Hallo Leute,
ich bin ganz traurig, seit Tagen regnet es und ich habe so Angst um meine Tomaten, Zucchini, Paprika, Salat usw., was ich gepflanzt habe. Was meint ihr, können die Pflanzend daran eingehen? Wie löst ihr das?
Liebe Grüße Coco
Hallo Leute,
ich bin ganz traurig, seit Tagen regnet es und ich habe so Angst um meine Tomaten, Zucchini, Paprika, Salat usw., was ich gepflanzt habe. Was meint ihr, können die Pflanzend daran eingehen? Wie löst ihr das?
Liebe Grüße Coco
Hallo Coco, nur Deine Tomaten sind vom Regen bedroht.(Braunfäule)Tomaten mögen kein Wasser von oben. Deinem anderen Gemüse macht der Regen nichts aus, solange es nicht mehr kalt wird.Die einzige Gefahr für Dein Gemüse sind bei diesem Wetter die Schnecken. Hilfe dagegen, Bierfallen,Steusalz oder teures Schneckenkorn. Ich leide mit Dir.
Peter
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Servus Coco,
Romana, Strunksalat und Kohlrabi quietschen förmlich vor Freude, daß es nicht mehr so dürr ist (war trotz anderen Empfindens viel zu wenig Niederschlag im Winter). Auch Rucola kommt endlich schwungvoll vorwärts, Erbsen und Bohnen auch. Die Zucchini geben wie üblich den wilden Mann und machen jeden Tag wenigstens ein neues Blatt, und da mögen die Gurken natürlich nicht zurückstehen. Die Tomaten sind im jetzigen Zustand noch keineswegs gefährdet, und alles, was über zehn Grad ist, schadet ihnen noch nicht. Nachher, sobalds nötig ist, kriegen sie einen Schluck Kupferkalk und gut ist. Die dritte Saat Karotten ist endlich mit Schwung aufgelaufen, Petersilie dito.
Sogar Physalis und Paprika lassen sich vorläufig gar nicht beeindrucken.
Buschbohnen und Rote Bete grad noch rechtzeitig versenkt, die werden sich auch freuen, wenns nicht gar so dürr zugeht beim Auflaufen.
Leid tuts mir um die Cantaloupe-Melonen, die werden wohl die Grätsche machen. Tut nichts, für ein paar Pflänzlein reicht das Budget, muss nicht alles aus Samen herangezogen werden.
Ein herrlicher Regen, finde ich - zumindest im nicht gar so kühlen Oberrheingraben. (Auch später) Mairegen bringt Erntesegen, will ich hoffen!
Guten Mut wünscht
MM
Hallo,
das größte Problem dürften die Schnecken sein. Momentan verliere ich gerade meine Kohlrabi-Setzlinge. Wenns nicht aufhört zu regnen, werden der Weißkohl und der Rosenkohl folgen. Die Auberginen sind auch schon angeknabbert. Wird dieses Jahr wohl keine so gute Ernte werden.
Gruß, Niels
Ich leide mit Dir.
Danke!! Euch allen!
Heute scheint die Sonne!!!
Yippii!
Man freut sich doch so auf seine Pflanzen!!
Coco
Servus nochmal,
hab heut auf dem Markt mit meinem Bio-Dealer geschnackt, der im Gegensatz zu mir in Phytopathologie aufgepasst hat, mit dem Ergebnis:
Durch den fein dosierten, ständig immer mal wieder einsetzenden Regen werden Infektionen durch echten Mehltau (Blattoberseite) gehemmt, weil die Sporen gar nicht ordentlich anlanden können und immer wieder abgespült werden. Vorerst Entwarnung für z.B. Gurken, Stachelbeeren.
Solang die feuchte Luft mit niedrigen Temperaturen einhergeht, ists auch für den übrigen Schweinkram wie falschen Mehltau, Botrytis, Peronospora, Phytophtora nicht so komfortabel.
Das ist aber vor allem bei Phytophtora (Kraut- und Fruchtfäule an Tomaten) keine Entwarnung, weil bei der die zweite Generation die Schäden anrichtet. Die Entwicklung der ersten Generation findet für menschliches Auge unsichtbar statt.
Auch bei falschem Mehltau ists in der Regel zu spät, wenn der Befall sichtbar wird.
Also schon mal mit Kupfer und Schwefel eindecken und zuschlagen, sobalds ne Weile trocken ist.
Schöne Grüße
MM
Also schon mal mit Kupfer und Schwefel eindecken und
zuschlagen, sobalds ne Weile trocken ist.
Danke!!
Hab das noch nie gehört, mit Kupfer und Schwefel zu düngen. Kann ich das so kaufen, wenn ja wo oder muss ich beim Dünger darauf achten, dass das drin ist?
Danke!!
Coco
Servus Coco,
man ja nich in den Boden - das sind Spritzmittel!
Netzschwefel (das ist leicht wasserlöslich auskristallisierter Schwefel) und Kupferkalk (Kupferoxychlorid) sind die beiden klassischen Fungizide, die nach den meisten „Bio“-Richtlinien angewendet werden dürfen - und außer diesen gibts fast keine Mittel mehr, die im nicht gewerblichen Anbau überhaupt zugelassen sind.
Beide haften auf der Oberfläche und lassen sich deswegen bloß sinnvoll einsetzen, wenn die Pflanze nach tropfnass Spritzen richtig abtrocknen kann.
Kupfer ist für Menschen gänzlich unbedenklich, aber ein Regenwurmkiller von hohem Potenzial. Das macht der Regenwurmpopulation nicht viel aus, wenn nicht flächig gespritzt wird, sondern Pflanze für Pflanze, und bloß die empfindlichsten mit maximal zwei Anwendungen pro Saison (das reicht für Freilandtomaten in den meisten Jahren aus, wenn man halbwegs tolerante Sorten hat).
Netzschwefel auch gegen Rost an Kernobst (einschließlich Birnengitterrost, an Birnen aber bis allerspätestens zum Öffnen der Blüten, sie sind empfindlich auf Schwefel; auch einige Apfelsorten) und gegen Pilzerkrankungen an Rosen, jeweils zum Austrieb bis zur Enfaltung der Blätter in zwei bis drei Anwendungen.
Schöne Grüße
MM
wieso besorgst du dir nicht eine schneckenumzäunung?
wieso besorgst du dir nicht eine schneckenumzäunung?
weil ich geschätzt 100 Meter davon bräuchte…