Regelbarer Bimetallschalter

Hallo,

Ich arbeite im Moment an einem Bügeleisenentwurf. Die Temperatur wird über einen Bimetallschalter geregelt (Abstand zwischen Bimetall und Kontaktmetall verringern - längere Heizdauer - höhere Temperatur.
Abstand zwischen Bimetall und Kontaktmetall vergrößern - kürzere Heizdauer - niedrigere Temperatur)

Werden diese Bimetallschalter für Bügeleisen vorkonfektioniert oder sind das Normbauteile?

Ich habe bei RS und Conrad nach Schaltern gesucht - allerdings ist die Auswahl ziemlich begrenzt… und die meisten sind nicht regelbar, sondern nur als Schutzschalter zu verwenden.

Wo finde ich solche Normbauteile mit Abmessungen und evtl. technischen Datenblatt?

Gibt es evtl. diese Bauteile als 3-D-Modelle im Netz z.B. in PRO-Engineer?

Vielen Dank für Eure Hilfe
Steffi

Hallo Stefanie!

Die Temperatur wird über :einen Bimetallschalter :geregelt…

… und die meisten sind
nicht regelbar…

Richtig ist, daß die Temperatur des Bügeleisens geregelt wird. Es handelt sich dabei um einen (mathematisch gar nicht so trivialen) Zweipunktregler. Dabei wird Dir u. a. der Begriff Hysterese (Temp.-Differenz zwischen Aus- und Wiedereinschalten) begegnen und am Bimetallschalter wird per Hand gestellt und nicht geregelt.
.

Das erwähne ich nur, damit Du Dich mit Lieferanten von Bimetallschaltern unterhalten kannst, die Du unter http://www.wlw.de findest.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

Ich arbeite im Moment an einem Bügeleisenentwurf. Die
Temperatur wird über einen Bimetallschalter geregelt (Abstand
zwischen Bimetall und Kontaktmetall verringern - längere
Heizdauer - höhere Temperatur.

wie Wolfgang schon beschrieb, ist das nicht ganz richtig.
nach der beschriebene Methode würde der Kontakt nicht
lange und nicht zuverlässig funktionieren.
Wenn der Kontakt umschaltet ist ein Klickgeräusch
zu hören. das kommt daher, daß eine vorgespannte Feder
mit einer speziellen Verformung von einer Lage in die
andere springt („bistabil“ -> „Knackfroscheffekt“).
dadurch kommt es auch zur Hysterese, die bei der oben
beschrieben Variante kaum vorhanden wäre.

Abstand zwischen Bimetall und Kontaktmetall vergrößern -
kürzere Heizdauer - niedrigere Temperatur)
Werden diese Bimetallschalter für Bügeleisen
vorkonfektioniert oder sind das Normbauteile?

Vom Aufbau her sind das ganz billige Teile, die die
Hersteller bestimmt selbst entwickelt haben und sich
herstellen lassen oder selber herstellen.

Als Normteile kenne ich die auch nicht.
Da Norteilhersteller auch Geld verdienen wollen, ist es
für entsprechend große Stückzahlen (Massenprod) sicher
billiger sowas selber zu machen.

Ich habe bei RS und Conrad nach Schaltern gesucht -
allerdings ist die Auswahl ziemlich begrenzt… und die
meisten sind nicht regelbar, sondern nur als Schutzschalter
zu verwenden.

Ja, das ist wohl so.
Diese Bauformen sind meist auch nicht zum Einbau in
Bügeleisen geeignet.

Wo finde ich solche Normbauteile mit Abmessungen und evtl.
technischen Datenblatt?

Wie geagt, wird es vermutlich nicht geben.
Bügeleisen kommen zum großen Teil als Billigprod. aus
Fernost. Da werden irgend welche kleinen Hersteller
auf Kunenwunsch die Teile zuliefern.

Wenn überhaupt, dann versuche über die hersteller an solche
Teile ranzukommen.
Allerdings wirst Du wahrscheinlich Probleme bekommen, für
Designgeräte in kleinerer Stückzahl über Jahre zuverlässig
Teile zu ordern. Wenn der Hersteller der Massenware nach
paar Monaten mal eben was anderes auf den Markt wirft,
dann hat da auch keiner mehr interesse diese billigen Teile
weiter zu produzieren.

Gibt es evtl. diese Bauteile als 3-D-Modelle im Netz z.B. in
PRO-Engineer?

Vermutlich wird man nicht umhin kommen, sich selber was
zu konstruieren um das dann in irgend eine Werkstatt zu
geben. Nur so kann man über Jahre eine stabile Prod.
aufrecht erhalten.
Gruß Uwi

Danke für Eure Antworten
Hab schon Kontakt zu Herstellern aufgenommen.
Und was mein nicht vorhandenes Fachwissen angeht… so bin ich jetzt doch wieder etwas schlauer

Tschü

noch ein Frage zum Thema Schukostecker
ich hab mir mehrer Reisebügeleisen angeschafft.
Dampfbügeleisen besitzen alle einen Schukostecker - das Bügeleisen ohne Dampf hat einen Flachstecker…

Da ich die Bügeleisen alle bei E-bay ersteigert habe, weiß ich auch gar nicht aus welchen Ländern sie stammen.

Ist in Deutschland ein Bügeleisen ohne Schukostecker erlaubt - oder hat das etwas mit dem Dampfkessel zu tun…?

Viele Grüße Steffi

Hallo,

ich hab mir mehrer Reisebügeleisen angeschafft.
Dampfbügeleisen besitzen alle einen Schukostecker - das
Bügeleisen ohne Dampf hat einen Flachstecker…
Da ich die Bügeleisen alle bei E-bay ersteigert habe, weiß ich
auch gar nicht aus welchen Ländern sie stammen.
Ist in Deutschland ein Bügeleisen ohne Schukostecker erlaubt
oder hat das etwas mit dem Dampfkessel zu tun…?

Schwierige Frage.
Man kann das nur in Verbindung mit der genauen Kenntnis
des inneren Aufbaus beantworten.

Normalerweise ist für ein Heizgerät mit Metallteilen
ein PE-Leiter (Schutzkontakt) zwingend vorgeschrieben.

Es ist technisch denkbar, daß man darauf verzichtet, wenn
einiger techn. Aufwand getrieben wird.
-> sichere Trennung
dazu gehört:
-> doppelte Basisisolierung
-> höhere Luft und Kriechstrecken

Vermutlich ist es doch eher ein russische Model :wink:
Steht denn keine Typbezeichnung und Hersteller irgend
wo drauf (Typschild)
Gruß Uwi

Model ST - 2 International

Das Bügeleisen hab ich schon komplett zerlegt.

  • besitzt keinen Spannungswähler, wie es eigentlich für Reisebügeleisen üblich ist. Bei 110V = 86W, bei 220V = 330W

  • 50/60Hz

  • made in Hong Kong

  • Die Heizung besteht aus einer Metallmatte zwischen zwei „Isolationspappen“ (keine Ahnung wie der Fachbegriff ist)

  • Die Pappe + Metallmatte + Pappe hat direkten Kontakt mit der Bügelsohle

  • zwischen Bimetallschalter und dem Heizelement ist ein Alu-Stanzteil

  • dann kommt schon das Gehäuse

auf dem Flachstecker sind noch einige Prägungen: Prüfsiegel (DVE…) und S, D, FI (sind das die Länder, in denen man das Eisen verwenden darf?)

Ist Deutschland vielleicht kulanter - weil jeder Haushalt einen Fehlerstromschalter besitzt?

Grüße Steffi

Model ST - 2 International

Das Bügeleisen hab ich schon komplett zerlegt.

  • besitzt keinen Spannungswähler, wie es eigentlich für
    Reisebügeleisen üblich ist. Bei 110V = 86W, bei 220V = 330W

  • 50/60Hz

  • made in Hong Kong

  • Die Heizung besteht aus einer Metallmatte zwischen zwei
    „Isolationspappen“ (keine Ahnung wie der Fachbegriff ist)

  • Die Pappe + Metallmatte + Pappe hat direkten Kontakt mit der
    Bügelsohle

  • zwischen Bimetallschalter und dem Heizelement ist ein
    Alu-Stanzteil

  • dann kommt schon das Gehäuse

auf dem Flachstecker sind noch einige Prägungen: Prüfsiegel
(DVE…) und S, D, FI (sind das die Länder, in denen man das
Eisen verwenden darf?)

Ist Deutschland vielleicht kulanter - weil jeder Haushalt
einen Fehlerstromschalter besitzt?

Hallo Steffi,
der beste FI-Schutzschalter nützt dir nichts, wenn kein Schutzleiter vorhanden ist.
LG dk.1953

Grüße Steffi

PE und FI
Hallo,

der beste FI-Schutzschalter nützt dir nichts, wenn kein
Schutzleiter vorhanden ist.

dis is nu mal klön bischen Quatsch! Der FI nützt schon.

Der FI wertet ja den Differenzstrom zwischen L und N
aus. Der PE hat damit erstmal nix tun.

Im Fehlerfall wird der Strom durch den Körper gegen
Erde abgeleitet (das ist ungesund :wink: und dann kann der
FI abschalten.
Mit angeschlossenen PE kommt es aber erst gar nicht so
weit, weil da bei fehlerhafter Isolierung auch ohne Anfassen
schon ein Fehlstrom abfließen kann, so daß der FI abschaltet.

Darüber hinaus führt ein Kurzschluß zwischen L und PE
zum Auslösen der Sicherung.

Auch ohne FI hat der PE den Effekt, die Metallteile
auf Erdpotential zu haltenm, wenn die Isolierung schlecht
ist (dann kribbelts auch nicht in den fingern beim Anfassen).
Gruß Uwi

1 „Gefällt mir“

Hallo,

Model ST - 2 International
Das Bügeleisen hab ich schon komplett zerlegt.

meiiiinnnn, bist Du ein fixes Mädel :smile:
Vor Dir ist wohl nichts sicher, oder?

  • besitzt keinen Spannungswähler, wie es eigentlich für
    Reisebügeleisen üblich ist. Bei 110V = 86W, bei 220V = 330W
  • 50/60Hz

Naja, das mit der Leistung kommt hin. Bei 110V wird eben
nicht gebügelt, sondern nur „angewärmt“ .

  • made in Hong Kong
  • Die Heizung besteht aus einer Metallmatte zwischen zwei
    „Isolationspappen“ (keine Ahnung wie der Fachbegriff ist)
  • Die Pappe + Metallmatte + Pappe hat direkten Kontakt mit :der Bügelsohle
  • zwischen Bimetallschalter und dem Heizelement ist ein
    Alu-Stanzteil
  • dann kommt schon das Gehäuse

Also für die Kontsruktion würde ich nicht meine Hand ins
Feuer legen :frowning: Das würde bei genauerer betrachtung nach
gängigen EU-Normen (VDE) wohl voll durchfallen.

auf dem Flachstecker sind noch einige Prägungen: Prüfsiegel
(DVE…) und S, D, FI (sind das die Länder, in denen man das
Eisen verwenden darf?)

Nö, das sind nur die Früfsigel für den Stecker.
Der wurde wohl vom Bügeleisenhersteller zugekauft.
Da sind dann alle möglichen Prüfsigel drauf, von den
Ländern in denen der stecker mal zugelassen wurde…
…oder bei dem Stecker wurde in der gleichen Manier
verfahren wie beim Bügeleisen (keinen Kopf machen und
schnell verkaufen).

Welche Qualität hat den die Schnur?
Billige Plasteisolierung (schmilzt sofort) oder
Silikonleitung mit Gewebe drumherum ?

Ist Deutschland vielleicht kulanter - weil jeder Haushalt
einen Fehlerstromschalter besitzt?

Was elektrische Sicherheit angeht, wird hier gar nix
auf Kulanz gemacht und FI-Schutz hat noch lange nicht jeder
Haushalt.
Ansonsten ist jeder privat für seine Sicherheit selbst
verantwortlich.
Gruß Uwi

Hallo Steffi,

wenn das Ding kein „CE“ Zeichen hat, darf es in ganz Europa (EU) nicht verkauft werden. Das Zeichen bestätigt, dass alle Vorschriften aller EU-Länder erfüllt werden (die sind inzwischen eh gleich). Manche Importeure bringen das Zeichen auf eigenes Risiko an, ohne das vom TÜV o.ä. prüfen zu lassen. Wenns stimmt, ist das auch ok.

Nach deiner Schilderung hat das Bügeleisen zu Recht keinerlei Zulassung, also vergiss alles was du da gesehen hast, ausser als abschreckendes Beispiel.

Gruss Reinhard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

kleiner Irrtum
Hallo,

wenn das Ding kein „CE“ Zeichen hat, darf es in ganz Europa
(EU) nicht verkauft werden. Das Zeichen bestätigt, dass alle
Vorschriften aller EU-Länder erfüllt werden (die sind
inzwischen eh gleich).

Im Prinzip wird harmonisiert, aber im Detail ist es lange
noch nicht gleich (z.B. wegen unterschiedlicher Stecker).

Es geht teilweise auch dahin, sich gegenseitig die
unterschiedlichen Normen anzuerkennen (z.B. beim
Explosionsschutz).

Manche Importeure bringen das Zeichen auf eigenes Risiko
an, ohne das vom TÜV o.ä. prüfen zu lassen.

Das CE Kennzeichen war und ist ein Herstellerkennzeichen,
mit dem der Hersteller (oder Händler) die Normenkonformität
des Produktes erklärt (nicht der TÜV).
Das hat also nix mit GS (geprüfte Sicherheit) oder so
zu tun. Der Hersteller darf einzelne Prüfungen die zur
Feststellung der Konformität nötig sind, natürlich beim TÜV
oder anderen Prüfinstituten machen lassen,
aber irgend wo reinschreiben muß er das nicht.

Gruß Uwi