Regenkleidung für Kinder

Hallo zusammen,
ich bin auf der Suche nach Regenkleidung für ein 10-jähriges Kind, das den Schulweg auch bei Mistwetter mit dem Fahrrad bewältigen möchte.

Es gibt die Varianten Regenjacke + Regenhose oder Regenponcho.
Beim Regenponcho sehe ich als Vorteil, dass man ihn schneller übergezogen hat als Regenjacke + -hose. Allerdings frage ich mich, ob Regenponchos auf den Fahrrad wirklich praktikabel sind.

Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen zu diesem Thema und kann mir auch Hersteller empfehlen.

Gruß
Dirk

Hi,

ich kenne deine Kinder ja nicht aber eine Regenhose oder ein Poncho mit 10 ist fast schon uncool. Da würde ich lieber eine gute und etwas längere Jacke nehmen so in der Art wie „Jack Wolf Skin“.

Viele Grüße
Siegmar (ich saß lieber die ersten zwei Stunden mit nasser Jeans in der Klasse als….)

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach Regenkleidung für ein 10-jähriges
Kind, das den Schulweg auch bei Mistwetter mit dem Fahrrad
bewältigen möchte.

wie lang ist der Schulweg?
Meine Jungs (etwa das gleiche ALter) haben rund einen km zu bewältigen und fahren mit einer guten, relativ langen Regenjacke.
Regenhose oder gar Poncho ist völlig unmöglich!

Regenjacken gibt es von einer Vielzahl von Herstellern. Einen Rat zu geben hängt nicht zuletzt von Deiner Preisvorstellung ab.
Meine Jungs sind viel draußen, da lohnt sich auch bei den momentan eher kurzen Tragezeiten (bis die Jacken zu klein sind) gute und leider nicht billige Markenware.
Das Nordgesicht und die Wolftatze so grob als Anhaltspunkt.
Höherwertige Sachen sind m.E. nicht nötig.

Gandalf

off topic
Hallo

Das Nordgesicht und die Wolftatze so grob als Anhaltspunkt.
Höherwertige Sachen sind m.E. nicht nötig.

Ich hatte schon bevor es soviele Geschäfte mit der Wolfstatze gab, einiges von der Firma (aber eher Hemden und Rucksäcke). Trotzdem frage ich mich, ob die Preise von Jacken wirklich gerechtfertigt sind, denn ich habe gerade in letzter Zeit von Erwachsenen gar keine guten Kritiken dieser Marke gehört (von wegen: man schwitzt in den Dingern auf unangenehme Art, d.h. Feuchtigkeit wird gefangen, nicht abgegeben). Da Kinder wenig Vergleichsmöglichkeiten haben und solche Beschwerden eher nicht so gut artikulieren können, würde ich mich vorher nach realen Erfahrungen umhören.

Gruß
Elke

Hallo Elke,

wir haben einige Fleecesachen von Wolftatze, die sind m.E. nach wie vor gut.
Die Kritik über die Jacken habe ich auch mitgekriegt, aber von den mir bekannten TrägerInnen (auch Erwachsene) wird sie nicht geteilt.

Ich selber hab mir eine Jacke aus einem höheren Qualitäts- und Preissegment gegönnt (Haglöfs), kann da mit persönlicher Erfahrung bzgl. der angesprochenen Marke also nicht dienen.

Gandalf

Hi,

wir haben einige Fleecesachen von Wolftatze, die sind m.E.
nach wie vor gut.

Fleece weiss ich nicht.

Die Kritik über die Jacken habe ich auch mitgekriegt, aber von
den mir bekannten TrägerInnen (auch Erwachsene) wird sie nicht
geteilt.

Ueber die Regenjacke aergere ich mich jedesmal (aber noch einmal eine kaufen ist zur Zeit nicht drin), weil ich von aussen und von innen feucht bin.

Sangoma

Der Poncho hat den Vorteil, daß man den Schulranzen drunter ziehen kann bzw. den Poncho über den Ranzen. So ist der Ranzen auch gleich geschützt, flattert aber dann wieder eher im Wind. Hat er denn die Schultasche wärend des fahrens überhaupt auf dem Rücken oder auf dem Gepäckträger? Bei letzterem würde ich eher eine Regenjacke empfehlen.

Gruß Momi

Hi Motorradmieze,

was nutzt alle Zweckmäßigkeit, wenn der Coolnessfaktor vergleichbar hoch ist wie Lippenherpes?

Gandalf

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Hi,

was nutzt alle Zweckmäßigkeit, wenn der Coolnessfaktor
vergleichbar hoch ist wie Lippenherpes?

Gut gesagt :wink:
noch eine praktische Überlegung: was nützt mir der Schutz vom Regen von oben, wenn es von unten unter den Ponscho spritzt?
Außerdem: in Kombination mit Gummihosen - wo zieht man die aus, verstaut man die während des Schultags?

Das ganze ist sowas von fern jeder SChulrealität.

Gruß
eklastic

Guckt Euch mal Finkid an. Unsere Extremeinsätze wurden bisher gut bewältigt. Ist allerdings auch ein stolzer Preis fürs Produkt.

FS

Guten Morgen,

erstmal vielen Dank für die bisherigen Antworten.

Aaalso:
Der Schulweg ist ca. 3 km lang. Der Schulranzen wird normalerweise auf dem Gepäckträger transportiert. Der Coolness-Faktor ist noch nicht so ausgeprägt (es werden tatsächlich noch Helm und im Winter Warnweste getragen) - das könnte sich natürlich jederzeit ändern.
Von der Firma mit der Tatze haben wir mehrere Jacken, mit denen wir eigentlich zufrieden sind. Sie werden jetzt auch bei Regen draußen getragen, brauchen aber einige Zeit zum Trocknen und waren auch recht teuer.

Bei der Regenkleidung sehe ich folgende Vor- und Nachteile:

  • Regenhosen sind umständlich anzuziehen.
  • in Regenjacken schwitzt man. Ohne Regenhose läuft das Regenwasser beim Fahrradfahren von der Jacke auf die Hose, so dass bei mäßigem Regen die Oberschenkel klatschnass werden.
  • Ponchos flattern herum, oder man wird auf dem Fahrrad von unten nass - andererseits sind sie einfach überzuziehen und man schwitzt möglicherweise nicht so
  • es gibt Regenponchos, die vorne bis über den Lenker reichen (praktikabel?)
  • zu billige Regenkleidung (Hersteller?) ist an Reißverschlüssel und Nähten oft nicht dicht

Deshalb bin ich an euren Erfahrungen interessiert - bzw. an denen eurer Kinder!

Gruß
Dirk

Hallo!

Wir gönnen unserem Sohn alle zwei Jahre eine gute Regenjacke von VAUDE, diese hier:
http://www.fitforkid.eu/Shop/catalog/product_info.ph…
(Mit dem Online-Shop habe ich nichts zu tun, habe nur das Produkt gesucht). In einem schönen Blau, das passt zu allem und ist nicht zu schmutzanfällig. Mir gefällt an der Jacke, dass sie sehr leicht und klein zu verstauen ist, außerdem funktional gearbeitet und nicht zu breit und lang und sie hat eine ordentliche Kaputze.

Von Regencapes auf dem Fahrrad halte ich überhaupt nichts, verstehe aber die praktischen Vorzüge beim An- und Ausziehen. Trotzdem würde ich selbst nie anziehen und auch meinem Kind nicht antun. Man ist einfach zu unbeweglich damit, das schränkt die Sicherheit m.E. nach ein. Bei Gegenwind auch nicht zu empfehlen.

Wenn man überlegt, wie oft es wirklich so stark regnet, dass eine Jacke nicht ausreicht, würde ich zu einer Regenhose raten. Und zwar eine mit langen Reißverschlüssen, damit sie über die Schuhe geht. Wir Erwachsenen haben diese hier: http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr…
Auch hier besticht das Packmaß… Ob es etwas vergleichbares für Kinder gibt, habe ich noch nicht recherchiert. Unser Sohn wächst zu schnell und da er nicht täglich radelt, reicht eine billig-Regenhose.

Außerdem finde ich Gamaschen praktisch, die schützen Schuhe und Unterschenkel.

Ich hätte gern mal für leichtere Regenschauer wie die Cowboy so Dinger nur auf der Vorderseite der Oberschenkel.

Außerdem würde ich eine trockene Hose in der Schule deponieren, damit der Bub sich gegebenenfalls umziehen kann.

Schöne Grüße
kernig

Wolfstatze
Hallo!

Ich habe mir vor ein paar Jahren eine richtig teure Jacke mit der Wolfstatze gekauft (so 400 Euro oder so). Nach wenige Wochen war der Hauptreißverschluß kaputt und die Reißverschlüsse an den Taschen (m.E. ein Konstruktionsfehler). Die Klettverschlüsse fransten überall aus.

Ich habe das reklamiert. Mir wurde gesagt, das wären Verschleißteile und fallen nicht unter Garantie. Ich könne die Jacke einschicken. Dort wird sie gereinigt (ein Muss, es werden alle eingesandten Stücke gereinigt!) und repariert.

Die Reinigung mit Imprägnierung kostet schon an die 30 Euro, dazu nochmal der Reißverschluß, es war eine irre Summe, die ich gelöhnt habe.
Von der zugehörigen Fleecejacke ist der Zipper des Reißverschlusses abgebrochen, nach einer Reparatur habe ich da gar nicht mehr gefragt.

Die Jacke war bald weder wasserdicht noch atmungsaktiv, obwohl ich sie nach Vorschrift behandelt habe - vor allem kaum gewaschen, ich bin da nicht eitel.

Mein Sohn hatte schon ein paar Mal Schuhe der Marke und die waren nicht sehr robust.

Für mich gibt es nur ein Produkt, dass ich immer wieder von der Firma kaufe: Die schlichte Fleecemütze ist unübertroffen.

Ansonsten kauf ich nix mehr von denen, schon gar nicht Produkte mit übergroßer Werbefläche…

Meine Regenjacke ist vom Discounter, für 15 Euro. Die ist wasserdicht und atmungsaktiv und wenn sie nur ein Jahr hält, muss ich mich nicht ärgern (Höchstens über den Müll, den ich produziert habe). Hab ich mal wieder genug Geld, wird es VAUDE (deren Firmenphilosophie finde ich gut) oder was besseres.

Grüße
kernig

Coolnessfaktor
Hallo Gandalf!

Der Coolnessfaktor liegt im Auge des Betrachters.

Das Hauptverkaufsargument für ein 50kg schweres Full-Suspension-58Gänge-sauteures-Kinderrad war: „Sie wollen doch nicht, dass Ihr Kind gehänselt wird“.

Unser Sohn bekam ein total uncooles, ungefedertes und praktisches Fahrrad. Nachdem er mit 8 Jahren eine mehrtägige Radtour mit uns mitgemacht hat, braucht ihm keiner mehr blöd zu kommen. Er erzählt dann eben mal, dass er an einem Tag 70km damit gefahren ist. Und dass er keine Platten fahren kann, weil die total uncool aussehende Mäntel pannensicher sind und darüber hinaus viel schneller rollen als die Stollenreifen.

Was ich sagen will: Es kommt drauf an, wie man es dem Kinde beibringt. Natürlich hat das Grenzen, ein rosa-lila-geblümtes-Mädchenfahrrad mit Barbiepuppenhalterung hätte ich meinem Sohn nicht angetan. :wink:

Regenponchos finde ich übrigens auch doof, einfach weil sie unpraktisch sind. Ich kann mich nur bei dem Thema „coolness“ und Hänseleien einfach nicht zurückhalten.

Schöne Grüße
kernig

1 „Gefällt mir“

Hallo,

ich kann Dir nur von meiner eigenen Erfahrung berochten. Ist aber schon 20 Jahre her…
Mein Schulweg betrug auch immer 3 km und bei Regen bin ich mit einem Regenponcho gefahren, welchen man bis zum Lenker ziehen konnte, so dass die Oberschenkel trocken blieben.
Allerdings muß ich sagen, dass ich über Feldwege gefahren bin und sobald ich in „Schulsicht“ kam, hab ich das Ding sofort ausgezogen und im Ranzen verstaut… Soviel zum Coolness-Faktor…
Alternativ kann man auch einfach eine wasserundurchlässige Jacke tragen und einfach eine Hose zum wechseln mitnhemen und sich dann schnell vor Schulbeginn umziehen.
VG

Moin Kernig,

Der Coolnessfaktor liegt im Auge des Betrachters.

klar!
Und meine Jungs sind auch keine Trendhinterherlaufer.
Die haben viel von meiner praktischen Denke geerbt.
Aber es gibt eben Sachen, die gehen überhaupt nicht und dazu gehört ein Regenponcho.

Bei Rädern halten wir (die Jungs und ich) es genauso wie Du. Praktisch muß es sein und für lange Touren geeignet.
Und die pannensicheren Marathonplus sind mittlerweile total cool bei fast allen Jungs :wink:
Spätestesn seit einem Klassenausflug, wo es mehrere Platte gab und der Rest deswegen ziemlich genervt wurde.

Gandalf

Hallo,

Der Coolnessfaktor liegt im Auge des Betrachters.

Ja. Aber wessen Augen? Der Eltern oder der Kinder?
Wie Gandalf schon sagt, manches ist einfach nur nicht cool und manches geht gar nicht.

Was ich sagen will: Es kommt drauf an, wie man es dem Kinde
beibringt.

Siehst du und hier habe ich Zweifel.
Ich habe zwei Söhne. Sohn Nr. 1 zog immer an, was er hingelegt bekam, es war ihm schlichtweg „wurscht“. Inzwischen (er ist fast 18) hat er natürlich Vorlieben und wählt sich seine Kleidung längst selbst, aber noch immer ist die „richtige Kleidung“ kein großes Thema für ihn.
Sein Bruder stand schon mit drei vor dem Spiegel und zupfte an seinen Bermudashorts rum, weil sie eine ganz bestimmte Länge überm Knie sein mussten (übrigens keine Länge, die gerade „in“ war, sondern etwas, was ihm wichtig war). Er hat also schon früh darauf geachtet, was er anziehen wollte und einkaufen mit ihm war wesentlich zeit- und nervenaufwändiger als mit seinem Bruder. Seine Kleidung (auch wenn es hip-hop ist) ist ihm sehr wichtig und er gibt einen Großteil seines Taschengelds dafür aus.
Ich glaube nicht, dass wir beide Söhne in dieser Beziehung sehr unterschiedlich erzogen haben.
Auch das Vorbild von uns ist eher nicht marken- oder modeorientiert.

Was ich sagen will: innerhalb gewisser Grenzen halte ich die Einflusssphäre von Eltern für begrenzt (mit zunehmendem Alter natürlich immer weiter abnehmend, zumindest vordergründig). Und was bei einem Kind einfach ein Schulterzucken zur Folge hat, kann bei dem anderen den Effekt haben, dass er sich weigert aus dem Haus zu gehen.

Gruß
Elke