Regierung hat grossen Beratungsbedarf

… ist gerade eine Überschrift bei t-online Nachrichten.

Bedeutet das etwa, dass unsere Minister doch
etwas länger die Schulbank hätten drücken sollen?

Solche Überschriften liebe ich :smile:)))))

Gruss, Marco

Und?
Hi Marko,

auch wenn ich mich in diesem Forum langsam gebetsmühlenartig wiederhole: Beratungsbedarf erkennen ist kein Zeichen von Dummheit oder Ungebildetheit, sondern in den allermeisten Fällen von Intelligenz…

Ich zum Beispiel habe einen Steuerberater und einen Rechtsberater, die ich durchaus gut bezahle, weil ich sie brauche, weiterhin habe ich noch ein paar glücklicherweise unentgeltliche Berater für sonstige Lebenslagen etc…

Aber die „Beratungs“-Schelte passt ja so wunderbar in das fest gefügte Weltbild, dass es uns dabei niemals langweilig wird, nicht?

Grüße
Jürgen

Hallo Zusammen,
ob der Einsatz von Beratern als Kapitalverschwendungen oder als eine positive Entscheidung gesehen werden kann, hängt stark vom Auftraggeber ab.
Eine Firma aus dem KUM Segement, beschäftigt in der Regel aus Kostenoptimierungsgründen keine Fachspezialisten, sondern bedient sich eines Beratungsunternehmen. Was ohne Zweifel ein vernüftiger Weg ist.

Bei einem Großunternehmen oder Ministerium sind diese Fachexperten aber vorhanden. Somit ist der Einsatz eines Beratungsunternehmens nicht zwingend notwendig und sollte nur sehr begrenzten Fällen genutzt werden.

Wenn aber, wie geschehen, für jeden Kleinkram eine Beraterfirma beauftragt wird, ist Kritik angebracht. Denn ich muss davon ausgehen, dass die angestellten Experten ihrer Aufgabe nicht gewachsen sind.

Ein im Wettbewerb stehendes Unternehmen würde reagieren. Wie sieht es bei den Ministerien aus?

Gruß Peter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Jürgen,

Ich zum Beispiel habe einen Steuerberater und einen
Rechtsberater, die ich durchaus gut bezahle, weil ich sie
brauche, weiterhin habe ich noch ein paar glücklicherweise
unentgeltliche Berater für sonstige Lebenslagen etc…

Hättest Du in einer Abteilung ‚Rechtsfragen‘ einen Juristen beschäftigt, würdest Du dem aber etwar erzählen, wenn Du einen externen Berater brauchen würdest, um dessen Aufgaben zu erledigen. … Außer, Du kennst den ‚Berater‘ und möchtset dem unauffällig Geld zukommen lassen. …

Nein, die Beraterverträge, die durch die Medien gegangen sind halte ich nicht für Verschwendung. Ich würde vielmehr auf Veruntreuung prüfen. Schade, daß ich da keinen Einblick habe und mir kein Urteil erlauben kann.

cu Rainer

schlechtes Zeichen
So ziemlich jedes größere Unternehmen hat
eine Entwicklungsabteilung mit den passenden
Experten. Das Daimler-Chrysler-Forschungszentrum
z.B. dürfte vielen ein Begriff sein, aber auch
kleinere haben sowas.

Es wäre schon etwas sonderbar, wenn im
*Finanz*-Ministerium keine Finanzexperten
beschäftigt sein sollten. Warum lässt
er sich also nicht hausintern beraten?

Dass der Minister kein Finanzexperte ist, ist
klar, aber dass er zu eigenen Mitarbeitern
weniger Vertrauen hat, als zu externen Beratern,
ist ein schlechtes Zeichen.

Gruss, Marco

Hi!

So ziemlich jedes größere Unternehmen hat
eine Entwicklungsabteilung mit den passenden
Experten. Das Daimler-Chrysler-Forschungszentrum
z.B. dürfte vielen ein Begriff sein, aber auch
kleinere haben sowas.

Es wäre schon etwas sonderbar, wenn im
*Finanz*-Ministerium keine Finanzexperten
beschäftigt sein sollten. Warum lässt
er sich also nicht hausintern beraten?

Dass der Minister kein Finanzexperte ist, ist
klar, aber dass er zu eigenen Mitarbeitern
weniger Vertrauen hat, als zu externen Beratern,
ist ein schlechtes Zeichen.

Es geht nicht um Vertrauen oder inkompetente Mitarbeiter. Die externe Sichtweise eines Beraters kann sehr nützlich, in vielen Fällen sogar dringend notwendig sein. Gerade bei Image-Geschichten. Die Consulting-Branche zu verteufeln macht keinen Sinn.

Gruß,
Iceman

Hallo Iceman,

Es geht nicht um Vertrauen oder inkompetente Mitarbeiter.

nein, es geht um etliche Millionen. Was leistet so ein Berater, um solche Honorare zu rechtfertigen? Es geht hier um Beträge, die ein AN allein in seinem ganzen Leben nicht verdient.
cu Rainer

Hallo!

Es geht nicht um Vertrauen oder inkompetente Mitarbeiter.

nein, es geht um etliche Millionen. Was leistet so ein
Berater, um solche Honorare zu rechtfertigen? Es geht hier um
Beträge, die ein AN allein in seinem ganzen Leben nicht
verdient.
cu Rainer

Ja und? Wir leben in einer Marktwirtschaft. Wenn Unternehmen (da gehts ja jetzt nicht nur um Herrn Gerster - die Tagesssätze der Top-Berater sind für alle annähernd gleich horrend) bereit sind, solche Summen für die Beratung zu zahlen ist doch alles in bester Ordnung. Scheint sich ja auf lange Sicht zu lohnen, sonst würden sie es ja nicht machen. Und jetzt erzähl mir nichts von Vetternwirtschaft und „Aufträge zuschanzen“… sicher passiert das auch, wie überall, aber das ist die Ausnahme.
Als Aussenstehender kann man nicht beurteilen, was so eine Beratung tatsächlich bringt. Sicher sind die Honorare der Herren Top-Berater saumässig hoch - aber wie gesagt, ist ne MaWi. Und der Markt regelt den Preis.

Gruß,
Iceman