Regeln wörtliche rede, satz trotz fehlender Satzgl

Hallo.

Es geht um einen Test in dem Anführungszeichen und Satzschlußzeichen gesetzt werden sollten.
Vorgegeben war: Zur Vorbereitung. Die Mutter wurde ernst Ich möchte wissen, was mich erwartet.

Mein Sohn hatte folgende Variante:
" Zur Vorbereitung." Die Mutter wurde ernst:" Ich möchte wissen was mich erwartet."

Die Lehrerin korrigierte:
„Zur Vorbereitung“, die Mutter wurde ernst, „Ich möchte wissen, was mich erwartet.“

  1. Frage: Kann denn - zur Vorbereitung - ein Satz mit Satzschlußzeichen sein (fehlendes Prädikat)?Müssen Sätze immer SPO enthalten?

Oder wäre der Satz grammatikalisch richtig auch so formuliert: Zur Vorbereitung, ich möchte wissen, was mich erwartet.
Klingt aber irgendwie komisch.Aber nur dann wäre doch die Schreibweise der Lehrerin richtig, oder?

  1. Frage: wenn es so ist wie die Lehrerin korrigiert hat, dann müßte doch aber -ich- klein geschrieben werden, oder?
    Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Mein Sohn hatte folgende Variante:
" Zur Vorbereitung." Die Mutter wurde ernst:" Ich möchte
wissen was mich erwartet."
Diese Version ist zumindest nicht falsch, was die Interpunktion betrifft. (Abgesehen davon, dass ich nicht kapiere, was hier „Zur Vorbereitung“ bedeuten soll)

  1. Frage: Kann denn - zur Vorbereitung - ein Satz mit
    Satzschlußzeichen sein (fehlendes Prädikat)?Müssen Sätze immer
    SPO enthalten?
    Nein, müssen sie nicht. Schon gar nicht in der wörtlichen Rede.

Also, die Version deines Sohnes ist die Beste, bis auf das Komma, das hinter „wissen“ fehlt. Es ginge auch: „Zur Vorbereitung,“, die Mutter wurde ernst, „ich möchte wissen, was mich erwartet.“.

Sehe gerade, dass meine Antworten in selber Farbe unter deinen Fragen stehen - ups - also bitte genau hingucken: unter dem ersten absatz, unter dem zweiten absatz etc.

Hallo!
Wie ist es denn hiermit:
Test: Na? fragte er. Alles klar?
Sohn: „Na?“,fragte er. „Alles klar?“
Lehrer: „Na?“,fragte er, „Alles klar?“

müßte alles klar dann nicht klein sein?

und was ist hiermit?
Test: Dann hast du ja noch zehn jahre Zeit. Lika war enttäuscht. Warum liest du denn das jetzt schon?
Sohn: „Dann hast du ja noch zehn Jahre Zeit.“ Lika war enttäuscht. „Warum liest du das denn jetzt schon?“
Lehrer: „Dann hast du ja noch 10 Jahre Zeit.“ Lika war enttäuscht,„Warum … ?“

Finde, Sohns Version sieht gut aus. Allerdings geht nicht eindeutig daraus hervor, dass Lika noch weiter spricht.

Lehrer will dies mit dem Komma nach „enttäuscht“ implizieren. Insoweit ist die Version des Lehrers richtig, sieht aber bescheuert aus.

Selbe Variante wie vorher mit „Lika“. Mit dem Komma wird deutlich gemacht, die Person spricht noch weiter. Ich würde es auch schöner finden, wenn „alles“ statt „Alles“ geschrieben wird, muss aber leider so sein, wie Lehrer schreibt.
Kann mir denken, was in deinem Kopf vorgeht: Nach einem Komma schreibt man doch klein weiter … Die Anführungszeichen verhindern dies aber. Schön finde ich es auch nicht. Ich hätte deinem Sohn eine „Eins“ verpasst, weil es viel richtiger aussieht. Fazit: Dein Sohn ist ziemlich klug und sollte sich wegen Gänsefüßchen keine grauen Haare wachsen lassen.

SVO und Sätze
Hallo,
Zur Frage, ob es Sätze ohne Subjekt-Verb-Objekt gibt, nun, das kommt auf die Definition von Satz an. Theoretisch könnte man auch „Ey!“ und „Ein Auto!“ als Sätze bezeichnen, nach Schulgrammatik müssen Sätze davon aber lediglich Verben enthalten.

Subjektlose Sätze gibt’s z.B. als Imperative („Komm her!“, „Bring Milch mit!“, „Lass die Katze in Ruhe!“) oder bei Passivsätzen von intransitiven Verben oder Kopulasätzen, in denen kein Subjekt vorkommt („Gestern wurde viel getanzt.“, „Morgen wird aufgeräumt!“, „Dort war wirklich tote Hose.“).

Objektlose Sätze sind häufig, einfach mit intransitiven Verben („Die Katze schläft.“, „Es regnet.“).

Verblose Sätze sind, denke ich, nach Schulgrammatik unvollständig. Jeder Satz muss ein finites Verb enthalten, also eins was nach Tempus, Numerus und Person gebeugt ist.

Grüße,

  • André