Hallo!
Dann will ich auch mal 
Ich muss allerdings vorweg sagen, dass mein Sohn erst gut 2,5 Jahre alt ist, d.h. das Einhalten irgendwelcher „Regeln“ handhaben wird durchaus flexibel. Wenn wir merken, er kann etwas nicht, weil er einfach was anderes im Kopf hat, oder er probiert neue Fertigkeiten aus, gibts durchaus Ausnahmen. Und bierernst wird das Ganze auch nicht genommen 
Bei uns ist es so, dass unser Sohn den Tisch deckt. D.h. wir stellen die Sachen in der Küche griffbereit hin, und er stellt sie auf den Tisch. Klar geht da einiges durcheinander, aber im Grossen und Ganzen weiss er, was wohin kommt.
Schwere Sachen, heisse Sachen, scharfe Messer darf er nicht tragen. Und natürlich helfen wir ihm auch, sobald wir die Hände frei haben.
Tisch abräumen ist Erwachsenensache, da ginge zu viel daneben. Ausserdem will er nach dem Essen rumlaufen und spielen, also soll er das auch.
Hintergrund fürs Tisch decken lassen ist zum einen, dass er es gerne macht. Zum anderen lernt er so, was auf den Tisch gehört. Ausserdem überbrücken wir so die Zeit bis zum Essen, die ja wenn man Hunger hat doch recht lang werden kann.
Während dem Essen bleiben wir sitzen, bis alle fertig sind. Das ist einer der Punkte, die nicht immer gut klappen. Und den setzen wir auch nicht immer durch, es kommt einfach auf die Tagesform an. Ist er sehr unruhig, bringt es einfach nichts, er KANN dann nicht still sitzen bleiben. Oder wenn er wenig Hunger hat und schon lange fertig ist.
Hintergrund ist, dass das Essen Familiensache ist, bei der man einfach füreinander da ist, gemeinsam. Der eine isst schneller, der andere langsamer, und je nachdem, was es gibt, unterscheidet sich das. Ich finde es schlimm, wenn auf einmal alle um einen herum aufstehen und weggehen. Alleine essen ist nicht schön.
Ausserdem muss dem Junior oft, wenn er gegessen hat, erstmal eine Grundreinigung zugute kommen, und auch wir Grossen wollen erstmal in Ruhe fertig essen 
Mit vollem Mund wird nicht gesprochen…weil keiner die gekauten Essensreste vom anderen auf seinem Teller wiederfindet, und weil es sich furchtbar anhört.
Ebenso wird nicht geschmatzt oder mit dem Trinken geschlabbert.
Ach ja, und ca. ab einer Stunde vor den grossen Mahlzeiten gibt es nichts Süsses mehr.
Sinn dieser Regeln ist für uns zum einen, dass wir zu Hause in Ruhe essen, sich keiner ekelt dabei.
Zum anderen sind wir der Meinung, was man von klein auf und überall einhalten muss, fällt einem später und in Gesellschaft nicht so schwer. Stichwort Konsequenz.
Klappt übrigens wirklich gut, auch wenn es sich vielleicht ungemütlich anhören mag 
Ob das so bleibt, muss die Zeit bringen, unser Sohn ist ja noch klein.
Liebe Grüsse
Bine