Regelschmerzen und Zysten

Hallo!
Ich habe seit einiger Zeit arge Regelschmerzen, trotz Einnahme der Pille. Erst dachte ich es würde am Stress liegen, aber es wurde immer schlimmer und bei der vorletzten Blutung hatte ich dann einen dicken Bauch wie im 7ten Monat und bin umgekippt, weil ich zu viel Schmerzmittel genommen hatte, die alle nicht mehr geholfen haben. War nicht mehr in der Lage aufzustehen und hab mich nur mehr gekrümmt. Bin natürlich gleich zum Arzt. Diagnose: Zysten auf den Eierstöcken. Hab jetzt eine andere Pille bekommen. Soll in den nächsten 3 Monaten besser werden. So weit so gut.
Aber jetzt ist noch etwas Neues dazu gekommen:
Ich hab nicht einfach nur Bauchschmerzen, sondern auch Schmerzen im Analbereich. Der ganze Hintern tut mir weh. Es scheint so richtig zu krampfen. Der Toilettgang ist dementsprechend auch unlustig. Kann das wirklich alles an den Zysten liegen?
Verursachen die wirlich solche Schmerzen?
Meine Frauenärztin hat irgendwei kein Verständnis, ich glaub sie denkt, dass ich übertreibe und nur wehleidig bin. Aber ich bin an zwei Tagen im Monat wirklich total erledigt und muss alle Termine absagen und eine ganze Woche lang nie ganz schmerzfrei. Bin mir nicht sicher ob das nach 3 Monaten wirklich besser wird. Länger halt ich das auch nicht mehr aus, glaub ich. Ich will mir meinen restlichen Körper ja nicht mit Medikamenten kaputt machen.

Weiß jemand Rat?
lg infi

Hallo,

wäre natürlich klasse, wenn sich das Thema mit einer neuen Pille erledigt. Aber wenn nicht, hoffe ich dir hier ein paar Ratschläge geben zu können. Bei starken und gerade zunehmenden Regelschmerzen solltest du mal den Arzt auf Endometriose ansprechen. Dazu solltest du einen Arzt haben, der Verständnis für dein Problem hat und Ursachenfindung betreibt. Sollte sich keine wirklich krankhafte Ursache finden, gibt es sicher auch eine Lösung. Dafür muss Frau ein wenig probieren. Hilfe gibt es z.B. mit Wärme oder Kälte, Hormonen, Schmerzmittel. Zum Beispiel ist es möglich, die Pille ohne Pause zu nehmen, was zur Folge hat, dass die Regelblutung idealerweise komplett ausbleibt. Bei vielen Frauen geht die Gleichung Keine Regel = Keine Schmerzen dann auf. Auch solltest du kein schlechtes Gewissen haben, bei Schmerzen auch Schmerzmittel kontrolliert einzusetzen. Auch dafür sollte dein Arzt dir Hilfestellung leisten. Er könnte zusammen mit dir das richtige Medikament und die richtige Dosierung heraus finden. Den meisten Frauen hilft es, schon vor erwarteten Regel(schmerz)beginn schon mit Schmerztabletten anzufangen. Dann ist es möglich, mit erheblich weniger Wirkstoff auszukommen.

Es gibt also viele Varianten und in meinen Augen ist in erster Linie der für dich richtige Arzt wichtig. Alles andere solltest du mit ihm erarbeiten. Viel Erfolg!
Monroe

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Hi,

Verursachen die wirlich solche Schmerzen?

je nachdem, wo die Zysten genau sitzen, ja - die Eierstöcke können verkleben und der Darm beeinträchtigt sein, weil der um die ganze Gegend Gebärmutter/Eierstöcke drumherumführt.

Mein Tipp: Wechsel die Frauenärztin (ich wurde seinerzeit auch nicht ernstgenommen) und lass dich bezüglich Endometriose untersuchen. Solche Zysten hängen oft damit zusammen. Meine wurde erfolgreich therapiert, ich bin seit rund drei Jahren beschwerdefrei und habe „nur“ noch die üblichen Krämpfe während der Periode.

Gruß
Cess

Hallo infinity,

Mein Tipp: Wechsel die Frauenärztin (ich wurde seinerzeit auch
nicht ernstgenommen) und lass dich bezüglich Endometriose
untersuchen.

Dem kann ich mich nur anschließen. Eine Gynäkologin, die sich nicht vorstellen kann, wie stark Regelschmerzen sein können, hat keine Patienten verdient.
Auch bei mir war es Endometriose. Ich bin zwei Tage im Monat vollgepumpt mit Schmerzmitteln rumgehangen und wenn ich mich bewegte, verdoppelten sich bald danach die Schmerzen (die nächsten 2-3 Tage kam ich dann mit normalen Schmerztabletten aus). Bin ich froh, dass das vorbei ist!
Also, mach was Cess dir sagt: Geh zu einer Ärztin, die
a) was vom Geschäft versteht und
b) ihren Patienten Verständnis entgegenbringt.

Gruß
+alles Gute
eklastic

Bin ich froh, dass das vorbei ist!

Wie hast Du das hinbekommen?
Würde mich mal interessieren.

Gruß
Kathy

Du wirst es nicht glauben, Kathy,
auf die brutale Art:
Wechseljahre!
Zwischendrin hatteich mal eine Tablettenkur (6 Monate lang Tabletten geschluckt, die meinem Körper gleichzeitig Wechseljahre und Schwangerschaft vorgaukelten - in der Zeit sollte die Gebärmutterschleimhaut austrocknen) - hat funktioniert für ein knappes Jahr. Dann eine OP, wo das ganze überflüssige Gewebe weg-gelasert wurde. Da war ich auch nach ungefähr einem Jahr wieder bei 100% so wie vorher. Dann hat mein Mann ein Buch aus USA mitgebracht: nachdem ich den ersten SAtz gelesen hatte*, bin ich erst ihm an den Hals, dann hab ich das Buch zerrissen.

Gruß
eklastic

*„The best cure for endometriosis is falling pregnant.“

Endometriose(schmerzen) los werden???
Da wurde oben jemand anders gefragt, wie man der Endometriose zu Leibe gerückt ist…

Bei mir ist es so, dass sie sich hauptsächlich in der Muskulatur der Gebärmutter befand (Adenomyose). Ich habe nun keine Gebärmutter und keine Schmerzen mehr. Nach sechs OPs und in Summe einem Jahr künstl. Wechseljahre war das im Grunde eine der letzten und jetzt auch erfolgreichen Optionen. Für Frauen, die die Endometriose woanders im Bauchraum haben, ist dies in der Regel aber keine Möglichkeit.

Mit einfachem Verlauf reicht oft eine Hormontherapie oder eine OP. Dennoch ist es eine meist immer wiederkehrende Erkrankung. Lt. eigener Erfahrung und aus vielen Gesprächen mit auch schwerst Betroffenen hat man die größten Chancen auf längere Schmerzfreiheit, wenn man sich in wirklich spezialisierten Zentren behandeln lässt. Zwischen Untersuchung/Behandlung im örtlichen Krankenhaus und einem Endometriosezentrum bestehen oft WELTEN. Bei Bedarf einfach mal googlen.

Natürlich gibt es auch noch viele weitere Varianten… Z.B. kann ein Schwangerschaft dienlich sein, Akupunktur, Naturheilkunde und was nicht alles. Es gibt auch Selbsthilfegruppen und auch tolle Hilfestellungen über die Endometriose-Vereinigung.

Hallo,

Z.B.
kann ein Schwangerschaft dienlich sein,

Ich wollte nur kurz meine Buch-Zerreißen unten erklären.
Heute ist Endometriose weitaus bekannter, als zu der Zeit, als ich mich damit rumschlug, da steckte die Forschung noch in den Kinderschuhen. Frauen mit Regelschmerzen wurden meist einfach mit Schmerzmitteln ruhiggestellt.
Zu Endometriose als gesicherter Diagnose kam man nur ,wenn man wegen Kinderwunsch bei einem aufgeschlossenen Arzt landete, mit anderen Worten, wenn ich hätte schwanger werden können, hätte ich nie erfahren, dass ich Endometriose hatte.

Gruß
eklastic

Kann hier auch die Schilddrüse…
eine ausschlaggebenede Rolle spielen ?

Gruß traumfrau

Hi,

Wie hast Du das hinbekommen?
Würde mich mal interessieren.

bei mir haben zwei Laparoskopien und eine Hormonbehandlung geholfen (ja, auch ich war schon in den Wechseljahren, wenn auch nur drei Monate, zum Glück). Ob es jetzt langfristig weg ist, wird sich zeigen, aber ich bin schon lange beschwerdefrei, toitoitoi.

Gruß
Cess

Jetzt verstehe ich auch…
Ok, jetzt habe auch ich verstanden :smile:
Dieser Rat fällt oft, ist aber genauso oft wenig hilfreich. Es ist ja nicht so, dass der RAt vom Arzt kommt und man sich denkt: „Man, was für eine tolle Idee. Ohne Ihren Hinweis wäre ich nie auf die Idee gekommen, mal ein Kind zu bekommen“. Andere können nicht schwanger werden - eben weil die Endo es verhindert und bei mir zum Beispiel fehlt der KiWu und auch der Partner.

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