Regelbares Netzteil reparieren

Hallo,

ich habe mal nach einem Plan ein regelbares Netzteil gebaut.
Der Plan stammte noch aus der 220 Volt Zeit.
Es handelt sich um ein Trafo mit +25, Masse,-25 Volt Ausgang ~ Spannung. Dies wird auf einen Gleichrichter mit 4 Dioden geführt und über je einen Kondensator geglättet (positiv,negativ).
Nun habe ich allerdings durch das Gleichrichten ca. 42 Volt Gleichspannung(am Regler) bei 230 Volt Wechselspannung am (Trafo)Eingang.
Es handelt sich um LM337 und LM317 Regler für je den positiven und den negativen Bereich. Die Regler werden wie üblich über je ein Drehpotentiometer geregelt. (Verbindung zur Masse vom Regeleingang U(ADJUST) des Reglers)
Am Ausgang habe ich auch nach Neueinbau beider Regler und Überprüfen der Dioden die volle Spannung wie nach dem Gleichrichter.
Die ca. 42 Volt= sind laut Datenblatt wohl auch zuviel am Regler-Eingang, da er am Eingang nur bis zu 40 Volt aushält.
Was mich auch wundert ist, dass im Plan 28 Volt nach dem Gleichrichter eingezeichnet sind?! Das Netzteil hat schonmal funktioniert. Wo liegt der Fehler oder was kann ich tun?
-Entweder funktioniert der Gleichrichter nicht richtig (Dioden sind aber durchgemessen (nach auslöten) und Sperren in eine Richtung und lassen in der anderen durch-also eigentlich korrekt)

oder
-Spannung ist zu hoch für Gleichrichter: Was kann man hier tun? Gibt es Regler, die bis 50 Volt gehen oder mehr (glaube Bauform nennt sich Bauform TO-220) oder wie kann ich die Spannung „verbraten“ damit der Regler funktioniert?
Was kann ich tun?

Vielen Dank für jede Hilfe…

Grüße :smile:

Hallo Tim,

da ist nix kaputt. Die Kondensatoren laden sich auf nach der Gleichrichtung durch die Dioden. Was du mißt, ist die geglättete Spitzenspannung der angelegten Wechselspannung (je Halbwelle). Da du fast belastungslos mißt (Digitalvoltmeter?), ist der Wert der Gleichspannung grob 1,4mal so hoch wie ohne Kondensatoren.

Nun hast du mehrere Möglichkeiten. Du kannst einmal die Kondensatoren kleiner machen (1000µF reichen hier sicher aus). Dann kannst du eine geringe Last mittels Skalenlampe, Widerstand etc. simulieren. Weniger Leistung verbrätst du mittels einem Längstransistor in jedem Zweig (pos. und neg.), wo du mal so um die 3V wegnimmst. Kleine Kühlbleche genügen dann schon. Außerdem kannst du kleine Kondensatoren an die jeweilige Basis des Transistors legen (47µF Tantal) und so die Gleichspannung noch mehr glätten und noch besser entkoppeln. Danach die Spannungsregel-IC.

Aber die Transistoren lassen sich auch vorzüglich als Kurzschluß-/Überlastschutz verwenden (Abschaltung der Ausgangsspannung des Netzteiles), damit du im Überlastfall nicht die ganze Leistung im IC verbraten mußt. Denke bei diesem Anwendungsfall an die Schutzdioden für den IC parallel zum Ausgang und zum Steuereingang.

Gruß
André