefon (z.B. wie fülle ich das
Formular jetzt genau aus?).

Dafür kannst du von mir aus wie bei jeder Bank gerne drauf
zahlen. Ich möchte das nicht!

Nein, natürlich nicht. Wie gesagt: Du möchtest lieber die
Alten und Kranken belasten. Denn üblicherweise sind die es,
die Probleme mit dem Ausfüllen haben. Letztere weil der Antrag
natürlich umfangreicher ist, wenn Du krank bist, als wenn Du
gesund bist und keinen Antrag auszufüllen hast.

Ich habe mit gesunden wie kranken Menschen schon 100e Anträge über das Telefon ausgefüllt. Das allein rechtfertigt nicht ein Millionenteures Filialnetz auf Kosten der Gesunden.

Gruß

Marcus