Hallo zusammen,
ich habe vor zwei Jahren eine fertige Doppelhaushälfte gekauft. Jetzt möchte ich langsam anfangen den Keller auszubauen. Leider wurden alle vier Regenwasserfallrohre durch eine Wandöffnung in jeder Hausecke in den Keller hinein geleitet, um dort zusammengeführt wieder zurück nach draußen in die Kanalisation abzulaufen. D.h. ich habe innen an allen Außenwänden Abwasserrohre unter der Decke hängen.
Im hinteren Teil des Kellers möchte ich gerne abtrennen und ein Zimmer einrichten. Dort hätte ich dann an zwei Wänden die Regenwasserrohre. Daher möchte ich die Rohre außen um das Haus, in 0,5m Tiefe herumleiten und an der Vorderseite wieder an das bestehende Fallrohr anschließen.
Da z.Zt. die Außenwand freigelegt wurde, wäre jetzt eine gute Gelegenheit ohne großen Schweißaufwand dieses zu machen.
Mir stellen sich aber noch viele Fragen.
a) 0,5 m unter der Erde ist wahrscheinlich nicht tief genug bzgl. Frost. Ist das kritisch?
b) Die KG-Rohre die sich in der Wandeinführung befinden: Bekomme ich diese überhaupt noch heraus?
c) Wenn das klappt habe ich natürlich zwei offene Kernlochbohrungen. Kann ich diese einfach mit Beton zugießen und von außen abdichten?
d) Die Längswand ist 13m lang: Verwende ich besser mehrere 2m Rohre oder besser 5m Rohre?
e) Viele empfehlen die Rohre nicht zu kleben. D.h. nur Vaseline als Gleitmittel verwenden?
f) Empfiehlt es sich in gleicher Höhe d.h. parallel ein Drainage-Rohr zu legen und anzuschließen, um das Oberflächenwasser abzuleiten? (Wenn es länger heftig schauert kann das Wasser scheinbar nicht schnell genug abfließen und läuft in meinen Lichtschacht herein. Über das Drainagerohr könnte zumindest ein Teil des Oberflächenwassers abgeleitet werden)
Schonmal danke für die Antworten. Bin mal gespannt auf eure Meinungen.
a) 0,5 m sind nicht sonderlich tief, aber es sollte trotzdem funktionieren, da in den Rohren ja nicht ständig Wasser steht und bei Frostwetterlage kein neues Wasser nachfließt, welches dann sofort gefriert. Bei Tauwetter ist die Wassermenge dann so groß, dass auch keine Gefahr des Einfrierens mehr besteht, auch wenn das Erdreich kalt ist. Zudem wird vom Haus auch immer eine gewisse Menge Wärme zugeführt.
b) Zerstörungsfrei sicher nicht, aber mit Eisensäge und Meißel sicherlich.
c) Ja. innen gut verschalen, damit keine Zementschlämme an der Wand runterläuft (wird sich nicht ganz verhindern lassen, kannst Du aber hinterher wegstemmen bzw. mit einer Kelle abkratzen.
d) Das kannst Du halten wie der auf dem Dach: Hammer rechts und Nagel links oder umgekehrt.
e) Ja, oder flüssige Schmierseife, die ROhre liegen ja nachher im Kiesbett und können nicht auseinanderrutschen, wenn sie richtig verbunden sind.
f) Wenn Du schon alles offen hast und keine Drainage drin liegt, dann solltest Du die Drainage auf Höhe der Kellerbodenplatte verlegen und anschließen, wenn das geht. Ansonsten auf Höhe der Regenrohre, auch wenn sie da lange nicht so wirksam ist, da das Wasser noch nicht aufstaut und in die Drainageleitung läuft. Dann würde ich allerdings (nachdem ich die Wand mit Dickbeschichtung versehen und Perimeterdämmung davor gestellt habe) den Bereich bis zur UK Drainage mit bindigem Boden verfüllen und den Rest bis oben mit Kies, damit eine künstliche Aufstauebene für die Drainage entsteht. Drainagerohr mit Kokosfaserummantelung schützt ein bisschen vor Verschmutzung und „versacken“.
a) 0,5 m unter der Erde ist wahrscheinlich nicht tief genug
bzgl. Frost. Ist das kritisch?
Bei den Temperaturen unserer jetzigen Winter sehe ich da keinerlei Gefahr, noch dazu, wo ja in den Rohren das Wasser nie stehenbleibt.
b) Die KG-Rohre die sich in der Wandeinführung befinden:
Bekomme ich diese überhaupt noch heraus?
Innen und außen abschneiden und dann mit einem Meißel herausschlagen.
c) Wenn das klappt habe ich natürlich zwei offene
Kernlochbohrungen. Kann ich diese einfach mit Beton zugießen
und von außen abdichten?
Kein Problem: Kleb innen über das Loch mit Klebeband ein Stück Folie und verstärke diese mit einem Brett, um den Gegendruck des Betons, den Du von außen reingießt, auszuhalten. Wenn der Beton ausgehärtet ist, streichst Du die Stelle von außen mit Bitumen, dann ist das Loch abgedichtet.
d) Die Längswand ist 13m lang: Verwende ich besser mehrere 2m
Rohre oder besser 5m Rohre?
Lange Rohre sind schneller zu verlegen und rel. billiger als kurze. Außerdem hast Du weniger Arbeit mit dem Zusammenstecken.
e) Viele empfehlen die Rohre nicht zu kleben. D.h. nur
Vaseline als Gleitmittel verwenden?
Kleben ist völlig unnötig, da die integrierten Dichtungen absolut sicher sind! (Das merkst Du spätestens dann, wenn Du die Rohre mal ohne Gleitmittel zusammensteckst: Du bringst sie nur noch mit äußerster Mühe wieder auseinander!)
f) Empfiehlt es sich in gleicher Höhe d.h. parallel ein
Drainage-Rohr zu legen und anzuschließen, um das
Oberflächenwasser abzuleiten? (Wenn es länger heftig schauert
kann das Wasser scheinbar nicht schnell genug abfließen und
läuft in meinen Lichtschacht herein. Über das Drainagerohr
könnte zumindest ein Teil des Oberflächenwassers abgeleitet
werden)
Ich habe das bei meinem Wintergarten so gemacht, und es funktioniert.
b) Die KG-Rohre die sich in der Wandeinführung befinden:
Bekomme ich diese überhaupt noch heraus?
c) Wenn das klappt habe ich natürlich zwei offene
Kernlochbohrungen. Kann ich diese einfach mit Beton zugießen
und von außen abdichten?
Hallo
Lass das Rohr doch drin, innen bündig absägen und dichtmachen zb. mit Beton und von außen einfach son Blindeckel aufs Rohr das is dann aufjedenfall dicht. Zur Wärme Dämmung würde ich noch Glaswolle ins Rohr stopfen.
Viel Erflog Tody
Mir stellen sich aber noch viele Fragen.
a) 0,5 m unter der Erde ist wahrscheinlich nicht tief genug
bzgl. Frost. Ist das kritisch?
b) Die KG-Rohre die sich in der Wandeinführung befinden:
Bekomme ich diese überhaupt noch heraus?
c) Wenn das klappt habe ich natürlich zwei offene
Kernlochbohrungen. Kann ich diese einfach mit Beton zugießen
und von außen abdichten?
d) Die Längswand ist 13m lang: Verwende ich besser mehrere 2m
Rohre oder besser 5m Rohre?
e) Viele empfehlen die Rohre nicht zu kleben. D.h. nur
Vaseline als Gleitmittel verwenden?
f) Empfiehlt es sich in gleicher Höhe d.h. parallel ein
Drainage-Rohr zu legen und anzuschließen, um das
Oberflächenwasser abzuleiten? (Wenn es länger heftig schauert
kann das Wasser scheinbar nicht schnell genug abfließen und
läuft in meinen Lichtschacht herein. Über das Drainagerohr
könnte zumindest ein Teil des Oberflächenwassers abgeleitet
werden)
Schonmal danke für die Antworten. Bin mal gespannt auf eure
Meinungen.
Hallo,
zu a) 0,8 m ist frostsicher
zu b) man bekommt alles raus, wenn man will
zu c) schneide Dir aus Styroporplatten einen passgenauen Stopfen, verschmiere die eine Seite, lass es erhärten, nimm den Stopfen wieder raus, verschmier die andere Seite mit Reparaturmörtel.
zu d)nimm 1 m Enden dann ist der Strang flexibler oder besser Rohr von der Rolle
zu e) die Rohre werden mit Gleitmittel (oder Spülmittel)zusammengefügt, nie geklebt
zu f) Drainage ist immer richtig, aber nicht parallel verlegen,
das Oberflächenwasser solltest Du separat über spezielle Kanäle oberflächlich ableiten (vom Haus weg )
Gruss Netti
a) 0,5 m sind nicht sonderlich tief, aber es sollte trotzdem
funktionieren, da in den Rohren ja nicht ständig Wasser steht
und bei Frostwetterlage kein neues Wasser nachfließt, welches
dann sofort gefriert. Bei Tauwetter ist die Wassermenge dann
so groß, dass auch keine Gefahr des Einfrierens mehr besteht,
auch wenn das Erdreich kalt ist. Zudem wird vom Haus auch
immer eine gewisse Menge Wärme zugeführt.
Gruß vom Bauigel
Hallo, der Ansatz ist Richtig.
Habe früher auch anders gedacht bis zur ersten Infostunde über das versickern von Regenwasser.
Also: Wenn die Gefahr des Einfrierens von Wasser besteht - bei entsprechenden Temperaturen- dann kommt der Niederschlag nicht in Form von Regen, sondern als Schnee herunter. Wenn er taut haben wir Plusgrade.
Wenn der Niederschlag als Regen herunterkommt, dann müssen Plusgrade sein, sonst wäre er ja Schnee.
Also fließt es sauber ab.
Was wichtig ist: Gefälle.
Im Abwasserrohre kann Verschmutzung/Laub sein. Bei langsamen Fließgeschwindigkeiten bleibt die Verschmutzung liegen (bei längeren Liegen in der Dachrinne kann es auch schon vererdet sein). Zusätzlich kommt die Abbremsung in Kurven.
Je flacher das Gefälle ist, so höher sollte die Fließgeschwindigkeit sein. Widerspricht sich.
Problem sind die Bögen. Schau in einen 90 Grad Bogen, danach Bögen kleiner 90 Grad. Hier gibt es weniger Wulste im Knick. Diese Wulste bremsen.
Wers nicht glaubt: Außenabfallrohre ansehen. Hier werden von guten Firmen keine 90 Gradbögen verlegt. Es werden mehrere kleinere Bögen verlegt.
Bögen sind teuer: also hat es seine Gründe.
Viel Spaß beim Arbeiten.
Ach ja: beim Zusammensetzten der Rohre das Endstück einfetten. Gibt dafür geeignete preiswerte Fette im Baumarkt. Falls die Menge zuviel ist: Zur Not tut es auch jedes andere Fett
Abgelängte Stücke mit Raspel leicht anfasen. Das unterstützt das einschieben.