Regeln bei 14-jährigen, welche?

Hallo Gemeinde!
Die Anderen dürfen / haben immer mehr oder länger usw…
Wüsst gerne mal, so als „Abgleich“, wie ihr es mit euren 14-jährigen Folgendes regelt. Ich schreib mal, wie es bei uns ist:

Alles „elektrische“ (PC, Glotze, Spiele) täglich eine Stunde, am Wochenende 1 1/2 Stunden

Taschengeld pro Woche 5€

Ins Zimmer gehen unter der Woche 20.30h, am Wochenede 22h.
Licht aus unter der Woche 22h, Wochenende 23.30h, manchmal 24h

Eine Hausarbeit pro Wochentag, zwei pro Ferientag(eine Hausarbeit ist zB. Spülmaschine aus oder ein, Tisch decken und abräumen, im Bad Waschbecken und Clo putzen, Esszimmer und Flur saugen.
Einen Korb Wäsche aufhängen oder 1/2 Stunde Rasen mähen gilt als 2 Hausarbeiten. Im Schnitt dauert eine Hausarbeit 15 Minuten.

Mit Freunden abends wegbleiben dürfen bis 20h am Wochenede, unter der Woche zuhause sein um 1830h, spätestens 19h.

Bin mal gespannt, wie ihr das handhabt!

Allu

Hi,
das ziehst du durch? Find ich schrecklich. Die Aufzählung schon allein! Hängt die bei euch an der Wand?
Gruß,
Claudia (Mutter von 2 Töchtern mit dem Motto „wir sind ein Team“

Hallo Allu,

Die Anderen dürfen / haben immer mehr oder länger usw…

das war schon in meiner Jugend so :wink:

Wüsst gerne mal, so als „Abgleich“, wie ihr es mit euren
14-jährigen Folgendes regelt. Ich schreib mal, wie es bei uns
ist:

Alles „elektrische“ (PC, Glotze, Spiele) täglich eine Stunde,
am Wochenende 1 1/2 Stunden

Mehr als eine Stunde täglich dulden wir PC-Spiele „zur Entspannung“ (???) auch nicht, müssen aber ständig dahinter stehen und daran erinnern - Teufelszeug halt :frowning:
Glotze ist von Mo-Fr bei uns nie an. Der Samstagabend ist, sofern keine anderweitigen Dinge anstehen, ein Papa und Sohn - DVD-Abend oder die beiden gehen, oft gemeinsam mit Freunden ins Kino.

Taschengeld pro Woche 5€

Unser Sohn erhält seit Jahren 60 Euro, spart aber hiervon freiwillig regelmäßig 50 - 80%.

Ins Zimmer gehen unter der Woche 20.30h, am Wochenede 22h.
Licht aus unter der Woche 22h, Wochenende 23.30h, manchmal 24h

Wir essen abends meistens alle gemeinsam. Das wird schonmal später … und da Glotze und PC nicht laufen, bleiben gemeinsame Spiele, Lesen oder ein Hörbuch oder Vorbereitung auf Klassenarbeiten etc. Da sehen wir nicht auf die Uhr. Irgendwie regelt sich das immer von selbst.

Eine Hausarbeit pro Wochentag, zwei pro Ferientag(eine
Hausarbeit ist zB. Spülmaschine aus oder ein, Tisch decken und
abräumen, im Bad Waschbecken und Clo putzen, Esszimmer und
Flur saugen.
Einen Korb Wäsche aufhängen oder 1/2 Stunde Rasen mähen gilt
als 2 Hausarbeiten. Im Schnitt dauert eine Hausarbeit 15
Minuten.

Da ich nicht berufstätig bin, übernehme ich den Großteil des Haushalts selbst, aber die Männer gehen mir fast jederzeit gern mal zur Hand, wenn sie sehen, dass ich ihre Hilfe brauchen kann. Dass jeder seine Sachen wegräumt, also Wäsche in Schrank oder Wäschekammer, gebrauchtes Geschirr in den GS etc. ist ja selbstverständlich.

Mit Freunden abends wegbleiben dürfen bis 20h am Wochenede,
unter der Woche zuhause sein um 1830h, spätestens 19h.

Wenn wir wissen, so er sich aufhält, sind wir da einigermaßen flexibelm aber insgesamt läuft es auf die von dir genannten Zeiten hinaus.

LG
sine

Bin mal gespannt, wie ihr das handhabt!

Allu

genial!

Hallo Gemeinde!

Hallo Allu!

mit 14 ist das Leben schwer… ich habe gelernt, dass eingefahrene Regeln und Tagesabläufe am leichtesten über diese Zeit hinweghelfen!
Dein System beeindruckt mich - positiv!
Wenn der/die Jugendliche das mitmacht: SUPER!!!
Gewohnheiten ändern sich nicht so schnell…

Taschengeld pro Woche 5€

hmmm… das hängt davon ab, was vom Taschengeld so alles gekauft werden muss.
Mit 14 finde ich ein Monatsbudget schon passender - wenn es der Familienetat erlaubt.
Ihr solltet gemeinsam klären, ob davon auch Kleidung, Kino, Schulsachen etc. gekauft werden müssen.

Ins Zimmer gehen unter der Woche 20.30h, am Wochenede 22h.
Licht aus unter der Woche 22h, Wochenende 23.30h, manchmal 24h

Hmmm… 20:30 Uhr ins Zimmer - kommt drauf an, was das bedeutet.
INs Bett gehen oder noch Musik hören, Schulaufgaben machen???

Eine Hausarbeit pro Wochentag, zwei pro Ferientag

Ich drücke Dir die Daumen, dass sich alle Familienmitglieder dran halten!
Halt durch!!!
Viel Erfolg!!!

Ulli

So sieht das Leben in nem Internat auch aus und wir habens alle gut überstanden - da waren allerdings die häuslichen Pflichten etwas ausgedehnter - 1 Std bis 1,5 Std am Tag.

Ab ins Zimmer - je nach Alter - aber bei den Kleinen war um 20:00 Uhr rumrennen im Haus tabu und ab 21:00 Licht aus. Bei den Älteren (ab 18) gab es hinterher Ausgang in der Woche bis 22:00 Uhr am WE bis 23:00 Uhr und danach nur noch Treffen in den Zimmern.

Klare Linien und Regeln haben sich dort bewährt, auch wenn sie auf Proteste gestoßen sind - heute mit Abstand betrachtet waren diese Rgeln ok und wir werden diese auch bei unserem Kind versuchen von Anfang an einzuführen.

Zum Thema Geld wirds wohl 1 Euro pro Lebensjahr geben - durch zusätzliche Leistungen in und um das Haus kann das Kind dann Punkte sammeln für z.B. außergewöhnliche Aktivitäten und Wünsche mit Freuden oder der Familie. Phantasialand - ok, wenn 20 Punkte voll sind - Schwimmen im super Tropen Bad - 15 Punkte - Eisessen - 5 Punkte - Kino - 6 Punkte - Das super duper T-SHIRT - 10 Punkte…usw…

Hi Allu

WAS?! Um halb Neun aufs Zimmer, um 22 Uhr Licht aus? Oh mein Gott… das musste ich schon mit knapp über 12 nicht mehr und bin trotzdem was geworden.

Okay, jeder Mensch ist anders aber für mich wäre das ein Alptraum…

Alles andere hört sich ganz gut an. Taschengeld bezieht sich denk ich mal auf die Haushaltssituation.
Ich schließ mich aber dem an, dass ein Monatsetat, wenn er möglich ist, besser ist - man kann sich entweder was größeres Anschaffen oder es sich aufteilen, wie halt grad der Bedarf ist. Und etwas mehr planen.

Was abends wegbleiben angeht… kommt das sehr auf die Reife des 14-Jährigen an.
Wenn meine Eltern wussten wo ich war und dort anrufen konnten, durfte ich länger wegbleiben, und am WE natürlich länger als unter der Woche, wenn Schule war.

lg
Kate

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Hallo

So sieht das Leben in nem Internat auch aus

Ab ins Zimmer - je nach Alter - aber bei den Kleinen war um
20:00 Uhr rumrennen im Haus tabu und ab 21:00 Licht aus. Bei
den Älteren (ab 18) gab es hinterher Ausgang in der Woche bis
22:00 Uhr am WE bis 23:00 Uhr und danach nur noch Treffen in
den Zimmern.

Ab ins Zimmer muss ja im Internat nicht so was Schlechtes sein, je nachdem, mit wem man auf dem Zimmer ist.

Aber zu Hause, denke ich mir, bedeutet das: Alleine aufs Zimmer.
Das finde ich ziemlich öde, mit 14 so früh aufs Zimmer und dann alleine sein. Oder gibt es da noch irgendwelche Geschwister in halbwegs ähnlichem Alter, die auch in diesem Zimmer sind?

So ein ‚ab aufs Zimmer‘ gibt es bei uns gar nicht (eben weil jeder ein eigenes Zimmer hat), wenn dann direkt auch ins Bett.

Viele Grüße
Simsy

Hallo Gemeinde!
Die Anderen dürfen / haben immer mehr oder länger usw…

Hi Allu,

versucht doch mal rauszubekommen, welche Punkte ihr genau an mehr Freiheit wichtig sind.

Und dann wird verhandelt.
Kommt wirklich darauf an, wie reif sie mit 14 Jahren ist, da gibt es schon Unterschiede.

Der Nachwuchs soll ja auch Eigenverantwortung lernen. Dazu gehört zu sagen, was man sich wünscht, zuverlässig zu sein und zu verstehen, dass manchmal nicht alles geht.

Viel Erfolg, Son-ja

So öde find ich das ehrlich gesagt auch zu Hause nicht, immerhin können die Kinder dann ja auch mal ne Weile was mit sich selbst anfangen wie lesen, Musik hören, was schreiben, noch was für die Schule machen, von mir aus auch telefonieren…bei kleineren Kindern muss man natürlich noch was beiten wie eine Geschichte zum Einschlafen - aber ich will auch mal als Erwachsener meine Ruhe und Zeit nur mit meinem Partner haben und nicht den ganzen Tag meine Kinde in der Zukunft bespielen und bespaßen. - das gabs bei uns zu Hause auch nicht und vorm Einschlafen noch so ne Stunde lesen oder mit der Katze kuscheln und langsam zur Ruhe kommen fand ich gar nicht übel. … was nicht bedeuten soll, dass man sich nicht dafür vorher auch mit seinen Kindern beschäftigt und gemeinsame Aktivitäten unternimmt - gemeinsam zu abend isst, danach noch draußen oder drinnen was spielt etc…wir haben z.B. damals mit der ganzen Siedlung und den Vätern abends noch ne Runde Fussball gespielt und dann gings ausgetobt ins Bett, aber der Ablauf an sich war immer ähnlich und auch die Bettgehzeiten.

Hallo,

genau so würde ich es machen,
das ist quasi Deutschland im Kleinen.

Beim ins Zimmer gehen würde ich evtl. 5 Minuten drauflegen.
Was ist, wenn die hausarbeit nicht binnen 15 Minuten erledigt ist?
Wenn zum Klo putzen 30 Minuten gebraucht werden, ist das dann ein Regelverstoß oder sind das schon 2 Hausarbeiten?
Das muss beim Referent-Kloputzen festgelegt werden, am besten mit Stoppuhr.

Alle Regeln müssen schriftlich erfasst, vom Kind unterschrieben und bei einem Anwalt hinterlegt werden.

Bei Verstößen müsste noch mal ein mindestens genauso umfangreiches Schriftstück verfasst werden, das die mitunter empfindlichen Bestrafungen regelt.

Gruß
Frank :wink:

Hallo

So öde find ich das ehrlich gesagt auch zu Hause nicht, …

Sagst du das von dir aus, oder von einem/r Vierzehnjährigen aus?

Meiner Meinung nach sind Vierzehnjährige extrem kontaktbedürftig.
Ich selber fände es auch nicht öde, aber Jugendliche sind halt nicht gern alleine.

von mir aus auch
telefonieren…

Na ja, wenn ein Telefon im Zimmer ist, dann vielleicht schon …

bei kleineren Kindern muss man natürlich noch
was beiten wie eine Geschichte zum Einschlafen - aber ich
will auch mal als Erwachsener meine Ruhe und Zeit nur mit
meinem Partner haben und nicht den ganzen Tag meine Kinder in
der Zukunft bespielen und bespaßen.

Das geht doch nicht darum, dass sie bespielt werden, insbesondere da eigentlich die Rede von 14-jährigen ist. Es geht darum, dass sie nicht alleine sein müssen. Wenn man die ganze Zeit den Kindern ein Unterhaltungsprogramm bietet, solange sie anwesend sind, macht man doch sowieso was verkehrt.

  • das gabs bei uns zu
    Hause auch nicht und vorm Einschlafen noch so ne Stunde lesen
    oder mit der Katze kuscheln …

Na ja, ok, wenn eine Katze im Haus ist, dann geht es wohl.

und langsam zur Ruhe kommen fand
ich gar nicht übel. … was nicht bedeuten soll, dass man
sich nicht dafür vorher auch mit seinen Kindern beschäftigt
und gemeinsame Aktivitäten unternimmt - gemeinsam zu abend
isst, danach noch draußen oder drinnen was spielt etc…wir
haben z.B. damals mit der ganzen Siedlung und den Vätern
abends noch ne Runde Fussball gespielt und dann gings
ausgetobt ins Bett, aber der Ablauf an sich war immer ähnlich
und auch die Bettgehzeiten.

„Immer ähnlich“ ist bestimmt in (fast) jedem Fall gut.

Viele Grüße
Simsy

Morgen!

So sieht das Leben in nem Internat auch aus und wir habens
alle gut überstanden - da waren allerdings die häuslichen
Pflichten etwas ausgedehnter - 1 Std bis 1,5 Std am Tag.

Früher war alles besser, heute geht das nicht mehr. :smile:

Mit 14 ist man in der 7 - 8 Klasse, auf einem Gymnasium bedeutet
dies 32 - 34 Schulstunden pro Woche und 1,5h Hausaufgaben pro Tag.
Das wird dank Pisa mit ein bis zwei Nachmittagen Schule erledigt.
Möchte (möchte ist gut, eher soll) das Kind noch an irgend einer
Schul AG teilnehmen ist der nächste Nachmittag futsch. Da Sport
im täglichen Schulleben eher eine Lachnummer ist, gehen die Kinder
meist noch in einen Sportverein (1 bis 2 mal die Woche).

Nu erklär mir mal wie man da noch 1h bis 1,5h häusliche Arbeit und
viiiieleicht auch mal ein biiiiischen Spielen unterbringen soll.

Ok, ok, wenn 24h/Tag nicht reichen nehmen wir halt die Nacht
dazu… :smile:

Gruß
Stefan

PS: Lange Rede kurzer Sinn, ich halte 1-1,5h in der Woche für zuviel.

Hallo,

was mir sauer aufstößt ist die offenbar sehr fixe Festlegung, die kaum Flexibilität und Ausnahmen zulässt. Sicher, grundsätzliche Regeln müssen und sollen sein, aber der hier vorgegebene Plan erinnert mich mehr an den Schichtplan eines Bandarbeiters als an den liebevollen und von gegenseitigem Verständnis geprägten liebevollen Umgang mit den eigenen Kindern in einer schwierigen Lebensphase.

Mit 14 sollte ein junger Mensch anfangen für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, und hierzu braucht er auch Eltern, die ihm die hierfür notwendigen Freiräume geben, und die angemessen damit umgehen, wie ihr Kind diese nutzt. Die hierfür notwendige Flexibilität fehlt mir in dem hier vorgestellten Plan.

So kann ich mich erinnern, in dem Alter schon lange Abende mit meinen Eltern über Gott und die Welt diskutiert zu haben, und da wäre niemals ein gutes Gespräche mit einem Blick auf die Uhr beendet worden. Auch macht es doch einen massiven Unterschied, ob jemand einfach nur „unterwegs“ ist, und daher bitte zu bestimmten Zeiten wieder im Hause sein sollte, oder ob man bei den Eltern bekannten guten Freunden ist, ggf. von deren Eltern wieder nach Hause gebracht wird, …

Eine gewisse Beteiligung an den Hausarbeiten sollte eigentlich selbstverständlich sein, und wird meiner Meinung nach durch das hier vorgegebene Punktesystem vollkommen überbewertet und damit zu etwas „Besonderem“ gemacht. Tisch auf- und abdecken wäre für mich nie eine besondere Arbeit. Das wurde bei uns immer gemeinsam von denen gemacht, die gerade greifbar waren. Der Mülleimer wurde geleert, wenn er voll war. Für das Mähen des nicht so ganz kleinen Rasens wurde hingegen gezahlt, weil es wirklich Arbeit war. Ebenso für andere handwerkliche und hausmeisterliche Tätigkeiten, die über das Wechseln einer Glühbirne hinausgingen .

Zum Taschengeld wurde ja schon gesagt, dass dies vom Haushaltseinkommen und dem Umfang der davon zu finanzierenden Dinge abhängig sein sollte, wobei diese mit dem Alter zunehmen. Eine monatliche Zahlung erzieht zudem zu mehr Disziplin im Umgang mit dem Geld, eröffnet aber gleichzeitig auch mehr Freiheit für größere Ausgaben.

Und ansonsten wird man den Spruch, dass alle anderen es besser haben, wohl nie von dieser Welt tilgen können (auch wenn er in so vielen Bereich glatt gelogen ist).

Gruß vom Wiz

Heyyyyy, was`n los mit Dir?

Alle Regeln müssen schriftlich erfasst, vom Kind
unterschrieben und bei einem Anwalt hinterlegt werden.

So hat das hier wohl keiner gemeint.
Viele Grüße, Son-ja

So klingt es aber.

Gruß
eklastic
(die auch nach 20:30 gerne Zeit mit ihren Söhnen verbringt)

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Nun ja, Übertreibung als Mittel der Satire ist ja nun nicht so ganz selten anzutreffen. Sie ist zudem sehr geeignet Dinge deutlich zu machen, die schon übertrieben sind, indem man sie noch weiter überzeichnet. Insoweit geht diese Antwort in die selbe Richtung wie auch meine: Das ganze ist zu starr und unflexibel, es klingt mehr nach Gesetz, Dienstanweisung, … als nach familiärem Zusammenleben.

Gruß vom Wiz

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2 „Gefällt mir“

genau so würde ich es machen,
das ist quasi Deutschland im Kleinen.

Hab grad zum ersten Mal in meinen 4,5 Jahren bei w-w-w einen Stern vergeben…

Hallo,

Die Anderen dürfen / haben immer mehr oder länger usw…

Dieses Argument ist immer existent - aber das höre ich nur noch vom Nesthäkchen und vom 9-jährigen. Alle anderen diskutier(t)en und verhandel(te)n zu meiner Freude…

Wüsst gerne mal, so als „Abgleich“, wie ihr es mit euren
14-jährigen Folgendes regelt. Ich schreib mal, wie es bei uns
ist:

Alles „elektrische“ (PC, Glotze, Spiele) täglich eine Stunde,
am Wochenende 1 1/2 Stunden

Keine solche Reglementierung, aber prinzipiell „Arbeit“ vor dem Spiel-und da haben die Größeren auch schon bei den Kleineren drauf geachtet. Intervention bei Unterschreiten unserer Limits/Erwartungen, Belohnung bei Leistung. Dies anstelle konkreter und detaillierter Richtlinien und Verordnungen - wir sind eine Familie und keine Behörde. Wir möchten, dass unsere Kinder selbst Verantwortung übernehmen - und dazu gehören auch negative Erfahrungen, wie z.Bsp. die Einsicht über eine suboptimale Klassenarbeit nach einem Wochenende ohne adäquater Vorbereitung.

Zählt die HiFi-Anlage oder der iPod bei Euch dann konsequenterweise auch unter „elektrisch“ ??? Darf Euer Kind im Zimmer das Licht anhaben ?

Die Frage, ob es nicht noch etwas anderes zu tun gäbe, stelle ich selbst aber schneller, wenn mein aktuell 13 Jähriger einen „DVD-Marathon“ abhält, als wenn er sich an seinem PC mit m.E. sinnvollen Applikationen beschäftigt.

Taschengeld pro Woche 5€

Mehr, aber auch Eigenbudgetierung und -verantwortung. Zahlung erfolgte bei meinem ältesten Sohn damals schon quartalsweise und bei meiner ältesten Tochter monatlich (sie bekam dann mit ca. 16 das Geld alle 3 Monate). Mein 9 und mein 13 jähriger bekommen ihr Geld noch monatlich - mit gutem Erfolg. Mein 9 Jähriger war am Anfang zwar 2x nach je ca. 2 Wochen „pleite“, hat aber jetzt eine gute Sparquote und mein 13 Jähriger wird nach seinem 14. Geburtstag den Aufpreis für das von ihm gewünschte Fahrrad gegenüber dem von uns bezahlten Modell locker zahlen können - dank 6 monatigem, konsequentem Sparen.

Ins Zimmer gehen unter der Woche 20.30h, am Wochenede 22h.
Licht aus unter der Woche 22h, Wochenende 23.30h, manchmal 24h

Keine Reglementierung. Im Gegenteil, ich käme und kam nicht im Traume auf die Idee, eines meiner Kinder „weg“ ins Zimmer zu schicken, damit es dort die letzten Stunden des Tages „absitzt“, wobei hier einschränkend zu berücksichtigen ist, dass ich tagsüber arbeite und somit unter der Woche selten nachmittags etwas mit meinen Kindern unternehmen kann. Meine Kinder würden dieses Vorgehen sicherlich als grausam empfinden. Es würde dazu führen, dass sie schriftliche Hausarbeiten, etc. zwangsläufig auf den Abend legen würden, damit sie tagsüber ihre Freiheit genießen können. Die notwendigen Freiräume für meine Frau und mich holen wir uns nicht durch Verbannung der Kinder.

Eine Hausarbeit pro Wochentag, zwei pro Ferientag(eine
Hausarbeit ist zB. Spülmaschine aus oder ein, Tisch decken und
abräumen, im Bad Waschbecken und Clo putzen, Esszimmer und
Flur saugen.

Auch hier: Wir haben weniger Regelungen. Tisch decken, Spülmaschine ein- bzw. ausräumen sind kleine Selbstverständlichkeiten, die nach Verfügbarkeit von allen Kindern kommentarlos mitgemacht werden und wurden - gelegentlich gibt / gab es insb. bzgl. der eigenen Zimmer Interventionsbedarf, aber die Notwendigkeit einer Plan(-haus)wirtschaft hat sich bei uns noch nicht eingestellt - und wir sind/waren zu sechst.

Einen Korb Wäsche aufhängen oder 1/2 Stunde Rasen mähen gilt
als 2 Hausarbeiten. Im Schnitt dauert eine Hausarbeit 15
Minuten.

Aha. Das aber wird hoffentlich genau protokolliert. Wie werden Krankheitszeiten angerechnet und gibt es eine Gefahrenzulage für das Rasenmähen ? Im Ernst: Dein Kind beschwert sich und Du hast als Antwort einen akribisch ausgearbeiteten Plan, den Du mittels Vergleich objektivieren willst. Ich glaube, dass das Problem auf dieser Ebene nicht lösbar ist.

Mit Freunden abends wegbleiben dürfen bis 20h am Wochenede,
unter der Woche zuhause sein um 1830h, spätestens 19h.

Ich möchte definitiv wissen, wo mein 13 jähriger um diese Zeit ist, aber ansonsten erstrecken sich unsere Reglementierungen für diese Zeiten auf Fahrdienst und Essen. Am Wochenende hatten unsere Kinder oft Besuch von Freunden über Nacht oder sind selbst dort geblieben. Unsere Zeiten hingen aber auch von „Sommer“ oder „Winter“ sowie Ferien oder nicht-Ferien ab.

Bin mal gespannt, wie ihr das handhabt!

Zusammengefasst halten wir es m.E. lockerer, weil es unser Ziel ist, dass unsere Kinder selbst Verantwortung für sich übernehmen können. Wir möchten, dass sie das was sie tun, wollen oder zumindest die Notwendigkeit und den Nutzen verstehen. Außerdem gestattet uns die Formulierung genereller Ziele eine gewisse Flexibilität.

Gruß,
speedofthoughts

Hallo,

meine Kleine ist noch nicht ganz so alt, daher fehlt mir die Erfahrung, aber

Ins Zimmer gehen unter der Woche 20.30h, am Wochenede 22h.
Licht aus unter der Woche 22h, Wochenende 23.30h, manchmal 24h

Die darf sich 1,5 Stunden bevor sie ins Bett muss nur noch in ihrem Zimmer aufhalten? Jeden Tag 1,5 Stunden Stubenarrest? Das ist ja ne ordentliche Strafe, was hat sie denn ausgefressen?

Seid Ihr mit den Kochs in Hessen verwandt?

Ich hoffe das ist nicht wirklich schlimm, wie es sich liest.

Grüße
Schmidti

Hallo Gemeinde!
Da meine Anfrage bei manchen wohl recht preusisch rübergekommen ist, noch mal eine Zulage zum besseren Verstehen.

Habe so kurz geschrieben, weil ich ganz speziell zu den Regeln Antworten wollte. Hätte natürlich auch noch alle wenns und abers und eventuells anführen können, dacht, das wär dann zuviel.

Alle in Folge aufgeführten Regeln sind NORMALERWEISE so wie folgt:

Alles „elektrische“ (PC, Glotze, Spiele) täglich eine Stunde,
am Wochenende 1 1/2 Stunden

Taschengeld pro Woche 5€

Ins Zimmer gehen unter der Woche 20.30h, am Wochenede 22h.
Licht aus unter der Woche 22h, Wochenende 23.30h, manchmal 24h

Eine Hausarbeit pro Wochentag, zwei pro Ferientag(eine
Hausarbeit ist zB. Spülmaschine aus oder ein, Tisch decken und
abräumen, im Bad Waschbecken und Clo putzen, Esszimmer und
Flur saugen.
Einen Korb Wäsche aufhängen oder 1/2 Stunde Rasen mähen gilt
als 2 Hausarbeiten. Im Schnitt dauert eine Hausarbeit 15
Minuten.

mit was, ausser an der Zeit, soll man denn rechnen??

Mit Freunden abends wegbleiben dürfen bis 20h am Wochenede,
unter der Woche zuhause sein um 1830h, spätestens 19h.

…aber nicht so starr, wie es vielleicht rüberkam.

Auch ich verbringe gerne Zeit mit meinen Jungs nach 20.30h in der Woche, manchmal.Und manchmal brauche ich die Abende für mich.
Bei uns sind die Türen offen, ich habe 2 Kinder, die gerne, wenn 20.30h „Zimmerzeit“ ist, zusammen sind, und die werden auch nicht eingesperrt, nein, sie können auch wieder raus!Und manchmal sind auch Freunde da, die sind dann oft etwas verwundert (Jetzt schon??), aber es klappt ganz gut.Das ist bei uns halt so. Und die Kinder kommen dann oft auch besser zur Ruhe, als wenn sie noch ewig im Haus rumspringen.
Sie dürfen es sich im Zimmer gemütlich machen und Musik hören, lesen, was trinken, Obst essen. Elektrische Sachen, die nicht gewünscht sind, sind PC und Spiele auf X - Box, Handy und Co.

Was die ironische Einlage zu dem Vertrag anbelangt: Nein, wir haben derzeit keinen Vertrag und ihn somit auch nicht beim Anwalt hinterlegt.
Aber es hat sich manchmal als sehr sinnvoll erwiesen, Verträge mit Kindern und Partnern auszuhandeln. (Familienrat von Gordon, Paartherapien verschiedener Richtungen). Die gelten dann auch einige Zeit, die von beiden Partnern festgelegt wird (1 Tag bis 1 Woche oder auch 4 Wochen, je nach dem), und dann überprüft, neu besprochen, neu verhandelt werden. Das dient dem Familienfrieden ungemein, und bringt vor allem in der schwierigen Zeit der pupertierenden Jungtiere mehr Sachlichkeit, Klarheit und wenn man Glück hat: mehr Ruhe.

Meine Meinung:

An sinnvollen Regeln ist noch kein Kind zugrunde gegeangen, wohl aber an den Folgen einer Erziehung,die keine ist, wenn sie nicht verlässlich ist, keine Regeln kennt, keinen Schutz, keine Orientierung und keinen Halt bietet.

Ist meine Anfrage jetzt klarer??

Allu