Hallo,
Die Anderen dürfen / haben immer mehr oder länger usw…
Dieses Argument ist immer existent - aber das höre ich nur noch vom Nesthäkchen und vom 9-jährigen. Alle anderen diskutier(t)en und verhandel(te)n zu meiner Freude…
Wüsst gerne mal, so als „Abgleich“, wie ihr es mit euren
14-jährigen Folgendes regelt. Ich schreib mal, wie es bei uns
ist:
Alles „elektrische“ (PC, Glotze, Spiele) täglich eine Stunde,
am Wochenende 1 1/2 Stunden
Keine solche Reglementierung, aber prinzipiell „Arbeit“ vor dem Spiel-und da haben die Größeren auch schon bei den Kleineren drauf geachtet. Intervention bei Unterschreiten unserer Limits/Erwartungen, Belohnung bei Leistung. Dies anstelle konkreter und detaillierter Richtlinien und Verordnungen - wir sind eine Familie und keine Behörde. Wir möchten, dass unsere Kinder selbst Verantwortung übernehmen - und dazu gehören auch negative Erfahrungen, wie z.Bsp. die Einsicht über eine suboptimale Klassenarbeit nach einem Wochenende ohne adäquater Vorbereitung.
Zählt die HiFi-Anlage oder der iPod bei Euch dann konsequenterweise auch unter „elektrisch“ ??? Darf Euer Kind im Zimmer das Licht anhaben ?
Die Frage, ob es nicht noch etwas anderes zu tun gäbe, stelle ich selbst aber schneller, wenn mein aktuell 13 Jähriger einen „DVD-Marathon“ abhält, als wenn er sich an seinem PC mit m.E. sinnvollen Applikationen beschäftigt.
Taschengeld pro Woche 5€
Mehr, aber auch Eigenbudgetierung und -verantwortung. Zahlung erfolgte bei meinem ältesten Sohn damals schon quartalsweise und bei meiner ältesten Tochter monatlich (sie bekam dann mit ca. 16 das Geld alle 3 Monate). Mein 9 und mein 13 jähriger bekommen ihr Geld noch monatlich - mit gutem Erfolg. Mein 9 Jähriger war am Anfang zwar 2x nach je ca. 2 Wochen „pleite“, hat aber jetzt eine gute Sparquote und mein 13 Jähriger wird nach seinem 14. Geburtstag den Aufpreis für das von ihm gewünschte Fahrrad gegenüber dem von uns bezahlten Modell locker zahlen können - dank 6 monatigem, konsequentem Sparen.
Ins Zimmer gehen unter der Woche 20.30h, am Wochenede 22h.
Licht aus unter der Woche 22h, Wochenende 23.30h, manchmal 24h
Keine Reglementierung. Im Gegenteil, ich käme und kam nicht im Traume auf die Idee, eines meiner Kinder „weg“ ins Zimmer zu schicken, damit es dort die letzten Stunden des Tages „absitzt“, wobei hier einschränkend zu berücksichtigen ist, dass ich tagsüber arbeite und somit unter der Woche selten nachmittags etwas mit meinen Kindern unternehmen kann. Meine Kinder würden dieses Vorgehen sicherlich als grausam empfinden. Es würde dazu führen, dass sie schriftliche Hausarbeiten, etc. zwangsläufig auf den Abend legen würden, damit sie tagsüber ihre Freiheit genießen können. Die notwendigen Freiräume für meine Frau und mich holen wir uns nicht durch Verbannung der Kinder.
Eine Hausarbeit pro Wochentag, zwei pro Ferientag(eine
Hausarbeit ist zB. Spülmaschine aus oder ein, Tisch decken und
abräumen, im Bad Waschbecken und Clo putzen, Esszimmer und
Flur saugen.
Auch hier: Wir haben weniger Regelungen. Tisch decken, Spülmaschine ein- bzw. ausräumen sind kleine Selbstverständlichkeiten, die nach Verfügbarkeit von allen Kindern kommentarlos mitgemacht werden und wurden - gelegentlich gibt / gab es insb. bzgl. der eigenen Zimmer Interventionsbedarf, aber die Notwendigkeit einer Plan(-haus)wirtschaft hat sich bei uns noch nicht eingestellt - und wir sind/waren zu sechst.
Einen Korb Wäsche aufhängen oder 1/2 Stunde Rasen mähen gilt
als 2 Hausarbeiten. Im Schnitt dauert eine Hausarbeit 15
Minuten.
Aha. Das aber wird hoffentlich genau protokolliert. Wie werden Krankheitszeiten angerechnet und gibt es eine Gefahrenzulage für das Rasenmähen ? Im Ernst: Dein Kind beschwert sich und Du hast als Antwort einen akribisch ausgearbeiteten Plan, den Du mittels Vergleich objektivieren willst. Ich glaube, dass das Problem auf dieser Ebene nicht lösbar ist.
Mit Freunden abends wegbleiben dürfen bis 20h am Wochenede,
unter der Woche zuhause sein um 1830h, spätestens 19h.
Ich möchte definitiv wissen, wo mein 13 jähriger um diese Zeit ist, aber ansonsten erstrecken sich unsere Reglementierungen für diese Zeiten auf Fahrdienst und Essen. Am Wochenende hatten unsere Kinder oft Besuch von Freunden über Nacht oder sind selbst dort geblieben. Unsere Zeiten hingen aber auch von „Sommer“ oder „Winter“ sowie Ferien oder nicht-Ferien ab.
Bin mal gespannt, wie ihr das handhabt!
Zusammengefasst halten wir es m.E. lockerer, weil es unser Ziel ist, dass unsere Kinder selbst Verantwortung für sich übernehmen können. Wir möchten, dass sie das was sie tun, wollen oder zumindest die Notwendigkeit und den Nutzen verstehen. Außerdem gestattet uns die Formulierung genereller Ziele eine gewisse Flexibilität.
Gruß,
speedofthoughts